Game of Thrones


Game of Thrones - Siebte Staffel (USA, 2017)

Blu-ray, Warner Home Video / HBO Home Entertainment
Altersfreigabe: FSK 16
Laufzeit: Siehe Einzelepisoden

Extras
- Episodenführer
- Rückblick und Vorschau zu allen Episoden
- Legenden und Überlieferungen
- Audiokommentare
- Von der Phantasie zur Realität: Ein Einblick ins Art Department (46:25 Min.)
- Feuer & Stahl: Die Entstehung der Belagerung von Westeros (30:02 Min.)
- Game of Thrones: Conquest & Rebellion (44:47 Min.)

Einige Hauptfiguren und ihre Darsteller:
Daenerys Targaryen (Emilia Clarke), letzte Erbin des Hauses Targaryen, die Mutter der Drachen
Sansa Stark (Sophie Turner), älteste Erbin des Hauses Stark
Arya Stark (Maisie Williams), Sansas jüngere Schwester
Jon Snow (Kit Harington), Sansas und Aryas illegitimer Halbbruder, der König des Nordens
Brandon Stark (Isaac Hempstead Wright), Sansas und Aryas Bruder, der "dreiäugige Rabe"
Cersei Baratheon (Lena Headey), Witwe von König Robert Baratheon
Jaime Lannister, genannt "Der Königsmörder" (Nikolaj Coster-Waldau), Cerseis Bruder und Geliebter
Tyrion Lannister (Peter Dinklage), Jaimes jüngerer Bruder
Jorah Mormont (Iain Glen), ein verbannter Ritter
Samwell Tarly (John Bradley), ein Novize der Citadel
Davos Seaworth, genannt "der Zwiebelritter" (Liam Cunningham), Jon Snows Berater
Melisandre (Carice van Houten), eine Rote Priesterin
Petyr Baelish, genannt "Littlefinger" (Aidan Gillen), Witwer von Lady Lysa Arryn
Theon Greyjoy (Alfie Allen), letzter Sohn von König Balon Greyjoy
Yara Greyjoy (Gemma Whelan), Tochter von Balon Greyjoy
Euron Greyjoy (Pilou Asbaek), jüngerer Bruder von Balon Greyjoy
Brienne von Tarth (Gwendoline Christie), ein weiblicher Ritter
Ebrose (Jim Broadbent), ein Erzmaester der Citadel




Inhalt:

Die Box enthält alle sieben Episoden der siebten Staffel der Fernsehserie Game of Thrones.

Zur Vorgeschichte siehe sechste Staffel.

Achtung! Die folgenden Inhaltsangaben enthalten massive Spoiler!

7.1: Drachenstein (Dragonstone) - 58:40 Min.
Regie: Jeremy Podeswa

Brandon Stark und Meera Reed erreichen die Mauer. Durch seine Visionen weiß Bran, dass die Weißen Wanderer und die Armee der Toten ebenfalls nach Süden vorrücken. Jon Snow ist sich dieser Tatsache bereits bewusst. Er ordnet an, dass die Wildlinge die besonders exponierten Festungen entlang der Mauer bemannen und dass alle waffenfähigen Personen - auch Frauen - für den Kampf ausgebildet werden. Waffen aus Drachenglas sind für den bevorstehenden Krieg entscheidend. Deshalb soll verstärkt nach diesem Material gesucht werden. Es kommt zu Spannungen zwischen Jon und seiner Halbschwester Sansa Stark, denn Sansa stellt Jons Entscheidung in Frage, die Umbers und Karstarks nicht aus ihren Stammsitzen zu vertreiben. Die Oberhäupter dieser Häuser, die sich gegen Jon gestellt haben, sind tot und Jon sieht nicht ein, warum er ihre Nachkommen für einen Verrat bestrafen sollte, den sie nicht begangen haben. Alys Karstark and Ned Umber schwören ihm Treue, was allgemein wohlwollend zur Kenntnis genommen wird. Ein Rabe bringt eine Nachricht aus King's Landing. Jon soll vor Königin Cersei Baratheon das Knie beugen oder als Verräter sterben. Jon glaubt, dass die Armee der Lannisters keine Gefahr für den Norden darstellt.

Sandor Clegane hat sich der Bruderschaft ohne Banner angeschlossen. Er möchte wissen, warum Beric Dondarrion immer wieder zum Leben erweckt wird. Das weiß der Ritter selbst nicht, doch Thoros von Myr kann Sandor zumindest zeigen, wogegen sie kämpfen. Er fordert Sandor auf, in die Flammen zu blicken. Sandor sieht die auf die Mauer zumarschierende Armee der Toten. Arya Stark nutzt ihre Fähigkeit, in der Gestalt von Personen aufzutreten, die sie getötet hat, um alle erwachsenen männlichen Nachkommen Walder Freys zu vergiften. Die Frauen werden verschont. Um ihre Todesliste weiter abarbeiten zu können, macht sich Arya auf den Weg nach King's Landing. Unterwegs wird sie von einigen Lannister-Soldaten freundlich aufgenommen, obwohl sie verkündet, sie wolle die Königin töten. Das ist nicht die einzige Gefahr, die Cersei droht. Sie sieht sich von Feinden umzingelt und zieht deshalb ein Bündnis mit Euron Greyjoy in Betracht, der mit seiner 1000 Schiffe umfassenden Flotte nach King's Landing gekommen ist. Euron fordert Cerseis Hand zum Lohn für seine Dienste. Als die Königin ablehnt, verspricht Euron, ihr ein ganz besonderes Geschenk zu bringen, mit dem er seine Vertrauenswürdigkeit unter Beweis stellen will.

Samwell Tarly wurde als Novize der Citadel aufgenommen, muss aber niederste Tätigkeiten verrichten und darf die den Maestern vorbehaltenen Bereiche der großen Bibliothek nicht betreten. Sam betreut einige Kranke, darunter Jorah Mormont, dessen Grauschuppen sich weiter ausgebreitet haben. Erzmaester Ebrose glaubt Sams Geschichte vom bevorstehenden Angriff der Weißen Wanderer, ist aber davon überzeugt, dass die Mauer ausreichenden Schutz bietet. Sam verschafft sich heimlich Zutritt zur Bibliothek und "leiht" Bücher aus, denen er entnehmen kann, dass die Festung Dragonstone (einst Stannis Baratheons Heim) auf einem Berg aus Drachenglas errichtet wurde. Diese Information lässt er Jon zukommen. Dragonstone wird in diesen Tagen von Daenerys Targaryen in Besitz genommen, die das Meer mit ihrer Streitmacht und den Drachen überquert hat. Die Festung war einst der Stammsitz des Hauses Targaryen und soll zum Ausgangspunkt der Rückeroberung von Westeros werden.

7.2: Sturmtochter (Stormborn) - 58:05 Min.
Regie: Mark Mylod

Die Nachricht über Daenerys' Ankunft hat sich schnell in Westeros verbreitet. Noch weiß niemand, was von ihr zu halten ist. Um die unentschlossenen Lords (insbesondere Randyll Tarly, der noch zum mit den Lannisters verfeindeten Haus Tyrell steht) auf ihre Seite zu ziehen, bemüht sich Cersei, Daenerys als grausame Tyrannin darzustellen; nicht ganz zu Unrecht, hat Daenerys doch in Meereen gezeigt, dass sie nicht vor der Tötung von Adligen zurückschreckt. Tarly weiß jedoch aus eigener Erfahrung, welches Machtmittel ein Drache darstellt - und Daenerys kann drei ausgewachsene Drachen ins Feld führen. Drachen sind nicht unverwundbar, wie Qyburn demonstriert, indem er Cersei eine Balliste testen lässt. Das Projektil durchschlägt den in den Katakomben aufbewahrten Schädel des größten je dagewesenen Drachen mühelos.

Daenerys hat keineswegs vor, Tod und Verderben über die sieben Königslande zu bringen. Sie könnte King's Landing mit all ihrer Macht erobern, doch dabei würden Tausende sterben. Stattdessen soll Cersei durch eine Belagerung mit den Truppen der Tyrells und Martells zur Aufgabe gezwungen werden. Gleichzeitig sollen die Unbefleckten Casterly Rock erobern, den Stammsitz des Hauses Lannister. Die Rote Priesterin Melisandre wird bei Daenerys vorstellig und schlägt ein Bündnis mit dem König des Nordens vor. Tyrion spricht für Jon und erhält die Erlaubnis, ihn nach Dragonstone zu bestellen. Dort soll er Daenerys Treue schwören. Gegen den Widerstand seiner Gefolgsleute, die die Einladung für eine Falle halten, macht sich Jon mit Ser Davos Seaworth auf den Weg nach Süden, denn er braucht Drachenglas zur Herstellung von Waffen, außerdem könnte sich Drachenfeuer als höchst wirkungsvoll gegen die Untoten erweisen. In Jons Abwesenheit soll Sansa über den Norden herrschen.

Erzmaester Ebrose hält Jorahs Grauschuppenkrankheit für zu weit fortgeschritten und unheilbar. In spätestens sechs Monaten wird er kein Mensch mehr sein. Jorah soll sich selbst töten oder Oldtown verlassen, um den Rest seines Lebens in den Ruinen von Valyria zu verbringen. Sam ist anderer Ansicht. In alten Schriften ist er auf eine erfolgversprechende (wenn auch extrem schmerzhafte) Behandlungsmöglichkeit gestoßen, die er insgeheim anwendet. Von einem alten Freund erfährt Arya, dass die Boltons aus Winterfell vertrieben wurden. Sie gibt ihren Plan zur Ermordung Cerseis vorerst auf und wendet sich nach Norden. Unterwegs wird sie von einem Wolfsrudel eingekreist, das von Nymeria angeführt wird, Aryas Schattenwölfin. Das riesige Tier erkennt seine ehemalige Herrin und verschont sie, schließt sich Arya aber nicht wieder an.

Euron führt einen Überraschungsangriff auf die Flotte seiner Nichte Yara, tötet Ellaria Sands Stieftöchter und nimmt Yara gefangen. Auch Ellaria und ihre Tochter Tyene fallen den Eisenmännern in die Hände. Yaras Bruder Theon kämpft tapfer, doch als er mit ansehen muss, wie die Eisenmänner ihren besiegten und teils noch lebenden Gegnern Ohren und Zungen als Trophäen abschneiden, verlässt ihn der Mut und er springt ins Wasser. Somit gehört er zu den wenigen Überlebenden der Seeschlacht.

7.3: Die Gerechtigkeit der Königin (The Queen's Justice) - 62:24 Min.
Regie: Mark Mylod

Wie versprochen bringt Euron ein Geschenk für Cersei nach King's Landing: Ellaria und Tyene. Yara behält er für sich selbst. Cersei hält Euron nun für vertrauenswürdig, willigt aber vorerst nicht in die von ihm angestrebte Ehe ein. Zuerst muss der Krieg gewonnen werden. Cersei nimmt Rache für Myrcellas Tod, indem sie Tyene dasselbe Gift verabreicht, dem Myrcella zum Opfer gefallen ist. Ellaria soll den Rest ihres Lebens damit verbringen, dem langsamen Sterben und Verwesen ihrer Tochter zuzusehen. Cersei wird von einem Gesandten der Bank von Braavos aufgesucht, der sie auffordert, die exorbitanten Schulden der Lannisters zu begleichen. Cersei verspricht, dass alle Forderungen binnen vierzehn Tagen erfüllt sein werden. Zwar wird Casterly Rock von den Unbefleckten erobert, doch dieser Verlust wiegt nicht schwer, weil die dortigen Goldminen längst erschöpft sind. Die Unbefleckten stoßen auf wenig Widerstand, denn Cerseis Bruder Jaime Lannister führt den größten Teil der Armee sowie die Streitmacht der Tarlys nach Highgarden und nimmt den Stammsitz des Hauses Tyrell im Handstreich. Olenna Tyrell wird gezwungen, Gift zu nehmen. Mit ihren letzten Worten gesteht sie, verantwortlich für den Tod von Cerseis und Jaimes Sohn Joffrey zu sein. Eurons Eiserne Flotte erscheint vor Casterly Rock und vernichtet die Schiffe der Unbefleckten, so dass diese vorerst in der strategisch unbedeutenden Burg festsitzen.

Brandon Stark, der letzte männliche Nachkomme von Lord Eddard Stark und somit legitimes Oberhaupt des Hauses Stark, kehrt nach Winterfell zurück. Dort suchen inzwischen viele Menschen aus dem in Eis und Schnee versinkenden Norden Zuflucht. Bran hat sich sehr verändert. Als Nachfolger des "Dreiäugigen Raben" hat er Kenntnis von allem, was je geschehen ist - auch in Sansas Hochzeitsnacht. Er hat kein Interesse daran, sein Erbe anzutreten. Es ist Sam gelungen, das gesamte erkrankte Gewebe von Jorahs Haut zu lösen. Erzmaester Ebrose konstatiert, dass keine Anzeichen der Grauschuppenkrankheit mehr vorhanden sind. Jorah darf die Citadel verlassen. Sam hat gegen die Anweisungen des Erzmaesters verstoßen, doch das erwartete Donnerwetter bleibt aus. Ebrose ist beeindruckt von den Fähigkeiten des Novizen. Zu einem Lob lässt er sich aber nicht herab. Immerhin muss Sam nun keine Bettpfannen mehr putzen. Stattdessen soll er alte Schriften kopieren.

Melisandre beabsichtigt nach Volantis zu reisen. Lord Varys, der jetzt zu Daenerys' Beratern gehört, legt ihr nahe, nie mehr zurückzukommen. Sie behauptet jedoch, es sei ihr - und Varys - vorherbestimmt, in Westeros zu sterben. Jon wird bei Daenerys vorstellig, allerdings nicht, um ihr Treue zu schwören, sondern um Unterstützung im Kampf gegen den Nachtkönig anzufordern. Daenerys hält die Geschichte von Weißen Wanderern und wandelnden Toten für wenig glaubwürdig. Ihr oberstes Ziel ist nach wie vor die Festigung der Herrschaft über Westeros, was Jon für Zeitverschwendung hält. Daenerys bezeichnet Jons Unabhängigkeitsbestrebungen als offene Rebellion. Jon wird deshalb als "Gast" in Dragonstone festgehalten. Daenerys gestattet den Abbau von Drachenglas und stellt sogar die hierfür benötigten Arbeitskräfte.

7.4: Kriegsbeute (The Spoils of War) - 49:25 Min.
Regie: Matt Shakman

Arya kommt nach Hause. Bran hat zuvor jenen Dolch aus valyrischem Stahl von Lord Petyr Baelish als Geschenk erhalten, mit dem er seinerzeit hätte ermordet werden sollen. Bran hat keine Verwendung dafür, er überlässt Arya die Waffe. Die junge Frau stellt ihre Kampfkünste im Training mit Brienne von Tarth unter Beweis. Sansa stellt fest, dass sich nicht nur Bran tiefgreifend verändert hat; auch Arya ist ein völlig anderer Mensch geworden. Meera verlässt Winterfell. Sie möchte bei ihrer Familie sein, wenn die Weißen Wanderer angreifen. Zutiefst enttäuscht muss sie zur Kenntnis nehmen, dass Bran nicht mehr als ein "Dankeschön" für sie übrig hat.

Jaime hat Wagenladungen voller Gold und Vorräte erbeutet. Das Gold gelangt sicher nach King's Landing, so dass Cersei den Gesandten der Bank von Braavos auszahlen kann. Einem neuen Kredit steht somit nichts im Wege. Mit diesem Geld könnte Cersei die Goldene Kompanie anwerben, eine mächtige Söldnerarmee aus Essos. Jon führt Daenerys in eine Höhle unter der Burg Dragonstone. Dort gibt es nicht nur gewaltige Drachenglasvorkommen, sondern auch uralte Wandmalereien, die vor tausenden von Jahren von den Kindern des Waldes angefertigt worden sind. Die Bilder berichten vom gemeinsamen Kampf der Kinder des Waldes und der Menschen gegen die Weißen Wanderer. Endlich schenkt Daenerys Jons Geschichte Glauben. Sie wird für ihn kämpfen, aber er soll das Knie vor ihr beugen.

Nachdem Daenerys die schlechten Nachrichten über den Kriegsverlauf erhalten hat, steht sie kurz davor, King's Landing doch noch mit ihren Drachen anzugreifen. Tyrion und Jon stimmen sie um. Würde sie so vorgehen, dann wäre sie nur eine weitere Gewaltherrscherin. Jon meint, sie sei mehr als das - eine Königin, die die Welt zum Besseren verändern kann. Mit dem einzigen Schiff, das den Angriff der Eisernen Flotte überstanden hat, trifft Theon bei Dragonstone ein. Er bittet um Hilfe bei der Befreiung seiner Schwester, doch Daenerys ist zurzeit nicht anwesend. Sie führt eine Attacke der Dothraki auf Jaimes Truppen an, die zurzeit damit beschäftigt sind, Vorräte zu sammeln.

Gegen die Reiterhorde hätten sich die Lannisters und Tarlys vielleicht verteidigen können, aber Daenerys bringt Drogon zum Einsatz. Unzählige Soldaten verbrennen im Drachenfeuer. Pfeile prallen von der Schuppenhaut des Ungeheuers ab, ohne Schaden anzurichten. Bronn feuert die von Qyburn konstruierte Balliste auf Drogon ab. Das erste Geschoss geht fehl, doch das zweite schlägt in die rechte Schulter des Drachen ein. Das angeschlagene Tier landet. Jaime sieht seine Chance gekommen, Daenerys zu töten. Doch Drogon ist nur verwundet, nicht außer Gefecht. Er spuckt Feuer auf Jaime, der in letzter Sekunde von Bronn zur Seite gerissen wird. Beide stürzen ins Wasser.

7.5: Ostwacht (Eastwatch) - 58:30 Min.
Regie: Matt Shakman

Nachdem Jaime die Kampfkraft der Dothraki aus erster Hand erfahren und gesehen hat, was ein einziger Drache anrichten kann, steht für ihn fest, dass Daenerys nicht mit militärischen Mitteln besiegt werden kann. Jaime und Bronn sind dem Gemetzel mit knapper Not entkommen, doch der größte Teil ihrer Armee wurde vernichtet. Einige Soldaten der Lannisters und Tarlys, auch Lord Randyll Tarly und sein Sohn Dickon, haben überlebt, sind aber in Gefangenschaft geraten. Daenerys fordert sie auf, sich ihr zu unterwerfen oder zu sterben. Nur Lord Tarly und sein Sohn entscheiden sich für letzteres. Daenerys zeigt keine Gnade. Sie tötet die beiden vor aller Augen mit Drachenfeuer, was Tyrion und Varys gar nicht behagt. Daenerys stellt fest, dass sich Drogon Jon gegenüber erstaunlich friedlich verhält. Das gigantische Tier lässt sich von Jon streicheln.

Anschließend wird Kriegsrat gehalten, an dem auch Jorah teilnimmt, der wie befohlen geheilt zu seiner Königin zurückgekehrt ist und von ihr herzlich willkommen geheißen wurde. Von Bran hat Jon die Nachricht erhalten, dass sich die Armee der Toten der Festung Eastwatch am östlichen Ende der Mauer nähert. Nur mit vereinten Kräften könnten Jon und Daenerys die bevorstehende Attacke zurückschlagen, doch Daenerys ist durch den Krieg im Süden gebunden. Tyrion kommt auf die Idee, dass man Cersei buchtsäblich vor Augen führen muss, was im Norden vor sich geht, um ihre Unterstützung zu gewinnen. Ein kleiner Trupp soll deshalb versuchen, einen Totenkrieger gefangen zu nehmen. Tyrion und Davos reisen nach King's Landing. Während sich Tyrion heimlich mit Jaime trifft, um ein Gespräch mit Cersei anzubahnen, stattet Davos dem Schmied Gendry einen Besuch ab. Robert Baratheons Bastard hat es satt, Waffen für die Lannisters herzustellen. Er fährt mit Tyrion und Davos nach Dragonstone, wo er sich Jon zu erkennen gibt.

Jaime versucht Cersei zu Verhandlungen mit Daenerys zu bewegen. Sie glaubt die Geschichten von wandelnden Toten nach wie vor nicht und hat andere Pläne, zumal sie wieder von Jaime schwanger ist. Diesmal will sie öffentlich bekanntmachen, wer der Vater ihres Kindes ist. Auch in der Citadel wird die von Bran in alle Königslande geschickte Nachricht vom Vormarsch des Nachtkönigs mit größter Skepsis und Spott aufgenommen. Sam erkennt, dass von den Erzmaestern keine Hilfe zu erwarten ist. Eines Nachts stiehlt er alle Bücher, die er zu brauchen glaubt, aus der Bibliothek und verlässt Oldtown mit seiner kleinen Familie. In Winterfell stehen die Dinge nicht zum Besten. Die Lords sprechen gegen ihren abwesenden König und Sansa unternimmt nichts zu seiner Verteidigung. Arya argwöhnt, dass ihre Schwester selbst die Macht übernehmen will und glaubt Beweise dafür gefunden zu haben, dass Lord Baelish dahintersteckt. Littlefinger hat längst bemerkt, dass Arya ihm nachspioniert. Das macht er sich zunutze.

Jon, Jorah, der Wildling Tormund Riesentod und Gendry bereiten sich in Eastwatch auf eine Expedition jenseits der Mauer vor. Sie erhalten unerwartete Verstärkung. Beric, Thoros und Sandor sind den Wildlingen in die Hände gefallen. Sie erklären, dass sie dieselben Ziele verfolgen wie Jon. Gemeinsam durchqueren alle sieben und einige Wildlinge die Mauer.

7.6: Jenseits der Mauer (Beyond the Wall) - 70:03 Min.
Regie: Alan Taylor

Littlefinger hat Arya eine Nachricht zugespielt, die Sansa vor Jahren unter Zwang verfasst hat. Darin bezeichnet Sansa ihren Vater als Verräter, spricht von ihrem "geliebten Joffrey" und fordert ihren Bruder Robb auf, nach King's Landing zu kommen. Arya wirft Sansa vor, sie habe ihre Familie verraten und wolle Jon entmachten. Sansa kann ihre Schwester nicht davon überzeugen, dass sie den Brief nur geschrieben hat, weil sie glaubte, ihren Vater auf diese Weise retten zu können. Wie von Littlefinger erhofft wendet sich Sansa ratsuchend an ihn. Cersei lädt Sansa nach King's Landing ein. Sansa geht von einer Falle aus und schickt Brienne als Vertreterin. Sansa durchsucht das Zimmer ihrer Schwester, denn die kompromittierende Nachricht darf den Lords des Nordens nicht bekannt gemacht werden. Sie findet stattdessen die von Arya geraubten Gesichter. Arya kommt hinzu, erklärt, was es mit den Gesichtern auf sich hat und sagt, dass sie dasselbe mit Sansa machen könnte.

Jons Expedition steht unter keinem guten Stern. Im Kampf gegen verschiedene untote Kreaturen sterben einige Männer, darunter Thoros. Zwar gelingt es ihnen, einen Weißen Wanderer zu vernichten und einen Untoten gefangen zu nehmen, doch sie werden auf einer kleinen Insel inmitten eines zugefrorenen Sees von einer gewaltigen Übermacht eingekesselt. Der Nachtkönig und einige weitere Weiße Wanderer kommen hinzu. Das Eis trägt die Untoten nicht. Sie brechen ein und können die Insel nicht erreichen, aber es wird immer kälter. Die Untoten müssen also nur warten, bis der See wieder zugefroren ist. Gendry wird in letzter Minute zur Mauer zurückgeschickt, wo er mehr tot als lebendig ankommt. Ein Hilferuf wird an Daenerys übermittelt. Sie trifft mit ihren Drachen gerade rechtzeitig ein, um Jons auf aussichtslosem Posten kämpfenden Trupp zu retten. Unzählige Untote vergehen im Drachenfeuer. Jorah, Tormund, Beric und Sandor klettern auf Drogons Rücken. Doch der Nachtkönig schlägt zurück. Er schleudert einen Speer aus Eis auf Viserion und tötet den Drachen.

Jon bleibt zurück, um die Flucht seiner Freunde zu decken, und stürzt ins eiskalte Wasser. Er kann sich an Land retten, doch er steht nun allein dem Heer der Untoten gegenüber. Sein Onkel Benjen Stark erscheint, vernichtet einige Untote und überlässt Jon sein Pferd. Jon entkommt. Benjen wird von den Untoten überwältigt. Halb erfroren erreicht Jon die Festung Eastwatch. Daenerys wacht an seinem Krankenlager, bis er sich erholt hat. Sie weiß nun, dass Jons Berichte von der Armee der Untoten nur zu wahr sind, und schwört, dass sie an seiner Seite gegen den Nachtkönig kämpfen wird. Jon wiederum bezeichnet Daenerys als seine Königin. Allerdings sind noch andere Gefühle im Spiel.

Der Nachtkönig reanimiert Viserion.

7.7: Der Drache und der Wolf (The Dragon and the Wolf) - 79:50 Min.
Regie: Jeremy Podeswa

Jon, Daenerys und ihr Gefolge reisen nach King's Landing, um den Untoten zu präsentieren. Das geschieht in den Ruinen der Drachengrube. Die tobende Kreatur versucht auch dann noch anzugreifen, als Sandor sie in zwei Hälften hackt. Die beabsichtigte Wirkung wird nicht verfehlt. Nun kennen alle Kontrahenten das Ausmaß der im Norden aufmarschierenden Bedrohung. Nachdem Euron erfahren hat, dass die Untoten nicht schwimmen können, befiehlt er die Rückkehr seiner Flotte zu den Iron Islands. Dort kann er die Invasion des Nachtkönigs in Sicherheit aussitzen. Cersei stimmt einem Waffenstillstand und dem Rückzug ihrer Truppen in den Süden unter der Voraussetzung zu, dass Jon, der König des Nordens, im Kampf um den Eisernen Thron neutral bleiben wird. Jon müsste lügen, würde er diese Bedingung akzeptieren, denn er hat Daenerys bereits Treue geschworen. Somit bricht Cersei die Verhandlungen ab.

Obwohl er weiß, dass er sein Leben aufs Spiel setzt, spricht Tyrion allein mit seiner Schwester. Er erkennt, dass sie schwanger ist. Cersei verzichtet darauf, die lang ersehnte Rache an ihm zu vollstrecken. Stattdessen lässt sie sich sogar dazu bewegen, Daenerys zu unterstützen. In einem zweiten Treffen der Königinnen erklärt Cersey, ihre gesamte Armee werde in den Norden ziehen und gegen die Armee der Toten kämpfen. Jaime bereitet umgehend die Mobilmachung vor, wird aber von Cersei zurückgepfiffen. Ihre Kooperationsbereitschaft war nur vorgetäuscht. In Wahrheit ist Euron auf dem Weg nach Essos, um die bereits angeheuerte Goldene Kompanie nach Westeros zu holen. Cersei glaubt, dass sich die Streitkräfte ihrer Feinde und des Nachtkönigs so sehr gegenseitig dezimieren werden, dass sie es mit dem geschwächten Sieger aufnehmen kannn. Jaime sieht das anders und weigert sich, einen solchen Verrat zu begehen. Cersei droht ihm mit der Exekution, geht dann aber doch nicht so weit. Jaime verlässt King's Landing.

Jon und Theon sprechen sich aus. Jon vergibt Theon und lässt ihn ziehen, damit er seine Schwester Yara retten kann, die sich immer noch in Eurons Gewalt befindet. Die letzten auf Yaras Seite stehenden Eisenmänner sind nicht bereit, dem Schwächling zu folgen. Dass er kein solcher ist, stellt Theon unter Beweis, indem er den Wortführer im Zweikampf erschlägt. Die anderen werden nun für Theon und Yara kämpfen. Daenerys und Jon reisen nach Winterfell. Das Volk soll sehen, dass die Drachenkönigin und der König des Nordens Seite an Seite stehen. Die beiden sind mehr als nur Verbündete; sie schlafen miteinander. Noch wissen sie nicht, dass sie Verwandte sind. Sam, der in Winterfell eintrifft, spricht mit Bran über dieses Thema. In einer seiner Visionen hat Bran erfahren, dass Jon nicht Eddard Starks Sohn ist, sondern das von Prinz Rhaegar Targaryen gezeugte Kind von Eddards Schwester Lyanna. In den Aufzeichnungen eines Hohen Septons hat Sam eine ebenso wichtige Information entdeckt. Rhaegar hat Lyanna damals keineswegs entführt und vergewaltigt. Die beiden haben sich geliebt und wurden heimlich vermählt, nachdem Rhaegars Ehe mit einer Adligen aus Dorne annulliert worden war. Somit ist Jon, nicht Daenerys, der rechtmäßige Erbe des Eisernen Throns. In weiteren Visionen sieht Bran, dass Sam die Wahrheit gesagt hat. Jons wahrer Name lautet Aegon Targaryen.

Littlefinger redet Sansa ein, Arya beabsichtige sie zu töten, um die Macht in Winterfell zu übernehmen. Schließlich klagt Sansa tatsächlich jemanden vor allen Lords des Nordens als Verräter und Mörder an - aber nicht Arya, sondern Littlefinger. Sansa hat all seine Ränke durchschaut, nicht zuletzt mit der Hilfe ihres Bruders, der alles sehen kann, was jemals geschehen ist und gerade geschieht. Es wird klar, dass Littlefinger hinter dem Mord an Lord Jon Arryn steckt, der überhaupt erst zur jetzigen Situation und zu Eddard Starks Hinrichtung geführt hat. Dies war nur die erste Untat von vielen, bis hin zur Auslieferung Sansas an die Boltons. Niemand ergreift Partei für den Ränkeschmied. Arya vollstreckt die Todesstrafe.

Die Armee der Toten erreicht Eastwatch. Der Nachtkönig erscheint auf dem Rücken des untoten Drachen Viserion. Mit blauem Feuer schlägt die Bestie eine Bresche in die Mauer, bis die gesamte ins Meer ragende Sektion des gewaltigen Bauwerks in sich zusammenbricht. Nun steht dem Vormarsch der Untoten nichts mehr im Wege.


Kringels Meinung

Achtung! Der folgende Text enthält massive Spoiler!

Und wieder singe ich das gleiche nur leicht abgewandelte Loblied aus meinen bisherigen Kommentaren. Ich bin nach wie vor der Ansicht, dass es keine bessere Fernsehserie gibt als "Game of Thrones", dass es nie eine bessere gegeben hat und auf lange Sicht keine bessere geben wird. Die Serie hat Maßstäbe gesetzt und tut dies weiterhin, sowohl was den für die Produktion betriebenen Aufwand angeht, als auch hinsichtlich dessen, was an komplex verwickelter Handlung, Sex und Gewalt im Fernsehen gezeigt werden kann. Jede einzelne Episode hat Blockbusterqualität. Schauspielerische Leistungen, Action, Storytelling, reale/eigens gebaute/per CGI kreierte Schauplätze, Ausstattung, Kostüme, Spezialeffekte - das alles muss sich vor aktuellen Kinofilmen nicht verstecken. Tatsächlich habe ich im Kino in letzter Zeit so manchen Film gesehen, der nicht an das Niveau von "Game of Thrones" herankommt. Unglaublich heftige Schlachten zu Lande (Dothraki im Sturmangriff!), zu Wasser (Euron vs. Yara!!) und in der Luft (Drachen!!!), wundervolle, immer neue Schauplätze (Oldtown, Casterly Rock, Highgarden und Dragonstone, wie wir es bisher noch nicht kannten), intensive Szenen wie Sansas/Aryas Rache an Littlefinger - das alles stellt so manche seelenlose Hollywood-Großproduktion problemlos in den Schatten.

Ganz besonders gefällt mir, dass sich Drehbuchautoren und Regisseure trotz der mit Handlung und Action vollgepackten Episoden immer wieder Zeit für gute Dialoge, Charakterszenen und dergleichen nehmen. Zum Beispiel hat Varys in Episode 2 eine gute Szene, in der er sich nicht von Daenerys einschüchtern lässt, sondern ihr klar sagt, dass es für ihn keine blinde Loyalität gibt und dass er sich gegen sie wenden werde, sollte sie dem Reich Schaden zufügen. Danys Reaktion ist ebenso gut. Sie findet das nämlich in Ordnung, fordert aber von Varys, dass er es ihr dann ins Gesicht sagen soll. In Episode 1 gibt es einen herrlichen Zusammenschnitt von Szenen, in denen Sam x-mal Bettpfannen ausleert und Zeug in Essgeschirre klatscht, das dem Inhalt der ersteren frappierend ähnelt. Die Abfolge wird immer schneller, so dass man bald nicht mehr weiß, was oben reingehen soll und was unten rausgekommen ist ... Köstlich finde ich auch Tormunds Versuche, die sichtlich genervte Brienne anzuflirten! Viele Beispiele für Szenen, die die Handlung zwar nicht vorantreiben, aber viel runder machen, habe ich in den Episodenzusammenfassungen nicht erwähnt. So werden Grauer Wurm und Missandei ein Liebespaar. Meiner Meinung nach merkt man inzwischen aber doch recht deutlich, dass der Serie die Romanvorlage fehlt. In den letzten beiden Staffeln hat es ja bereits massive Abweichungen von den Romanen gegeben. Staffel 7 ist nun endgültig keine Romanverfilmung mehr, sondern eine Serie frei nach Motiven von George R.R. Martin, denn es gibt nicht die geringste inhaltliche Übereinstimmung zwischen den Episoden und den Romanen. So weit ist die Story in George R.R. Martins Romanzyklus nun einmal noch nicht vorangeschritten und es ist gut möglich, dass sie sich in eine völlig andere Richtung entwickeln wird, sollte Martin denn jemals weitere Romane veröffentlichen.

Jedenfalls stelle ich fest, dass sich die Figuren im Gegensatz zu den früheren Staffeln nicht oder jedenfalls kaum weiterentwickeln. Sie alle haben durchaus starke Momente, was auch für meine heimliche Heldin Lady Mormont gilt, die leider nur einen einzigen Auftritt hat (Ep. 1), dabei aber wieder eine wirklich gute Figur macht. Aber die Protagonisten sind sozusagen an ihrem Ziel angekommen, das heißt, ihre Eigenschaften sind jetzt festgelegt und werden höchstens noch etwas vertieft. Natürlich muss man hierbei in Rechnung stellen, dass wir uns dem Ende der Serie nähern. Die Expositionsphase ist längst abgeschlossen und es kann geerntet werden, was in früheren Staffeln gesät wurde. Leider ist der Storyverlauf in der zweiten Staffelhälfte vorhersehbar. Jons Expedition nach Norden ist ja grundsätzlich keine ganz schlechte Idee - tatsächlich habe ich mich schon früher gefragt, warum noch keiner auf die Idee gekommen ist, den Südländern mal deutlich zu zeigen, was auf sie zukommt - aber hätte man das nicht anders lösen können? Musste man sich wirklich an die Armee der Toten heranwagen? Hätte es nicht ausgereicht, irgendeinen Toten im Wald jenseits der Mauer abzulegen und zu warten, bis er sich wieder erhebt? Schließlich wurde in der Serie immer wieder betont, dass man alle Verstorbenen verbrennen muss, damit sie nicht als Wiedergänger zurückkommen. Davon, dass der Nachtkönig sie erst eigens reanimieren muss, war nicht die Rede. Und so scheinen die Drehbuchautoren die Expedition nur aus einem Grund erfunden zu haben: Um dem Nachtkönig einen untoten Drachen in die Hände zu spielen. Ohne Viserion hätte er nämlich bis zum Sankt Nimmerleinstag mit seiner Armee vor der Mauer stehen bleiben müssen.

Das Verhältnis zwischen Arya und Sansa wird so dargestellt, als könnten die Schwestern wirklich zu Feindinnen werden. Ich fand den Versuch, die Zuschauer auf eine falsche Spur zu locken, eher ungeschickt. Vor allem war vorherzusehen, dass Sansa nicht so dumm sein würde, sich von Littlefinger manipulieren zu lassen. Das hätte überhaupt nicht zu dieser Figur gepasst, die ja eine äußerst beeindruckende Entwicklung durchlaufen und einfach zu viel mit Littlefinger erlebt hat, um doch noch einmal auf sein Lügen hereinzufallen. Dieser Subplot ist also unglaubwürdig, aber das verzeihe ich gern, weil er zu einer umso besseren Szene führt. Ist es nicht herrlich, Littlefinger in Episode 7 endlich einmal vollkommen unvorbereitet, fassungslos und auf den Knien um Gnade winselnd zu sehen? Außerdem jammere ich hier auf sehr hohem Niveau!

Jedenfalls sind jetzt alle Weichen für das große Finale gestellt. Und es bleibt spannend! Haben Tyrion und Cersei einen Deal? Wie wird Daenerys die Nachricht aufnehmen, dass der vermeintliche Vasall, mit dem sie gerade geschlafen hat, Anspruch auf den Eisernen Thron erheben kann? Dass Aegon Targaryen in den Romanen eine ganz andere Figur ist, nämlich der Sohn Rhaegar Targaryens und seiner Ehefrau Elia Martell, ist mir völlig egal. Ich habe längst akzeptiert, dass die TV-Serie eigene Wege eingeschlagen hat und freue mich wie verrückt auf die finale Staffel!


Blu-ray-Features

Vorab ein paar Bemerkungen zu den Sprachfassungen. Ich schaue mir die Episoden immer im englischen Original an, weil ich mit der Eindeutschung vieler Namen nicht einverstanden bin und die meisten Synchronstimmen ganz furchtbar finde. Aus diesem Grund verwende ich in meinen Handlungszusammenfassungen neben den Originalnamen nur diejenigen deutschen Versionen, die mir gefallen.

Die Ausstattung mit Bonusmaterial entspricht den älteren Staffelboxen: Audiokommentare, Rückblicke auf die jeweils vorherige und Vorschauen auf die nächste Episode, Hintergrundinformationen zu Personen, Orten und Geschichte, die an bestimmten Stellen während jeder Episode hinzugeschaltet werden können. Es handelt sich um Bild-im-Bild-Einblendungen, die sich vergrößern lassen, wobei die Episode automatisch in den Pausenmodus schaltet. Auch diesmal sind wieder "Legenden und Überlieferungen" vorhanden, insgesamt acht. In zwei bis sechs Minuten langen animierten Clips liefert je eine Figur aus der Serie, gesprochen vom jeweiligen Schauspieler, zusätzliche Informationen aus den Romanen, die in der Fernsehserie gar nicht oder nur am Rande angesprochen werden. Genauso aufgebaut ist "Game of Thrones: Conquest & Rebellion", ein in 10 Kapitel aufgeteilter Animationsfilm. Darin erzählen Viserys, Sansa, Littlefinger und andere Serienfiguren die dreihundertjährige Geschichte des Hauses Targaryen, beginnend mit dem Untergang Valyrias und dem Feldzug Aegons des Eroberers gegen die damaligen Könige von Westeros. Die sieben Herrscher werden ausführlich vorgestellt; einige dieser Fürstenhäuser existieren in der Handlungszeit der Serie nicht mehr. Der Kurzfilm endet mit Robert Baratheons Rebellion und dem Tod des "verrückten Königs" Aerys II. Targaryen.

Die zweiteilige Kurzdoku "Von der Phantasie zur Realität: Ein Einblick ins Art Department" bietet einen ausgewogenen Mix aus Hinter-den-Szenen-Material, Interviews und Filmausschnitten. Sie ist ganz den Menschen gewidmet, deren Arbeit es zu verdanken ist, dass "Game of Thrones" so unglaublich real wirkt. Gemeint sind jene Teammitglieder, die für den Kulissen- und Requisitenbau etc. zuständig sind. Wenn ich mir so anschaue, was für ein Aufwand für die Realisierung der siebten Staffel betrieben wurde, dann kann ich nur sagen: Hut ab! So etwas kannte man früher von Fernsehserien nicht, höchstens von Kino-Großproduktionen. Seien es Drachenschädel in Originalgröße oder Eurons Riesenschiff (OK, davon wurde nur ein Teil gebaut), das Winterfell-Set oder der Beutetross vor und nach dem Drachenangriff (Ep. 4) - alles wurde wirklich hergestellt, CGI wurde nur eingesetzt, wenn es wirklich nicht anders ging. Selbst der zugefrorene See (Ep. 6) wurde eigens für die Serie erschaffen.

"Feuer & Stahl: Die Entstehung der Belagerung von Westeros" ist genauso aufgebaut, aber weniger interessant. Schauspieler, Regisseure und Mitglieder des Produktionsteams erläutern verschiedene Schlüsselszenen. Auch hier geht es wieder um den Setbau usw., außerdem werden auch Ausschnitte aus älteren Staffeln gezeigt. In Ep. 4 wurde ein makabrer Rekord aufgestellt. Die Folge enthält eine Szene, in der mehr brennende Stuntleute als je zuvor zu sehen sind ...

J. Kreis, 01.04.2018





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