Night of the living Dead


Night of the Living Dead - 30th Anniversary Edition (USA 1968 / 1999)

DVD Regionalcode 2 (s/w), M.I.B.
Altersfreigabe: FSK 18
Laufzeit: ca. 93 Minuten (30th Anniversary Cut) bzw. 96 Minuten (Kinoversion)

Extras:
- Making of
- Interviews
- Music-Video
- Bio- und Filmografien
- Fotogalerie
- US-Kinotrailer, Trailer und TV-Spots

Regie:
George A. Romero

Hauptdarsteller:
Duane Jones (Ben)
Judith O'Dea (Barbara)
Karl Hardman (Harry Cooper)
Marilyn Eastman (Helen Cooper)
Kyra Schon (Karen Cooper)
Keith Wayne (Tom)
Judith Ridley (Judy)





Inhalt:

Barbara und ihr Bruder Johnny besuchen das Grab ihres Vaters. Plötzlich nähert sich ein seltsamer Mann, der sich eigenartig bewegt und dessen Gesicht vor Gier verzerrt ist. Der Unheimliche stürzt sich auf Barbara und versucht sie zu beißen. Als Barbaras Bruder eingreift, wendet sich der scheinbar Wahnsinnige ihm zu und tötet ihn. Barbara flieht, verfolgt von der schwankenden Gestalt des Fremden. Völlig verängstigt rettet sich Barbara zu einem einsamen Haus auf einem nahen Feld. Plötzlich tauchen aber noch mehr Verrückte auf, die sich genauso seltsam verhalten wie der Fremde vom Friedhof und die umgehend ins Haus eindringen. Ben, ein Lastwagenfahrer, der schon Erfahrungen mit diesen Kreaturen gemacht hat, eilt Barbara zu Hilfe und tötet die Angreifer durch gezielte Stiche und Schläge auf deren Schädel. Die beiden verbarrikadieren sich in dem Haus, in dessen Obergeschoss eine angeknabberte Leiche liegt und in dessen Keller sich Harry Cooper mit Frau und verletztem Kind versteckt hält. Tom und Judy, ein junges Pärchen, verstecken sich ebenfalls dort.

Während sich die Leute im Haus über die Frage der weiteren Vorgehesweise in die Haare geraten, scharen sich immer mehr der unheimlichen Wesen um das Gebäude. Nachrichtensendungen aus dem Fernsehen bringen mehr Klarheit. Offenbar lässt ein unbekannter Einfluss alle jüngst Verstorbenen wieder auferstehen. Es sind dann allerdings keine Menschen mehr, sondern untote Wesen ohne Bewusstsein und ohne jede menschliche Regung. Diese Zombies werden nur noch vom primitivsten aller Triebe geleitet: Dem Hunger, vor allem nach warmem Menschenfleisch. Wer von ihnen verletzt wird und stirbt, verwandelt sich ebenfalls in einen Zombie. Diese Wesen sind schwer zu vernichten, sie sind selbst dann noch aktiv und gefährlich, wenn ihnen Gliedmaßen abgehackt werden oder wenn ihnen die eigenen Gedärme aus dem Leib hängen. Nur durch Vernichtung des Gehirns oder durch Feuer kann man dem "Leben" eines Zombies ein Ende setzen. Weite Teile des Landes wurden schon durch diese eigenartige Seuche entvölkert. Zwar bewegen sich die Zombies langsam und unbeholfen, so dass man ihnen leicht ausweichen kann, aber es gibt unzählige von ihnen. Wenn man von einer Zombie-Gruppe in die Enge getrieben wird, gibt es keinen Ausweg mehr, denn die Untoten kennen weder Schmerz noch Erbarmen.

Unter den im Haus Eingeschlossenen eskaliert der Streit. Der rechthaberische, aufbrausende Cooper, eigentlich ein Feigling, will im Keller bleiben und auf Hilfe warten, Ben hält das für illusorisch und will einen Ausbruchsversuch wagen. Cooper wird schließlich überstimmt, aber der Fluchtversuch scheitert an der stoischen Beharrlichkeit der lebenden Toten. Tom und Judy werden ihre ersten Opfer, doch die Zombies sind noch nicht satt. Sie wittern neues Futter im Haus und versuchen einzubrechen, was ihnen auch beinahe gelingt - als Barbara ihren Bruder unter den heulenden Monstren zu erkennen glaubt, lässt sie sich von ihnen nach draußen zerren. Johnny ist untot und beteiligt sich am Schmaus. Coopers Tochter erliegt ihren Verletzungen und verwandelt sich in einen mordgierigen Wiedergänger. Das Zombie-Kind tötet und frisst seine eigenen Eltern, bis es von Ben, dem einzigen Überlebenden, endgültig getötet wird. Irgendwie überlebt Ben die Nacht. Als er am nächsten Morgen vorsichtig durchs Fenster lugt, fällt ein Schuss - draußen sind Polizei und Bürgerwehren unterwegs, die gut bewaffnet auf Zombiejagd sind und lieber zuerst schießen, bevor sie fragen. Ben wird mit durchlöchertem Schädel auf denselben Leichenhaufen geworfen, auf dem die Zombies ihrer Kremation harren...

Der Film:

Ich möchte diesen Film mal "Die Mutter aller Zombiefilme" nennen. Es gab zwar schon vorher welche, aber noch niemals wurden die Untoten so dargestellt wie in Night of the living Dead: Ebenso hirn- wie gnadenlose Fressmaschinen, die in ihrer nicht enden wollenden Gier nach Fleisch fast schon hilflos wirken, im nächsten Moment wegen ihrer buchstäblich erdrückenden Zahl aber zu einer tödlichen Bedrohung werden. Die expliziten Splattereffekte und die Gewaltdarstellung dieses Films waren in den Sechzigern mit Sicherheit das härteste, was man bis dahin kannte. Heutzutage ist man zwar weitaus übleres gewohnt, aber da das wichtigste an diesem Film eben nicht die Zurschaustellung von Gewalt war, ist er selbst mehr als vierzig Jahre später immer noch sehenswert - ein echter Horrofilm-Klassiker, den man kennen sollte. Night of the living Dead ist zunächst einmal einfach nur spannend. Die ausweglose Situation der im Haus eingeschlossenen Überlebenden, die sich mit einer tödlichen, unbarmherzigen Bedrohung konfrontiert sehen, fesselt vom ersten Moment an. Hinzu kommen die Konflikte unter den Eingeschlossenen und ihre unterschiedlichen Reaktionen auf das Entsetzen, dem sie ausgesetzt sind. Am Ende steht die bittere Erkenntnis, dass die Gewalt keineswegs nur von den Zombies ausgeht, sondern zu einem Großteil auch von den Menschen...

Die 30th Anniversary Edition des Films enthält ungefähr 15 Minuten an zusätzlichem, neu gedrehtem Material. Dabei geht es um die Beerdigung des späteren Zombies, der danach Barbara angreift, und um einen fanatischen Priester, der bei eben dieser Beerdigung von dem Zombie angegriffen wird und die Nacht der lebenden Toten überlebt. Es wurden außerdem ein paar zusätzliche Zombieszenen eingebaut. Die hinzugefügten Szenen sind durchweg entbehrlich, zum Teil sogar störend, da sie den ganzen Film verfälschen - zu Gunsten dieser Szenen wurden Teile des Originals herausgeschnitten! Die neue Version ist sogar kürzer als das Original. Man sieht zudem oft einen sehr deutlichen Qualitätsunterschied zu dem alten Material, außerdem ist die Zeit an dem Schauspieler, der den Friedhofszombie spielt und der im neuen Material wieder auftritt, nicht spurlos vorbeigegangen.

DVD-Features

Zum Glück enthält die Doppel-DVD neben dem 30th Anniversary Cut auch die unveränderte, englische Originalfassung. Das Bonusmaterial ist nicht weiter interessant: Ein paar mit Filmschnipseln gespickte Interviews (in Schwarz-Weiß wie der Film) und eine kleine Dokumentation über die Produktion des 30th Anniversary Cut. Das "Musikvideo" ist nichts anderes als ein Zusammenschnitt von Filmszenen mit Sprachsamples und einem darübergelegten Techno-Sound.





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