The Last Stand


The Last Stand - Limited Uncut Hero Pack (USA, 2013)

Blu-ray, Splendid Film
Altersfreigabe: FSK 18
Laufzeit: ca. 108 Minuten

Extras:
- Deleted Scenes (8:10 Min.)
- Extended Scenes (14:00 Min.)
- Not in my Town - Making of "The Last Stand" (28:11 Min.)
- Interview mit Arnold Schwarzenegger (5:46 Min.)
- B-Roll (3:37 Min.)
- Cornfield Chaos Scene Breakdown (11:21 Min.)
- The Dinkum Firearm and Historic Weaponry Museum Tour (11:21 Min.)
- Actor-Cam Anarchy mit Johnny Knoxville und Jaimie Alexander (10:32 Min.)

Regie:
Kim Jee-woon

Hauptdarsteller:
Arnold Schwarzenegger (Ray Owens)
Eduardo Noriega (Gabriel Cortez)
Forest Whitaker (John Bannister)
Jaimie Alexander (Sarah Torrance)
Luis Guzman (Mike Figuerol - "Figgy")
Zach Gilford (Jerry Baile)
Rodrigo Santoro (Frank Martinez)
Johnny Knoxville (Lewis Dinkum)
Peter Stormare (Burrell)
Genesis Rodriguez (Ellen Richards)




Story

Sheriff Ray Owens freut sich auf ein ruhiges Wochenende in seinem verschlafenen, direkt an der mexikanischen Grenze gelegenen Kleinstädtchen Sommerton Junction. Daraus wird nichts, denn die Schergen des mächtigen Drogenbarons Gabriel Cortez haben sich genau diesen Ort ausgesucht, um die Flucht ihres Herrn vorzubereiten. Cortez ist im Gewahrsam des FBI und soll aus Las Vegas in ein Hochsicherheitsgefängnis überführt werden. Die von Agent Bannister geleitete Operation wird zum Desaster. Cortez verfügt über eine große, zu allem bereite Söldnerarmee, die ihn mit einer spektakulären Aktion befreit. Dabei werden einige Agenten getötet. Cortez nimmt Bannisters junge Kollegin Richards als "Geisel" (in Wahrheit ist sie seine Komplizin) und flieht mit einer modifizierten Chevrolet Corvette C6 ZR1 in Richtung Mexiko. Straßensperren werden von Cortez' Leuten brutal beiseite gefegt, bevor der Rennwagen eintrifft. Derweil bauen die bei Sommerton Junction eingetroffenen, von einem gewissen Burrell angeführten Söldner eine Brücke an einer Engstelle der Schlucht, die den Grenzververlauf bildet. Um ungestört arbeiten zu können, töten sie den alten Farmer Parsons, dem das Land gehört.

Als Parsons den örtlichen Schnellimbiss am nächsten Tag nicht wie üblich mit Milch beliefert, schauen Owens und seine Deputies nach dem Rechten. Sie werden prompt von Burrells Leuten angegriffen. Dabei wird Deputy Bailey tödlich verwundet. Inzwischen hat sich Bannister telefonisch mit Owens in Verbindung gesetzt und ihn über die bevorstehende Ankunft des Flüchtigen informiert. Owens soll die Sache einem bereits in Marsch gesetzten S.W.A.T.-Team überlassen, doch das Team wird unterwegs abgefangen. Bannister macht sich sofort mit weiteren Einsatzkräften auf den Weg, wird Sommerton Junction aber nicht rechtzeitig erreichen können. Somit sind Owens sowie seine letzten beiden Deputies Sarah Torrance und Mike Figuerol auf sich allein gestellt. Owens ist entschlossen, Cortez aufzuhalten. Er holt sich Verstärkung, indem er Sarahs Freund, den Ex-Marinesoldaten Frank Martinez, und den Waffennarren Lewis Dinkum mit Deputy-Sternen ausstattet. Genug Feuerkraft ist vorhanden, denn Dinkum betreibt ein "Museum", in dem vom Barbarenschwert bis zur Maschinenkanone alles zu finden ist, was für den Kampf gegen Burrell benötigt wird. Die Durchfahrtsstraßen werden mit LKWs und Autos blockiert.

Burrells Leute rücken an und liefern sich ein heftiges Feuergefecht mit den Polizisten. Figgy und Martinez werden angeschossen, aber letztlich werden Burrell und all seine Kämpfer getötet. Die Blockade wurde zerstört, so dass Cortez durchbrechen kann. Owens verfolgt ihn mit dem Sportwagen des Bürgermeisters. Nachdem beide Männer ihre Autos in einem Maisfeld zu Schrott gefahen haben, kommt es zum Showdown auf der Brücke. Cortez bietet Owens 20 Millionen Dollar, doch die Ehre des Sheriffs ist nicht käuflich. Nach hartem Kampf muss sich Cortez geschlagen geben. Bannister, der inzwischen eingetroffen ist, nimmt ihn und Richards fest.

Kringels Meinung

Ich kann weder den Menschen noch den Politiker Arnold Schwarzenegger beurteilen, und als solcher interessiert er mich auch nicht, um es mal vorsichtig auszudrücken. Der Schauspieler Schwarzenegger, Protagonist unzähliger Actionfilme und Komödien der Achtziger- und Neunzigerjahre, ist einer der ganz großen Helden meiner Jugend. Ich habe fast alle seine Filme in meiner Sammlung, und ich liebe jeden einzelnen. Zehn Jahre nach Terminator 3, nach zwei Amtszeiten als Gouverneur von Kalifornien und diversen privaten Skandalen, will er es jetzt noch einmal wissen und kehrt ins Filmbusiness zurück. "The Last Stand" ist sein erster neuer Film. Die eher kurzen Gastauftritte in The Expendables und The Expendables 2 zählen nicht. Der Film gehört sicher nicht zu den Meilensteinen in Schwarzeneggers Karriere nach dem Kaliber von Conan und Terminator, bietet jedoch sehr nette Action-Unterhaltung mit Western-Elementen. Ich muss allerdings gestehen, dass ich im Kino gedacht habe: "Wow, der ist ja alt geworden!" Schwarzenegger ist durchaus noch in Form, aber man sieht ihm an, dass er seine besten Tage hinter sich hat. Sein Alter wird nicht ignoriert, d.h. Owens wird nicht zu einer Kampfmaschine wie John Matrix oder John Kruger stilisiert. Das hätte ganz schön peinlich werden können! Dieser Fehler wird nicht begangen. Der Sheriff ist zwar durchaus ein harter Knochen, aber er ist menschlich, blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück, möchte in Sommerton eigentlich nur seine Ruhe haben und darf sogar zugeben, dass er Angst hat. Außerdem wird immer wieder ironisch mit seinem Alter gespielt.

Die anderen Schauspieler machen ihre Sache gut, nur Johnny Knoxville blödelt zu sehr herum. Jedenfalls sind die "Guten" sympathisch genug, damit man mitfiebern kann, während die "Bösen" nur Kanonenfutter sind, deren Exitus nicht hinterfragt werden muss. Nur der unnachahmliche Peter Stormare sticht aus der gesichtslosen Gruppe heraus; der Mann ist einfach herrlich fies. Die Story ist reichlich dünn. Man denkt besser nicht genauer darüber nach, denn es gibt überhaupt keinen Grund für die ganze Aktion! Cortez hätte einfach in den Hubschrauber umsteigen müssen, mit dem das SUV entführt wurde, in dem er als Gefangener gesessen hat. Dann wäre er im Handumdrehen in Mexiko gewesen. Seine Höllenfahrt im aufgemotzten Flitzer wird damit begründet, dass er quasi hinter dem Lenkrad aufgewachsen ist und die Flucht selbst in die Hand nehmen will. Okay, nehmen wir das einfach mal so hin. Trotzdem ist es nicht einzusehen, warum seine Leute nicht etwas mehr Vorsicht und Heimlichkeit an den Tag legen. Schon gleich nach dem ersten Zusammenstoß mit Owens hätten sie dafür sorgen müssen, dass der Mann keine Probleme mehr verursachen wird. Wären sie ihm sofort in die Stadt gefolgt, hätten sie ihn leicht ausschalten können. Ebenso wenig verstehe ich, warum sich Cortez immer wieder auf Straßenschlachten nach dem Vorbild von Mad Max einlässt, und warum er es für nötig hält, mitten durch Sommerton Junction hindurchzufahren. Gibt's da keine Umgehungsstraßen, Feldwege oder dergleichen, über die er hätte holpern können?

Egal, trotz allem macht "The Last Stand" einen Heidenspaß. Knackige, perfekt inszenierte Action, markige Sprüche und viel Humor sind garantiert, Langeweile kam selbst beim zweiten Anschauen nicht auf. Und ich fand es einfach toll, Schwarzenegger endlich wieder auf der großen Leinwand sehen zu können. Die Heimkinoversion ist sogar noch etwas besser als die Kinofassung. Letztere wurde wegen der angestrebten FSK-16-Freigabe um einige Gewaltspitzen erleichtert. Mir war das im Kino nur an einer Stelle aufgefallen, tatsächlich fehlen einige Kopfschüsse und sonstige Perforationen, sowie die Zerlegung eines Bösewichts mittels einer Leuchtpatrone. Die Szenen mögen kurz sein (nur 20 Sekunden insgesamt), aber sie verleihen der Heimkinoversion etwas mehr von der Härte, die ich in der Kinofassung vermisst habe.

Blu-ray-Features

Das Limited Uncut Hero Pack enthält neben der ungeschnittenen Version des Films einige nette Gimmicks. So wird das Cover von einem abnehmbaren magnetischen 3D-Wackelbild geziert. Im Pappschuber stecken neben dem Steelbook drei Postkarten, ein Poster, einige Aufkleber und ein Sheriff-Stern aus massivem Metall mit Magnethalterung.

Die nicht verwendeten und verlängerten Szenen hätten den Film nur ausgebremst, sind aber zum Teil gar nicht so uninteressant. Unter anderem erfährt man den Grund für Franks Verhaftung. Er ist in eine Apotheke eingebrochen, um sich an Tabletten zu delektieren. Außerdem sieht man den narbenbedeckten Körper des Sheriffs - auch er hat so einige Tablettenschachteln im Schrank! Das so genannte Making of besteht aus der üblichen Mischung: Filmausschnitte, Intervieschnipsel und Hinter-den-Szenen-Material in hektischer Montage. Dieselben Inhalte (und noch ein bisschen mehr) sind dann nochmal im gesonderten Interview mit Schwarzenegger und der B-Roll-Featurette zu sehen.

Eine Featurette beschäftigt sich ausschließlich mit der Verfolgungsjagd im Maisfeld. Die Schauspieler sitzen dabei tatsächlich in den Autos, aber sie fahren nicht selbst. Die Autos werden von Fahrern gelenkt, die in auf die Dächer montierten Aufbauten sitzen und somit über die Maispflanzen hinaus blicken können. Eine weitere Featurette ermöglicht genaue Einblicke in Dinkums Waffenmuseum. Für den Film wurden einige echte Waffen aus realen Museen verwendet, unter anderem ein Vickers-Maschinengewehr aus dem Ersten Weltkrieg! Zu guter Letzt findet man im Bonusmaterial Filmaufnahmen, die Jaimie Alexander und Johnny Knoxville bei den Dreharbeiten gemacht haben. Es ist ganz interessant, das Geschehen vor und hinter der Kamera mal aus der "Egoperspektive" der Schauspieler zu sehen.


J. Kreis, 27.03.2014




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