Game of Thrones Sechste Staffel


Game of Thrones - Sechste Staffel (USA, 2016)

Blu-ray, Warner Home Video / HBO Home Entertainment
Altersfreigabe: FSK 16
Laufzeit: Siehe Einzelepisoden

Extras
- Episodenführer
- Rückblick und Vorschau zu allen Episoden
- Legenden und Überlieferungen
- Audiokommentare
- Wiederaufbau der Dothraki-Welt (20:15 Min.)
- Die Schlacht der Bastarde (30:01 Min.)
- 18 Stunden in den Paint Hall Studios (28:17 Min.)
- Nicht verwendete Szenen (11:08 Min.)

Einige Hauptfiguren und ihre Darsteller:
Daenerys Targaryen (Emilia Clarke), letzte Erbin eines uralten Herrschergeschlechts, die Mutter der Drachen
Sansa Stark (Sophie Turner), älteste Erbin des Hauses Stark
Arya Stark (Maisie Williams), Sansas jüngere Schwester
Jon Snow (Kit Harington), Sansas und Aryas illegitimer Halbbruder, ein Bruder der Nachtwache
Jaime Lannister, genannt "Der Königsmörder" (Nikolaj Coster-Waldau), Hauptmann der Königsgarde
Tyrion Lannister (Peter Dinklage), Jaimes jüngerer Bruder
Cersei Baratheon (Lena Headey), Jaimes Schwester und Geliebte
Jorah Mormont (Iain Glen), ein verbannter Ritter, Daenerys' ehemaliger Berater
Daario Naharis (Michiel Huisman), ein Söldner aus Braavos in Daenerys' Diensten
Samwell Tarly (John Bradley), ein Bruder der Nachtwache
Der "Hohe Spatz" (Jonathan Pryce), ein Mann des Glaubens
Davos Seaworth, genannt "der Zwiebelritter" (Liam Cunningham), Stannis' Berater
Melisandre (Carice van Houten), eine Rote Priesterin
Petyr Baelish, genannt "Littlefinger" (Aidan Gillen), Witwer der verblichenen Lady Lysa Arryn
Ramsay Bolton (Iwan Rheon), Roose Boltons Sohn
Theon Greyjoy, genannt "Stinker" (Alfie Allen), letzter Sohn von König Balon Greyjoy
Yara Greyjoy (Gemma Whelan), Tochter von König Balon Greyjoy
Euron Greyjoy (Pilou Asbaek), jüngerer Bruder von König Balon Greyjoy
Brienne von Tarth (Gwendoline Christie), ein weiblicher Ritter
Jaqen H'ghar (Tom Wlaschiha), ein Mann ohne Gesicht




Inhalt:

Die Box enthält alle zehn Episoden der sechsten Staffel der Fernsehserie Game of Thrones.

Zur Vorgeschichte siehe fünfte Staffel.

Achtung! Die folgenden Inhaltsangaben enthalten massive Spoiler!

6.1: Die Rote Frau (The Red Woman) - 50:02 Min.
Regie: Jeremy Podeswa

Jon Snows loyale Mitbrüder und Ser Davos Seaworth verbarrikadieren sich mit der Leiche des Lord Commanders in einem Vorratsraum. Ser Alliser Thorne gesteht den Mord und bringt die meisten in Castle Black versammelten Kämpfer mit dem Argument auf seine Seite, Jons Entscheidungen würden zum Untergang der Nachtwache führen. Thorne gibt den Loyalisten Zeit bis zum Sonnenuntergang. Dann müssen sie sich ergeben oder sterben. Jons Freunde sind entschlossen, die Verräter zu bekämpfen, auch wenn das ihren sicheren Tod bedeutet. Ser Davos hat eine bessere Idee. Er schickt einen der Männer zu den Wildlingen.

Ramsay Bolton hat Stannis Baratheons Armee bezwungen, aber Lord Roose Bolton hat keinen Grund zur Freude, denn Sansa Stark ist mit Theon Greyjoy entkommen. Für den unvermeidlichen Kampf gegen die Lannisters wird die Unterstützung der anderen Adelshäuser des Nordens benötigt. Nach Lord Boltons Meinung wird die Einigung des Nordens ohne die durch Sansa ermöglichte Verbindung mit dem Haus Stark nicht gelingen. Sollte Ramsay Sansa nicht wieder in seine Gewalt bringen und einen Erben mit ihr zeugen, droht ihm die Enterbung. Ein von Ramsay entsandter Suchtrupp hat Sansa und Theon bereits in einem Wald aufgespürt und in die Enge getrieben. Brienne von Tarth und ihr Knappe Podrick Payne kommen gerade rechtzeitig, um die beiden zu retten. Sansa nimmt Brienne in ihre Dienste.

Jaime Lannister bringt die Leiche seiner von Ellaria Sand vergifteten Tochter Myrcella nach King's Landing. Doch Ellarias Rachefeldzug ist noch nicht zu Ende. Sie ermordet Lord Doran, das Oberhaupt des Hauses Martell, während dessen Wachen tatenlos zusehen. Dorans Friedenspolitik ist unpopulär; das Volk von Dorne will den Krieg gegen die verhassten Lannisters. Ellarias Töchter, die Sandschlangen, töten derweil Prinz Trystane, Dorans Erben.

Seit Daenerys Targaryen auf dem Rücken eines Drachen Richtung Norden verschwunden ist, herrscht in Meereen trügerische Ruhe. Die Söhne der Harpye sind jedoch immer noch aktiv. Die Flotte, mit der Daenerys nach Westeros segeln wollte, wird in Brand gesetzt. Daario Naharis und Jorah Mormont erreichen die Gegend, in der Daenerys von den Dothraki gefangen genommen worden ist. Dort finden sie einen Ring, den Daenerys fallen gelassen hat. Daenerys wurde inzwischen zum Hordenführer Khal Moro gebracht, der sie als Gespielin zu nehmen beabsichtigt. Als sie verkündet, dass sie Khal Drogos Witwe ist, behandelt er sie äußerst respektvoll. Sie verlangt nach Meereen gebracht zu werden. Diesen Wunsch kann Khal Moro nicht erfüllen. Die Frauen toter Khals müssen den Rest ihres Lebens in der heiligen Stadt Vaes Dothrak verbringen.

Arya lebt als blinde Bettlerin in den Gassen von Braavos. Täglich wird sie von "der Heimatlosen" (einer von vielen Masken der Männer ohne Gesicht) aufgesucht, verspottet und verprügelt.

6.2: Zuhause (Home) - 53:42 Min.
Regie: Jeremy Podeswa

Durch die jüngsten traumatischen Ereignisse werden Cersei Lannister, ihr Sohn König Tommen und ihr Bruder Jaime noch enger zusammengeschweißt. Cersei und Tommen haben bereits erkannt, dass der Hohe Spatz und dessen Glaubensfanatiker höchst gefährlich sind. Dieselbe Erfahrung macht Jaime während eines Streitgespräches mit dem Hohen Spatz in der Großen Septe. Der so harmlos wirkende Mann lässt durchblicken, dass die Tage der Adelshäuser gezählt sind. Cersei, Jaime und Tommen müssen zusammenhalten, um ihre Feinde vernichten zu können. Der wiederbelebte Gigant Ser Gregor Gregane, Cerseis neuer Leibwächter, ist hierbei ein wertvolles Werkzeug.

Ramsay plant einen Angriff auf Castle Black, um Sansa doch noch in seine Gewalt zu bringen. Er paktiert mit dem neuen Oberhaupt des Hauses Karstark und tötet seinen Vater, kurz nachdem dieser darüber benachrichtigt wurde, dass seine Frau Walda aus dem Hause Frey einen Sohn zur Welt gebracht hat. Ramsay hetzt seine Bluthunde auf Mutter und Kind. Von Brienne erfährt Sansa, dass Arya womöglich noch am Leben ist. Man macht sich auf den Weg nach Castle Black, um Schutz bei Sansas Halbrunder Jon zu suchen. Theon kommt nicht mit. Er will nach Hause auf die Iron Islands zurückkehren. Dort stehen die Dinge nicht zum Besten. Die Invasion des Nordens ist gescheitert, doch König Balon Greyjoy denkt nicht daran, auf seine Tochter Yara zu hören und Abstand von seinen Ambitionen zu nehmen. Des Königs Bruder Euron, ein gefürchteter Seefahrer, kommt nach langer Abwesenheit zur Burg Pyke, um die Macht zu übernehmen. Als Balon mit einem Dolch auf Euron losgeht, tötet dieser seinen Bruder. Der Königstitel ist bei den Eisenmännern nicht erblich. Yara muss sich einer Wahl stellen.

Bran Stark, Meera Reed und Hodor befinden sich noch immer im Versteck der Kinder des Waldes. Unter der Anleitung des uralten mit dem Wurzelwerk verwachsenen Sehers, der "dreiäugiger Rabe" genannt wird, erprobt Bran seine Fähigkeit, in die Vergangenheit zu blicken. Er sieht seinen Vater Eddard Stark sowie dessen Schwester Lyanna als Kinder und erfährt, dass Hodor früher durchaus sprechen konnte. Der wahre Name des einfältigen Riesen lautet Wylis.

Tyrion Lannister führt in Daenerys' Abwesenheit die Regierungsgeschäfte in Meereen. Er erfährt, dass die Sklavenhalter in den anderen von Daenerys befreiten Städten wieder an die Macht gekommen sind. Tyrion hofft, die beiden eingekerkerten Drachen als Waffen einsetzen zu können. Zu seiner eigenen Überraschung rösten die Ungeheuer ihn nicht, als er sich ihnen nähert, um ihre Ketten zu lösen.

Arya lässt sich weder durch Prügel einschüchtern noch durch Versprechen verführen, die ihr von einer weiteren Inkarnation Jaqen H'ghars gemacht werden. Deshalb erhält sie die Erlaubnis, ins Haus von Schwarz und Weiß zurückzukehren.

Die Attacke auf Ser Davos und Jons Getreue steht unmittelbar bevor. Da wird das Tor von Castle Black von einem Riesen aufgebrochen. Tormund Riesentod führt eine große Wildlingsstreitmacht in die Festung. Thorne und die anderen Meuterer werden überwältigt. Obwohl Lady Melisandres Glaube durch Stannis' Niederlage und Jons Ermordung zutiefst erschüttert wurde - beide Männer hätten den Visionen der Roten Priesterin zufolge in Winterfell kämpfen sollen - lässt sie sich von Davos zu dem Versuch bewegen, Jon von den Toten zurückzuholen. Seit ihrer Begegnung mit Thoros von Myr und Beric Dondarrion weiß sie, dass dies grundsätzlich möglich ist. Sie führt das Ritual durch und erweckt Jon zu neuem Leben.

6.3: Eidbrecher (Oathbreaker) - 52:12 Min.
Regie: Daniel Sackheim

Da Stannis versagt hat und von Brienne getötet wurde, hält Melisandre nun Jon für den prophezeiten Erlöser. Die Wildlinge halten ihn sogar für eine Art Gott. Jon dagegen glaubt, er habe nur falsche Entscheidungen getroffen. Nachdem er eine letzte schwere Pflicht erfüllt und Alliser Thorne sowie die anderen Meuterer exekutiert hat, nimmt er seinen Abschied von der Nachtwache. Niemand kann ihm dies verwehren, denn er hat seinen Eid erfüllt und tatsächlich bis zum Tod gedient. Währenddessen sind Jons bester Freund Samwell Tarly, dessen Gefährtin, die Wildlingsfrau Goldie, sowie ihr Kind unterwegs nach Oldtown. Samwell will Maester werden, glaubt Goldie aber nicht mitnehmen zu können. Er möchte sie in seiner alten Heimat Horn Hill unterbringen.

Ramsay wird vom neuen Oberhaupt des Hauses Umber aufgesucht und um Hilfe beim Kampf gegen die Wildlinge gebeten, die sich mit Jons Erlaubnis südlich der Mauer ausbreiten. Im Gegenzug will das Haus Umber mit den Boltons paktieren. Lord Umber hat Geschenke mitgebracht, um seine Loyalität zu beweisen. Er überlässt Ramsay Rickon Stark und die Wildlingsfrau Osha, die bei ihm Zuflucht gesucht haben. Als Ramsay Zweifel über Rickons Identität äußert, präsentiert Lord Umber den abgetrennten Kopf von Shaggydog, Rickons Schattenwolf.

Jenseits der Mauer unternimmt Bran unter der Anleitung des dreiäugigen Raben weitere Geistreisen in die Vergangenheit. Diesmal sieht er, wie sein Vater in der Zeit von Robert Baratheons Rebellion gegen Ser Arthur Dayne kämpft, um seine Schwester zu retten. Bran möchte bleiben, wird aber von seinem Mentor daran gehindert. Der alte Mann erklärt, dass man sich in fremden Zeiten verlieren kann, wenn man zu lange verweilt. Bran erfährt, dass er nicht für immer in der Höhle bleiben muss, aber noch viel zu lernen hat.

Cersei dürstet nach Rache für Myrcellas Tod und ist bereit, einen Krieg mit dem jetzt unter Ellaria Sands Kommando stehenden Dorne anzuzetteln. Das stößt beim königlichen Rat auf wenig Gegenliebe. Man verweigert ihr jegliche Unterstützung. Immerhin kann Cersei auf die jetzt in Qyburns Diensten stehenden "Vögelchen" zurückgreifen, die früher für den Meisterspion Varys gearbeitet haben. Tommen führt ein aufschlussreiches Gespräch mit dem Hohen Spatz, der nach wie vor Königin Margaery sowie deren Bruder Loras Tyrell in seiner Gewalt hat und darauf besteht, dass Cersei der Prozess gemacht wird.

Varys hat in Meereen ein neues Spionagenetzwerk aufgebaut und herausgefunden, dass die Söhne der Harpye von den Sklavenmeistern der Städte Yunkai, Astapor und Volantis finanziert werden. Da bei weitem nicht genug Krieger zur Rückeroberung der drei Städte und zum Schutz Meereens vorhanden sind, muss Tyrion nach einer anderen Lösung suchen.

Arya durchläuft im Haus von Schwarz und Weiß ein hartes Training und lernt schließlich, sich im Kampf ganz auf ihr Gehör zu verlassen. So kann sie sich wirkungsvoll gegen die Heimatlose verteidigen und zum Gegenangriff übergehen. Zudem verleugnet sie ihre eigene Identität, wie es von den Männern ohne Gesicht verlangt wird, und bleibt standhaft, als ihr weitere Versprechungen gemacht werden. Jaqen fordert sie auf, vom vergifteten Wasser zu trinken. Sie hat nichts zu befürchten, denn sie hat alle Prüfungen bestanden. Sie erhält sogar ihr Augenlicht zurück.

In Vaes Dothrak wird Daenerys den als Dosh Khaleen bezeichneten Witwen der Khals vorgestellt. Daenerys' Schicksal steht noch nicht fest. Da sie nicht sofort nach Khal Drogos Tod nach Vaes Dothrak gegangen ist, könnte ihr die Aufnahme bei den Dosh Khaleen verweigert werden. Demnächst wird eine Versammlung der Khals stattfinden, in der darüber entschieden werden soll.

6.4: Das Buch des Fremden (Book of the Stranger) - 58:41 Min.
Regie: Daniel Sackheim

Jon beabsichtigt die Nachtwache zu verlassen, denn er ist des Kämpfens müde. Er übergibt den Mantel des Lord Commanders sowie das Schwert Longclaw an einen seiner loyalsten Freunde. Da treffen Jons Schwester Sansa sowie Brienne und Podrick in Castle Black ein. Jon erfährt, welche Qualen Sansa zu erdulden hatte und dass seine Schwester beabsichtigt, die Boltons aus Winterfell zu vertreiben. Noch zögert er, sie dabei zu unterstützen. Das ändert sich, als ein Brief eintrifft, in dem Ramsay Jon auffordert, ihm seine Braut zurückzubringen. Andernfalls werde er die Wildlinge auslöschen und Rickon ermorden. Osha ist Ramsay bereits zum Opfer gefallen. Tormund ist bereit, Jon zu unterstützen. Seinen 2000 kampffähigen Wildlingen stehen allerdings mindestens 5000 Soldaten der Boltons gegenüber. Doch auch anderswo geraten die Dinge in Bewegung. Lord Petyr Baelish setzt Lord Yohn Royce unter Druck, um einerseits den Verdacht von sich abzulenken, Sansa an die Boltons verschachert zu haben, und sich andererseits der Loyalität des erfahrenen Heerführers zu versichern. Royces Streitkräfte und die Ritter der Eyrie sollen gemeinsam gegen die Boltons kämpfen.

Theon kehrt auf die Iron Islands zurück. Yara befürchtet, ihr Bruder wolle die Thronfolge antreten, doch Theon ist ein gebrochener Mann und erhebt keinerlei Ansprüche. Er will Yara unterstützen. Der Hohe Spatz erlaubt Margaery, ihren Bruder in dessen Zelle zu besuchen. Im Gegensatz zu seiner Schwester droht Loras unter der Folter zu zerbrechen. Bisher war nicht bekannt, dass Margaery gezwungen werden soll, auf dieselbe Weise zu büßen wie Cersei. Tommen hat dies vom Hohen Spatz erfahren und informiert seine Mutter. In dieser einen Sache sind sich Cersei, ihr im Rat sitzender Onkel Kevan Lannister und Margaerys Großmutter Olenna Tyrell einig: Unter keinen Umständen darf zugelassen werden, dass die Königin vor den Augen des gemeinen Volkes gedemütigt wird. Gemäß königlicher Order darf Kevan die Stadtwache nicht gegen die Glaubenskrieger einsetzen. Die Tyrells sind hierdurch nicht gebunden. Ihre Armee soll in King's Landing einmarschieren. Kevan sichert zu, dass er nicht eingreifen wird, wenn die Tyrells die Glaubenskrieger angreifen.

Tyrion strebt ein Arrangement mit den Oberhäuptern der Sklavenmeister von Yunkai, Astapor und Volantis an. Das auf Sklaverei basierende Wirtschaftssystem der Städte soll innerhalb von sieben Jahren grundlegend umgewandelt werden. Am Ende der Frist soll die Sklaverei abgeschafft sein. Verluste sollen durch die Krone ausgeglichen werden. Im Gegenzug sollen die Meister die Söhne der Harpye nicht weiter finanzieren. Die Meister sind nicht abgeneigt, aber die ehemaligen Sklaven von Meereen halten nichts von diesem Handel. Grauer Wurm, der Anführer der Unbefleckten und Missandei, Daenaerys' engste Vertraute, setzen sich für Tyrion ein, obwohl für sie feststeht, dass die Meister ihn betrügen werden.

Jorah und Daario treffen in Vaes Dothrak ein. Es gelingt ihnen, unbemerkt Kontakt mit Daenerys aufzunehmen. Sie weigert sich, mit ihnen aus der Stadt zu fliehen. Sie hält das für unmöglich, außerdem hat sie eine bessere Idee. Als sie allein vor den Khals im Tempel steht, fordert sie die Männer selbstbewusst heraus. Man droht ihr Vergewaltigung bis zum Tode an. Daenerys bleibt unbeeindruckt. Sie wirft die Feuerschalen um. Das hölzerne Gebäude wird in Sekunden zur Flammenhölle. Die Khals können nicht entkommen, denn Jorah und Daario haben das Tor verbarrikadiert. Die Khals verbrennen. Tausende Dothraki sehen mit an, wie Daenerys vollkommen unversehrt aus dem Inferno heraustritt. Alle knien vor ihr nieder.

6.5: Das Tor (The Door) - 56:48 Min.
Regie: Jack Bender

Jorah nimmt Abschied von Daenerys und gesteht ihr seine Liebe. Die Grauschuppen haben sich inzwischen über seinen Arm ausgebreitet. Daenerys befiehlt ihm, ein Heilmittel für die Krankheit zu finden und dann zu ihr zurückzukehren. In Meereen herrscht Ruhe. Seit Tyrion ein Abkommen mit den Sklavenmeistern getroffen hat, sind keine Morde mehr verübt worden. Die Menschen sollen glauben, dies sei Daenerys' Verdienst. Tyrion bittet die oberste Rote Priesterin Kinvara aus Volantis, ihm hierbei zu helfen. Kinvara hält Daenerys für die Erwählte des Herrn des Lichts und sichert Unterstützung zu. Aryas Training wird im Haus von Schwarz und Weiß fortgesetzt. Sie erhält eine letzte Chance, ihre Loyalität zu beweisen. Eine Schauspielerin namens Lady Crane soll sterben.

Yara beansprucht die Königswürde und findet viele Anhänger, zumal Theon sie unterstützt. Yara verkündet, sie werde die größte je dagewesene Flotte bauen und die Königreiche von Westeros erobern. Euron, der offen zugibt, Balon ermordet zu haben, spricht Yara die Eignung zur Anführerin ab. Mit der Ankündigung, Daenerys zur Frau zu nehmen und ihre Streitkräfte mit seinen zur Eroberung von Westeros zu vereinen, bringt er die Mehrheit der Eisenmänner hinter sich. Er wird zum König gewählt. Yara geht zu Recht davon aus, dass Euron sie und Theon beseitigen will. Sie schart ihre Anhänger um sich, stiehlt die besten Schiffe und flieht übers Meer. Euron beginnt sofort mit dem Bau einer neuen Flotte.

Petyr trifft sich mit Sansa und bietet ihr militärische Hilfe an. Da sie nur zu gut weiß, dass man Petyr nicht trauen kann, lehnt sie ab. Sie schenkt jedoch seiner Behauptung Glauben, ihr Verwandter Brynden Tully habe Riverrun von den Freys zurückerobert. Brienne wird ausgesandt, um die Tullys zum Kampf gegen die Boltons zu gewinnen. Sie selbst und Jon wollen versuchen, die anderen Fürsten des Nordens auf ihre Seite zu ziehen.

In einer Vision erfährt Bran, dass die Weißen Wanderer einst von den Kindern des Waldes für den Kampf gegen die Ersten Menschen erschaffen worden sind. Als er eigenmächtig eine weitere Geistreise antritt, wird er vom Nachtkönig berührt. Da Bran nun dessen Zeichen trägt, ist die Höhle nicht mehr sicher. Wenig später wird die Höhle von einer gewaltigen Untotenarmee angegriffen. Der Nachtkönig und einige weitere Weiße Wanderer töten viele Kinder des Waldes sowie den alten Seher und Brans Schattenwolf. Meera vernichtet einen Weißen Wanderer mit einem Obsidianspeer. In letzter Minute gelingt es Bran, der immer noch auf einer Geistreise ist, die Kontrolle über Hodors Willen zu übernehmen. Hodor stemmt sich gegen das Tor des Hinterausgangs, um die lebenden Toten zurückzuhalten, während Meera Bran auf einer Trage hinter sich herzieht. Meera und Bran entkommen. Hodor wird von den Untoten zerrissen.

6.6: Blut von meinem Blut (Blood of My Blood) - 51:27 Min.
Regie: Jack Bender

Meera zerrt Brans Liege durch Schnee und Unterholz, bis sie nicht mehr kann. Die Untoten lassen sich nicht abschütteln und greifen an. Ein maskierter Reiter erscheint und vernichtet einige Untote. Mit seinem Pferd bringt er Bran und Meera vor den nachrückenden Wiedergängern in Sicherheit. Dann zeigt er sein Gesicht. Er ist Benjen Stark, Lord Eddard Starks tot geglaubter Bruder, Brans Onkel. Er wurde bei einer Patrouille jenseits der Mauer von einem Weißen Wanderer verwundet und hätte sich in einen Untoten verwandeln sollen, wurde jedoch von den Kindern des Waldes gefunden, bevor der Prozess abgeschlossen war. Sie haben ihm einen Dolch aus Drachenglas ins Herz gestoßen und ihn so gerettet. Seitdem dient er ihnen. Es ist sein Auftrag, Bran für den Kampf gegen den Nachtkönig vorzubereiten.

In Horn Hill gibt Sam Goldies Kind für seinen Sohn aus. Seine Mutter Melessa freut sich, ihren Sohn wiederzusehen und ist ganz verrückt nach ihrem vermeintlichen Enkel. Sam verschweigt, dass Goldie eine Wildlingsfrau ist, denn sein Vater Randyll hasst das freie Volk. Als Randyll seinen Sohn beim Abendmahl fortwährend beleidigt, ergreift Goldie für Sam Partei, verplappert sich jedoch. Lord Tarly ist bereit, Goldie und ihren Sohn wie versprochen aufzunehmen, doch Sam muss den Familiensitz bei Morgengrauen verlassen. Es ist klar, dass Goldie kein angenehmes Leben in Horn Hill zu erwarten hat. Deshalb nimmt Sam sie und ihren Sohn mit, als er das Schloss noch in derselben Nacht heimlich verlässt. Das aus valyrischem Stahl geschmiedete Familienschwert Heartsbane nimmt er mit.

Wie geplant marschiert die Armee der Tyrells in King's Landing ein, um Margaerys öffentliche Demütigung zu verhindern und Loras zu befreien. Jaime beteiligt sich am Aufmarsch vor der Großen Septe. Der Hohe Spatz hat einen Trumpf im Ärmel. Er verkündet, Margaery habe bereits ausreichend gebüßt und sie habe König Tommen zu einem wahren Gläubigen gemacht. Tatsächlich gibt sich Margaery seit einiger Zeit sehr fromm und demütig. Jaime und die Tyrells müssen erkennen, dass Tommen ganz unter dem Einfluss des Fanatikers steht. Umjubelt vom Volk erklärt der jugendliche König, Glaube und Krone seien vereint. Ein Angriff auf den Glauben ist somit ein Angriff auf die Krone. Deshalb wird Jaime des Postens als Lord Commander der Königsgarde enthoben.

Lord Walder Frey denkt gar nicht daran, auf Riverrun zu verzichten. Da seine Armee aufgrund einer Rebellion anderer Adelshäuser und fortwährender Übergriffe der Bruderschaft ohne Banner nicht stark genug für eine Belagerung ist, wendet er sich an seine Verbündeten, die Lannisters. Außerdem beabsichtigt er Edmure Tully, der seit der Roten Hochzeit in seiner Gewalt ist, als Druckmittel gegen dessen Onkel Brynden einzusetzen. Tommen erteilt Jaime den Befehl, die Freys mit Soldaten der Lannisters zu unterstützen.

Daenerys führt eine Armee der Dothraki nach Meereen. Unterwegs begegnet sie ihrem genesenen Drachen Drogon und nutzt die Gelegenheit, um die Krieger für die Eroberung von Westeros auf sich einzuschwören. Sie fliegt auf dem Rücken des Drachen über die Menge, landet vor den Augen der begeisterten Dothraki und erklärt sie alle zu ihren persönlichen Blutreitern.

Arya erkennt, dass der ihr erteilte Mordauftrag das Werk einer eifersüchtigen jüngeren Schauspielerin in Lady Cranes Truppe ist. Anstatt Lady Crane zu vergiften, rettet Arya ihr das Leben. Die Heimatlose beobachtet dies, informiert Jaqen und erhält die Erlaubnis, Arya zu töten.

6.7: Der Gebrochene (The Broken Man) - 50:10 Min.
Regie: Mark Mylod

Arya erkauft sich eine Schiffspassage nach Westeros, wird aber kurz danach von der maskierten Heimatlosen attackiert. Schwer verwundet stürzt sich Arya in einen Kanal. Die Heimatlose hält sie für tot, doch sie überlebt. Blutend taumelt Arya durch die Gassen von Braavos.

Yara und Theon sind mit ihrer Flotte in Volantis vor Anker gegangen. Yara will Euron zuvorkommen und ein Bündnis mit Daenerys schließen. Hierfür braucht sie Theons Unterstützung. Sie fordert ihren Bruder auf, entweder zu seinem alten Ich zurückzufinden oder sich das Leben zu nehmen.

Jaime übernimmt das Kommando bei der Belagerung von Riverrun. Er muss einsehen, dass Brynden niemals aufgeben wird. Die Mauern der Burg sind stark befestigt und die Vorräte reichen für zwei Jahre. Brynden würde sogar Edmure opfern. Allerdings wagen die Freys dann doch nicht, den Adligen zu ermorden, denn damit hätten sie ihr einziges Druckmittel verspielt.

Jon, Sansa und Davos suchen nach Verbündeten. Bei Lady Lyanna Mormont haben sie Erfolg, doch ihr Haus kann nur 62 Soldaten stellen. Lord Robett Glover dagegen weigert sich, für die Starks zu kämpfen. Letzten Endes wird die Wildlingsarmee nur durch ein paar hundert Krieger aus verschiedenen kleinen Adelshäusern verstärkt. Jon beabsichtigt Winterfell trotzdem sofort anzugreifen, denn es kann jederzeit wieder heftige Schneestürme geben. Sansa weiß, an wen sie sich in dieser Situation wenden kann.

Der Hohe Spatz mag ein Mann des Glaubens sein, doch er betreibt erfolgreich Machtpolitik. Von Margaery, die er für endgültig geläutert hält, verlangt er, dass sie dem König einen Erben schenkt, denn ohne von ihm beeinflussbare Nachkommen könnte eines Tages jemand auf dem Eisernen Thron Platz nehmen, der dem Hohen Spatz gegenüber nicht so wohlwollend eingestellt ist wie Tommen. Außerdem soll Margaery ihre Großmutter bekehren. Der Hohe Spatz lässt durchblicken, dass Lady Olenna ansonsten beseitigt werden wird. Im Gespräch mit ihrer Großmutter, das vor den Augen der Fanatiker stattfindet, verhält sich Margaery erneut wie eine von tiefem Glauben erfüllte Büßerin. Sie fordert Olenna auf, die Stadt zu verlassen, gibt ihr aber gleichzeitig insgeheim ein Zeichen, dem Olenna entnehmen kann, dass ihre Enkelin ganz anders denkt.

Sandor Clegane hat seine schwere Verwundung überlebt. Ein desillusionierter Kriegsveteran, der zum Septon geworden ist, hat ihn gefunden und behandelt. Seitdem lebt und arbeitet Sandor in der Gemeinschaft einfacher Leute, die sich um den Septon geschart haben. Die friedlichen Menschen werden in Sandors Abwesenheit von Abtrünnigen der Bruderschaft ohne Banner angegriffen und niedergemetzelt. Der Septon wird gehängt.

6.8: Niemand (No One) - 58:20 Min.
Regie: Mark Mylod

Sandor verfolgt die Abtrünnigen. Er tötet vier der sieben Männer. Die anderen drei wurden bereits von Beric Dondarrion und Thoros von Myr, den Anführern der Bruderschaft, gefangen genommen. Sie sollen gehängt werden. Man einigt sich darauf, dass Sandor zwei Abtrünnige töten darf. Beric bietet Sandor die Aufnahme in die Bruderschaft an. Für den kommenden Krieg gegen die Weißen Wanderer könnte Beric den mächtigen Krieger sehr gut gebrauchen.

Brienne verhandelt mit Jaime. Sollte es ihr gelingen, die Tullys zum Abzug aus Riverrun zu überreden, werden sie freies Geleit erhalten, damit sie sich Sansas Streitmacht anschließen können. Brynden ist womöglich noch starrköpfiger als Brienne und lehnt ab. Daraufhin erpresst Jaime Edmure, indem er droht, dessen Sohn zu ermorden. Edmure wird freigelassen. Da er der rechtmäßige Erbe des Hauses Tully ist, beugen sich die Verteidiger Riverruns seinem Befehl und legen die Waffen nieder. Brynden soll in Ketten gelegt werden. Die Lannisters und Freys besetzen die Burg. Brienne und Podrick fliehen über den Fluss. Jaime lässt sie ziehen. Brynden zieht es vor, kämpfend zu sterben.

In King's Landing soll Cersei wenn nötig mit Gewalt gezwungen werden, in der Großen Septe vor dem Hohen Spatz zu erscheinen. Die Glaubenskrieger ziehen sich zurück, nachdem Gregor Clegane einem von ihnen mit bloßen Händen den Kopf abgerissen hat. Cersei ist zuversichtlich, das gegen sie angesetzte Verfahren durch ein Gottesurteil - also einen von Clegane in ihrem Namen geführten Zweikampf - zu gewinnen. Daraus wird nichts, denn König Tommen bezeichnet diese Praxis öffentlich als Blasphemie. Gottesurteile werden verboten. Cersei und Lorys Tyrell haben eine Verurteilung durch sieben Septone zu gewärtigen.

Arya wurde schwer, aber nicht tödlich verwundet. Sie sucht Zuflucht bei Lady Crane und wird von der Schauspielerin gesund gepflegt. Während Arya schläft, erscheint die Heimatlose und ermordet Lady Crane. Auch Arya soll sterben, doch sie kann einmal mehr entkommen. Sie lockt die Heimatlose in ein Versteck, in dem sie ihr Schwert Needle aufbewahrt. In dem Versteck herrscht absolute Finsternis, und diesen Umstand kann Arya zu ihrem Vorteil ausnutzen. Somit findet Jaqen H'ghar wenig später das Gesicht der Heimatlosen in den Katakomben des Hauses von Schwarz und Weiß vor. Arya wirft Jaqen vor, er habe ihre Ermordung angeordnet. Jaqen gibt dies offen zu und gratuliert Arya - sie ist nun endgültig "Niemand". Arya widerspricht. Sie will ihre Identität nicht verleugnen, um sich den Männern ohne Gesicht anschließen zu können. Stattdessen beabsichtigt sie nach Hause zurückzukehren. Jaqen scheint ganz zufrieden mit der Entscheidung seines Schützlings zu sein.

Tyrion ist erfreut über die Erfolge seiner diplomatischen Bemühungen. Die Roten Priester schwören das Volk von Meereen auf Daenerys ein, Handel und Handwerk blühen wieder. Varys bricht zu einer Geheimmission nach Westeros auf. Er will neue Verbündete für die Königin suchen. Tyrions Freude ist nicht von langer Dauer, denn die Stadt wird von einer großen Flotte angegriffen. Offensichtlich haben die Sklavenmeister der anderen Städte den mit Tyrion geschlossenen Pakt anders ausgelegt als gedacht. Meereen wird belagert und mit Katapulten beschossen. Die Unbefleckten bereiten sich darauf vor, die Große Pyramide als letzten Rückzugsort zu verteidigen. Da landet Daenerys mit Drogon auf der Spitze der Pyramide.

6.9: Die Schlacht der Bastarde (Battle of the Bastards) - 59:17 Min.
Regie: Miguel Sapochnik

Daenerys und Tyrion besprechen die Kapitulationsbedingungen mit den drei Anführern der Sklavenmeisterflotte. Die Meister stoßen die üblichen Drohungen und Forderungen aus, bis ihnen klar wird, dass ihre Kapitulation gemeint ist. Daenerys stürzt sich auf Drogons Rücken in die Schlacht, begleitet von den beiden kleineren, von Tyrion befreiten Drachen. Die riesigen Ungeheuer zerstören ein Schiff nach dem anderen. Gleichzeitig stürmen die von Daario angeführten Blutreiter die Stadt und vernichten die Söhne der Harpyie. Zwei der drei Meister müssen zur Strafe für den Angriff sterben. Der dritte wird verschont und erhält von Tyrion den Auftrag, nach Hause zurückzukehren. Er soll allen Meistern erzählen, was mit jenen geschieht, die sich gegen die Königin stellen. Daenerys verfügt nun über eine neue Flotte. Hinzu kommen 100 Schiffe der Eisenmänner: Yara und Theon sind in Meereen eingetroffen. Sie schließen einen Pakt mit der Königin. Daenerys hat nun alle Schiffe, die sie zur Eroberung von Westeros braucht. Im Gegenzug wird sie Yara und Theon gegen deren Onkel Euron unterstützen. Die Eisenmänner müssen sich allerdings verpflichten, in Zukunft auf Raubzüge an den Küsten von Westeros zu verzichten.

Jon, Sansa, Tormund und Davos verhandeln mit Ramsay Bolton. Der neue Herr von Winterfell hat ein Druckmittel. Sansas Bruder Rickon ist in seiner Gewalt. Jon schlägt eine Entscheidung durch Zweikampf vor. So ließe sich ein für beide Seiten verlustreicher Krieg verhindern. Ramsay geht nicht darauf ein. Er verlangt Sansas Herausgabe. Am Vorabend der Entscheidungsschlacht entdeckt Davos in der Nähe des Feldlagers die Reste des Scheiterhaufens, auf dem Shireen geopfert wurde, sowie ein Spielzeug, das er einst für die Prinzessin geschnitzt hat. Der Kampf verläuft anders als geplant. Zwar lässt sich Ramsay wie erhofft auf eine offene Feldschlacht ein, weil er seinen Verbündeten gegenüber keine Schwäche zeigen und sich nicht hinter den Mauern Winterfells verstecken darf, doch die Armee der Starks ist hoffnungslos unterlegen und müsste hinter den sorgfältig vorbereiteten Verteidigungsanlagen auf die Attacke der Boltons warten. Das wird von Ramsay durchkreuzt. Er holt Rickon vor die Front und lässt ihn laufen. Ramsay schickt dem Jungen absichtlich ungezielte Pfeile hinterher. Jon kann das nicht mit ansehen und reitet Rickon entgegen. Im letzten Moment tötet Ramsay Rickon mit einem gezielten Schuss. Jon stürmt allein auf die feindlichen Reihen zu. Somit müssen seine Leute die Deckung verlassen und zuerst angreifen. Viele fallen im Pfeilhagel. Weitere sterben im Kampf Mann gegen Mann. Die Boltons gewinnen die Oberhand, indem sie ihre Gegner mittels einer Phalanx aus Schilden und Speeren einkesseln. Selbst der letzte auf Seiten der Wildlinge kämpfende Riese kann den Schildwall nicht durchbrechen und wird schwer verwundet. Da greift die von Sansa verständigte Armee Petyr Baelishs ein. Die Phalanx wird von der gepanzerten Kavallerie vernichtet. Tormund streckt Lord Umber nieder. Ramsay zieht sich eilends in die Burg zurück, doch der Riese durchbricht das Tor. Es gelingt Ramsay, den Riesen mit einem Pfeilschuss zu töten. Dennoch erringen Jons Leute den Sieg. Jon schlägt Ramsay zusammen, verzichtet aber darauf, ihn umzubringen.

Winterfell wurde von den Starks zurückerobert. Wie von Melisandre vorhergesehen fallen die Banner der Boltons in den Dreck. Sansa rechnet allein mit Ramsay ab. Sie überlässt ihn seinen eigenen Hunden, die seit einer Woche nicht mehr gefüttert wurden und der Versuchung, den Hunger mit dem Fleisch ihres Herrn zu stillen, nicht widerstehen können.

6.10: Die Winde des Winters (The Winds of Winter) - 68:01 Min.
Regie: Miguel Sapochnik

Unweit der Mauer verabschiedet sich Benjen von Bran und Meera. Er erklärt, dass die Mauer nicht nur aus Eis besteht. Bei ihrer Errichtung wurde mächtige Magie eingesetzt, die es den Untoten unmöglich macht, sie zu passieren. Aus demselben Grund muss Benjen im hohen Norden bleiben. Dort will er den Kampf gegen die Untoten allein fortsetzen. Bran hat eine weitere Vision von der Vergangenheit. Der junge Eddard Stark dringt in einen Turm ein, in dem seine Schwester Lyanna, die von Prinz Rhaegar Targaryen entführt worden ist, gefangen gehalten wird. Sie hat ein Kind zur Welt gebracht. Das Kind ist wohlauf, doch Lyanna liegt im Sterben. Sie fleht ihren Bruder an, den kleinen Jungen zu beschüzten.

Walder Frey kann sich nicht lange seines Sieges über die Tullys freuen. Eine Dienerin setzt ihm eine Pastete vor, die aus dem Fleisch seiner ältesten Söhne gemacht wurde, wie er erst bemerkt, nachdem er schon kräftig zugelangt hat. Als die Dienerin buchstäblich ihr Gesicht abnimmt, zeigt sich, dass sie mit Arya identisch ist. Arya hakt einen weiteren Namen auf ihrer Liste ab und durchtrennt die Kehle des verräterischen alten Lords. Sam und Goldie erreichen Oldtown. Sam beantragt die Aufnahme in die Citadel, weil er der neue Maester der Nachtwache werden soll. Es ist allerdings noch keine Nachricht von der Nachtwache eingetroffen, die Sams Behauptung bestätigt. Er muss warten, bis der Erzmaester bereit ist, mit ihm zu sprechen. In der Zwischenzeit darf er die gigantische Bibliothek der Citadel nutzen.

Davos stellt Melisandre in Jons Beisein wegen Shireens Tod zur Rede. Die Rote Priesterin leugnet ihre Schuld nicht. Davos fordert Melisandres Tod. Da sie im kommenden Krieg gegen die Weißen Wanderer noch gebraucht werden könnte, verbannt Jon sie lediglich. Petyr versucht einen Keil zwischen Sansa und Jon zu treiben, indem er behauptet, er träume davon, den Eisernen Thron in Besitz zu nehmen - an Sansas Seite. Sie weist ihn zurück. Bei einer Versammlung aller Lords des Nordens in Winterfell verhindert die junge Lady Mormont, dass sich die anderen Adligen gegen die Wildlinge wenden und sich in ihre Herrschersitze zurückziehen, um den Winter abzuwarten. Sie verkündet, dass ihr Haus den Starks im Kampf gegen die Weißen Wanderer beistehen wird. Ihr ist es egal, dass Jon Snow kein legitimer Erbe Eddard Starks ist. Für sie ist Jon der König des Nordens. Begeistert schließen sich die Lords ihrer Meinung an. Sansa ist zufrieden, ganz im Gegensatz zu Petyr.

Am Tag der Gerichtsverhandlung erscheint Cersei nicht in der Großen Septe. Tommen wird von Gregor Clegane daran gehindert, seine Räumlichkeiten zu verlassen. Loras gesteht alle Sünden, die man ihm vorwirft, verzichtet öffentlich auf den Adelstitel und erklärt seine Bereitschaft, sein restliches Leben in den Dienst der Götter zu stellen. Währenddessen werden Großmaester Pycelle sowie der Glaubenskrieger Lancel Lannister von Qyburns "Vögelchen" in Fallen gelockt und ermordet. Dann explodiert die Septe. Die unter dem Gebäude lagernden Behälter mit Seefeuer wurden in Cerseis Auftrag entzündet. Alle Anwesenden, darunter der Hohe Spatz, Margaery und ihr Vater Mace Tyrell sowie die Hand des Königs (Kevan Lannister), kommen in den Flammen um. Große Teile der Stadt werden in Mitleidenschaft gezogen. Cersei vollendet ihre Rache, indem sie Gregor Clegane jene Septa überlässt, unter der sie in der Kerkerzelle besonders zu leiden hatte. Verzweifelt wegen des Verlusts seiner geliebten Frau stürzt sich Tommen in den Tod. Jaime kommt rechtzeitig nach King's Landing zurück, um mitzuerleben, wie sich Cersei zur Königin krönen lässt.

Olenna Tyrell dürstet nach Rache für die Auslöschung ihres Hauses. Sie verbündet sich in Dorne mit Ellaria Sand, die bereits in Verhandlungen mit Varys steht. Vor dem Aufbruch nach Westeros erteilt Daenerys ihrem Liebhaber Daario auf Anraten Tyrions den Befehl, mit seinen Kämpfern in Essos zurückzubleiben und dort den Frieden zu sichern. Daenerys beabsichtigt ihren Herrschaftsanspruch über Westeros mit einer politischen Heirat zu festigen. Dabei wäre ihr Daario im Wege. Tyrion wird zur Hand der Königin ernannt. Dann sticht die mit den Unbefleckten, den Dothraki und den Anhängern Yaras bemannte Flotte Richtung Westen in See.


Kringels Meinung

Achtung! Der folgende Text enthält massive Spoiler!

Ich kann nicht anders - ich muss mein Loblied aus dem Kommentar zur fünften Staffel hier leicht abgewandelt wiederholen. Seinerzeit habe ich geschrieben, dass es derzeit keine bessere Fantasy-Fernsehserie gibt als "Game of Thrones", dass es nie eine bessere gegeben hat und auf lange Sicht keine bessere geben wird. Jetzt gehe ich noch einen Schritt weiter. Nach meiner ganz persönlichen bescheidenen Meinung gibt es im Fernsehen überhaupt nichts besseres als "Game of Thrones"! Die Serie hat Maßstäbe gesetzt und tut dies weiterhin, sowohl was den für die Produktion betriebenen Aufwand angeht, als auch hinsichtlich dessen, was an komplex verwickelter Handlung, Sex (OK, dieser Aspekt wurde in Staffel 6 deutlich zurückgefahren) und Gewalt im Fernsehen gezeigt werden kann. Jede einzelne Episode hat Blockbusterqualität. Schauspielerische Leistungen, Action, Storytelling, reale/eigens gebaute/per CGI kreierte Schauplätze, Ausstattung, Kostüme, Spezialeffekte - das alles muss sich vor aktuellen Kinofilmen nicht verstecken. Tatsächlich habe ich im Kino in letzter Zeit so manchen Film gesehen, der nicht an das Niveau von "Game of Thrones" herankommt. Unglaublich heftige Schlachten (Jon vs. Ramsay!), wundervolle, immer neue Schauplätze (Oldtown, Riverrun, Horn Hill) intensive Szenen wie Sansas Rache an Ramsay und ikonische Momente wie Daenerys' Ansprache vor den Dothraki auf dem Rücken eines Drachen (ich hätte am liebsten mitgejubelt) stellen so manche seelenlose Hollywood-Großproduktion problemlos in den Schatten. Ganz besonders gut gefällt mir, dass sich Drehbuchautoren und Regisseure trotz der mit Handlung und Action vollgepackten Episoden immer wieder Zeit für tiefer gehende Figurenzeichnung nehmen. So wird bei einem Gespräch zwischen Brienne und Jaime deutlich, dass sie unter anderen Umständen sogar ein Paar hätten sein können. Sie sind jedoch beide im Geflecht ihrer Verpflichtungen gefangen. In einer amüsanten Szene versucht Tyrion Missandei und Grauer Wurm dazu zu bringen, Witze zu erzählen. Solche Szenen treiben die Handlung vielleicht nicht unbedingt voran, sind für mich aber das Salz in der Suppe.

Apropos Figurenzeichnung. "Game of Thrones" darf sich rühmen, einige der stärksten Frauenfiguren erschaffen zu haben, die man je auf dem Bildschirm gesehen hat. So hat sich Sansa sehr weit von der naiven Träumerin entfernt, die sie in der ersten Staffel noch war. Sie ist jetzt eine Frau, vor der sich selbst Littlefinger in Acht nehmen muss! Ihre Schwester Arya ist nun eine vollwertige Attentäterin. Margaery täuscht den Hohen Spatz mit fast schon übertriebener Frömmigkeit. Cersei wird zur gnadenlosen Rächerin. Nach allem, was Cersei angetan wurde, ist ihr Rachefeldzug durchaus nachvollziehbar. Ich verstehe nur nicht, warum sie Margaerys Tod in Kauf nimmt. Ihr müsste doch klar sein, dass Tommen seine Gattin wirklich liebt. Selbst wenn sie nicht mit Tommens Selbstmord gerechnet haben sollte, hätte die Gefahr bestanden, dass er sich von ihr abwendet. Und der Junge ist doch ihr Ein und Alles, das sie nie verlieren wollte, oder? In der Serie gibt es sogar noch etwas, das ich als absolute Seltenheit bezeichnen möchte: Starke Kinderfiguren! Und damit wären wir bei meiner heimlichen Heldin, nämlich Bella Ramsey, geboren im Jahre 2003, also gerade mal 13 Jahre alt, in der Rolle der Lady Lyanna Mormont. Schon bei ihrem ersten Auftritt, der übrigens einen sehr netten Moment mit Ser Davos enthält, kann sie voll und ganz überzeugen. Man könnte meinen, das minderjährige Oberhaupt des Hauses Mormont stehe unter dem Einfluss von Beratern, aber weit gefehlt! Sie hat ihren eigenen Willen, den sie auch durchsetzt. Auf Davos' Frage, wie viele Soldaten das Haus Mormont für den Kampf bereitstellen kann, antwortet sie stolz: 62. Davos meint völlig ernsthaft, wenn die nur halb so grimmig seien wie ihre Herrin, wären die Boltons verloren! Das gefällt Lady Mormont sichtlich. Einen geradezu genialen Einsatz hat sie in der letzten Episode, als sie Jon eloquent zu ihrem König erklärt. Einer der alten Lords steht auf, aber nicht etwa, um sich über das Kind lustig zu machen. Vielmehr behandelt er sie voller Respekt und gibt ihr Recht. Besser kann man's nicht machen.

Im Kommentar zu Staffel 5 habe ich die massiven Abweichungen von den zugrunde liegenden Romanen George R. R. Martins ("GRRM") moniert. Ich habe meine Skepsis über die Sinnhaftigkeit mancher Veränderungen zum Ausdruck gebracht, insbesondere was den Tod verschiedener Figuren angeht, die sich in GRRMs Romanen noch bester Gesundheit erfreuen. Ich hatte den Verdacht, dass hier Effekthascherei betrieben wird. Das ist bei Staffel 6 ähnlich, wobei ich natürlich nach wie vor einsehe, dass eine hundertprozentig genaue Nacherzählung der Romanhandlung nicht angebracht wäre. Ich räume ein, dass nicht alle Tode dramaturgisch sinnlos und somit selbstzweckhaft sind, zumindest wenn man in Rechnung stellt, welche Richtung die Serie offensichtlich einschlagen soll. So durfte Rickon nicht weiterleben, weil sonst nicht Jon bzw. Sansa, sondern Rickon der (rechtmäßige) Erbe Lord Eddard Starks wäre. Von Brans Existenz weiß ja niemand was. Es sterben aber nicht nur Leute, es werden auch welche "wiedergeboren". Ob es nötig war, Sandor Clegane und Benjen Stark zurückzuholen? Ich weiß es nicht. Wenn ihre Auftritte in Staffel 6 nur einmalige Gastspiele wären, das heißt, wenn sie für den Rest der Serie keine Bedeutung mehr hätten, dann müsste ich wieder die Effekthascherei-Keule schwingen. Das gilt auch für Aryas Beinahe-Tod in Episode 7, von dem sie sich übrigens viel zu schnell erholt. Das ist ein ziemlich unglaubwürdig aufgelöster Cliffhanger! Jon Snows Wiedererweckung, die Erschaffung der Weißen Wanderer durch die Kinder des Waldes, Brans Flucht, Danys Machtübernahme bei den Dothraki bis hin zur Allianz mit Yara und zum Aufbruch nach Westeros, Jorahs Grauschuppenkrankheit, die Rückeroberung Winterfells durch die Starks, Aryas Rückkehr nach Westeros incl. Tötung Walder Freys, die Explosion der Septe, bei der außer Lady Olenna die gesamte Familie Tyrell umkommt, Cersei auf dem Eisernen Thron und so weiter - alles Dinge, die bei GRRM schlicht nicht vorkommen. Inzwischen müsste man der Serie also den Zusatz "frei nach Motiven von GRRM" geben. Es wird interessant sein, zu lesen, wie GRRM seine Romanserie weiterführt!

Ich habe mich dazu durchgerungen zu akzeptieren, dass die Fernsehserie ganz eigene Wege einschlägt und dass so manche Handlungsebene der Romane (Catelyn!) anscheinend komplett ignoriert werden soll. Zunächst einmal bleibt die Serie dadurch auch für Leute spannend und unvorhersehbar, die schon alle Romane kennen. Außerdem bin ich mit den Abweichungen durchaus einverstanden, wenn sie in sich schlüssig bleiben und wenn die Serie so genial weitergeht wie jetzt. Ich könnte mich noch viel länger über Dinge auslassen, die mir an Staffel 6 gut gefallen haben. Zum Beispiel ist Arya in Braavos Zuschauerin bei einem aufwändig gestalteten Theaterstück, mit dem die Geschehnisse in Westeros parodiert werden. Eddard Stark als begriffsstutziger Trottel, Tyrion als dämonischer Strippenzieher - herrlich! Toll finde ich auch die durch Brans Visionen ermöglichten Rückblicke auf Ereignisse, die zu Robert Baratheons Rebellion geführt haben. So kommen wir in den Genuss, einen jungen Eddard zu sehen, der seine von Prinz Rhaegar Targaryen entführte Schwester Lyanna befreien will. Es wird angedeutet, dass Jon Snow der Sohn Lyannas ist. Als Vater kommt eigentlich nur Rhaegar in Betracht. Jon Snows Identität ist ja eines der am heißesten diskutierten Geheimnisse der Romanserie. Als Rhaegars Sohn könnte Jon Ansprüche auf den Eisernen Thron erheben. Somit wäre er Kandidat Nr. 1 für die von Daenerys angestrebte politische Heirat! Ganz nebenbei wird ein weiteres Geheimnis gelüftet. Der von Bran mental kontrollierte Hodor blockiert eine Tür vor angreifenden Untoten, damit Bran und Meera fliehen können. Bran ist in einer Vision gefangen, in der er den jungen Hodor sieht. Der Ruf "hold the Door" ("halte die Tür") überträgt sich auf den jungen Hodor. Der wiederholt den Ruf, bis sich die Worte zu "Hodor" verschleifen. Von diesem Moment an kann er nur noch dieses eine Wort sagen. Das ist besonders interessant, weil es bedeutet, dass Bran die Vergangenheit beeinflussen kann. Man darf gespannt sein, ob und zu welchem Zweck er diese Fähigkeit nochmal einsetzen wird ...


Blu-ray-Features

Vorab ein paar Bemerkungen zu den Sprachfassungen. Ich schaue mir die Episoden immer im englischen Original an, weil ich mit der mir aus den Romanen bekannten Eindeutschung vieler Namen nicht einverstanden bin. Aus diesem Grund verwende ich in meinen Handlungszusammenfassungen neben den Originalnamen nur diejenigen eingedeutschten Versionen, die mir gefallen. Ich habe mir jetzt ausnahmsweise doch mal eine Episode in der deutschen Synchronisation angeschaut. Nie wieder! Zunächst einmal gehen alle Nuancen verloren, die durch die verschiedenen Sprechweisen und Dialekte entstehen. Vor allem aber passen die deutschen Stimmen in kaum einem Fall zur jeweiligen Figur. Am krassesten ist mir das bei Peter Dinklage aufgefallen. Der Schauspieler hat eine recht tiefe, volltöndende Stimme. Die deutsche Stimme klingt viel schwächer, da ist keine Resonanz spürbar. Das ist einfach nicht Tyrion! Bei vielen anderen ist es mir ähnlich ergangen.

Die Ausstattung mit Bonusmaterial entspricht den älteren Staffelboxen. Audiokommentare sind zu allen Episoden vorhanden, Rückblicke auf die jeweils vorherige und Vorschauen auf die nächste Episode lassen sich aktivieren. Hinzu kommen Hintergrundinformationen zu Personen, Orten und Geschichte, die an bestimmten Stellen während jeder Episode hinzugeschaltet werden können. Es handelt sich um Bild-im-Bild-Einblendungen, die sich vergrößern lassen, wobei die Episode automatisch in den Pausenmodus schaltet. Auch diesmal sind wieder "Legenden und Überlieferungen" vorhanden. In zwei bis sechs Minuten langen animierten Clips liefert je eine Figur aus der Serie, gesprochen vom jeweiligen Schauspieler, zusätzliche Informationen aus den Romanen, die in der Fernsehserie gar nicht oder nur am Rande angesprochen werden.

In "Wiederaufbau der Dothraki-Kultur" ist zu sehen, dass der große Tempel in Vaes Dothrak in Originalgröße gebaut wurde, und zwar zweimal, weil der Brand innen und außen gezeigt werden musste. Die Featurette "Die Schlacht der Bastarde" lässt keinen Zweifel daran offen, dass für die Kampfszenen ein Aufwand betrieben wurde, den man sich noch vor gar nicht so langer Zeit nicht mal bei Kinofilmen geleistet hat. 500 Komparsen und 80 Pferde wurden darauf gedrillt, in tiefem Matsch aufeinander loszugehen. Eine "Bodensanierungscrew" musste den Untergrund nach jedem Drehtag neu aufarbeiten. Für die Aufnahme, die Jon Snow ganz allein vor der Front der Boltons zeigt, wurde nicht getrickst. Hier galoppieren wirklich 40 Pferde direkt auf Kit Harington zu! "18 Stunden in den Paint Hall Studios" ist die kurze Zusammenfassung eines ganzen Drehtages. An diesem Tag waren alle drei Produktionsteams zugleich in den Paint Hall Studios in Belfast tätig - eine logistische Herausforderung! Zahlreiche Mitglieder des Produktionsteams erklären, welche Aufgaben sie zu erledigen haben. Um 3:00 Uhr in der Frühe geht's los. Man sieht, wie Masken und Requisiten angelegt bzw. hergestellt werden, es wird gefrühstückt, Emilia Clarke albert herum und stellt die für ihre Frisur/Kleidung/Make-up zuständigen Damen vor, Standfotos werden gemacht, Szenen werden besprochen und geprobt, die Kulissen werden vorbereitet und so weiter. Um 21:00 Uhr ist endlich Feierabend.

In drei nicht verwendeten Szenen sind weitere Details aus dem im obigen Kommentar erwähnten Theaterstück zu sehen, außerdem eine Unterhaltung Olenna Tyrells mit ihrem Sohn Mace, der offenbar immer noch nicht kapiert hat, was in King's Landing eigentlich vorgeht. In einer weiteren nicht verwendeten Szene holt Edd (ein Bruder der Nachtwache) Jons Schattenwolf und lässt sich nicht von Alliser Thorne einschüchtern.

J. Kreis, 30.03.2017





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