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French Connection - Brennpunkt Brooklyn (USA, 1971)
DVD - Regionalcode 2, Fox Home Entertainment
FSK: 16
Laufzeit: ca. 100 Minuten

Extras:

2 Audiokommentare, Kinotrailer

Regie:

William Friedkin

Hauptdarsteller:

Gene Hackman (Jimmy "Popeye" Doyle)
Roy Scheider (Buddy Russo)
Fernando Rey (Alain Charnier)
Tony Lo Bianco (Salvatore Boca)





Inhalt:

Jimmy Doyle, genannt "Popeye" und sein Partner Buddy Russo sind Detectives im Rauschgiftdezernat von New York. Die Verhaftungsquote der beiden Drogenfahnder ist die höchste des ganzen Reviers, aber sie schnappen bei ihren Razzien, die sie alles andere als zimperlich durchführen, meistens nur kleine Fische an. Als die beiden sich nach einem weiteren eher erfolglosen Einsatz bei einem Drink entspannen, werden sie in der Bar auf eine Gruppe von verdächtigen Italienern aufmerksam und hängen sich - mehr aus Spaß oder Langeweile - an einen von ihnen dran, um ihn zu observieren. Und prompt treffen sie ins Schwarze. Der Mann führt ein Doppelleben und bereitet einen großen Coup vor. In Brooklyn herrscht nämlich zur Zeit ein akuter Mangel an Heroin und es ist eine große Lieferung allerbesten Stoffs aus Marseille auf dem Weg. Davon ahnen Doyle und Russo zunächst zwar noch nichts, aber Doyles Gefühl sagt ihm, daß er einer großen Sache auf der Spur ist. Weitere Hinweise erhält er von einem V-Mann. Er überwacht seinen Verdächtigen - der heißt übrigens Salvatore Boca und gehört zur Mafia - rund um die Uhr. Alsbald trifft Bocas französischer "Geschäftspartner" Alain Charnier mit einer Probe des Stoffs in Brooklyn ein. Als Drogenkurier soll ein bekannter Fernsehstar fungieren und der Deal soll Charnier den Einstieg in die großen Märkte Amerikas ermöglichen.

Doyle heftet sich nun auch an Charniers Fersen, wird dabei aber durch Kollegen vom FBI, mit denen er zusammenarbeiten muß, mehr behindert als unterstützt. Die FBI-Leute hegen einen alten Groll gegen Doyle, weil er bei einem früheren Einsatz angeblich für den Tod eines Kollegen verantwortlich war. Doyle macht es seinen Kollegen aber auch nicht gerade leicht, denn er ist brutal, rücksichtslos, vulgär, ausländerfeindlich und auf seine Art ebenso besessen wie die Süchtigen, die er jagt... also ein richtig sympathisches Herzchen. Pech für Doyle, daß Charnier schnell Wind von der Beschattung bekommt. Er hängt Doyle mit Leichtigkeit ab und hetzt einen Auftragskiller auf die Fersen des Polizisten. Doyle entgeht dem Anschlag nur knapp (eine unglückliche Frau läuft dem Killer im falschen Moment vor die Flinte), verfolgt den mit der Metro flüchtenden Attentäter in einer Irrsinsjagd und erschießt ihn schließlich. Dann schnappt Doyle sich Charniers Auto, eine Luxuskarosse, die der Franzose eigens per Schiff mitgebracht hat. Doyle ist sicher, daß das Heroin irgendwo im Wagen versteckt sein muß. Man nimmt das Fahrzeug komplett auseinander und übersieht beinahe den kleinen Raum unter den Trittbrettern: Dort stecken tatsächlich die Plastikpäckchen mit der heißen Ware.

Charnier wird ein Duplikat seines Autos untergeschoben. Damit fährt er zur Übergabe, die auf dem verlassenen Gelände einer aufgegebenen Fabrik stattfinden soll. Alles verläuft wunderbar, aber als Charnier sich zufrieden mit den Geldköfferchen auf den Rückweg machen will, wartet schon Doyle mit einer Straßensperre auf ihn. Die Gangster versuchen über das Fabrikgelände zu entkommen, dabei wird nicht nur Sal Boca erschossen - Doyle tötet irrtümlich (?) auch den ungeliebten FBI-Agenten. Rasend vor Wut will er Charnier stellen, ein Schuß fällt - Charnier wird nie gefunden...

Der Film:

Lange Zeit passiert in diesem Film ziemlich wenig. Man sieht Doyle dabei zu, wie er seine Zielobjekte beschattet. Dann wieder bricht die Action mit recht derben Gewaltszenen aus, wenn Doyle z.B. mit einem beschlagnahmten Auto mehrere Unfälle in Kauf nimmt und beinahe unschuldige Passanten überfährt, nur um den Typen nicht entkommen zu lassen, der ihm ans Leder wollte. Eigenartigerweise fesseln mich erstere Szenen viel mehr als letztere. Man folgt Doyle durch heruntergekommene, unansehnliche Teile der Stadt, durch Hinterhöfe, U-Bahn-Tunnel und schmierige Bars. Großstadtromantik würde man dort vergebens suchen, sie würde auch gar nicht zu der zynischen, desillusionierten Hauptfigur passen, die von Gene Hackman absolut überzeugend dargestellt wird. Schon in der Anfangsszene, als Doyle und sein Partner einen kleinen Junkie in die Mangel nehmen, fragt man sich unwillkürlich, wer hier eigentlich der Bösewicht ist! Doyle steht meistens in der Kälte herum, während sein Gegenspieler Charnier es sich beispielsweise in einem Restaurant gutgehen läßt - da fragt man sich, ob Doyle seine "Opfer" nur deshalb festnimmt, weil es sein Job ist, oder weil er sie um ihren luxuriösen Lebensstil beneidet und es ihnen heimzahlen will...

Die DVD:

Kaum Extras (immerhin zwei leidlich interessante Audiokommentare), dafür bekommt man den Film zum Niedrigpreis. Es gibt ihn auch in einem Doppelpack mit dem zweiten Teil.

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