Lucky Luke


Lucky Luke (F, 2009)

DVD Regionalcode 2, Rex Film
Altersfreigabe: FSK 12
Laufzeit: ca. 100 Minuten

Extras
- Special FX Making of (19.45 Min.)
- Slideshow (31:37 Min.)
- Outtakes (2:40 Min.)
- Teaser und Trailer

Regie:
James Huth

Hauptdarsteller:
Jean Dujardin (John "Lucky" Luke)
Daniel Prevost (Pat Poker)
Alexandra Lamy (Belle)
Michael Youn (Billy The Kid)
Sylvie Testud (Calamity Jane)
Melvil Poupaud (Jesse James)
Jean-Francois Balmer (Gouverneur Morris Austin Cooper)
Andre Oumansky (Präsident Winston H. Jameson)




Inhalt:

Utah im Jahre 1846. Der junge John Luke muss mit ansehen, wie seine Eltern von der Betrüger-Bande ermordet werden. Er selbst entkommt, und weil noch niemand zuvor so viel Glück hatte, nennt man John künftig nur noch "Lucky Luke". Jahre später ist Luke, dessen Glück sprichwörtlich geworden ist, eine Legende des Wilden Westens. Er zieht schneller als sein eigener Schatten und seine Treffsicherheit wird von niemandem übertroffen. Er folgt jedoch einem eisernen Grundsatz: Er tötet niemals. Eines Tages erhält er vom Präsidenten der USA einen besonderen Auftrag. New York und San Francisco sollen durch eine neue Eisenbahnlinie miteinander verbunden werden. Die von beiden Städten aus vorangetriebenen Schienenstränge sollen sich in Lukes alter Heimatstadt Daisy Town treffen. Dort will der Präsident den symbolischen letzten Bolzen einschlagen. Doch Daisy Town ist ein Tummelplatz für Verbrecher aller Art. Luke soll dort als neuer Sheriff für Ruhe und Ordnung sorgen. Er akzeptiert, obwohl sein väterlicher Freund Morris Cooper, Gouverneur von Utah, ihm davon abrät.

Daisy Town ist fest in der Hand des Gangsters Pat Poker. Luke versucht ihn zu entmachten, doch Poker ruft Billy the Kid zu Hilfe. Den verhaftet Luke jedoch umgehend. Poker provoziert Luke, indem er ihm die Taschenuhr von dessen Vater zeigt. Da Luke Poker für den Mörder seiner Eltern hält, fordert er ihn zum Duell und erschießt ihn. Über sich selbst entsetzt will Luke Selbstmord begehen, doch Jolly Jumper, sein treues Pferd, das sich in diesem Moment als sprachbegabt verrät, hält ihn davon ab. Luke hängt seinen Colt an den Nagel und kehrt nach Daisy Town zurück, wo inzwischen wieder die Gangster die Oberhand haben. Billy will Luke hängen, aber das wird von Lukes alter Freundin Calamity Jane und Jesse James verhindert. Letzterer hält sich für den größten Banditen des Westens und behält sich die Ehre vor, Luke im Zweikampf zu töten. Calamity heftet sich den Sheriffsstern an und macht Jesse zum Deputy. Auch Billy wird verpflichtet. Er soll die anderen Gangster davon abhalten, Luke vor Jesse umzubringen.

Luke erholt sich auf der Farm seiner Eltern. Calamity und Belle, eine Saloon-Schönheit, buhlen um seine Gunst. Luke könnte sich ein stilles, zurückgezogenes Leben mit Belle gut vorstellen. Cooper spendiert ihm sogar zwei Tickets nach Europa. Doch unterwegs zum Hafen werden Luke und Belle von Jesse und Billy abgefangen, die ihm endlich den Garaus machen wollen. Billy schießt mit Lukes Colt auf ihn, doch die Waffe ist nur mit Platzpatronen geladen. Es stellt sich heraus, dass Belle die Munition in Pats Auftrag vor dem Duell ausgetauscht hat. Sie liebt ihn zwar wirklich, aber Luke hat seinen alten Biss wiedergefunden und lässt sie sitzen. Pat ist quicklebendig und hält den Präsidenten gefangen. Luke, Calamity, Jesse und Billy machen sich auf, ihn zu retten. Natürlich behalten die Helden die Oberhand, aber Luke muss erkennen, dass Cooper hinter allem steckt - er will selbst Präsident werden. Und mehr noch: Er war einst der Kopf der Betrüger-Bande! Luke verhaftet ihn. Daisy Town wird endgültig gesäubert, und nun steht der Eröffnung der Eisenbahnlinie nichts mehr im Wege. Belle reist nach Europa. Calamity erfüllt sich einen alten Wunsch und eröffnet einen Saloon für Frauen. Lucky Luke reitet allein in den Sonnenuntergang...

Der Film:

Von allen mir bekannten Realverfilmungen der Lucky Luke - Comics ist dies zwar die beste, aber das heißt nicht, dass sie wirklich gelungen wäre... Allerdings will ich auch nicht behaupten, das Beste an dem Film sei die Ähnlichkeit Jean Dujardins mit der Comicfigur, die er verkörpert. Die ist sogar ziemlich verblüffend, und Dujardin spielt Lucky Luke genauso cool, wie ich mir den lonesome Cowboy immer vorgestellt habe. Ich kann auch nicht beurteilen, ob es sich um eine adäquate Verfilmung handelt, d.h. ob sie den Geist oder das Flair der Comics angemessen vermittelt, denn gar so viele Lucky Luke - Comics habe ich nun auch wieder nicht gelesen. Ich wüsste nicht mal, ob die Story des Films irgendeinem Comicabenteuer entnommen oder neu erdichtet wurde. Ich weiß nur: Weder die Daltons noch Rantanplan kommen in diesem Film vor. Jolly Jumper spricht erst einmal gar nicht und hat dann sowieso nicht besonders viel Text. Witzige Wortgefechte zwischen Ross und Reiter sucht man jedenfalls vergebens. Das alles finde ich ziemlich enttäuschend.

Vielleicht könnte man sagen, dass sich der Film die meiste Zeit selbst im Weg steht. Auf der einen Seite soll er witzig sein, auf der anderen werden immer wieder ernsthaftere Töne angeschlagen. Irgendwie passt beides nicht so richtig zusammen. Dabei ist erst einmal alles gut; die erste Viertelstunde oder so weiß zu gefallen. Lucky Luke wird gut eingeführt, Daisy Town ist eine recht nette Kulisse und es entsteht eine ganz gute Western-Atmosphäre. Pat Poker ist ein schön schleimig-sinistrer Bösewicht und das merkwürdige Gesindel in der Stadt sorgt für Amüsement. Dann jedoch haben Billy the Kid und Jesse James ihre ziemlich infantilen Auftritte - und der Film kippt. Das Over-Acting der beiden Schauspieler schadet dem Film enorm. Grimassen schneiden, dummes Zeug reden, leidenschaftlich Shakespeare rezitieren und dergleichen, das ist einfach nicht meine Art von Humor. Leider hat die Story im Mittelteil zudem einige Längen.

Gut, am Look ist nichts auszusetzen, die Effekte können sich sehen lassen (vor allem Pat Pokers Geheimversteck) und es gibt durchaus ein paar gute Gags, versteckte und offensichtliche Anspielungen usw., aber die guten Momente gehen in den vielen einfach nicht zündenden Albernheiten letztlich unter. Der Film ist trotz aller Bemühungen einfach nicht witzig. Trotz unzähliger Schießereien ist er auch nicht spannend. Weder Fisch noch Fleisch, weder Western noch Komödie. Nicht wirklich schlecht, aber auch nicht so unterhaltsam wie ein Lucky Luke - Comic.

DVD-Features:

Die DVD ist nicht besonders üppig mit Extras ausgestattet. Ein Pappschuber und eine Featurette, in der gezeigt wird, wie die Spezialeffekte und Kulissen entstanden sind. Regisseur James Huth und Visual-Effects - Designer Alain Carsoux kommentieren und erklären das Ganze. Lustig: Lucky Lukes Pferd durfte in mehreren Szenen auf Karamell herumkauen, denn so war es einfacher, später einen CGI-Mund für die Bewegungen beim Sprechen einzufügen. Hinzu kommen diverse Trailer und eine recht lange, mit Filmmusik unterlegte und selbstablaufende Bildergalerie.


Screenshots


Lucky Luke

Lucky Luke lässt sich von Belle umgarnen


Lucky Luke

Pat Poker


Lucky Luke

Lucky Luke kann's nicht fassen: Jolly Jumper spricht!


Lucky Luke

v.l.n.r.: Jesse James, Lucky Luke, Calamity Jane und Billy the Kid


Lucky Luke

Pat Pokers Versteck mitten in der Wüste von Nevada


Lucky Luke

Cooper zieht im Hintergrund die Fäden


J. Kreis, 14.02.2011




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