Machete Kills


Machete Kills (USA, 2013)

Blu-ray, Universum Film
Altersfreigabe: FSK 16
Laufzeit: ca. 108 Minuten

Extras:
- Behind the Scenes (20:20 Min.)
- Deleted Scenes (19:54 Min.)
- Kinotrailer

Regie:
Robert Rodriguez

Hauptdarsteller:
Danny Trejo (Machete Cortez)
Mel Gibson (Luther Voz)
Michelle Rodriguez (Luz / Shé)
Demian Bichir (Marcos Mendez)
Amber Heard (Blanca Vasquez)
Sofia Vergara (Desdemona)
Charlie Sheen (Ronald Rathcock)
Walt Goggins, Cuba Gooding jr., Lady Gaga, Antonio Banderas (Das Chamäleon)
Jessica Alba (Sartana Rivera)




Inhalt

Zur Vorgeschichte siehe Machete.

Machete und seine Geliebte Sartana wollen eine Gruppe von US-Soldaten an der Abwicklung eines illegalen Waffendeals mit einem mexikanischen Drogenkartell hindern. Die Killer des Kartells töten alle Soldaten, woraufhin sie von per Hubschrauber einfliegenden Maskierten niedergemäht werden. Während des Feuergefechts riskiert Sartana einen Blick unter die Plane des Transporters, mit dem die Soldaten gekommen sind. Auf der Ladefläche steht eine einsatzbereite Atomrakete. Der ebenfalls maskierte Anführer der Unbekannten erschießt Sartana. Die Maskierten fliehen, als die Polizei eintrifft. Der Sheriff beschuldigt Machete, Sartana ermordet zu haben und will ihn lynchen, wird aber von Präsident Rathcock zurückgepfiffen. Machete wird für einen Spezialeinsatz gebraucht. Zur Belohnung winken ihm die US-Staatbürgerschaft sowie die Löschung seines umfangreichen Vorstrafenregisters. Machete soll Marcos Mendez observieren und töten, sofern an dessen Drohung etwas dran ist, er werde Washington, D.C. mit einer Atomwaffe auslöschen, falls die US-Regierung weiterhin nichts gegen die brutalen Kartelle sowie die korrupte mexikanische Regierung unternimmt. Mendez war früher Geheimagent, ist von seinem Vorgesetzten an die Kartelle verraten worden und musste mit ansehen, wie seine Frau und Tochter zu Tode gefoltert wurden. Seitdem hat er eine gespaltene Persönlichkeit. Sein Ich wechselt ständig zwischen Mendez, dem Revolutionsführer, und Mendez, dem vollkommen Wahninnigen.

Mit Hilfe seiner Kontaktperson, der als Miss San Antonio auftretenden Undercoveragentin Blanca Vasquez, begibt sich Machete nach Acapulco, um sich mit Cereza zu treffen, der Geliebten von Mendez. Deren Mutter Desdemona, Betreiberin eines Bordells, versucht Machete zu töten, doch Cereza verhilft ihm zur Flucht. Sie ist sogar bereit, ihn zu Mendez zu bringen. Machete soll ihren Geliebten vor sich selbst beschützen. Als Mendez (der Wahnsinnige) hiervon erfährt, befiehlt er seinem Stellvertreter Zaror, Cereza zu töten. Machete betritt Mendez' Basis somit als Gefangener. Er befreit sich, kann Mendez aber nicht umbringen, denn dessen Herz ist mit dem Auslöser der Atombombe verbunden. Die Waffe wird gezündet, sobald das Herz zu schlagen aufhört, spätestens aber in 24 Stunden. Machete metzelt sich durch die gegnerischen Schergen und entführt Mendez. Er will ihn über die Grenze bringen und in den USA nach jemandem suchen, der den Zünder entschärfen kann. Hierfür kommt am ehesten der Konstrukteur der Bombe - der Großindustrielle und Erfinder Luther Voz - in Frage. Der Weg zur Grenze ist ein wahrer Spießrutenlauf, denn die Kartelle haben ein exorbitantes Kopfgeld auf Machete und Mendez ausgesetzt, außerdem ist die nach Rache für Cerezas Tod dürstende Desdemona hinter den beiden her. Kaum hat Machete seinen Gefangenen trotz aller Fährnisse wohlbehalten über die Grenze gebracht, da erscheint Zaror mit einigen maskierten Killern. Zaror enthauptet Mendez. Machete wird niedergeschossen.

Machete kommt in einem Regenerationstank in Voz' Hauptquartier wieder zu sich. Mendez' noch schlagendes Herz wurde in einen Transportbehälter gepackt. Voz weiht Machete in seine Pläne ein. Durch einen von Mendez und anderen unfreiwilligen Helfern ausgelösten Krieg soll sich die Menschheit selbst vernichten. Voz und seine Gefolgsleute wollen das Armageddon in einer bereits fertiggestellten Raumstation überdauern und die Welt anschließend nach ihren Wünschen neu aufbauen, unterstützt durch eine Armee von Klonsoldaten. Zaror ist solch ein Klon (tatsächlich existiert er in mehrfacher Ausfertigung), aber Machete hat sich als stärker erwiesen und soll zum Basismodell einer neuen Klonreihe werden. Machete flieht mit Hilfe seiner alten Freundin Luz alias Shé, dem einäugigen Oberhaupt eines Netzwerks, das es illegalen Einwanderern ermöglicht, in den USA Fuß zu fassen. Ihren Informationen zufolge verschwinden in Mexiko immer wieder Menschen auf dem Weg zur Grenze. Für Machete ist klar, dass Voz dahintersteckt. Auf diese Weise beschafft sich Voz Arbeitssklaven für die Raumstation. Nachdem Machete den Präsidenten über alles informiert hat, wird er von Blanca in eine Falle gelockt. Sie arbeitet für Voz, der dafür gesorgt hat, dass sie zur Miss Texas gewählt wurde. Machetes Freunde kümmern sich um Blancas Killer. Machete verfolgt die Verräterin, wird aber abgehängt.

Nun ist Machete mitten in der Wüste gestrandet. Er fährt per Anhalter in einem LKW mit, dessen Fahrer ihn bewusstlos schlägt. Der Fahrer ist ein Kopfjäger, der als "Chamäleon" bezeichnet wird, weil niemand sein wahres Gesicht kennt. Das Chamäleon kann seine Gestalt nach Belieben verändern. Machete wird gezwungen, sein eigenes Grab zu schaufeln. Dabei legt er einen Tunnel für illegale Einwanderer frei, durch den er fliehen kann. Das Chamäleon eilt hinterher, läuft allerdings selbsternannten Grenzwächtern in die Arme, die den vermeintlichen Immigranten mit Blei durchsieben. Jetzt können Machete, Luz und die Leute vom Netzwerk Voz' Basis infiltrieren. Der Start des Space Shuttles, mit dem Voz und seine Gefolgsleute sowie zahlreiche Geldgeber zur Raumstation fliegen wollen, steht unmittelbar bevor. Es kommt zum Kampf mit den Sicherheitskräften. Blanca streckt Luz mit einem Schuss ins gesunde Auge nieder. Voz vernichtet das immer noch schlagende Herz. Jetzt hat Machete nur noch fünf Minuten, bis die Atomrakete startet. Machete erkennt, dass Voz Sartanas Mörder ist und attackiert ihn, muss sich aber um die startende Rakete kümmern. Er springt auf die Rakete und entschärft sie. Derweil tötet die blinde Luz Blanca im Zweikampf, wird anschließend jedoch von Voz buchstäblich auf Eis gelegt. Sie landet im Space Shuttle, ebenso die überlebenden Leute vom Netzwerk. Der Start des Space Shuttles kann nicht verhindert werden. Machete folgt seinem Erzfeind mit einer SpaceX-Rakete ins All.


Kringels Meinung

Machete ist als selbstironische Hommage an Exploitationsfilme der Siebziger- und Achtzigerjahre zu verstehen und "Machete Kills" schlägt, man verzeihe mir das Wortspiel, in dieselbe Kerbe. Diverse Actionfilme werden fröhlich durch den Kakao gezogen, der Film wimmelt vor Anspielungen, alle möglichen und unmöglichen Klischees werden zelebriert. Schergen verschiedenster Provenienz auf werden unterschiedliche Weise niedergemäht, dass die Körperteile nur so durch die Gegend fliegen. Es wird geballert, gefochten, geprügelt und geschnetzelt was das Zeug hält! Die wortkarge Hauptfigur ist unverwüstlich wie eh und je. Diesmal wird Machete sogar erhängt, das heißt, man versucht es, aber Machete ist natürlich nicht so einfach totzukriegen. Am Strick baumelnd starrt er seinen Widersacher nieder und übersteht die Prozedur völlig unbeschadet. Alle Schauspieler stürzen sich mit Begeisterung in das blutige Gemetzel, ein trockener Oneliner jagt den anderen und immer wieder wird man durch witzige Ideen überrascht - etwa wenn kurz vor der Sexszene mit Machete und Blanca die Aufforderung erscheint, man möge jetzt die 3D-Brille aufsetzen. Von besagter Szene ist dann nur ein rot-grünes Durcheinander zu sehen ...

Wer mit geschmacklosen Gags / brutaler Gewalt kein Problem hat und es zum Beispiel lustig finden kann, dass ein Bösewicht am eigenen Gedärm in die Rotorblätter eines Hubschraubers gezogen wird, der sollte mit "Machete Kills" ebensoviel Spaß haben wie mit dem ersten Teil. Tatsächlich fand ich die Fortsetzung sogar noch unterhaltsamer, was weniger an der etwas wirren Story liegt, sondern eher an der puren Übertreibung. Man könnte fast behaupten, dass "Machete" im Vergleich zur Fortsetzung geradezu "normal" wirkt. Mit den Zaror-Klonen, einem Widersacher vom Format eines irren James-Bond-Bösewichts (technische Gadgets und futuristische Waffen inklusive), der Weltraum-Thematik und einem ständig das Aussehen sowie das Geschlecht wechselnden Kopfjäger - um nur einige wenige der verrückt-genialen Ideen zu nennen - bietet "Machete Kills" so viel durchgeknallte Abwechslung, dass gar keine Langeweile aufkommen kann.

Die Spielfreude der Gaststars tut ein Übriges. Lady Gaga als lakonische Killerin, gefolgt von einem hemmungslos chargierenden Antonio Banderas in derselben Rolle - allein dadurch wird "Machete Kills" schon sehenswert. Nicht zu vergessen Amber Heard und Sofia Vergara! Die von ihnen verkörperten Figuren könnten unterschiedlicher nicht sein und machen Machete auf ganz eigene Art das Leben schwer: Blanca mit unwiderstehlichem Charme, Desdemona mit Gatling-BH und Revolverhöschen! Der pure Wahnwitz herrscht von der ersten bis zur letzten Minute ... und dann kommt ein Cliffhanger. Der Film hat keinen richtigen Schluss, er endet mit der Ankündigung eines dritten Films. Er soll "Machete Kills Again - In Space!" heißen. Nun, in den letzten fünf Jahren hat man nichts mehr davon gehört. Schade eigentlich!


Extras

Die "Behind the Scenes" - Featurette sollte so nicht bezeichnet werden, denn sie besteht zu einem Großteil aus Filmausschnitten. Viel Hinter-den-Szenen-Material ist nicht zu sehen und auch sonst ist die Featurette nicht besonders gehaltvoll. Wenigstens eins wird deutlich: Danny Trejo muss eine Seele von Mensch sein. Alle Interviewten äußern sich entsprechend. Er wird sogar als "Teddybär" bezeichnet!

8 Deleted Scenes mit einer Gesamtlaufzeit von knapp 20 Minuten - das klingt nach mehr, als wirklich dahintersteckt. Wirklich neu ist keine dieser Szenen. Es handelt sich lediglich um alternative oder allenfalls leicht verlängerte Versionen von verwendetem Material. Abgesehen von ein paar neuen Dialogzeilen bekommt man im Grunde nur in einer einzigen Deleted Scene was Neues zu sehen. Da erklärt Voz, dass er Machete tatsächlich schon geklont hat. Stolz präsentiert er einen toten Machete-Embryo im Glas ...


J. Kreis, 28.05.2018




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