Infestation


Infestation (USA, 2009)

DVD Regionalcode 2, Capelight
Altersfreigabe: FSK 16
Laufzeit: ca. 87 Minuten

Extras
- Audiokommentar von Kyle Rankin
- The Creation of Infestation (20:10 Min.)
- Trailer

Regie:
Kyle Rankin

Hauptdarsteller:
Christopher Marquette (Cooper)
Brooke Nevin (Sara)
E. Quincy Sloan (Hugo)
Wesley Thompson (Albert)
Kinsey Packard (Cindy)
Ray Wise (Ethan)
Linda Park (Leechee)
Deborah Geffner (Maureen)




Inhalt:

Als notorischer Faulenzer und Taugenichts kommt Cooper in seinem neuen Job auf keinen grünen Zweig. Da er sich und seine Kollegen im Call-Center mehr mit albernen Spielen als mit Arbeit beschäftigt, wird er von seiner Chefin Maureen gefeuert. Plötzlich erklingt ein unerträgliches Geräusch. Alle fallen in Ohnmacht. Riesige Käfer erscheinen, hüllen die Menschen in Kokons und stellen sie mit körpereigenem Gift ruhig. Bei Cooper geht die Injektion schief, deshalb erwacht er nach einigen Tagen. Er wird von einem Käfer angegriffen, den er mit Müh und Not abwehren kann. Dann befreit er andere Opfer aus den Kokons und weckt sie auf, unter anderem Maureen. Um Punkte bei ihr zu sammeln, erweckt er auch ihre Tochter Sara, die Maureen abholen wollte und in ihrem Auto von den Käfern überrascht worden ist. Es stellt sich schnell heraus, dass die Käfer die gesamte Stadt erobert haben - vielleicht sogar den ganzen Staat, denn der Strom ist ausgefallen und es gibt keine Rundfunksendungen mehr. Die Käfer sind blind, reagieren aber auf jedes Geräusch. Sie atmen ein rötliches, entflammbares Gas aus. Eine große Wolke dieses Gases ist am Horizont zu sehen: Offenbar haben die Käfer dort ihr Nest. Es gibt auch fliegende Varianten der Käfer, die alle nicht eingesponnenen Menschen dorthin verschleppen.

Als sich die Menschen ins Freie wagen, wird die Gruppe rasch dezimiert. Nur Cooper, Sara, der Hausmeister Albert, dessen schwerhöriger Sohn Hugo, die blonde Sexbombe Cindy und die Studentin Leechee bleiben übrig. Albert wird von einem fliegenden Käfer gestochen. Am nächsten Tag führt Cooper die Gruppe zum Haus seines Vaters Ethan, eines Ex-Soldaten, der einen gut ausgestatteten Bunker eingerichtet hat. Leechee bleibt zurück. Sie will weitere Menschen befreien. Unterwegs begegnet die Gruppe Cindys Bruder, der sich in einen Menschen-Käfer-Hybriden verwandelt hat und seine Schwester angreift. Hugo tötet das grausige Wesen. Als Cindy am Folgetag durchdreht und fliegende Käfer durch lautes Schreien auf die Gruppe aufmerksam machen will, wird sie von Albert erschossen. Die Käfer können besiegt werden, Sara wird jedoch ins Nest entführt. In Ethans Haus verwandelt sich auch Albert in einen Hybriden und muss getötet werden. Ethan wird aus dem Kokon befreit. Er reißt die Führung an sich - sehr zu Coopers Missfallen, denn er hat sich noch nie mit seinem Vater verstanden. Außerdem will er Sara befreien, in die er sich verliebt hat. Er macht sich schließlich allein auf den Weg.

Andere Überlebende nehmen Cooper gefangen, da sie befürchten, dass er sich verwandeln wird. Dasselbe geschieht mit Ethan und Hugo, die Cooper gefolgt sind. Als sich herausstellt, dass Ethan gestochen wurde, kommt es zu einem Handgemenge. Die Entführer werden getötet. Auf Fahrrädern fahren Cooper, Ethan und Hugo zum Nest. Ethan trickst die anderen aus und betritt das Nest allein - er weiß, dass er keine Überlebenschance hat und will nicht, dass sich sein Sohn in Gefahr begibt. Er begegnet Sara, die unverletzt geblieben ist. Sie hat erkannt, dass die Käfer-Königin die verschleppten Menschen frisst und fleißig neue Eier produziert. Auch Cooper und Hugo dringen ins Nest ein. Alle vier begegnen sich. Im Angesicht des Todes versöhnen sich Cooper und Ethan. Cooper vernichtet die Königin mit Plastiksprengstoff aus dem Arsenal seines Vaters. Da das Nest mit dem explosiven Gas gefüllt ist, fliegt das gesamte Gebilde in die Luft. Dabei findet auch Ethan, der sich bereits verwandelt hat, sein Ende. Cooper, Sara und Hugo befreien in der nächsten Zeit weitere Menschen.

Der Film:

Der Film endet mit einem Cliffhanger. Die drei Helden sind gerade dabei, einige Leute auf der Straße aus den Kokons zu befreien, als sie auf etwas aufmerksam werden. Man erfährt nicht, was sie sehen. Noch mehr Käfer vielleicht? Im Audiokommentar verrät der Regisseur, wie der Film ursprünglich enden sollte: Eine große Gruppe von Überlebenden nähert sich, angeführt von Leechee. Dem Regisseur war dieses Ende dann doch zu "gut". Er hofft auf eine Fortsetzung und will sich alle Optionen offen halten.

Ich muss sagen, dass ich mir unter diesem Film etwas anderes vorgestellt hatte. Ich wusste, dass es eine Komödie (aber keine Monsterfilm-Parodie) sein soll, aber ich hatte nicht erwartet, dass sich der Humor weitestgehend im betont albernen Benehmen Coopers, seltsamen Verhaltensweisen anderer Protagonisten, platten Witzen und Slapstick (Menschen, denen der weiße Glibber vernichteter Käfer ins Gesicht fliegt - toll) erschöpfen würde. Untermalt von meist betont "lustiger" Musik, die Leuten wie mir, denen sich die Komik mancher Szenen nicht so ganz erschließt, verdeutlichen soll, dass jetzt gelacht werden darf. Situationskomik und Wortwitz? Fehlanzeige. Die paar wirklich witzigen Szenen reißen es nicht heraus. Sie gehen fast alle aufs Konto von Ray Wise. Auf der einen Seite ist der von ihm gespielte Ethan ein gefühlsarmer Militarist, der gar nicht merkt, wie er seinen eigenen Sohn immer wieder vor den Kopf stößt. Auf der anderen Seite bricht ihm fast das Herz, als er sein in einen Käfer-Hybriden verwandeltes kleines Hündchen sieht...

Was die anderen Schauspieler angeht, so decken sie das ganze Spektrum ab: Von "Nervensäge" (Cooper) über "Eye-Candy" (Sara) bis hin zu "verzichtbar" (Cindy). Was Cindy ausgerechnet von Cooper will, d.h. warum sie sich so aufdringlich an ihn heranmacht und am Ende, als ihr klar wird, dass er sich nur für Sara interessiert, die ganze Gruppe mit in den Untergang reißen will, ist mir schleierhaft geblieben.

Auf der Habenseite kann "Infestation" ein gut umgesetztes Endzeit-Szenario mit menschenleeren Städten und einige ganz nett gemachte Käfer (sowohl Modelle als auch CGI) verbuchen, vor allem, wenn man das niedrige Budget berücksichtigt. Besonders gut haben mir die Käfer-Mensch-Hybriden gefallen. Manche Effekte sehen aber ziemlich schrottig aus. Und leider gibt es einige Längen im Mittelteil, da würde man gern vorspulen. Muss man nicht gesehen haben.

DVD-Features:

Das "Making of" hat zwar nur die übliche hektische Mischung aus Filmszenen, Interviews und kurzen Blicken hinter die Kulissen zu bieten, aber man erhält doch einige interessante Informationen. Zum Beispiel, dass aus Kostengründen in Bulgarien gedreht wurde - hätte ich nicht gedacht! Die Stadt (Sofia) sieht im Film sehr "amerikanisch" aus. Während der Dreharbeiten wurde das Team von einem irrsinnig heftigen Hagel-Gewittersturm überrascht, und der lokale Pyrotechniker ("Zarko der Zerstörer") hat für die Zerstörung des Nests dubiose Sprengstoffe verwendet - die Explosion war dann heftiger als erwartet, und für Sicherheitsvorschriften hat sich niemand interessiert... Außerdem erfährt man, dass die Käfer nach der Idee Kyle Rankins aus dem All kommen: Ihr Nest ist so eine Art Asteroid, der auf die Erde gestürzt ist. Im Film bleibt dieser Punkt unklar.

Screenshots


Infestation

Eine Standard-Situation in Monsterfilmen.


Infestation

Cindy und Hugo im Kampf gegen ein Mensch-Käfer-Hybridwesen


Infestation

Cooper und Sara


Infestation

Wenn man Riesenkäfer plättet, sollte man immer Kleenex griffbereit haben!


Infestation

Das Nest. Einer der eher mauen Effekte des Films.


J. Kreis, 03.09.2011




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