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Flesh Gordon Flesh Gordon (USA, 1974)
- Flesh Gordon -

Flesh Gordon - Schande der Galaxis (USA, 1989)
- Flesh Gordon meets the Cosmic Cheerleaders -

DVD - Regionalcode 2, Marketing-Film
FSK: Keine Jugendfreigabe
Laufzeit: ca. 90 / 102 Minuten

Extras
Audiokommentar zu "Flesh Gordon", Trailer zu beiden Filmen, Alter deutscher Vor- und Abspann, Bildergalerien

Regie:
Michael Benveniste (nur Teil 1), Howard Ziehm

Hauptdarsteller Teil 1:
Jason Williams (Flesh Gordon)
Cindy Hopkins (Dale Ardor)
Joseph Hudgins (Dr. Flexi Jerkoff bzw. Juckow in der deutschen Version)
William Dennis Hunt (Emperor Wang the Perverted bzw. Kaiser Hodes)

Hauptdarsteller Teil 2:
Vince Murdocco (Flesh Gordon)
Robyn Kelly (Dale Ardor)
Tony Travis (Dr. Flexi Jerkoff)
William Dennis Hunt (Evil Presence)




Inhalt / Kommentar

Vielleicht kennt ihr dieses Phänomen: Da schwärmen euch diverse Leute jahrelang die wunderbarsten Dinge über irgendwelche uralten Filme vor, die ihr noch nie gesehen habt. Dem DVD-Boom habt ihr es zu verdanken, dass diese Filme neu veröffentlicht werden, ihr habt also endlich die Gelegenheit, auch mal einen Blick darauf zu werfen. Und danach fragt ihr euch, was zum Geier daran so toll sein soll. So ist es mir bei "Flesh Gordon" ergangen.

Flesh Gordon muss im ersten Teil eingreifen, als die Erde auf ungewöhnliche Art und Weise angegriffen wird: Sexstrahlen verwandeln unbescholtene, harmlose Bürger in unersättliche Lustmolche. Wenn die Leute von den Strahlen getroffen werden, fallen sie übereinander her. Dabei ist es völlig egal, wo sie gerade sind. Natürlich bricht die öffentliche Ordnung zusammen, Panik greift um sich. Immerhin kann herausgefunden werden, dass die Strahlen vom Planeten Porno kommen. Flugs fliegen Flesh Gordon, Dr. Juckow und Dale dorthin, um nach dem Rechten zu sehen. So geraten sie mit dem perversen Kaiser Hodes aneinander, der Gefallen an Dale findet. Nachdem diverse Vergewaltigungsroboter und anderes Gelichter besiegt sind, fährt Hodes schwereres Geschütz auf und erweckt ein gigantisches Sexmonster...

Im zweiten Teil geht's gerade andersrum: Flesh arbeitet inzwischen als Schauspieler für viertklassige Billigfilmproduktionen. Er wird von den Kosmischen Cheerleadern entführt, deren Männer mit Impotenz-Strahlen beschossen worden sind. Flesh Gordon, dessen Virilität ungebrochen ist, soll ihnen im Kampf gegen den maskierten Finsterling helfen, der hinter allem steckt. Dale und Dr. Jerkoff verfolgen die Cheerleader, um Flesh zu befreien. Es stellt sich heraus, dass der Maskierte ein alter Bekannter ist, und dass er es auf Fleshs bestes Stück abgesehen hat...

Genau so bekloppt, wie diese zugegeben nur stichwortartige Inhaltsangabe sich liest, sind die beiden Filme tatsächlich. Teil 1 mag gerade noch als derbe Parodie auf die Flash Gordon - Serials durchgehen, immerhin sind die Spezialeffekte dieses Films durchaus akzeptabel und es gibt viele Bezugnahmen auf die alten Serials zu sehen. Die diversen Nackedeis, die sich da so tummeln, sind wenigstens noch irgendwie sinnvoll für die rudimentäre Handlung. Die Schauspieler haben offensichtlich Spaß an der Sache, teilweise können sie nicht ernst bleiben und müssen über sich selbst lachen. Teil 2 ist dagegen nur noch peinlich. Haarsträubende Kalauer, Fäkalhumor, sexistische Zoten, billige Stop-Motion-Kreaturen. Hier und da entledigen sich irgendwelche Personen ihrer Garderobe - wohl nur, um den Spannern etwas zu bieten. Für ein müdes Grinsen mag allenfalls das Gehampel des verrückten Wissenschaftlers sorgen, der dem Finsterling zur Seite steht.

Manche Filme sind so schlecht, dass sie schon fast wieder gut sind, manche aber sind einfach nur schlecht. Diese beiden Filme sind sogar noch schlechter als schlecht. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

Die DVD:

Einziges erwähnenswertes Extra ist ein Audiokommentar der Regisseure zum ersten Film. Ich muss gestehen, dass ich mir den Film kein zweites Mal antun konnte - ich kann deshalb zu diesem Feature nichts sagen. Ansonsten gibt es nur noch einige Bilder zu sehen: Szenenfotos, Poster, Aufnahmen von alten Verpackungen beider Filme.

J. Kreis, 12.06.2006
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