Die Insel der besonderen Kinder


Die Insel der besonderen Kinder (USA, 2016)
- Miss Peregrine's Home for Peculiar Children -

Blu-ray, Fox Home Entertainment
Altersfreigabe: FSK 12
Laufzeit: ca. 127 Minuten

Extras:
- Eine besondere Geschichte (12:51 Min.)
- Die außergewöhnlichen Kinder (64:54 Min.)
- Die Hollows & ehemalige Hollows (9:24 Min.)
- Reise durch die Zeit (17:40 Min.)
- Musikvideo "Wish that you were here" von Florence + The Machine (2:18 Min.)
- Bildergalerien
- Original Kinotrailer

Regie:
Tim Burton

Hauptdarsteller:
Asa Butterfield (Jacob Portman)
Ella Purnell (Emma Bloom)
Eva Green (Alma LeFay Peregrine)
Samuel L. Jackson (Barron)
Terence Stamp (Abraham Portman)




Story

Aufgrund einer genetischen Besonderheit, die innerhalb bestimmter Familien weitervererbt wird (wobei auch Generationen übersprungen werden können) entwickeln manche Menschen erstaunliche Fähigkeiten. Zu den mächtigsten gehören die Ymbrynes, weibliche "Besondere", die die Zeit manipulieren und sich in Vögel verwandeln können. Da besondere Kinder von den normalen Menschen verfolgt werden, haben es sich die Ymbrynes zur Aufgabe gemacht, sie zu beschützen und zu unterrichten. Sie erzeugen Zeitschleifen an versteckten Orten in aller Welt, in denen sich derselbe Tag immer wiederholt. Dort sind die besonderen Kinder in Sicherheit und bleiben obendrein ewig jung. Nur Besondere können eine Schleife betreten. Wenn sie die Schleife in ihrer Zeit verlassen, altern sie ganz normal weiter. Würden sie sie jedoch in der Zukunft verlassen, so würden sie von der Zeit eingeholt und sofort alt werden oder zu Staub zerfallen. Gefahr droht nicht nur von den normalen Menschen. Ein Besonderer namens Barron, ein Gestaltwandler, hat ein Experiment mit einer gefangenen Ymbryne durchgeführt, um deren Kräfte auf sich und seine Gefolgsleute zu übertragen. So wollten sie Unsterblichkeit erlangen. Das Experiment ist fehlgeschlagen. Barron und seine Leute wurden in unsichtbare Monster verwandelt, die als Hollowgasts (kurz: Hollows) bezeichnet werden. Barron und seine engsten Vertrauten haben herausgefunden, dass sie ihre menschliche Gestalt zumindest zum größten Teil wiedererlangen, wenn sie die Augäpfel von Besonderen verzehren. Wenn Barron eine Schleife entdeckt, tötet er alle Kinder und verschleppt die Ymbryne. Er will das Experiment wiederholen, sobald er genug Ymbrynes in seiner Gewalt hat.

Jacob Portman wächst mit den phantastischen Geschichten seines Großvaters Abraham auf, in denen es um Miss Peregrines Heim für Kinder mit besonderen Fähigkeiten und Abes Kampf gegen schreckliche Monster geht. Abe erzählt, er habe einst in dem Heim gelebt, dieses aber verlassen, um im Zweiten Weltkrieg zu kämpfen. Eines Nachts kurz vor seinem sechzehnten Geburtstag findet Jake seinen tödlich verwundeten Großvater im Wald hinter dem Haus. Abe hat keine Augen mehr und ein riesiges Monster treibt sich im Wald herum. Der Sterbende fordert Jake auf, die Schleife vom 3. September 1943 zu betreten. Als Jake seinen Eltern von dem Monster erzählt, gehen sie davon aus, dass Abes Tod zuviel für ihren Sohn war. Jake wird zu der Psychiaterin Dr. Golan geschickt, der er in den nächsten Monaten alles erzählt. Versteckten Hinweisen seines Großvaters folgend findet Jake heraus, dass es Miss Peregrines Heim auf der walisischen Insel Cairnholm womöglich wirklich gibt. Da Dr. Golan für ihn spricht, sind Jakes Eltern einverstanden, als er sie darum bittet, nach Cairnholm reisen zu dürfen. Er wird von seinem Vater begleitet. Das von Abe beschriebene Waisenhaus existiert, aber es ist eine Ruine. Es wurde am 3. September 1943 bei einem Bombenangriff der deutschen Luftwaffe zerstört. Doch als Jake das Haus allein erkundet, begegnet er allen Kindern, die er aus Abes Geschichten kennt. Sie führen ihn in eine Zeitschleife, wo er von Miss Peregrine begrüßt wird. Nach und nach wird ihm enthüllt, was es mit den Besonderen, den Hollows und Barron auf sich hat. Miss Peregrine dreht die Zeit in der Schleife stets zurück, kurz bevor die Bombe auf das Haus fällt.

Jake erfährt, dass er "besonders" ist. Im Gegensatz zu allen anderen Menschen und Besonderen besitzt er die Fähigkeit, die Hollows zu sehen. Er kann nicht für längere Zeit in der Schleife bleiben, denn sein Vater (der Abes Geschichten für reine Erfindung hält und selbst nicht "besonders" ist) wird allmählich misstrauisch. Jake kehrt jedoch immer wieder in die Schleife zurück. Er macht sich mit den Kindern bekannt und verliebt sich in Emma Bloom, ein Mädchen, das leichter ist als Luft und Bleistiefel tragen muss, um nicht einfach davonzufliegen. Emma verhält sich zurückhaltend, denn sie hat einst Abe geliebt und befürchtet, nun auch von Jake verlassen zu werden. Die verletzte Ymbryne Mrs. Avocet sucht bei Miss Peregrine Zuflucht. Ihre Schleife vom Januar 2016 in Blackpool wurde von Barron ausgelöscht. Unabsichtlich führt Jake Barron zu Miss Peregrines Schleife. Dr. Golan ist niemand anderer als Barron in anderer Gestalt; er ist Jake gefolgt. Auch ein Hollow ist bereits auf der Insel. Barron dringt in die Schleife ein und benutzt Jake als Geisel, um Miss Peregrine zu entführen. Kurz nachdem Barron verschwunden ist, greift der Hollow das Heim an und tötet Mrs. Avocet. Die Kinder fliehen aus dem Haus. Jake kann die Kreatur in Schach halten, bis die Fliegerbombe abgeworfen wird. Da nun niemand mehr da ist, der die Zeit zurückdrehen kann, fällt die Bombe auf das Haus und vernichtet den Hollow. Die Schleife löst sich auf. Somit sitzt Jake im Jahre 1943 fest, hat aber die Chance, den Tod seines Großvaters durch ein Zeitparadoxon zu verhindern, denn es war Barron, der einen Hollow auf Abe gehetzt hat. Er wollte Abe zwingen, ihm Miss Peregrines Versteck zu verraten, doch der Hollow war etwas übereifrig.

Jake und die Kinder eilen nach Blackpool, betreten Mrs. Avocets noch intakte Schleife und gelangen ins Jahr 2016. Mit vereinten Kräften vernichten die Kinder Barrons Gefolgsleute und einige Hollows. Jake befreit alle Ymbrynes und stellt sich Barron, der Jakes Gestalt annimmt, als dessen Freunde hinzukommen. Großer Fehler: Ein Hollow ist noch übrig, und er ist hungrig. Er schnappt sich den falschen Jake und frisst seine Augen. Das ist Browns Ende. Der echte Jake tötet den Hollow. Jetzt müssen die Kinder durch die Schleife ins Jahr 1943 zurückkehren, um nicht von der Zeit eingeholt zu werden. Jake bleibt im Jahr 2016. Auch diese Schleife löst sich auf. Jake eilt zu seinem quicklebendigen Großvater. Der gibt Jake eine Karte, auf der alle Schleifen der Welt eingezeichnet sind. Mit diesem Wissen kann Jake über diverse Umwege zu einem Moment im Jahr 1943 zurückkehren, der kurz nach dem Abschied von Emma liegt. So kann er Emma endlich doch noch in die Arme schließen.


Kringels Meinung

Leider fällt mir zu "Die Insel der besonderen Kinder" kein schlauer Kommentar ein. Ich fand den Film durchaus unterhaltsam, mehr aber auch nicht. Ich fürchte sogar, dass ich mich schon bald gar nicht mehr an die Story werde erinnern können. Vielleicht bin ich einfach zu alt? Zugegeben, die verschiedenen Fähigkeiten der besonderen Kinder und ihrer Widersacher sind interessant und wurden größtenteils visuell gut umgesetzt. Man könnte Miss Peregrines Schule fast als schrägen Gegenentwurf zu Professor Xaviers X-Men-Internat bezeichnen. Tim Burtons Stil schimmert immer wieder durch (für meinen Geschmack aber längst nicht deutlich genug) und für einen ab 12 Jahren freigegebenen Film ist "Die Insel der besonderen Kinder" ganz schön düster bzw. brutal. Man denke nur an Mr. Barron und seine Spießgesellen, die zusammen bei Tisch sitzen und Augäpfel verspeisen! Aber weder fand ich das Ganze besonders spannend, noch konnte mich die Liebesgeschichte mitreißen. Und nicht alle CGI-Effekte haben mich hundertprozentig überzeugt. Zum Beispiel sehen die Hollows - also die gesichtslosen langbeinigen Kreaturen - manchmal aus wie Plastikspielzeug. Eva Green allerdings ist ein echtes Highlight. Ihre Miss Peregrine hat wirklich etwas Raubvogelhaftes. Der Blick, die knappen und doch eleganten Bewegungen, die besonderen Tischmanieren ... Miss Peregrine strahlt immer eine unterschwellige Bedrohlichkeit aus und ist auf ihre Art trotzdem liebevoll. Großartig!


Extras

Die verschiedenen Featurettes bieten die übliche Mischung aus Interviews, Filmausschnitten, Hinter-den-Szenen-Material, Konzeptzeichnungen und dergleichen. Man erfährt, dass Miss Peregrines Haus wirklich existiert. Es handelt sich um ein noch bewohntes Gebäude in der Nähe von Antwerpen. Der Showdown wurde tatsächlich in Blackpool gedreht, unter anderem im Blackpool Tower. Dort befindet sich ein Zirkus, in dem schon seit über 120 Jahren Vorstellungen stattfinden! Der Zirkus musste für die Dauer der Dreharbeiten pausieren. Außerdem wird ausführlich auf jede einzelne im Film vorkommende Figur eingegangen. Die Zwillinge sind wirklich Zwillinge und man bekommt auch mal den kleinen Schauspieler zu sehen, der das unsichtbare Kind verkörpert.

Besonders interessant fand ich, was Ransom Riggs zu sagen hat, der Autor des Romans, welcher dem Film zugrunde liegt. Riggs sammelt alte Fotos und bei vielen weiß er nicht, wer oder was darauf abgebildet ist. Einige der teils recht merkwürdigen Bilder sind im Bonusmaterial zu sehen. Sie sind zur Inspirationsquelle für den Roman geworden. Auf einem Foto ist zum Beispiel eine scheinbar unsichtbare Person zu sehen. Ein anderes zeigt ein kleines Mädchen, das zu schweben scheint. Riggs konnte sich die Bedeutung der Fotos nicht erklären und hat seine Phantasie in Gang gesetzt - so sind die "besonderen Kinder" entstanden.


J. Kreis, 14.02.2018




Gastkommentare


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Hans (17.02.2018):

Den Film habe ich wohl noch vor meinem langen Krankenhausaufenthalt 2016 im Kino gesehen. Jetzt bei deiner Zusammenfassung fallen mir einige Szenen adhoc wieder ein. Ein Film der aus vielen Fantasyplots der letzten Jahre positiv heraussticht. Und ein Happy-End, was bei mir ein Muss bleibt. Mit Dystopien kann ich bekanntlich wenig anfangen.

Leider gibt es von solchen Highlights meistens keine Fortsetzungen während man von solchem m.E. Unfug wie den "Hunger-Games" die volle Palette aller Bücher verfilmt bekommt.

Der Plot ist nichts für ein Mainstream-Publikum, aber für Leute wie mich, die (aus welchen Gründen auch immer) nicht der Otto-Normalverbraucher-Norm entsprechen können war das ein kurzweiliges Kinovergnügen. Davon hätte ich gern mehr, dann würde ich trotz der mittlerweile horrenden Eintrittspreise auch wieder öfter ins Kino gehen. Als ich jung war bin ich mindestens zweimal pro Woche ins Kino. Damals gab es ja auch noch die fast ausgestorbenen Programmkinos.



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