Zurück zu den Filmen

louis_kohlkoepfelouis_box

Louis und seine außerirdischen Kohlköpfe (F 1981)
DVD - Regionalcode 2, Tobis Home Entertainment
FSK: 6
Laufzeit: ca. 88 Minuten

Extras
Nicht verwendete Szenen, Trailershow

Regie:
Jean Girault

Hauptdarsteller:
Louis de Funes (Claude Ratinier)
Jean Carmet (Francis Cherasse)
Jacques Villeret (Mann von Oxo)
Christine Dejoux (Francine)




Inhalt:

Claude und Francis, genannt "Le Glaude" und "Der Bucklige", leben von ihrer kleinen Rente sehr bescheiden, aber glücklich und zufrieden am Rand eines kleinen Dorfs in Frankreich. Claude ist ein hypochondrischer Choleriker, Francis dagegen ist ein etwas zurückgebliebener, ruhiger Geselle. Sie bewohnen zwei uralte Bauernhütten und verbringen ihre Tage damit, sich literweise Rotwein und Pernod hinter die Binde zu kippen, wenn sie nicht gerade damit beschäftigt sind, Kohlsuppe zuzubereiten und zu essen. Die Folgen des übermäßigen Genusses dieser Suppe sind heftige Blähungen, welche sich in geräuschvollen Flatulenzen entladen - die beiden alten Freunde zelebrieren das gerne abends vor ihren Hütten und betrachten die Sterne dabei.

Eines Nachts, als die beiden Alten schon friedlich schlummern, landet ein UFO vor den Hütten. Claude bekommt Besuch von einem Außerirdischen, der sich wegen seiner äußerst eigenartigen Sprechweise nur mit Gesten verständigen kann. Er gibt zu verstehen, daß man bei ihm zu Hause die geräuschvollen Magenwinde für Signale gehalten habe und nimmt eine Kanne voll Kohlsuppe mit, als er sich wieder verabschiedet. Der Fremde versetzt Francis in Schlaf, bevor der mehr zu sehen kriegt, als gut für seinen Seelenfrieden wäre. Als Francis wieder zu sich kommt, ist das UFO schon weg. Als niemand im Dorf dem Buckligen glaubt, daß er ein Raumschiff gesehen haben will, wird er depressiv und will sich aufhängen - das geht natürlich schief, aber er muß erstmal das Bett hüten.

Claudes Besucher kommt derweil zu einem weiteren Besuch vorbei. Diesmal kann er sogar französisch sprechen. Auf seinem Heimatplaneten Oxo, so erklärt er, ist die Kohlsuppe eingeschlagen wie eine Bombe. Sie wird sogar als Gefahr betrachtet, denn ihr Genuß bereitet den Oxoianern Vergnügen - und so etwas wie Spaß und Freude kannte man auf Oxo bis dahin nicht. Aus Dankbarkeit erwecken die Außerirdischen Claudes vor Jahren verstorbene Frau Francine wieder zum Leben. Leider verjüngen sie sie gleichzeitig, was dazu führt, daß Francine mit dem alten Knacker, zu dem Claude geworden ist, nicht mehr viel anfangen kann. Sie verliebt sich in einen Jungen aus dem Dorf und zieht mit ihm nach Paris. Daß sie Claude gesteht, ihn vor Jahren mit dem Buckligen betrogen zu haben, hebt seine Stimmung auch nicht gerade.

Für Claude und Francis brechen harte Zeiten an, denn ihre Hütten stehen einem großen Bauprojekt im Weg. Da sie sich weigern, ihr Heim zu verlassen, werden die Hütten kurzerhand eingezäunt und dienen künftig quasi als Freigehege für die beiden Rentner. Horden von Schaulustigen drängen sich jeden Tag am Zaun. Die Rettung naht in Form der Außerirdischen: Die erklären sich auf Claudes Wunsch bereit, das ganze Gebiet mitsamt den Hütten, den Opis (und den Kohlfeldern) aus der Erdkruste zu heben und zum Planeten Oxo zu verfrachten. Zuerst aber muß Claude diese Geschichte erst einmal seinem Freund erklären. Außerdem schickt er seiner geliebten Francine ein Abschiedsgeschenk: Eine Kiste voller Louisdors-Münzen. Eigentlich hatte er nur eins dieser wertvollen Stücke besessen, aber der Mann von Oxo hatte sie vervielfältigt. Dann ist es soweit, die Raumschiffe kommen und die Besucher lösen ihr Versprechen ein. Die Reise geht zum Planeten Oxo, wo Claude und Francis gute Chancen haben, 200 Jahre alt zu werden...

Der Film:

Diese Mixtur aus typischem Louis-de-Funes-Gezappel und Science Fiction fand ich früher (als Kind) zum Brüllen komisch und selbst bei wiederholtem Genuß des Films ist er noch ganz unterhaltsam. Das UFO ist sogar erstaunlich gut designt, jedenfalls das Modell. Die Effekte dagegen, die für die Flug- und Landeszenen verwendet wurden, wirken heute nur noch lächerlich. Hauptsächlich geht es in dem Film wie immer in Werken mit diesem Hauptdarsteller um die überdrehte Art, wie Louis de Funes seine Hauptfigur spielt. Die ganze hanebüchene Story ist dagegen weniger als zweitrangig. Wenn man sich die französische Version anschaut, merkt man erst einmal, wie furchtbar die deutsche Synchronisation ist. Da werden dauernd "witzige" Spontisprüche an Stellen eingebaut, wo Louis de Funes in Wirklichkeit gar nichts gesagt, sondern irgendwas mit seiner Mimik ausgedrückt hat.

Die DVD:

Die nicht verwendeten Szenen waren in früheren TV-Ausstrahlungen dieses Films durchaus schon zu sehen, sie scheinen jedoch in anderen VHS- und DVD-Versionen nicht vorhanden gewesen zu sein. Es handelt sich zum einen um die Szene, in der Francine von den Außerirdischen auf einem Feld abgelegt wird, zum anderen um eine ziemlich lange Szene, in welcher der Bucklige sich erhängen will. Ich frage mich, warum man sie nicht wieder in den Film hineingeschnitten hat, auf der DVD sie nur bei den Extras zu finden und liegen nur in französischer Sprache ohne Untertitel vor.

Der Film ist sowohl einzeln als auch in der Louis de Funes - Box Nr. 1 zusammen mit Der Querkopf und Brust oder Keule erhältlich.

Seitenanfang