Kampfstern Galactica


Kampfstern Galactica - Teil 3 (USA, 1980)
- Galactica 1980 -

DVD - Regionalcode 2, Koch Media
Altersfreigabe: FSK 12
Laufzeit: Ca. 46 Min. pro Episode (10 Episoden)

Extras:
- Galacticon 2003:
- - Glen A. Larsons Eröffnungsgruß (28:06 Min.)
- - Panel Richard Hatch (21:28 Min.)
- - Panel Dirk Benedict (45:52 Min.)
- - Panel Ron Moore (11:31 Min.)
- - Panel Terry Carter (18:48 Min.)
- - Panel Hoah Hathaway (16:02 Min.)
- - Panel Stu Phillips (10:01 Min.)
- - Darsteller Panel (52:43 Min.)
- - Ladies Panel (37:20 Min.)
- - Tom DeSantos Galactica-Galerie
- Bildergalerie (selbstablaufend, 36:03 Min.)
- Trailer

Regie:
Siehe Einzelepisoden

Hauptdarsteller:
Lorne Greene (Commander Adama)
Kent McCord (Troy)
Barry Van Dyke (Dillon)
Robyn Douglass (Jamie Hamilton)
Robbie Rist / James Patrick Stuart (Dr. Zee)
Robert Reed (Dr. Donald Mortinson)
Richard Lynch (Xaviar)
Roger Davis (Andromus)
Dirk Benedict (Starbuck)




Inhalt:

Die Box enthält die komplette Fernsehserie Galactica 1980 auf vier DVDs.

Zur Vorgeschichte: Siehe Kampfstern Galactica Teil 1 und Teil 2.

1: Erforschung der Erde (Galactica discovers Earth, Part I) Regie: Sidney Hayers

Dreißig Jahre sind vergangen, seit sich die letzten Überlebenden der zwölf Kolonien mit gut 200 Raumschiffen, angeführt vom Kampfstern Galactica unter dem Befehl Commander Adamas, auf die Suche nach der Ursprungswelt der Menschheit - dem Planeten Erde - gemacht haben, um dort eine neue Heimat und Zuflucht vor dem Roboterimperium der Zylonen zu finden. Unterwegs wurden viele Kinder geboren, darunter Dr. Zee, ein Genie mit geradezu übermenschlichen Fähigkeiten. Ihm ist es zu verdanken, dass die Flüchtlingsflotte den fortgesetzten Angriffen der Zylonen immer wieder entgehen konnte. Doch es sind auch viele Verluste zu beklagen. Unter denjenigen, die das Ende der Odyssee nicht mehr erleben werden, ist Adamas Sohn Apollo. Dessen Stiefsohn Troy ist zu einem der besten Viper-Piloten der Galactica geworden. Endlich entdecken Langstreckensonden einen Planeten, bei dem es sich nur um die Erde handeln kann. Eine Fülle von Informationen wird zur Galactica übertragen. Auf der Erde leben Menschen. Man schreibt das Jahr 1980. Es gibt viele unbewohnte Regionen, die durch Terraforming für die Besiedlung durch die Flüchtlinge nutzbar gemacht werden könnten. Die Freude ist groß, doch die Ernüchterung folgt auf dem Fuße, denn Dr. Zee gibt zu bedenken, dass die Flotte nicht landen darf, weil sie von den Zylonen verfolgt wird und den Feind direkt zur Erde führen würde. Die Technik der Erdenmenschen ist vergleichsweise primitiv, sie haben keine Zentralregierung und hätten einem Angriff aus dem All nichts entgegenzusetzen. Sie verfügen allerdings über Atomwaffen, mit denen sie der Flüchtlingsflotte durchaus gefährlich werden könnten.

Die Flotte muss sich umgehend entfernen. Mehrere Zweipersonenteams landen mit Viper-Jägern auf der Erde. Sie haben den Auftrag, bedeutende Wissenschaftler in allen Ländern zu kontaktieren und die technische Weiterentwicklung zu beschleunigen, damit die Menschen und die Flüchtlinge irgendwann Seite an Seite gegen die Zylonen kämpfen können. Zur Ausrüstung der Teams gehört Dr. Zees neueste Errungenschaft: Eine Tarnvorrichtung, mit dem sich Objekte für einen begrenzten Zeitraum unsichtbar machen lassen. Außerdem haben sie flugfähige Motorräder, Betäubungswaffen und Multifunktions-Armbandcomputer dabei. Captain Troys Einsatzgebiet ist Nordamerika. Sein Freund Lieutenant Dillon begleitet ihn. Ihre erste Zielperson ist der im Pacific Institute of Technology (Los Angeles) arbeitende Kernphysiker Dr. Donald Mortinson. Beim Landeanflug erscheinen ihre Vipers auf dem Radar der US Air Force. Abfangjäger werden entsandt, können mit den Vipers jedoch nicht mithalten. Troy und Dillon lassen die Maschinen im Schutz des Unsichtbarkeitsfelds zurück und machen sich auf den Weg nach Los Angeles, haben allerdings mit den Tücken der ihnen völlig fremden Welt zu kämpfen. Sie machen die Bekanntschaft einer jungen Frau namens Jamie Hamilton, die ebenfalls unterwegs nach Los Angeles ist, um dort eine Stelle als Reporterin beim Fernsehsender UBC anzutreten. Sie nimmt die Männer mit in die Stadt.

Dr. Mortinsons Forschungen sind nicht unumstritten. Er weiß selbst, dass die Atomenergie noch nicht hundertprozentig beherrschbar ist. Radioaktiver Abfall stellt ein großes Problem dar. Zurzeit wird das Institut von gewaltbereiten Demonstranten belagert. Deshalb reagieren die Sicherheitskräfte sofort, als sich Troy und Dillon unbefugt Zutritt zu Dr. Mortinsons Labor verschaffen. Der Wissenschaftler ist nicht anwesend, daher verändert Troy eine von Dr. Mortinson entwickelte, aber unvollständige Formel, deren Lösung für ihn zur Allgemeinbildung gehört. Er lässt Mortinsons Assistentin wissen, dass man ihn via Jamie erreichen kann. Troy und Dillon werden festgenommen und landen hinter Gittern. Man hält sie für Terroristen. Sobald Dr. Mortinson die Formel sieht, setzt er alles daran, die beiden Männer zu treffen. Er meldet sich telefonisch bei Jamie, die gerade ihr Vorstellungsgespräch hat und postwendend eingestellt wird - ihrem Chef geht es darum, ein Interview mit dem kamerascheuen Kernphysiker zu bekommen. Währenddessen nutzen Troy und Dillon die Unsichtbarkeitstechnik zur Flucht aus dem Gefängnis. Diese Technik ist nicht ganz ausgereift; der Energieverbrauch ist sehr hoch. Daher werden die Vipers nach einiger Zeit wieder sichtbar.


Kampfstern Galactica

Troy und Dillon


2: Gefahr für die Menschheit (Galactica discovers Earth, Part II) Regie: Sidney Hayers

Als sich Jamie Dr. Mortinson nähert, wird sie von Troy und Dillon abgefangen. Im Gegensatz zu ihr erkennt der Wissenschaftler sofort, dass Troy und Dillon nicht von der Erde stammen. Die beiden möchten das Gespräch anderswo fortsetzen, denn ein UBC-Übertragungswagen befindet sich in der Nähe und Jamie ist verwanzt. Jamie lässt sich allerdings nicht abschütteln; sie wittert die Story ihres Lebens. Es entwickelt sich eine wilde Verfolgungsjagd, in die sich auch einige Polizeiwagen einklinken. Troy, Dillon und Jamie werden von Dr. Mortinson getrennt. Sie empfangen einen Funkspruch höchster Dringlichkeitsstufe von der Galactica. Man fordert sie auf, zum Schiff zurückzukehren. Allmählich dämmert es Jamie, mit wem sie es zu tun hat. Ihr Enthusiasmus wird hierdurch allerdings noch angestachelt. Da die Polizei ihnen immer noch auf den Fersen ist und Jamie mit der Preisgabe dessen droht, was sie bereits erfahren hat, erfüllen die beiden Raumfahrer Jamies Wunsch und nehmen sie mit zur Galactica. Ein kleiner Junge namens Willy Griffin hat die Vipers gesehen und seinen Vater zu der Stelle geführt. Die beiden beobachten den Start.

In der Galactica ist es inzwischen zu einem Konflikt zwischen Commander Adama und dem Ratsmitglied Xaviar gekommen. Xaviar hält die Mission der Kontaktteams für sinnlos. Seiner Meinung nach sollte stattdessen Dr. Zees neueste Erfindung zum Einsatz gebracht werden: Der Time Warp Synthesizer. Diese Gerätschaft macht Zeitreisen möglich. Man könnte also in die Vergangenheit der Erde vordringen und dort zur Beschleunigung des technischen Fortschritts beitragen. Das müsste sich dann direkt auf die Gegenwart auswirken. Da Adama dieses Vorhaben als zu gefährlich ablehnt, macht Xaviar einen Alleingang und reist ins Jahr 1944. Er hilft den Nazis bei der Entwicklung eines neuartigen Raketentyps - der V2. Nachdem Adama zähneknirschend Jamies Anwesenheit in der Galactica akzeptiert hat, brieft er Troy und Dillon. Die beiden sollen ebenfalls eine Zeitreise unternehmen und Xaviars Pläne durchkreuzen. Jamie will unbedingt mitkommen. Dr. Zee hält das für eine gute Idee, schließlich ist die Erdenfrau besser über die Vergangenheit im Bilde als die Leute von der Galactica.

Mit zwei Vipers reist das Trio in die Ära des Zweiten Weltkrieges. Man landet in der Nähe von Peenemünde. Dort werden die Raketen getestet. Prompt kommt es zu Zusammenstößen mit Wehrmacht und Gestapo. Troy und Dillon sind entsetzt über die Gräueltaten der Nazis und versuchen zu helfen. Durch Zufall kommen sie in Kontakt mit dem amerikanischen Spion Major Stockwell, den sie vor den Nazis retten. Stockwell hat einen ähnlichen Auftrag wie Troy und Dillon. Da seine deutschen Kontaktpersonen von der Gestapo verhaftet werden, kooperiert er mit Troy und Dillon, obwohl er ihnen zunächst nicht recht vertraut. Durch den Einsatz ihrer Energiewaffen und des Unsichtbarkeitsfelds können Troy, Dillon, Jamie und Stockwell bis zum Raketentestgelände vordringen. Die erste von Xaviar verbesserte V-2 ist schon startbereit ...


Kampfstern Galactica

Commander Adama


3: Der Machtkampf (Galactica discovers Earth, Part III) Regie: Sidney Hayers

Troy und Jamie verkleiden sich als deutsche Soldaten, dringen in den Beobachtungsbunker des Testgeländes ein und versuchen vergeblich, Xaviar zur Aufgabe zu bewegen. Währenddessen führen Dillon und Stockwell Plan B durch. Dillon zerstört die V-2 kurz nach dem Start mit einem Schuss aus seiner Laserpistole. Die Nazis halten Xaviar deshalb für einen feindlichen Agenten. Er soll standrechtlich erschossen werden. Troy und Jamie sind zur Stelle, um ihn mitzunehmen. In der Nacht setzen Troy und Dillon die Waffen der Flug-Motorräder ein, um die Aufmerksamkeit der deutschen Soldaten von jenem Zug abzulenken, der Stockwells Kontaktpersonen zusammen mit zahlreichen jüdischen Familien in ein Konzentrationslager bringen soll. Jamie und Stockwell befreien die Leute. Stockwell meint, dass sie nirgends vor den Nazis in Sicherheit wären. Jamie weiß es besser. Inzwischen ist der 6. Juni 1944 angebrochen - D-Day! Aufgrund der Landung der Alliierten in der Normandie haben die Deutschen jetzt wichtigeres zu tun, als sich um ein paar Flüchtlinge zu kümmern. Die Mission schlägt dennoch fehl, denn Xaviar entkommt.

Zurück im Jahr 1980 wird Jamie in der Nähe von Los Angeles abgesetzt. Troy und Dillon wollen zur Galactica fliegen, doch sie kommen nicht an ihre sichtbar gewordenen Vipers heran. Willy und sein Vater haben das Militär informiert. Der Abtransport der außerirdischen Maschinen zu einer Luftwaffenbasis wird bereits vorbereitet. Troy und Dillon nehmen an, dass Willy weiß, wohin die Vipers gebracht werden sollen. Sie erhalten die gewünschte Information, nachdem sie es Willy ermöglicht haben, einem Schulrowdy eine Lektion zu erteilen. Sie erfahren außerdem, dass eine dritte Maschine zur selben Luftwaffenbasis gebracht worden ist. Hierbei kann es sich nur um Xaviars Viper handeln. Währenddessen ruft Commander Adama alle zur Erde entsandten Teams zurück. Er geht zu Recht davon aus, dass sich Xaviar wieder in der Gegenwart befindet. Die Suche nach dem Verräter hat oberste Priorität. Tatsächlich bereitet Xaviar schon die nächste Zeitreise vor. Er nimmt Kontakt mit Dr. Mortinson auf, informiert sich über verschiedene Wendepunkte in der Vergangenheit der Menschheit und versucht den Wissenschaftler auf seine Seite zu ziehen. Gemeinsam könnten sie den Verlauf der Geschichte beeinflussen und sich zu Weltherrschern aufschwingen.

Troy und Dillon brauchen Jamies Hilfe, um Dr. Mortinson zu warnen und an die Vipers heranzukommen, schließlich werden sie immer noch als Terroristen gesucht. Xaviar bekommt Wind von der Sache und schleicht sich im Schutz der Unsichtbarkeit in die Luftwaffenbasis. Troy und Dillon können so nicht vorgehen, denn ihre Unsichtbarkeitsgeneratoren haben zu wenig Energie. Xaviar zapft den Stromgenerator der Basis an, um seinen Jäger aufzuladen. Troy und Dillon können seinen Start nicht verhindern. Wenigstens können auch sie ihre Vipers wieder in Gang setzen und ihn verfolgen. Wieder einmal hängt sich Jamie wie eine Klette an Troy und Dillon, sie fliegt mit. Xaviar hat zu viel Vorsprung. Er entschwindet in die Vergangenheit. Troy und Dillon erstatten Adama Bericht. Der Commander vermutet, dass sich Xaviar ins 18. Jahrhundert begeben wird, um Einfluss auf den Bürgerkrieg in Amerika zu nehmen und die Macht zu übernehmen. Da Jamie die Geschichtsdaten viel besser kennt als Adamas Leute, wird sie offiziell ins Team aufgenommen. Troy und Dillon freuen sich; die junge Frau ist ihnen ans Herz gewachsen.


Kampfstern Galactica

Jamie Hamilton


4: Retting der Kinder, Teil 1 (The Super Scouts, Part I) Regie: Vince Edwards

Dr. Zee ist der Ansicht, dass die in den Schiffen der Flüchtlingsflotte lebenden Kinder baldmöglichst zur Erde umgesiedelt werden müssen, weil sie infolge der permanenten Angst vor den Zylonen sonst bald sterben würden. Da die Kleinen ihr ganzes Leben in Raumschiffen verbracht haben, werden alle 137 Kinder in der Delphi durch Schulungen auf ein planetares Leben vorbereitet. Troy und Dillon beteiligen sich an der Aktion. In der Delphi kommt es zu einem Maschinenschaden. Das Schiff treibt manövrierunfähig durchs All. Da greifen einige Zylonenjäger an. Es ist der erste Zylonenangriff seit einer Generation. Dr. Zee stellt später die Theorie auf, dass sich die Zylonen weiterentwickelt haben. Bei dem Angriff hat es sich wahrscheinlich um einen Test neuer Maschinen gehandelt. Die Zylonen können vernichtet bzw. vertrieben werden, doch zuvor gelingt es ihnen, die Delphi so schwer zu treffen, dass sie schließlich explodiert. Alle Kinder können evakuiert werden. Troy, Dillon und zwölf Schüler unterschiedlichen Alters entkommen mit dem letzten Shuttle. Bei der Explosion der Delphi wird das Shuttle beschädigt, verliert Treibstoff und kann die Flotte nicht mehr erreichen. Es gibt nur eine Möglichkeit, einem eventuellen weiteren Angriff zu entgehen: Die Landung auf der Erde. Der Eintritt des Shuttles in die Erdatmosphäre bleibt nicht unbemerkt. Colonel Sydell von der US Air Force, der schon über die erste UFO-Sichtung informiert worden ist, erhält eine entsprechende Nachricht.

Die Kinder finden das Leben auf der Erde toll. Zwar ist die Atmosphäre etwas dünner als gewohnt, so dass man schneller ermüdet, aber aufgrund der geringeren Schwerkraft können die Kids höher springen und schneller rennen als ein Erdenmensch. Nachdem das Shuttle mit dem letzten Treibstoff in den Erdorbit geschickt wurde, damit es den Menschen nicht in die Hände fällt, verstecken sich Troy, Dillon und die Kinder in einer bewaldeten Gegend. In der nächsten Stadt besorgen die beiden Männer Pfadfinderuniformen und Ausrüstung. Der Einkauf ist mit gewissen Schwierigkeiten verbunden. So entwickelt sich Dillons Versuch, goldene Cubits in irdische Währung umzutauschen, zu einem Banküberfall. Doch zu guter Letzt kann ein Zeltlager eingerichtet werden. Als sich das Militär in der Gegend umsieht, kommt es zum Wiedersehen mit Jamie, die Wind von der Sache bekommen hat und natürlich ahnt, was wirklich vor sich geht. Die Soldaten können abgewimmelt werden. Jamie schließt sich ihren Freunden an. Die Campingidylle währt nicht lange, denn drei Kinder werden krank und die anderen bekommen deswegen große Angst. Troy, Dillon und Jamie bringen die kranken Kinder in eine Klinik, wo sie notdürftig versorgt werden können. Sie leiden offensichtlich unter schweren Vergiftungserscheinungen und schweben in Lebensgefahr. Der junge Arzt Dr. Spencer übernimmt die Behandlung.

Es stellt sich heraus, dass die erkrankten Kinder Wasser aus einem See getrunken haben, der mit giftigen Chemikalien aus der Stanford-Chemiefabrik belastet ist. Troy und Dillon sprechen den Firmenchef Mr. Stockton darauf an, dass seine Fabrik Abwässer in den See leitet. Stockton tut so, als wisse er nichts davon und wolle seine Chemiker darauf ansetzen. In Wahrheit hetzt er den vermeintlichen Umweltschützern seinen Spießgesellen Sheriff Ellsworth auf den Hals. Der erhält zur gleichen Zeit die Nachricht, dass die im Wald kampierende Pfadfindergruppe nicht existiert - die im Krankenhaus liegenden Kinder haben keine Eltern. Als Jamie beim Sheriff vorspricht, wirft der ihr vor, sie sei in ein Komplott verwickelt, dessen Ziel in der Schließung der Chemiefabrik bestehe, und die Kinder seien in Wahrheit gar nicht krank. Jamie darf die Stadt nicht verlassen. Ellsworth will den Pfadfindern auf den Zahn fühlen. Jamie warnt Troy und Dillon.


Kampfstern Galactica

Zwei Inkarnationen von Dr. Zee


5: Rettung der Kinder, Teil 2 (The Super Scouts, Part II) Regie: Sigmund Neufeld jr.

Nachdem der Sheriff mit Hilfe der Unsichtbarkeitsgeneratoren an der Nase herumgeführt worden ist, spricht er mit Colonel Sydell über die Sache. Er erhält eine Meldung über die Verbrechen, die man Troy und Dillon zur Last legt, unter anderem den Bankraub. Daraufhin wird die Jagd erst richtig eröffnet. Ellsworth und Sydell gehen davon aus, dass die "Verbrecher" noch nicht geflohen sind, weil sie die kranken Kinder nicht zurücklassen wollen. Jamie erkundigt sich bei Dr. Spencer nach den kranken Kindern. Der Arzt kann nichts für sie tun. Untersuchungen haben gezeigt, dass ihre Blutzellen völlig fremdartig sind. Spencer erklärt, dass die ganze Gegend durch die Abwässer der Stanford-Chemiefabrik belastet ist. Bisher konnte er nichts dagegen ausrichten. Spencer führt Jamie zu einer besonders stark verschmutzten Stelle. Dort werden die beiden von Arbeitern des Chemiewerks bedrängt, die Angst um ihre Jobs haben. Troy und Dillon kommen hinzu. Die Situation droht zu eskalieren. Da erscheint Stockton, der das Quartett zwingt, ihm zum Sheriff zu folgen. Daraus wird nichts, denn über Funk erhält Spencer die Meldung, dass die Kinder sterben. Tatsächlich werden sie nur noch von Herz-Lungen-Maschinen am Leben erhalten und müssten nach irdischen Maßstäben für tot erklärt werden. Troy und Dillon sind anderer Meinung. Mit den Mitteln der Galactica könnte man die Kinder wiederbeleben.

Dillon schickt ein verschlüsseltes Notsignal zur Galactica. Zur Rettung der Kinder bringt Dr. Zee ein neuartiges Raumschiff ins Spiel. Es ist ihm gelungen, die Technik der Zylonen zu adaptieren und zu verbessern. Basierend auf diesen Erkenntnissen wurde der Prototyp eines Antigravitationsschiffes entwickelt, das den Zylonenjägern weit überlegen ist. Nur Dr. Zee kann das Schiff steuern. Commander Adama macht den Flug zur Erde mit. Troy und Dillon müssen die Kinder zu einem Rendezvouspunkt bringen. In dieser Situation kann selbst Stockton nicht hart bleiben. Er stellt ein Firmenfahrzeug zum Transport der an die Lebenserhaltungssysteme angeschlossenen Kinder zur Verfügung. Er setzt sich sogar selbst ans Steuer. Spencer sorgt für Ablenkung und verschafft den anderen etwas Zeit. Sie werden von Ellsworth, Sydell und einigen Nationalgardisten verfolgt. Das Antigravitationsschiff landet und die Kinder können erfolgreich behandelt werden. Stockton, der aus dem Staunen gar nicht mehr herauskommt, wird in das Schiff geführt. Dr. Zee führt ihm deutlich vor Augen, was geschehen wird, sollte die Chemiefabrik ihre Abfälle weiterhin nicht sachgemäß lagern. Extrapolationen zufolge wird die Verschmutzung in zehn Jahren katastrophale Ausmaße annehmen und Stocktons Sohn, der im Werk arbeitet, wird sterben. Das gibt dem Manager sehr zu denken.

Das Antigravitationsschiff startet. Ellsworth und Sydell treffen am Ort des Geschehens ein. Sie finden nur Stockton vor, der sich fest vorgenommen hat, das Verschmutzungsproblem zu lösen. Er stellt sich dumm, als er nach den Außerirdischen gefragt wird. Die Sache mit dem Bankraub wird bereinigt; dem Sheriff wird ein Behälter voller Cubits zugespielt. Troy und Dillon bleiben auf der Erde, um weiter nach einer Integrationsmöglichkeit für die Kinder zu suchen. Sie werden zu einer Spezialmission abberufen. Jamie soll sich während ihrer Abwesenheit um die zwölf "Superscouts" kümmern - eine Aufgabe, von der sie nicht gerade begeistert ist ...


Kampfstern Galactica

Troy und Dillon mit ihren Spezialmotorrädern


6: Die Erpressung (Spaceball) Regie: Barry Crane

Die angebliche Spezialmission ist eine Falle Xaviars für Troy und Dillon. Xaviar befindet sich wieder in der Gegenwart. Da er als Verbrecher und Ausgestoßener gilt, will er Adama erpressen. Xaviar nimmt die Gestalt des Galactica-Kampfpiloten Lieutenant Nash an und behauptet, er solle seinen Kameraden einen Viper-Jäger für die Verfolgung Xaviars liefern. In ihrer Abwesenheit werde er sich um die Kinder kümmern. In Wahrheit will er sie als Druckmittel missbrauchen. Troy und Dillon starten mit dem Jäger. Die Maschine ist manipuliert. Im All kommt es zu einem Energieverlust. Die Steuerung fällt aus und der Funkkontakt mit der Galactica bricht ab. Der Sauerstoffvorrat reicht nur noch für 24 Stunden. Da mit Rettung nicht zu rechnen ist, versuchen die Männer das Schiff von außen zu reparieren. Jamie hat derweil ihre liebe Mühe damit, die Superscouts unter Kontrolle zu halten. Da kommt ihr ein neuer Rechercheauftrag gerade recht. Sie soll eine Story über den Ex-Baseballstar Billy Eheres und das von ihm gegründete, in Geldnot geratene Kinderheim abliefern. Ihr Chef hat nichts dagegen, dass sie die Kinder mitnimmt. Sydell erhält neue Informationen über die Außerirdischen, die eine Verbindung zwischen ihnen und Jamie nahelegen. Von ihrem Chef erfährt er, wo sie sich zurzeit aufhält. Auch Xaviar hat das in Erfahrung gebracht. In Nashs Gestalt spricht er Jamie an. Er sagt, Adama habe ihn geschickt.

Die Kinder fühlen sich in Billys Camp pudelwohl. Bleiben können sie allerdings nicht, denn Billy ist bankrott. Er hatte gehofft, sein Baseballteam (die Polecats) werde in der Little League einen Sieg einfahren und somit neue Sponsoren gewinnen, doch fast alle Spieler sind erkrankt. Das Schicksal des Kinderheims scheint besiegelt zu sein. Jamie weiß Rat. Mit ihren überlegenen Fähigkeiten wären die Superscouts ein mehr als adäquater Ersatz für die ausgefallenen Spieler. Eheres ist skeptisch, aber als die kleine Starla einen Ball so hart wirft, dass er eine Bretterwand durchschlägt, ist er überzeugt. Xavier funkt Adama an und stellt seine Forderungen. Angeblich will er lediglich in Ruhe gelassen werden und frei auf der Erde leben. Adama kann das nicht allein entscheiden. Eine Ratssitzung muss einberufen werden. Xaviar gibt ihm 10 Stunden Zeit. Währenddessen beginnt das Baseballspiel. Da Sydell zuschaut, schärft Jamie den Kindern ein, dass sie verlieren müssen. Sie dürfen keine Aufmerksamkeit erregen. Doch dann hört Jamie mit, wie Xaviar erneut mit Adama spricht. Der Rat hat dessen Forderungen abgelehnt. Xaviar will die Kinder dafür büßen lassen. Jetzt erklärt Jamie den Kindern, dass sie gewinnen müssen, denn die Siegermannschaft wird anschließend von der Presse umlagert und somit in Sicherheit sein.

Die Polecats holen auf und machen schließlich den entscheidenden Punkt. Gleichzeitig setzen Troy und Dillon den Viper-Jäger instand. Sie nehmen Kurs auf die Erde, erfahren von Adama, was in der Zwischenzeit geschehen ist und eilen zum Baseballplatz. Da Xaviar nicht auf die Kinder zugreifen kann, nimmt er Jamie als Geisel. Troy und Dillon versuchen ihn aufzuhalten, doch Sydell kommt dazwischen. Xaviar schießt den Colonel nieder und verschwindet.


Kampfstern Galactica

Xaviar


7: Die Landung der Cylonen (The Night the Cylons Landed, Part I) Regie: Sigmund Neufeld jr.

Während eines Patrouillenfluges wird die Besatzung eines Viper-Jägers auf ein neuartiges zylonisches Kampfschiff aufmerksam. Es ist größer als die üblichen Maschinen, erheblich schneller und viel besser bewaffnet. Die Viperpiloten riskieren ihr Leben, um so viele Daten über das Zylonenschiff wie möglich zu sammeln. Es stellt sich heraus, dass nicht nur Zenturios an Bord sind, sondern auch Androiden - Roboter in menschlicher Form. Die Zylonen müssen aufgehalten werden, denn ihr Kurs würde sie zur Erde führen und noch wissen die Roboter nichts von der Existenz dieses Planeten. Die Viper-Bewaffnung ist nutzlos gegen das schwer gepanzerte Schiff. Daher rammen die Menschen es, wobei ihr eigener Jäger beschädigt wird. In der Galactica wird man lediglich darauf aufmerksam, dass sich ein Schiff antriebslos der Erde nähert. Adama nimmt an, dass es sich um den Viper-Jäger handelt. Troy und Dillon werden benachrichtigt. Sie sollen sich an der vorausberechneten Absturzstelle einfinden. Sie nehmen ein Passagierflugzeug, um nicht noch mehr Aufmerksamkeit zu erregen, doch der Plan geht schief, denn das Flugzeug wird entführt. Troy und Dillon machen die Hijacker unschädlich, weil sie keine Zeit zu verlieren haben, und müssen nach der Landung im Schutz der Unsichtbarkeit vor dem FBI fliehen. In der Zwischenzeit kehrt die Patrouille zur Galactica zurück. Jetzt weiß Adama, was wirklich vorgeht, hat aber keine Möglichkeit, Troy und Dillon zu unterrichten.

Als das Zylonenschiff in die Erdatmosphäre eintritt, wird es auf den Radarschirmen der US Air Force angezeigt. Colonel Briggs erfährt, dass das UFO an Halloween in der Nähe von New York herunterkommen wird. Er macht sich persönlich auf den Weg dorthin. Nur ein humanoider Zylone namens Andromus und ein Zylonen-Zenturio überstehen den Absturz ihres Schiffes. Andromus hat natürlich längst erkannt, dass auf diesem Planeten ein vergessener Stamm der Menschen existiert, den es zu vernichten gilt. Allein kann er nichts ausrichten und sein Notsender ist nicht stark genug zur Kontaktaufnahme mit der Zylonenflotte. Er ließe sich jedoch mit den technischen Möglichkeiten der Menschen verstärken. Andromus setzt die Selbstzerstörungsanlage des Schiffswracks in Gang und macht sich auf den Weg nach New York. Troy und Dillon treffen wenig später ein. Sie sehen auf den ersten Blick, womit sie es zu tun haben. Sie überstehen die Explosion mit knapper Not und müssen anschließend die Polizei abschütteln. Sie orten das Notsignal der beiden Zylonen und können ihnen folgen.

Andromus und der Zenturio werden von Shirley und Norman aufgelesen. Das Ehepaar ist unterwegs zu einer Party. An Halloween laufen viele Verkleidete herum, daher wundert sich niemand über das Erscheinungsbild der Zylonen. Tatsächlich ist Shirley so begeistert von den tollen "Kostümen", dass sie die beiden mit zur Party nehmen möchte. Andromus hat nichts einzuwenden, als er erfährt, dass Norman einen großen Radiosender leitet.


Kampfstern Galactica

Das Antigravitationsschiff der Galactica


8: Hetzjagd durch New York (The Night the Cylons Landed, Part II) Regie: Barry Crane

Während sich Troy und Dillon mit der Polizei sowie einer Gruppe von Strauchdieben herumschlagen müssen, erfährt Andromus auf der Party einiges über Normans Sender und wird dem berühmten Radiomoderator Wolfman Jack vorgestellt. Der Zenturio betritt die Küche und fällt um; er verträgt die Strahlung der Mikrowelle nicht. Andromus zerstört das Haushaltsgerät mit einem Energiestrahler, der in seine Hand eingebaut ist. Feuer bricht aus. Die Partygäste geraten in Panik und fliehen. Andromus und der wieder handlungsfähige Zenturio schnappen sich Wolfman Jack, um ihn zu zwingen, sie zum Sender zu führen. Mit seiner unfreiwilligen Hilfe bereitet Andromus die Ausstrahlung eines Signals vor, durch das die Zylonenflotte zur Erde geleitet werden soll. Troy und Dillon erreichen das brennende Gebäude, in dem sich die Gesuchten längst nicht mehr befinden. Troy rettet einen kleinen Jungen und dessen Hund aus den Flammen. All diese Geschehnisse kommen Colonel Briggs zu Ohren. Er versucht den Polizeichef davon zu überzeugen, dass Außerirdische in New York sind. Zahlreiche Zeugenaussagen scheinen das zu bestätigen. Ein Großeinsatz der Polizei wird ausgelöst.

Troy und Dillon folgen dem nach wie vor von den Zylonen ausgestrahlten Signal bis zum Dach der Sendeanstalt. Dort ist Andromus gerade damit beschäftigt, den Parabolspiegel des Senders einzustellen. Der Zenturio soll Wolfman Jack beseitigen, für den Andromus nun keine Verwendung mehr hat. Troy und Dillon retten den Mann. Sie liefern sich ein Feuergefecht mit den Zylonen. Beide Maschinen werden getroffen. Der Zenturio versucht Andromus in Sicherheit zu bringen, stürzt aber mit ihm von dem Hochhaus in einen Müllbehälter. Die Ausstrahlung des Signals konnte verhindert werden. Troy und Dillon machen sich unsichtbar, als die Polizei eintrifft. Wolfman Jack wird befragt. Niemand schenkt seiner phantastischen Geschichte Glauben.


Kampfstern Galactica

Ein Zenturio, Andromus und Wolfman Jack


9: Neue Partner (Space Croppers) Regie: Daniel Haller

Noch kennen die Zylonen die Koordinaten der Erde nicht. Sie greifen die Flüchtlingsflotte an und vernichten zwei der drei Agrarschiffe, um die Menschen dazu zu zwingen, die Erde anzufliegen und dort neue Vorräte aufzunehmen. Die Zylonenflotte könnte ihnen dann folgen und zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Dr. Zee und Adama wissen sehr wohl, welche Absichten die Zylonen mit der Vernichtung der Agrarschiffe verfolgen. Die Flüchtlingsflotte bleibt wo sie ist. Zunächst fliegen nur Troy und Dillon zur Erde, um die Errichtung einer Kolonie vorzubereiten. Eine Viper-Staffel fliegt einen Ablenkungsangriff auf die Zylonen-Basisschiffe, so dass Troys und Dillons Landung unbemerkt bleibt. Ihr Ziel ist eine Farm, deren Besitzer (Hector Alonzo) einer Zeitungsannonce zufolge Teilhaber sucht. Aufgrund der größten Dürre seit Jahren ist Alonzo auf das Wasser aus einem Fluss angewiesen, der durch das Land seines Nachbarn, des reichen Großgrundbesitzers John Steadman fließt. Steadman hat den Fluss jedoch aufgestaut. Ohne Ernteerträge wird Alonzo die Farm nicht halten können, Hilfsarbeiter kann er sich schon gar nicht leisten. Es ist abzusehen, dass er die Farm an Steadman wird verkaufen müssen. Dahinter steckt Methode. Steadman verachtet Hispanics wie Alonzo und möchte sich ihr Land nur zu gern unter den Nagel reißen. Er gehört zum Vorstand der Bauerngenossenschaft und hat eine Verteilungsquote für Wasser durchgesetzt, die für Kleinfarmer wie Alonzo denkbar schlecht ausfällt. Troy und Dillon stellen sich bei Alonzo als Interessenten vor und werden zu Freunden der Familie. Hectors Tochter Gloria findet besonderen Gefallen an Dillon, der durchaus nicht abgeneigt ist.

Es kommt schon bald zu Zusammenstößen mit Steadman und dessen Schergen. Troy und Dillon lassen sich nicht einschüchtern, woraufhin Steadman die beiden genauer unter die Lupe nimmt. Auf Hectors Farm wird die Aussaat vorbereitet. Die Zeit drängt und Hilfsarbeiter werden benötigt. Kurzerhand ziehen Troy und Dillon die Superscouts hinzu. Auch Jamie hilft mit. In der Nacht nutzen Troy, Dillon und die Superscouts ihre Kräfte, um alle Felder in Rekordzeit zu bestellen. Adama und Dr. Zee kommen mit dem Antigravitationsschiff. Sie haben Dutzende Landwirtschaftsspezialisten an Bord. Mit den Mitteln des Schiffes wird Regen erzeugt, außerdem wird die Saat so behandelt, dass sie innerhalb weniger Stunden aufgeht und zu voller Größe anwächst, so dass schon am nächsten Tag geerntet werden kann. Steadman beobachtet das Ganze aus einiger Entfernung. Er macht bei der nächsten Genossenschaftssitzung ein großes Theater. Seine Geschichte von Außerirdischen mit Superkräften wird allgemein belächelt. Steadman ruft ein großes Polizeiaufgebot zu Hectors Farm. Dort macht er sich vollends lächerlich, als er von fliegenden Untertassen schwadroniert. Da auf der Farm alles völlig normal aussieht, entschuldigt sich der Sheriff bei Hector und zieht ab. Tom Rogers, ebenfalls Vorstandsmitglied bei der Genossenschaft, hat genug von Steadman. Das Quotierungssystem zur Wasserverteilung war ihm schon immer ein Dorn im Auge. Auf einer von Rogres einberufenen Versammlung wird neu abgestimmt. Alle Bauern plädieren für die Abschaffung des Systems. Der Staudamm muss entfernt werden, so dass Hectors Versorgung gesichert ist. Die Spezialisten von der Galactica bleiben auf der Farm. Sie geben sich als Landwirtschaftsstudenten aus, die mit fortschrittlichen Anbaumethoden experimentieren. In Wahrheit sind sie die ersten Kolonisten der Flüchtlingsflotte auf der Erde.


Kampfstern Galactica

Die Superscouts


10: Das Geheimnis um Starbuck (The Return of Starbuck) Regie: Ron Satlof

Dr. Zee spricht mit Dr. Adama darüber, dass er von Lieutenant Starbuck geträumt hat, einem Kampfpiloten, der zu Adamas engstem Kreis gehört hat und als verschollen gilt. Vor vielen Jahren ist Starbucks Viper während eines Großangriffs der Zylonen getroffen worden und konnte nicht zur Flotte zurückkehren. Adama war gezwungen, der Flotte den Fluchtbefehl zu erteilen und Starbuck, den er wie einen Sohn geliebt hat, ohne Aussicht auf Rettung zurückzulassen. Im Traum hat Dr. Zee erfahren, was danach geschehen ist:

Mit den letzten Energiereserven des Jägers erreicht Starbuck einen bewohnbaren, aber öden und menschenleeren Planeten. Starbuck überlebt den Absturz in der Rettungskapsel. In der Nähe der Absturzstelle findet Starbuck das Wrack eines zylonischen Jägers. Drei funktionsunfähige Zenturios befinden sich darin. In der Nacht wird es empfindlich kalt. Starbuck errichtet eine primitive Hütte aus Wrackteilen. Da er viel Zeit und nichts zu tun hat, setzt Starbuck aus den Überresten der Zenturios ein neues Exemplar zusammen, das er mit Strom aus dem Wrack versorgt. Sobald der Roboter zum "Leben" erwacht, versucht er Starbuck zu töten, doch der hat vorgesorgt. Er kann den Zenturio, den er "Cy" nennt, jederzeit per Fernsteuerung abschalten. Nach einiger Zeit gelingt es Starbuck, Cy zu der Einsicht zu bringen, dass sie aufeinander angewiesen sind. Aus den Todfeinden werden gute Freunde. Zu seinem Erstaunen stellt Starbuck fest, dass der Zylone Gefühle empfinden kann, denn Cy reagiert gekränkt, als Starbuck erkennen lässt, dass der Roboter ihn langweilt. Cy verschwindet in der Nacht, um adäquatere Gesellschaft für den Menschen zu finden. Starbuck staunt nicht schlecht, als Cy am nächsten Tag mit einer bewusstlosen Frau zurückkommt. Die Schöne ist obendrein hochschwanger.

Starbuck nennt die Frau Angela. Sie ist wohlauf, spricht aber zunächst nicht und dann hauptsächlich in Rätseln. Starbuck erfährt lediglich, dass Angela aus einer jenseitigen Dimension kommt. Sie scheint hellseherische Fähigkeiten zu besitzen, zumindest behauptet sie, dass die Zylonen bald auf dem Planeten landen werden. Starbuck und Cy verwenden die Überreste der Viper-Rettungskapsel und des zylonischen Jägers zur Konstruktion eines kleinen Schiffes, mit dem die Flucht vom Planeten möglich wäre. Am Tag nach der Geburt eines Jungen, den Angela als Starbucks geistiges Kind bezeichnet, landet tatsächlich ein zylonischer Jäger. Vermutlich wurde ein Notsignal von Cys Schiff aufgefangen. Starbuck verfrachtet Angela und das Baby in das Rettungsschiff. Es ist darauf programmiert, der Flüchtlingsflotte zu folgen. Starbuck bleibt zurück, um die Zylonen aufzuhalten. Cy steht ihm gegen seine "Artgenossen" bei. Gemeinsam vernichtet das ungleiche Paar alle Angreifer, aber auch Cy wird getroffen und "stirbt". Starbuck ist nun wieder ganz allein auf dem Planeten. Angela erscheint unbemerkt auf einem nahen Bergrücken. Sie erklärt ihre Mission für beendet und bezeichnet Starbuck als guten Menschen. Der einzige Insasse des mit Autopilot fliegenden Rettungsschiffes, das Baby, wird in Kälteschlaf versetzt. Eines Tages wird das Schiff von einem Bergungsteam der Galactica gefunden und an Bord geholt.

Adama erklärt, dass Dr. Zee auf diese Weise zur Galactica gekommen ist. Wenn der Traum wahr ist, dann ist Dr. Zee Angelas Sohn und hat sein Überleben Starbuck sowie einem Zylonen zu verdanken ...


Kampfstern Galactica

Cy und Starbuck


Kringels Meinung:

Die Science-Fiction-Fans der Siebziger- und frühen Achtzigerjahre, also auch euer alter Kringel, mussten sich mit schmaler Kost zufrieden geben. SF-Filme waren bei weitem nicht so zahlreich im Kino vertreten wie heutzutage! Im Fernsehen hat sowieso meistens Ebbe geherrscht. So ist die Serie Kampfstern Galactica seinerzeit überhaupt nicht gezeigt worden. Damals kannten wir lediglich drei Galactica-Kinofilme, die aus einzelnen Episoden zusammengestückelt worden sind. Den dritten, "Das Ende einer Odyssee" habe ich tatsächlich im Kino gesehen. Das muss 1981 gewesen sein, da war ich 14 Jahre alt. Einige Bilder haben sich mir unauslöschlich eingeprägt, zum Beispiel die fliegenden Motorräder. Erst Jahre später habe ich erfahren, dass dieser Film ebenso wie die ersten beiden auf einer Fernsehserie basiert. Tja, und diese Serie habe ich mir jetzt zum allerersten Mal angeschaut. Jahrzehntelang habe ich mich davor gedrückt, weil sie unvollendet geblieben ist (sie wurde nach 10 Episoden vorzeitig abgesetzt) und nur negative, teils gar vernichtende Kritiken geerntet hat. Was soll ich sagen? Die Kritiken sind berechtigt. "Galactica 1980" ist durchaus eine Fortsetzung von "Kampfstern Galactica", aber sie unterscheidet sich so sehr davon, dass ich persönlich eher dazu neige, sie als eigenständige Serie zu betrachten.

Zuerst fällt natürlich der Wegfall lieb gewonnener Figuren negativ auf. Apollo ist tot, Starbuck ist verschollen. Auf die Schicksale von Athena, Sheba, Cassiopeia, Colonel Tigh und Baltar wird überhaupt nicht eingegangen. Nur Adama und Boomer sind noch vertreten - sowie Boxey, der inzwischen erwachsen ist und den Namen Troy trägt. Während Adama wenigstens noch aktiv mitmischt, wurde Boomer zum Stichwortgeber degradiert. Er hat ohnehin nur ganz wenige Auftritte. Kent McCord (Troy) und Barry Van Dyke (Dillon) machen ihre Sache durchaus gut, ich finde jedoch, dass sie Richard Hatch (Apollo) und Dirk Benedict (Starbuck) nicht das Wasser reichen können, zumal ihre Rollen anders angelegt sind. Die beiden Hauptfiguren haben keine Ecken und Kanten. Sie sind zu sehr auf Saubermann getrimmt und somit langweilig. Ich finde ihre in den meisten Episoden zur Schau gestellte Naivität lächerlich. Robyn Douglass (Jamie) ist ein sympathischer Sidekick, hat aber kaum mehr zu tun, als sich über die seltsamen Verhaltensweisen ihrer außerirdischen Freunde zu wundern. Über den allwissenden Dr. Zee, der in jeder Gefahrensituation mit einer passenden neuen Erfindung daherkommt, breite ich lieber den Mantel des Schweigens. Größtes Manko in Sachen Figurenensemble ist möglicherweise das Fehlen starker Gegner. Aus Xaviar hätte einer werden können, doch diese Chance wurde verpasst. Die Zylonen treten nur selten in Erscheinung. Mit der Einführung humanoider Zylonen zeichnet sich ein Wandel ab, aus dem letzten Endes nichts mehr geworden ist. Erst im Remake spielen humanoide Zylonen zentrale Rollen.

Außerdem enthält die Serie dafür, dass es sich um Science Fiction handeln soll, viel weniger Futter für die nach Spezialeffekten hungernden Augen als "Kampfstern Galactica", oder besser gesagt: sie hat zu wenig Neues zu bieten. Tatsächlich wurde für fast alle Weltraumszenen Material aus "Kampfstern Galactica" verwendet, manches davon sogar mehrfach. Das ist unübersehbar, ich finde es sehr ärgerlich. Bei den vielen auf der Erde spielenden Szenen kommen hauptsächlich die Unsichtbarkeitseffekte und die fliegenden Motorräder zum Einsatz. Ersteres ist nicht besonders aufregend. Zugegeben, die Motorräder sind neu, ich fand sie damals superklasse und sie wirken sogar heute noch cool. Leider fällt auch hier auf, dass immer wieder dieselben Effektszenen zum Einsatz kommen und die Situationen sind ebenfalls immer dieselben. Troy und Dillon entziehen sich einer Verfolgung nach der anderen, indem sie davonfliegen. Die Verfolger glotzen bedröppelt hinterher. Das ist beim ersten Mal lustig, dann nicht mehr. Abgesehen von den Armband-Computrons gibt es noch das unansehnliche Antigravitationsschiff. Man könnte fast auf die Idee kommen, es sei aus Unheimliche Begegnung der Dritten Art geklaut worden. Das war's mehr oder weniger! Hauptschauplatz ist wie gesagt die Erde. Passt natürlich zur Handlung, ist aber öde. Obendrein spielt der in Staffel 1 entwickelte kulturelle Hintergrund der Kolonisten praktisch überhaupt keine Rolle mehr. Das Alleinstellungsmerkmal von "Kampfstern Galactica" geht somit verloren. Exotische Schauplätze auf fremden Planeten? Fehlanzeige! Fremdartige Kreaturen? Null! Spannende Raumschlachten? Zu wenige und alle aus "Kampfstern Galactica" recycelt. Die Brücke der Galactica ist übrigens nicht ein einziges Mal zu sehen. Vermutlich waren die Kulissen schon nicht mehr vorhanden ...

Die entscheidende Schwäche der Serie - abgesehen davon, dass sie ganz offensichtlich auf ein deutlich jüngeres Publikum zugeschnitten / harmloser ist als "Kampfstern Galactica" und allzu oft mit Belehrungen zu Themen wie Umweltschutz usw. daherkommt - ist ihre Ziellosigkeit. Zu Anfang geht es darum, dass die Leute von der Galactica den Erdenmenschen Entwicklungshilfe leisten wollen, um sie zu Verbündeten im Kampf gegen die Zylonen heranzuziehen. Diese Idee wird im Verlauf der zweiten Episode plötzlich ignoriert, stattdessen versucht Xaviar in der Vergangenheit der Erde herumzupfuschen. Die Zeitreisethematik hätte Anknüpfungspunkt für interessante Geschichten sein können, wird aber nach Episode 3 zu Gunsten der Superscouts fallen gelassen. Die Kids müssen sich drei Episoden lang auf der Erde zurechtfinden. Dann wechselt das Geschehen in den Episoden 7 und 8 erneut. Mit dem Auftritt von Andromus und dem Zenturio keimt kurz Hoffnung auf Besserung auf, doch am Ende werden beide buchstäblich im Müll entsorgt. Nach einer weiteren Folge mit den Superscouts (zugegeben, die Kids sind niedlich und sorgen für echt witzige Momente) ist die Handlung von "Galactica 1980" zu Ende. Die letzte Folge der Serie ist ein Rückblick, der wehmütige Erinnerungen an bessere Serienzeiten weckt! Eine übergreifende Story ist in diesem zu nichts führenden Chaos, in dem ständig irgendwelche Nebenfiguren hinzukommen und gleich wieder verschwinden (vom Austausch der Schauspieler für Dr. Zee und Xaviar gar nicht zu reden), kaum erkennbar. Hinzu kommen einige üble Logikbugs (ein Zenturio wird von einer Mikrowelle lahmgelegt?!?) und grober Unfug wie die "Erklärung" für die Zeitreisen.

Alles in allem kann ich "Galactica 1980" nicht als würdige Fortsetzung von "Kampfstern Galactica" bezeichnen. Es wäre besser gewesen, wenn Xaviar in die Siebzigerjahre zurückgereist wäre und ihre Entstehung verhindert hätte ...


Extras:

Die metallene DVD-Box enthält ein Booklet mit recht ausführlichen Informationen zur Serie und den Gaststars, Biografien der Schauspieler, einem kurzen Episodenführer, einem Intervwie mit Robbie Rist (Dr. Zee) und einigen Bildern. DVD-Bonusmaterial zur Serie ist - abgesehen von einer Bildergalerie mit Aushangfotos, Comics, Merchandising usw. - nicht vorhanden. Stattdessen befindet sich auf DVD Nr. 4 ein insgesamt ca. vier Stunden langer Zusammenschnitt vom Fantreffen "Galacticon", das im Oktober 2003 anlässlich des 25-jährigen Jubiläums von "Kampfstern Galactica" abgehalten worden ist. Gastgeber war Richard Hatch (Apollo). An der Convention haben recht viele Schauspieler aus "Kampfstern Galactica" teilgenommen, unter anderem Dirk Benedict (Starbuck), Terry Carter (Colonel Tigh), Anne Lockhart (Sheba), Laurette Spang (Cassiopeia), Herbert Jefferson jr. (Boomer) und sogar Serien-Gaststar Patrick Macnee, der zu dem Zeitpunkt schon über 80 war! Außerdem mit dabei waren Glen A. Larson (der Vater der Serie) sowie Ron Moore, Produzent des Remakes, das seinerzeit kurz vor der Veröffentlichung gestanden hat und bei den Fans der alten Serie nicht unumstritten war. Gefilmt wurde während verschiedener Podiumsdiskussionen, bei denen sich die Schauspieler den Fragen des Publikums gestellt haben. Diese Fragen sind teilweise nicht zu verstehen, das ist aber nicht weiter schlimm, obwohl keine Untertitel vorhanden sind.

Es wird viel über die alten Zeiten gesprochen. Anekdoten werden zum Besten gegeben, die Schauspieler erzählen, wie es ihnen nach dem Ende der Serie ergangen ist und was sie aktuell machen. Interessanterweise scheint niemand zu wissen, was aus Maren Jensen (Athena) geworden ist. Bei Dirk Benedict ist natürlich die Serie "Das A-Team", in der er eine Hauptrolle hatte, ein großes Thema. Man erfährt so einiges über das Privatleben der Schauspieler, über ihre Einstellung zur Schauspielerei, wie sie zu "Kampfstern Galactica" gekommen sind und wie sich die Zusammenarbeit mit dem Ensemble gestaltet hat. Bei alldem wird viel gescherzt, nicht selten auch deutlich unterhalb der Gürtellinie. Ein Beispiel der harmloseren Art: Während einer Podiumsdiskussion, an der fast alle Schauspieler teilnehmen, will ein Fan wissen, ob es Liebschaften während der Dreharbeiten gegeben hat. Dirk Benedict fängt an, über Cassiopeia zu reden. Laurette Spang sagt: "Du solltest lieber aufhören!" Er daraufhin: "Das hättest du mal vor 25 Jahren sagen sollen!"

Immer wieder wird zweierlei thematisiert, nämlich das Remake und Richard Hatchs Versuch, die Universal Studios zu einer Fortsetzung von "Kampfstern Galactica" zu bewegen. Erst jetzt habe ich erfahren, dass Hatch in den Neunzigerjahren viel Geld und Herzblut in eine Art Pilotfilm sowie einen Trailer für "Battlestar Galactica - The Second Coming" gesteckt hat. In den zum Bonusmaterial der DVD gehörenden Bildergalerien sind Konzeptzeichnungen, Szenenfotos usw. zu diesem Projekt zu sehen. Hatch spricht sehr empathisch über seine Anstrengungen, die leider zu nichts geführt haben. Verständlicherweise ist er, wie man deutlich erkennen kann, nicht besonders gut auf das Remake zu sprechen. Er wirbt aber fairerweise um Verständnis für Ron Moore, der bei seinem Auftritt von manchen Leuten im Publikum ganz schön hart angegangen wird, die sich eine echte Fortsetzung mit den altbekannten Schauspielern gewünscht hätten. Wenn ich es richtig verstanden habe, waren einige Fans nicht einmal mit Moores Teilnahme am Con einverstanden!


J. Kreis, 27.08.2018




Gastkommentare


Wenn du einen Kommentar hinterlassen möchtest, schreib eine Mail an jokringel@web.de!

Gastkommentare werden nicht von J. Kreis verfasst und dürfen nicht auf anderen Homepages oder in Printmedien weiterverwendet werden.


Noch keine Gastkommentare vorhanden!


Seitenanfang


Startseite

Filme