In der Fremdenlegion


In der Fremdenlegion (USA, 1939)
- The flying Deuces -

DVD Regionalcode 0 (s/w), Best Entertainment
Altersfreigabe: FSK 0
Laufzeit: ca. 69 Min.

Extras
- Bildergalerie

Regie:
A. Edward Sutherland

Hauptdarsteller:
Stan Laurel
Oliver Hardy
Jean Parker (Georgette)
Reginald Gardiner (Francois)
Charles Middleton (Kommandant)




Inhalt

Stan und Ollie machen Urlaub in Paris. Ollie möchte für immer dort bleiben, denn er hat sich in Georgette verliebt, die Tochter des Hotelbesitzers. Die Schöne ist aber nur auf Ollies Flirtversuche eingegangen, um sich zusammen mit ihren Freundinnen über ihn zu amüsieren. In Wahrheit ist sie mit dem Fremdenlegionär Francois verheiratet. Deshalb weist sie Ollies Heiratsantrag zurück. Ollie will sich in die Seine stürzen, Stan soll es ihm gleichtun. Während sich die beiden noch darüber unterhalten, wie sie gern wiedergeboren werden würden (Ollie würde die Form eines Pferdes vorziehen), kommt Francois hinzu, dessen Identität den beiden Selbstmordkandidaten nicht bekannt ist. Der junge Mann hat einen Alternativvorschlag. Ollie soll in die Fremdenlegion eintreten, denn dann würde er seinen Liebeskummer mit Sicherheit ganz schnell vergessen. Das leuchtet Ollie ein, und so findet er sich schon bald, wie immer in Stans Begleitung, als Rekrut in einer nordafrikanischen Legionärsgarnison wieder.

Sehr schnell stellen Stan und Ollie fest, dass die anstrengende und schlecht bezahlte Arbeit bei der Legion so gar nicht nach ihrem Geschmack ist. Außerdem gelingt es Ollie trotz aller Anstrengungen nicht, Georgette zu vergessen. Ollie verfasst ein "Kündigungsschreiben", mit dem er den Garnisonskommandanten derart beleidigt, dass dieser alle Hebel in Bewegung setzt, um die beiden Deserteure einzufangen. Zu allem Überfluss erscheint auch noch Georgette, die Francois nachgereist ist. Stan und Ollie werden verhaftet und im Kerker eingesperrt. Am nächsten Morgen sollen sie erschossen werden. Ein unbekannter Helfer weist sie darauf hin, dass es im Zellenboden eine Falltür gibt, die zu einem Fluchttunnel führt. Stan und Ollie kriechen hinein und müssen sich den Rest des Weges freigraben. Dabei verschätzen sie sich und landen nicht jenseits der Mauer, sondern im Weinkeller.

Bei der anschließenden Verfolgungsjagd setzen sie ihre Verfolger mit Sekt außer Gefecht, erschrecken Georgette so sehr, dass sie in Ohnmacht fällt, und landen schließlich in einem Flugzeug, dessen Motor sie versehentlich starten. Die Maschine erhebt sich in die Lüfte, nur um nach einem kurzen Höllenflug abzustürzen. Ollie überlebt den Absturz nicht und fliegt als Engel gen Himmel. Stan kehrt in die Heimat zurück. Dort wird er von einem Pferd mit Melone und Zweifingerbärtchen begrüßt. Ollies Reinkarnationswunsch wurde erfüllt!

Kommentar

Es wird zwar eine Geschichte erzählt, im Grunde dient sie aber nur als Aufhänger für Slapstick-Szenen, wie man sie von Stan und Ollie erwartet. Es ist schon erstaunlich, dass die meisten Gags eines so uralten Films immer noch zünden. Das wunderbare Zusammenspiel von Laurel und Hardy sowie die Sympathie, die man ihnen unwillkürlich entgegenbringt, sind dafür natürlich ausschlaggebend. Der Film enthält sogar eine Szene, in der sie zusammen singen und tanzen. Dieses Duo ist einfach unschlagbar, und man kann sich den einen gar nicht ohne den anderen vorstellen. Das wird in der genialen Selbstmordszene (eine Diskussion über Reinkarnation hätte ich in einem solchen Film nicht erwartet) besonders deutlich: Ollie möchte Stan mitnehmen, denn wer sollte ihn herumkommandieren, wenn Ollie nicht mehr da wäre? Und Stan möchte nicht, dass Ollie ihn allein lässt, denn wem sollte er dann auf die Nerven gehen?

Köstlich sind auch der respektlose Umgang der beiden völlig unsoldatischen Rekruten mit ihren Vorgesetzten und ihre Sisyphus-Arbeit mit Bergen von schmutziger Wäsche. Die zweite Hälfte des recht kurzen Films wird von der Verfolgungsjagd dominiert, aber selbst die wird nicht langweilig, denn wie es sich für einen Laurel&Hardy-Film gehört, kommt es dabei zu großmaßstäblichen Zerstörungen. Der Humor der beiden großartigen Komiker ist einfach zeitlos - kann man immer wieder gucken.

DVD-Features

Bild- und Tonqualität lassen leider sehr zu wünschen übrig. Genauer gesagt: Sie sind katastrophal. Verschwommenes, unruhiges Bild mit unzähligen Verschmutzungen und Filmschäden sowie dumpfer, verrauschter Ton trüben den Genuss ganz erheblich. Als Bonusmaterial gibt's nur eine kleine Bildergalerie mit sehr unscharfen Filmszenen. Aber ich will nicht meckern, denn die DVD war sehr billig...


J. Kreis, 24.09.2012




Gastkommentare


Gastkommentare werden nicht von J. Kreis verfasst und dürfen nicht auf anderen Homepages oder in Printmedien weiterverwendet werden.


Noch keine Gastkommentare vorhanden!


Deine Meinung?

(Bei Klick auf diesen Button öffnet sich ein Kontaktformular in einem gesonderten Fenster)


Seitenanfang


Startseite

Filme