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kagemusha Kagemusha - Der Schatten des Kriegers (Japan 1980)
- Kagemusha -

DVD - Regionalcode 2, Fox Home Entertainment
Altersfreigabe FSK 12
Laufzeit: ca. 152 Minuten

Extras:
Keine

Regie:
Akira Kurosawa

Hauptdarsteller:
Tatsuya Nakadai (Takeda Shingen / Kagemusha)
Daisuke Ryu (Oda Nobunaga)
Masayuki Yui (Tokugawa Ieyasu)





Inhalt:

Japan im 16. Jahrhundert. Die Feudalzeit neigt sich ihrem Ende entgegen, die Macht des Muromachi-Shogunats ist verschwunden. Bürgerkriegswirren, Familienfehden und blutige Intrigen beherrschen das Land. In der "Zeit der streitenden Reiche" kämpfen verschiedene Kriegsherren um die Macht. Einer davon, ein genialer Feldherr und Oberhaupt des Takeda-Clans, erleidet beim Kampf gegen seinen Konkurrenten um das Shogunat, Tokugawa Ieyasu, während der Belagerung einer Burg eine tödliche Verletzung. Auf dem Sterbebett befiehlt er, daß sein Tod geheimgehalten werden soll, denn die Verehrung für das charismatische Clansoberhaupt ist das einzige, was den Takedas die Treue ihrer Untergebenen sichert. Allein seine Anwesenheit auf dem Schlachtfeld genügt, um die Soldaten anzuspornen und die Feinde in die Flucht zu schlagen. Würde bekannt werden, daß er gestorben ist, so würde der Clan zerfallen und nichts würde die Feinde der Takedas mehr davon abhalten, über sie herzufallen. Bei dieser Täuschung soll ein Doppelgänger helfen, den man vor kurzem aufgegriffen hat. Der Mann - ein gemeiner Dieb, der eigentlich hätte hingerichtet werden sollen - sieht Fürst Takeda unglaublich ähnlich. Er nimmt den Platz des verstorbenen Fürsten ein, zunächst noch unsicher, mit der Zeit aber immer überzeugender. Er beginnt, seine Rolle zu genießen und begreift, welche Charaktereigenschaften Fürst Takeda zu dem Mann gemacht haben, der er war. So gelingt es ihm, die Geschicke des Reichs mitzubestimmen.

Der "Schattenkrieger" täuscht nicht nur die Vasallen und nächsten Angehörigen seines verstorbenen Vorbilds, sondern vor allem auch seine größten Feinde Oda Nobunaga und Tokugawa Ieyasu, die sich gegen ihn verbündet haben. Denen sind zwar Gerüchte zu Ohren gekommen, Fürst Takeda sei getötet worden. Als die Takedas unter der Leitung des Schattenkriegers aber eine Schlacht gewinnen, halten sie diese Gerüchte für falsch. Der Schatten des Verstorbenen wird so zu dessen neuer Verkörperung - ein Vorgang, der selbst den Beratern des Fürsten unheimlich wird, die über den Austausch informiert sind. Es gibt aber ein Wesen, das sich nicht täuschen läßt, nämlich das Pferd des Toten. Dieses verweigert dem Schattenkrieger den Gehorsam - und wirft ihn ab. Jetzt wird der Betrug offenbar und der Dieb wird mit Schimpf und Schande verstoßen. Takeda Shingens Sohn, ein Heißsporn ohne militärischen Weitblick, übernimmt den Oberbefehl über die Truppen des Hauses und führt sie in eine große Schlacht gegen Nobunaga und Tokugawa.

Das ist das Ende für den Takeda-Clan, denn Nobunaga verfügt aufgrund seiner guten Beziehungen zu jesuitischen Missionaren über eine in Japan bislang unbekannte Waffe, der die Krieger der Takedas trotz ihrer überlegenen kämpferischen Ausbildung nichts entgegenzusetzen haben: Im Kugelhagel der Musketen Nobunagas wird fast die gesamte Takeda-Armee aus sicherer Distanz vernichtet. Der Schattenkrieger beobachtet die Schlacht und findet dabei ebenfalls den Tod.

Der Film:

Dieser dialoglastige, detailgenaue Historienfilm ist durch die schauspielerischen Leistungen der Hauptdarsteller, die expressive Bildersprache und die Massenszenen natürlich sehenswert und wer es besonders authentisch mag, der schaut ihn sich in japanischer Sprache an. Man darf das monumentale Werk aber nicht mit Actionfilmen wie Braveheart oder Gladiator vergleichen, eher mit einem Shakespeare-Theaterstück. Auch darf man keine beeindruckenden Schlachtszenen erwarten, denn man sieht zwar oft ganze Kompanien von Reitern und Fußsoldaten von A nach B galoppieren bzw. marschieren, aber Kämpfe sieht man fast gar nicht.

Die DVD:

Tja, leider keine Extras, aber immerhin kann man sich den Film wahlweise auch mit dem japanischen Originalton ansehen!




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