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Vier Fäuste für ein Halleluja Vier Fäuste für ein Halleluja (Italien 1971)
- ...continuavano a chiamarlo Trinità -

DVD - Regionalcode 2, e-m-s
FSK: 12
Laufzeit: ca. 113 Minuten

Extras:
Texttafeln mit Biografien der Darsteller, Bildergalerie, Trailer zu anderen Filmen

Regie:
E.B. Clucher (Enzo Barboni)

Hauptdarsteller:
Terence Hill (Trinity)
Bud Spencer (Bambi)




Inhalt:

Trinity und Bambi müssen ihrem Vater versprechen, gute Banditen zu werden. Bambi hat sich schon als Pferdedieb einen Namen gemacht und wird steckbrieflich gesucht, Trinity ist dagegen ein eher harmloser Herumtreiber, der allenfalls mal andere böse Buben um deren Habe - oder auch nur um eine Pfanne mit Baked Beans - erleichtert. So machen die beiden ungleichen Brüder sich auf, um üble Taten zu begehen. Es dürfte klar sein, dass daraus nichts wird, denn die beiden haben ein viel zu weiches Herz. Als sie eine Siedlerfamilie überfallen wollen, wird daraus eher eine Hilfsaktion: Der bärenstarke Bambi montiert ein neues Rad an den liegengebliebenen Planwagen der Familie und gibt den armen Leuten sogar etwas Geld, Trinity verliebt sich in die junge Tochter.

In der Westernstadt Tascoa kommen die Brüder einer Schmugglerbande auf die Schliche. Bambi und Trinity geben sich als Regierungsbeamte aus und fühlen dem Ganoven Parker auf den Zahn. Der "spendet" nämlich regelmäßig hohe Geldsummen an ein nahes Kloster. Von den Mönchen erfahren Bambi und Trinity die Wahrheit: Das Geld kommt keineswegs dem Kloster zugute, sondern einigen Banditen, die Waffen schmuggeln. Gerade wurden erst wieder 50.000 Doller im Kloster deponiert. Den Zaster möchte Bambi sich natürlich gern unter den Nagel reißen und er schreckt auch nicht davor zurück, es mit der ganzen Bande aufzunehmen.

Leider kommt gerade dann, als Bambi und Trinity die ganzen bösen Buben ordentlich verprügelt haben, die Kavallerie angeritten. Dem Kommandanten der Texasranger kommt Bambis Gesicht irgendwie bekannt vor, aber er geht dem nicht weiter nach, als Trinity so tut, als hätten sie das Geld nur sicherstellen wollen, um es ordnungsgemäß abzuliefern. So wird es natürlich nichts mit dem Leben als Bandit, die Brüder sind nach dem Abenteuer wieder so blank wie zuvor...

Der Film:

Ich weiß nicht warum, aber ich habe Filme mit Bud Spencer und Terence Hill schon immer gemocht, und "Vier Fäuste für ein Halleluja" ist womöglich mein Favorit. Dies ist eine Art Fortsetzung von Die rechte und die linke Hand des Teufels aus dem Jahre 1970. Im Gegensatz zu "Die rechte und die linke Hand des Teufels" wurde "Vier Fäuste für ein Halleluja" neu synchronisiert, als die Erfolgswelle der typischen Bud-Spencer-und-Terence-Hill-Prügelfilme so richtig ins Rollen kam. Außerdem wurde der Film neu geschnitten, so dass die DVD-Version (die mit der allseits bekannten TV-Ausstrahlung identisch ist) einige Minuten kürzer ist als die Urfassung. Allerdings ist sie durch die neue Vertonung auch lustiger als die Urfassung. Ich mag einfach diese bescheuerten Dialoge:

Trinitiy trifft einen Banditen, der zuvor von Bambi eine Kopfnuß bekommen hat.
Bandit: "Stöhn, Stöhn, Stöhn"
Trinity: "Ist das Asthma oder Leidenschaft?"
Bambi und Trinity in einem Nobelrestaurant. Der Kellner flambiert Crepes - die Brüder springen auf und löschen das Feuer. "Wer hat gesagt, daß er den Kuchen anzünden soll?"

Die Story ist zweitrangig. Der Film gewinnt seinen Reiz durch das Zusammenspiel der Hauptdarsteller, die unvermeidlichen saftigen Massenprügeleien und diverse bizarre Szenen. Besonders gefallen haben mir z.B. die Szenen im versifften Elternhaus der beiden sympathischen Tunichtgute. Anderes Beispiel: Trinity verteilt Ohrfeigen an einen Revolverhelden im Saloon und schnappt sich immer dessen Colt, bevor der verwirrt guckende Finsterling ihn selbst ziehen kann. Das geht ein paar Minuten lang so weiter...

Meine Empfehlung: Hirn abschalten und genießen!

Die DVD:

Der Silberling bietet ein interessantes Feature: Man kann von einem einzigen Menü aus direkt auf jeden einzelnen Programmpunkt zugreifen und muß sich nicht erst durch zahlreiche Untermenüs hangeln. Leider sind die Extras (siehe oben) so spärlich, dass man diesen Direktzugriff eigentlich gar nicht braucht...

Update dieser Review: 13.01.2008
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