Forrest Gump


Forrest Gump (USA, 1994)

DVD Regionalcode 2, Paramount
Altersfreigabe: FSK 12
Laufzeit: ca. 136 Minuten

Extras
- Audiokommentar von Robert Zemeckis, Steve Starkey und Rick Carter
- Audiokommentar von Wendy Finerman

Regie:
Robert Zemeckis

Hauptdarsteller:
Tom Hanks (Forrest Gump)
Michael Conner Humphreys (Forrest Gump als Kind)
Robin Wright Penn (Jenny Curran)
Hanna R. Hall (Jenny Curran als Kind)
Sally Field (Mrs. Gump)
Gary Sinise (Lt. Dan Taylor)
Mykelti Williamson (Benjamin Buford Blue, genannt "Bubba")




Inhalt:

Forrest Gump ist zwar ein "langsamer Denker" mit einem Intelligenzquotienten von 75, hat nach Ansicht seiner alleinerziehenden Mutter aber dieselben Chancen im Leben verdient wie jedes andere Kind. Deshalb ist sie dem Rektor zu Willen, damit dieser ihn als Schüler aufnimmt. Am ersten Schultag begegnet Forrest im Bus der bildhübschen Jenny Curran, die ihn als einziges Kind nicht hänselt. Jenny leidet unter den Misshandlungen ihres Vaters und verbringt fast ihre gesamte Zeit mit Forrest. Die beiden werden unzertrennlich. Als Forrest wieder einmal von seinen Mitschülern gejagt wird, feuert Jenny ihn an. Forrest läuft seinen Verfolgern davon - er ist unglaublich schnell. So wird er zum Star eines Footballteams und erhält ein Stipendium. Nach dem Abschluss meldet er sich zum Militär. In der Army fühlt er sich besonders wohl, weil man dort stets klare, einfache Anweisungen erhält. Sein Kamerad Benjamin Buford Blue, genannt "Bubba", wird sein bester Freund. Von ihm erfährt er alles, was man über die Shrimps-Fischerei wissen muss. Die beiden beschließen, nach dem Ende des Vietnamkriegs als gleichberechtigte Partner in dieses Geschäft einzusteigen.

Forrest und Bubba werden nach Vietnam geschickt und der Einheit von Lt. Dan Taylor zugeteilt. Als der Trupp bei einer Patrouille angegriffen wird und unter schweren Beschuss gerät, wird Forrest zum Kriegshelden, indem er einen verwundeten Kameraden nach dem anderen aus der Kampfzone schleppt, bevor Kampfjäger das ganze Gebiet mit Napalm bombardieren. Er rettet auch Taylors Leben, doch der ist ihm zunächst nicht dafür dankbar, denn er verliert beide Beine und wäre lieber ehrenvoll auf dem Schlachtfeld gestorben. Bubba stirbt noch vor Ort an einem Bauchschuss. Forrest wird ebenfalls verwundet. Im Lazarett entdeckt er seine zweite Begabung: Er ist ein begnadeter Tischtennisspieler. Forrest wird Mitglied des US-Army-Teams und reist sogar zu einem Wettkampf nach China. Jenny, die eigentlich Folksängerin werden wollte, gerät allmählich auf die schiefe Bahn. Sie schließt sich der Friedensbewegung an und wird drogensüchtig. Forrest begegnet ihr mehrmals, verliert sie aber immer wieder aus den Augen. Dennoch bleibt sie seine einzige Liebe.

Nach seiner Entlassung aus dem Militärdienst kauft Forrest von dem Geld, das er durch Tischtennis-Sponsoring erhalten hat, einen Krabbenkutter. Taylor, mit dem er zuvor einige Zeit in New York zusammengelebt hat, wird sein Partner und Freund. Der Erfolg stellt sich erst nach einem Sturm ein, von dem die beiden auf offener See überrascht werden und der die gesamte übrige Fischerflotte vernichtet. Forrest erzielt danach als einziger Krabbenlieferant des Landes gewaltige Gewinne. Taylor, der den Betrieb für Forrest leitet, investiert in ein erfolgreiches Computerunternehmen. Danach müssen sich die beiden nie mehr Gedanken um Geld machen. Dann stirbt Forrests Mutter. Er lebt nun allein in seinem großen Elternhaus, bis Jenny eines Tages unerwarteterweise auftaucht. Sie schläft mit ihm und verschwindet am nächsten Tag wieder. Forrest fängt an zu laufen - und hört nicht mehr damit auf. Drei Jahre lang durchquert er die USA von einer Küste zur anderen. Dadurch gewinnt er riesige Popularität und eine große Anhängerschaft. Durch eine Fernsehreportage wird Jenny auf ihn aufmerksam. Sie schreibt ihm und lädt ihn zu sich ein. Während Forrest auf einer Bank sitzend auf den Bus wartet, erzählt er anderen Fahrgästen seine Lebensgeschichte.

Bei Jenny angekommen erfährt Forrest, dass er einen nach ihm benannten Sohn hat, und dass Jenny an einer unheilbaren Krankheit leidet. Jetzt endlich ist sie bereit, ihn zu heiraten und mit ihm in Greenbow, Alabama, zu leben. Den beiden ist nicht viel Zeit vergönnt; Jenny stirbt kurz nach der Hochzeit. Forrest kümmert sich nun allein um seinen Sohn.

Der Film:

Eigentlich kann ich mir jeglichen Kommentar zu diesem Film sparen. Er gehört zu jenen zeitlosen Klassikern, die man einfach gesehen haben muss. Am besten im englischen Original, denn nur so kommt die besondere Sprechweise der Bewohner Alabamas zur Geltung. Ich mag den Film, und ich mag seine Hauptfigur. Um es mit Forrest Gump zu sagen: "That's all I have to say about that".

Na ja, ein oder zwei Worte vielleicht doch. Forrest Gump erlebt für uns die 60er und 70er Jahre und wird - ohne es selbst zu merken - immer wieder in bedeutende Ereignisse verwickelt. So liefert er als Kind die Idee für den unverwechselbaren Tanzstil des jungen Elvis Presly, sorgt für die Aufdeckung des Watergate-Skandals, inspiriert John Lennon zu dem Lied "Imagine", erfindet den Spruch "Shit happens" sowie das Joggen... durch geschickt veränderte Originalaufnahmen wurde es möglich, Forrest Personen von weltgeschichtlicher Bedeutung wie John F. Kennedy, Lyndon B. Johnson oder Richard Nixon begegnen zu lassen. Natürlich ist nichts von alldem jemals geschehen, und Forrests Involvierung in alle möglichen bekannten Geschehnisse mag manchmal etwas übertrieben sein, aber der Effekt war damals, als ich den Film zum ersten Mal gesehen habe, durchaus verblüffend.

Forrest versteht nur selten, was um ihn herum vorgeht, und er kommentiert es nicht. Er berichtet nur - die Interpretation bleibt dem Zuschauer überlassen. Der Film hätte grandios in die Hose gehen können, wenn Forrest als Idiot dargestellt worden wäre. Dass das nicht geschieht, ist Tom Hanks zu verdanken. Er macht sich nicht über die von ihm verkörperte Figur lustig, sondern spielt ihn mit genau dem richtigen Ernst und genau der richtigen Würde. Forrest Gump ist keine Witzfigur. Im Grunde ist er "normaler" als die meisten Menschen, mit denen er es in seinem Leben zu tun bekommt.

Also: Anschauen, falls ihr den Film noch nicht kennt. Und nicht vergessen: "Dumm ist der, der Dummes tut"!

J. Kreis, 05.06.2011




Gastkommentare


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Gastkommentar von Michel Wuethrich (05.06.2011):

Zu dieser Betrachtung kann ich nur meine Zustimmung geben. Der Film ist ein Klassiker!

Obwohl man sagt, dass ein Buch nur schwer zu verfilmen ist, hat Zemeckis dies hervorragend gemacht.
In der Originalsprache ist ein Muss!
Und falls man sich den Büchern (ja Mehrzahl! "Forrest Gump" und "Gump & Co") von Winston Groom widmet, hört man die Sprache von Tom Hanks, so sehr hat er diesen Charakter eingenommen.

Einer der wenigen Filme, der jede Inkarnation in meinem Archiv durchmachte, angefangen bei der normalen Videokassette, aber mittlerweile auch den Weg auf Blu-ray geschafft hat.



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