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Firefly Firefly - Der Aufbruch der Serenity (USA, 2002 - 2003)
DVD - Regionalcode 2, Fox Home Entertainment
FSK: 16
Gesamtlaufzeit: ca. 625 Minuten

Extras

Audiokommentare, "Wie es einst war: Das Making of Firefly", "Die Serenity: Die zehnte Hauptfigur", Joss Whedon singt den Firefly-Song, Joss Whedon führt durch das Set, 4 bisher unveröffentlichte Szenen, Gag Reel, Alan Tudyks Probeaufnahmen

Regie:
Joss Whedon, Tim Minear, Vern Gillum, Michael Grossman, Vondie Curtis Hall, Marita Grabiak, David Solomon, Allan Kroeker, James Contner, Thomas J. Wright

Darsteller:
Nathan Fillion (Malcolm Reynolds - "Mal")
Gina Torres (Zoe Washburne)
Allan Tudyk (Hoban Washburne - "Wash")
Adam Baldwyn (Jayne Cobb)
Jewel Staite (Kaywinnit Lee Frye - "Kaylee")
Summer Glau (River Tam)
Sean Maher (Dr. Simon Tam)
Ron Glass (Shepherd Book)
Morena Baccarin (Inara Serra)




Inhalt

Die DVD-Box enthält alle 14 (eigentlich 15, da der Pilotfilm aus 2 Teilen besteht) Episoden der TV-Serie "Firefly", die leider mitten in der ersten Staffel eingestellt wurde. Einige in der Serie offen gebliebene Fragen werden durch den Kinofilm Serenity beantwortet.

Die Episoden liegen auf DVD in der von Joss Whedon gewünschten Reihenfolge vor - diese stimmt nicht mit der Reihenfolge der TV-Ausstrahlung überein.

"Firefly" spielt ungefähr 500 Jahre in der Zukunft. Fast alle Ressourcen der Erde wurden aufgebraucht, die einzelnen Nationen sind miteinander verschmolzen, was zu einer eigenartigen Vermischung westlicher und fernöstlicher Kulturen geführt hat. Zahlreiche Planeten und Monde wurden von den Menschen besiedelt. Manche dieser neuen Welten mußten erst durch Terraforming-Prozesse bewohnbar gemacht werden und auf vielen der weit entfernten Planeten sind die Lebensbedingungen noch sehr hart. Bei ihrem Überlebenskampf sind die Siedler auf freie Händler angewiesen, die mit ihren Raumschiffen zwischen den Planeten pendeln und oft genug am Rande der Legalität arbeiten. Die Reavers, ein Stamm raumfahrender Barbaren, der marodierend durchs All zieht, sorgt für zusätzliche Probleme. In den zivilisierteren Regionen hat sich die so genannte Allianz entwickelt, ein Zusammenschluß mehrerer Planeten, der allen besiedelten Welten das eigene System aufoktroyieren will. Konflikte sind dabei natürlich an der Tagesordnung, und die freien Händler sind immer mittendrin...

1: Serenity (Pilotfilm)
Die Allianz ist überall auf dem Vormarsch. Sergeant Malcolm Reynolds, genannt "Mal", kämpft als Widerständler auf verlorenem Posten, doch er vertraut in Gott und die Hilfe seiner Befehlshaber. Sein Vertrauen wird enttäuscht, denn die Allianz hat eine gewaltige Armada entsandt und deshalb lassen die eigenen Leute ihn im Stich. Sechs Jahre nach diesem desillusionierenden Ereignis ist Mal ein freier Händler und Kommandant seines eigenen Schiffs. Zoe, eine Gefährtin aus dem Widerstandskampf, gehört ebenso zur Besatzung wie der etwas unterbelichtete Söldner Jayne, der begnadete Pilot Wash (Zoes Ehemann) und die immer fröhliche Technikerin Kaylee. Inara Serra, eine Companion (ein Euphemismus für eine Edelprostituierte - diese Frauen genießen überall ein hohes Ansehen) vervollständigt die Crew. Die schöne Frau nutzt eines der beiden angedockten Shuttles für ihre Arbeit und wird auf manchen Planeten als "Botschafterin" vorausgeschickt. Zu ihr hat Mal eine besondere Beziehung - doch weder er noch Inara schaffen es, dieses Verhältnis je zu klären.

Mit der Serenity, einem Schiff der Firefly-Klasse, erledigt Mal jeden Auftrag, den er gerade noch mit seinem Gewissen vereinbaren kann. Da er nicht skrupellos genug ist, leidet er unter chronischem Geldmangel. Als sie ihre neueste Beute auf den Allianz-Planeten nicht loswerden, müssen Mal und seine Leute sich zu den äußeren Kolonien wagen. Auf ihrer Reise nehmen sie Passagiere mit: Den Priester Shepherd Book, den Chirurgen Simon Tam und einen Mann namens Dobson. Ziemlich schnell stellt sich heraus, daß Dobson ein Allianz-Spion ist, und daß er es auf Tam und dessen "Fracht" abgesehen hat. Bei letzterer handelt es sich um Tams Schwester River, die der junge Arzt aus einem Forschungslabor der Allianz befreit hat. Es kommt zu einer Schießerei, bei der Kaylee schwer verletzt wird. Dobson wird in eine Arrestzelle gesperrt. Jetzt hat Mal nicht nur eine heiße Fracht und unliebsame Passagiere an Bord, sondern auch die Allianz auf den Fersen - von einem Schiff der Reavers ganz zu schweigen...

2. Schmutzige Geschäfte
Nachdem Mal die heiße Fracht doch noch losgeworden ist und seine Verfolger abgeschüttelt hat, geht es weiter zum nächsten Auftrag. Book und die Geschwister Tam gelten fortan als neue Besatzungsmitglieder der Serenity. Unterwegs gibt River wirres Zeug von sich - offenbar hat man sie in der Forschungseinrichtung, aus der sie befreit wurde, grausamen Experimenten unterzogen. Sie scheint hochbegabt zu sein und sich alle möglichen Dinge mit einer Leichtigkeit merken zu können, die für normale Menschen unvorstellbar ist. Doch noch leidet sie zu sehr unter ihren Erinnerungen, man kann kaum etwas Vernünftiges von ihr erfahren. Mal trifft sich auf einer Skyplex-Raumstation mit dem zwielichtigen Adelai Niska. Von ihm erhält er den Auftrag, Güter der Allianz aus einem Zug zu stehlen. Der Haken an der Sache ist: Wenn der Job schiefgeht, ist das gleichbedeutend mit einem Todesurteil für Mal und seine Leute. Der Coup gelingt zwar trotz einiger Schwierigkeiten, aber Mal stellt fest, daß die Güter, die er gestohlen hat, in der unterentwickelten Kolonie dringend benötigt werden: Es sind Medikamente. Da er es nicht mit seinem Gewissen vereinbaren kann, die Siedler durch den Raub der Medikamente zu Siechtum und Tod zu verurteilen, gibt Mal die Container zurück. Und schon hat er sich Niska zum Feind gemacht - außerdem haben Geheimagenten bereits Rivers Spur aufgenommen...

3. Fernab der Zivilisation
Die Serenity begegnet einem verlassenen Siedlerschiff, das im All treibt. Bei der Erkundung finden Mal und seine Leute nicht nur wertvolle Ware, sondern auch Dutzende von kopfunter aufgehängten Leichen und einen halb wahnsinnigen Überlebenden. Die Erklärung: Das Schiff ist von Reavern überfallen worden. Diese barbarischen, halbwilden Wesen haben nach Ansicht von Mal nichts menschliches mehr an sich. Die Reaver haben das Siedlerschiff mit einer Bombe versehen, die sich auch mit der Serenity verbindet, doch dieses Problem kann von Kaylee gelöst werden. Kaum sind die Toten "bestattet" und die Güter geborgen, da taucht ein riesiges Allianzschiff auf. Die Serenity muß andocken, schließlich wird immer noch nach einem Schiff der Firefly-Klasse gefahndet. Die Verhöre beginnen, doch Mal hat ganz andere Sorgen: Er weiß, daß der Überlebende auf dem besten Weg ist, ein Reaver zu werden, da er gezwungen worden ist, das Gemetzel mit anzusehen. Simon und River Tam verstecken sich auf der Außenhülle der Serenity. River zeigt einmal mehr ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten: Sie scheint mentalen Kontakt mit dem Überlebenden zu haben. Mals Befürchtungen werden bestätigt: Der Überlebende bricht aus, verstümmelt sich selbst, tötet einige Allianz-Soldaten und flieht auf die Serenity...

4. Das Duell
Das Allianz-Schiff hat die Crew der Serenity zwar unbehelligt gelassen, aber die Ladung des Siedlerschiffs wurde konfisziert. Also braucht Mal einen neuen Job. Den erhält er eher unfreiwillig auf dem Planeten Persephone durch "Vermittlung" seines alten "Freundes" Badger. Um Kontakt mit dem eigentlichen Auftraggeber aufnehmen zu können, muß Mal an einem Ball der feinen Gesellschaft Persephones teilnehmen - als adäquate Begleitung nimmt er Kaylee mit, die sich wie ein Schneekönig über das rüschenbesetzte Kleid freut, das Mal ihr zu diesem Anlaß kaufen muß. Dummerweise ist auch Inara auf dem Ball. Einer ihrer früheren "Klienten" macht ihr ein verlockendes Angebot: Sie soll für immer als seine persönliche Companion auf Persephone bleiben. Mal, der Inara nicht verlieren will, legt sich mit dem Mann an und schlägt ihn nieder, was gleichbedeutend mit einer Aufforderung zum Duell ist. Leider werden Duelle auf Persephone mit großem Ernst behandelt und mit Schwertern ausgetragen - und Mal kann mit derartigen Waffen nicht umgehen...

5. In letzter Sekunde
Mal hat das Duell natürlich glücklich überstanden. Jetzt will er die auf Persephone aufgenommene Ladung (eine Kuhherde) an den Mann bringen. Der Deal findet auf einem Hinterwäldlerplaneten statt, wird aber durch Ordnungshüter gestört. Shepherd wird angeschossen und schwer verwundet. Derweil werden Simon und River von Outlaws entführt. Mal läßt sie zurück und fliegt mit der Serenity zu einem nahen Allianzschiff, wo Sheperd tatsächlich behandelt wird - aber erst, nachdem die Allianz-Offiziere seine Identitätsmarke gecheckt haben. Scheinbar ist er eine bekannte Persönlichkeit, er verrät Mal jedoch nichts Näheres darüber. Simon und River werden zum Dorf der Outlaws gebracht. Die Leute brauchen nur einen Arzt, Simon hilft bereitwillig. Als River jedoch wieder einmal ihre telepathischen Kräfte unter Beweis stellt, gibt es Ärger: Die abergläubischen Leute halten sie für eine Hexe und wollen sie verbrennen...

6. Mrs. Reynolds
Die Crew der Serenity befreit die Siedler des Randplaneten Triumph von Banditen. Auf dem anschließenden Fest "vermählt" Mal sich, ohne es zu wissen, nach einem bestimmten Ritual mit der jungen Saffron. Die schüchterne Frau, die angeblich ihr Leben lang in einem Jungfrauenhaus auf den Tag ihrer Hochzeit vorbereitet wurde, folgt Mal heimlich auf die Serenity und läßt sich selbst von seiner Zurückweisung nicht abschrecken: Sie verhält sich, als sei sie seine Sklavin. Zurückbringen kann man das Mädchen nicht, denn einer der auf Triumph getöteten Banditen war ein Neffe des planetaren Präfekten. Mal will nichts mit Saffron zu tun haben, aber er ist auch nicht bereit, sie Jayne zu überlassen, der sogar sein Lieblingsgewehr für sie eintauschen würde. Am liebsten würde Mal sie auf irgend einem anderen Planeten absetzen. Zu seinem Entsetzen findet er Saffron noch am gleichen Abend nackt in seinem Bett vor. Da er schon seit längerer Zeit nicht mehr mit einer Frau zusammen war, gibt er ihren Reizen schließlich nach, muß dann aber feststellen, daß Saffron mehr ist, als sie zu sein scheint: Sie arbeitet in Wirklichkeit für Schrottsammler, die die Serenity kidnappen wollen...

7. Jaynestown
Die Serenity fliegt zu einem Planeten, auf dem wieder einmal heiße Fracht aufgenommen werden soll. Jayne hat diese Welt in schlechter Erinnerung, denn er war vor vier Jahren schon einmal dort und hat sich, wie er sagt, einige Feinde gemacht. Umso größer ist sein Erstaunen, als er auf besagtem Planeten eine überlebensgroße Statue von sich selbst entdeckt! Die Matschsammler, die auf dem Planeten leben, verehren Jayne als Held. Sie glauben, er habe dem Magistraten Geld gestohlen und es über ihrer Siedlung abgeworfen - so war es auch tatsächlich, aber Jayne hatte das Geld nicht abgeworfen, um den Arbeitern zu helfen, sondern weil er Ballast loswerden mußte, um überhaupt starten zu können. Die Heldenverehrung kommt Mal sehr gelegen, denn so kann Jayne die Leute ablenken, während die restliche Crew das illegale Geschäft abwickelt. Dummerweise hat Jayne damals noch etwas anderes abgeworfen als nur das Geld: Nämlich seinen damaligen Partner, der seitdem in einem winzigen Kerker geschmachtet hat und jetzt vom Magistraten befreit wird, damit er Jayne für ihn aus dem Weg räumt...

8. Kampf ums Überleben
Feuer auf der Serenity! Nach einer Explosion im Maschinenraum rast eine Flammenwalze durch das Schiff. Gerade noch rechtzeitig können die betroffenen Sektoren abgeschottet werden, das Feuer wird durch das Vakuum des Alls erstickt. Der Schaden ist schwer: Die Serenity hat keinen Antrieb mehr und das Lebenserhaltungssystem ist ausgefallen. Eine Reparatur mit Bordmitteln ist unmöglich. Dummerweise hat Mal einen Kurs eingeschlagen, der fernab von den freqentierten Raumschiffsrouten liegt. Mit Hilfe ist also eigentlich nicht zu rechnen. Dennoch befiehlt der Captain der Crew, das Schiff mit den beiden Shuttles zu verlassen, um die Wahrscheinlichkeit einer Entdeckung durch ein anderes Schiff zu erhöhen. Er selbst bleibt auf der Serenity, um die Funkanlage zu überwachen. Als Sauerstoff und Wärme schon fast nicht mehr vorhanden sind, meldet sich tatsächlich ein anderer Frachter. Der andere Captain erklärt sich bereit, das dringend benötigte Ersatzteil herauszurücken. In Wirklichkeit will er die Serenity kapern...

9. Falsches Spiel
Rivers Zustand verschlechtert sich. In ihrer Verwirrung wird sie sogar zu einer Gefahr für die Crew der Serenity; sie verletzt Jayne mit einem Messer. Als Inara sich auf Ariel, dem Zentralplaneten der Allianz, einer für Companions vorgeschriebenen regelmäßigen Untersuchung unterziehen muß, ergreift Simon die Gelegenheit beim Schopf. Auf Ariel gibt es nämlich bestens ausgestattete Kliniken, und in einer davon könnte er River mit einem Spezial-Scanner untersuchen, um herauszufinden, was ihr eigentlich fehlt. Allein würde es ihm natürlich nie gelingen, in ein solches Krankenhaus einzudringen. Dazu braucht er die Hilfe von Mals Crew. Mal läßt sich auf den Deal ein, denn bei einem solchen Einbruch könnte er Medikamente erbeuten, die die Allianz zwar leicht ersetzen kann, die auf den Randwelten aber sehr wertvoll wären. Der gut vorbereitete Coup läuft zunächst glatt. Simon und River werden als vermeintliche Leichen eingeliefert, Mal und Zoe sacken die Medikamente ein. Jayne spielt allerdings falsch. Er verrät seine Kameraden an die Allianz, um das Kopfgeld für Simon und River zu kassieren. Doch weder er noch die Soldaten der Allianz haben mit den beiden Geheimagenten gerechnet, die River schon seit längerer Zeit verfolgen und nicht einmal davor zurückschrecken, Allianz-Soldaten zu töten, um ihre Spuren zu verwischen...

10. In den Fängen des Shanyou
Außer Mal hat niemand Jaynes Verrat mitbekommen. Die plötzliche Höflichkeit des bulligen Söldners sorgt deshalb für einiges Erstaunen. Seit Simon auf Ariel herausgefunden hat, daß ein bestimmter Bereich von Rivers Gehirn mehrfach operiert worden ist, kann er sie besser behandeln. Zeitweise geht es ihr so gut, daß sie sogar ausgelassen mit Kaylee herumtoben kann. Wash wird derweil allmählich eifersüchtig auf das gute Verhältnis, das zwischen seiner Frau Zoe und ihrem alten Kriegskameraden Mal besteht. Mal und Zoe erledigen gefährliche Missionen immer gemeinsam - diesmal will Wash Zoes Stelle einnehmen. Mal lenkt ein und nimmt Wash mit auf eine Randwelt, wo er einige der auf Ariel erbeuteten Medikamente verkaufen will. Dummerweise fallen die beiden dort den Häschern von Adelai Niska in die Hände und werden zu dessen Skyplex-Raumstation gebracht. Niska hat noch eine Rechnung mit der Crew der Serenity offen (vgl. Episode 2). Mal und Wash werden grausam gefoltert, bis Zoe erscheint, um die beiden freizukaufen. Niska meint aber, das Geld reiche nur für einen seiner Gefangenen. Zoe entscheidet sich sofort für Wash, aber damit ist die Sache noch nicht entschieden. Die Crew der Serenity hat nämlich einen Grundsatz, und dieser lautet: "Niemand wird zurückgelassen!"

11. Antiquitätenraub
Mal schließt einen Handel mit einem alten Kriegskameraden ab, der neulich geheiratet hat. Als Mal der jungen Frau vorgestellt wird, fallen die beiden zur Überraschung von Mals Freund sofort übereinander her und prügeln sich windelweich. Die Dame ist "Mrs. Reynolds" alias Saffron (vgl. Episode 6)! Natürlich klärt Mal seinen alten Freund auf, und der wirft Saffron aus seinem Schiff. Mal würde sie gern in die Wüste schicken, aber sie kriegt ihn wieder einmal herum. Diesmal bietet sie ein echtes Geschäft an. Sie besitzt nämlich die Zugangscodes zum Haus eines superreichen Sammlers, der Artefakte von der alten Erde hortet. Unter anderem soll er eine der letzten "Lassiter" - Pistolen besitzen, und dieser Vorläufer der modernen Energiewaffen ist ein Vermögen wert. Saffron braucht nur eine Fluchtmöglichkeit, und die soll Mal ihr mit der Serenity verschaffen. Mal ist bereit dazu, obwohl er genau weiß, daß Saffron jede Gelegenheit nutzen wird, ihn zu betrügen. Während seine Leute mit der Serenity einen Müllcontainer präparieren, über den die wertvolle Waffe herausgeschmuggelt werden soll, dringen Mal und Saffron in das schwebende Haus ein. Schon ist die Lassiter zum Greifen nah, da taucht der Besitzer auf. Zur Überraschung Mals ist er überglücklich, Saffron zu sehen, denn er ist mit ihr verheiratet und glaubt, Mal habe sie zu ihm zurückgebracht...

12. Die Botschaft
Mal wird die "Lassiter" nicht los. So wird leider nichts aus dem erträumten schnellen Reichtum für die Crew der Serenity. Dafür gibt es Post für Mal, Zoe und Jayne: Jayne erhält eine selbst gestrickte Pudelmütze von seiner Mutter, Mal und Zoe wundern sich über eine große Kiste, die an sie adressiert ist, aber keine Angaben zum Absender enthält. Als sie die Kiste öffnen, staunen sie nicht schlecht: Darin liegt die hervorragend konservierte Leiche von Private Tracey, einem Kameraden aus Bürgerkriegszeiten. Es befindet sich auch ein kleines Aufzeichnungsgerät mit Traceys letzten Worten in der Kiste. Tracey bittet Mal und Zoe, seine Leiche nach Hause zu bringen. Auf dem Weg dorthin wird die Serenity von einem Kampfjäger abgefangen: Allianz-Agenten melden Besitzansprüche an und wollen Tracey zurückhaben. Um herauszufinden, was so wertvoll für die Angreifer sein könnte, befiehlt Mal eine Obduktion der Leiche. Doch kaum hat Simon das Skalpell zum klassischen Y-Schnitt angesetzt, da springt der vermeintlich Tote schreiend vom Behandlungstisch! Wie sich herausstellt, hat Tracey seinen Tod vorgetäuscht, um der Allianz zu entkommen. Er hat seinen Körper nämlich als "Brutkasten" für künstlich gezüchtete, extrem leistungsfähige Organe zur Verfügung gestellt, will sich jetzt aber doch nicht "ausschlachten" lassen...

13. Leichte Mädchen
Inara wird von ihrer alten Freundin Nandi, die sie aus Companion-Ausbildungszeiten kennt, per Funk um Hilfe gebeten. Nandi leitet ein Freudenhaus auf einem besiedelten Mond und hat Probleme mit einem lokalen Machthaber namens Burgess, der eines von Nandis Mädchen geschwängert hat und nun alles daransetzt, das Kind in seinen Besitz zu bringen. Dafür würde er sogar über Leichen gehen. Mal erklärt sich Inara zuliebe bereit, den Damen zu helfen. In der Nacht vor dem Angriff schläft Mal mit Nandi, denn die Frau fasziniert ihn. Natürlich bleibt das Inara nicht verborgen und sie reagiert zutiefst verletzt. Dummerweise haben Mal und Inara es nämlich immer noch nicht geschafft, ihre Beziehung zu klären. Burgess und seine Leute können zwar vertrieben werden, aber Nandi wird im Feuergefecht getötet. Inara beschließt, die Serenity zu verlassen.

14. Der Kopfgeldjäger
River hat trotz der Behandlung, die sie von ihrem Bruder erhält, immer noch seltsame "Aussetzer". Als sie plötzlich mit einer von Jaynes Waffen auf Simon zielt (sie selbst sieht in der Pistole nur einen Zweig), steht für Mal fest, daß es so nicht weitergehen kann. River bekommt natürlich mit, daß man sich über sie unterhält und glaubt zu spüren, daß man ihr auf der Serenity Ablehnung entgegenbringt. In der Nacht dringt ein Kopfgeldjäger unbemerkt ins Schiff ein und setzt ein Besatzungsmitglied nach dem anderen außer Gefecht. Er will River entführen, doch die junge Frau ist schlauer: Sie schleicht sich auf das Schiff des Eindringlings und steuert von dort aus den Interkom der Serenity an, so daß sie den Kopfgeldjäger glauben machen kann, sie sei mit der Serenity "verschmolzen". Als der Kopfgeldjäger das Spiel durchschaut, willigt River ein, ihn zu begleiten - angeblich deshalb, weil man sie auf der Serenity sowieso nicht haben will. Doch auch das ist nur ein Trick: Als der Kopfgeldjäger versucht, in sein Schiff zurückzukehren, steht schon Mal bereit, den Kaylee mit Rivers Hilfe befreit hat, und schleudert den Fiesling ins All hinaus. River bleibt natürlich bei ihren Freunden, denn hier fühlt sie sich geborgen.

Die Serie:

Ich kann mir den Grund dafür, warum diese Serie schon so früh eingestellt worden ist, gut vorstellen. Viele Episoden enthalten nämlich eine Mischung aus Western und Science Fiction, die sicher nicht jedermanns Geschmack trifft. Ich muß zugeben, daß auch mir der Western-Aspekt in manchen Episoden etwas gar zu dick aufgetragen vorkommt. Man kann ja akzeptieren, daß es rückständige Planeten gibt, wo den Siedlern kaum hochwertige Technologie zur Verfügung steht, so daß sie tatsächlich noch so leben, wie man sich das 19. Jahrhundert im "wilden Westen" Amerikas vorstellt. Aber solch genaue Kopien von Westernstädten, komplett mit Cowboys, Pferden, Kutschen, Saloons (incl. Kneipenschlägereien), Sheriffs und allem Drum und Dran hätten es doch nicht sein müssen. Zumindest hätte man ein bißchen mehr Technik einstreuen können. Darüber hinaus lebt man ja offensichtlich nicht nur auf den Hinterwäldlerplaneten so, sondern auch überall sonst in der Allianz. Gut - akzeptieren wir einfach, daß es in der Handlungszeit dieser Serie eine Modeströmung gibt, die alle möglichen Elemente aus dem 18. und 19. Jahrhundert aufgreift. Trotzdem entsteht in der Gesamtheit ein Eindruck, der ganz einfach nicht zu der Serie paßt. Selbst auf der Serenity bleibt man ab und zu vom "Bonanza-Feeling" nicht verschont, denn das Innere des Schiffs erinnert in so manchem Aspekt durchaus an eine Ranch wie die Ponderosa. Man denke nur an das gemeinsame Essen an einem Holztisch. Ein Holztisch? Der in einer komplett eingerichteten Küche steht? In einem ansonsten doch eher schrottreifen Raumschiff? Na ja...

Das soll jetzt aber nicht heißen, daß "Firefly" schlecht sei. Im Gegenteil: Die Serie gehört zum Besten, was je über die Mattscheibe geflimmert ist! Selten habe ich mich bei einer SF-Serie so oft und so köstlich amüsiert wie bei "Firefly". Der Western-Touch schmälert das Vergnügen nur unwesentlich. Manche Folge, die wie ein Wildwestfilm anfängt (z.B. die Folgen mit "Mrs. Reynolds" zwei der besten der ganzen Serie) entwickelt sich sehr schnell zu etwas völlig anderem. Zum Glück gibt es ja auch Episoden, die komplett im All oder in High-Tech-Umgebungen spielen, zum Beispiel "Falsches Spiel" oder "Kampf ums Überleben". In letzterer Episode wird in Rückblenden eine Geschichte mit mehreren Handlungsebenen erzählt. So erfährt man, wie Mal eigentlich zu Schiff und Crew gekommen ist. Sehr gut gefällt mir auch, daß immer wieder einmal auf Geschehnisse aus früheren Episoden Bezug genommen wird oder daß alte Bekannte wieder auftauchen. Man hat also nicht den Eindruck, nur einige zusammenhanglose Episoden zu sehen (wie bei Star Trek), es entsteht vielmehr eine fortlaufende Handlung. In der zweiten Hälfte der Staffel rückt auch River Tam etwas mehr in den Mittelpunkt. Ihr rätselhaftes Schicksal wird in den früheren Episoden weitgehend ignoriert, so daß man sich zunächst fragt, was mit ihrem seltsamen Verhalten und ihren noch seltsameren Äußerungen eigentlich bezweckt wird.

Viel Lob verdienen Spezialeffekte, Ausstattung und Kostüme sowie die für eine TV-Serie ungewöhnliche Kameraführung. Für die Raumschiffs-Szenen wurden zwar offensichtlich Computergrafiken verwendet, aber die sehen einfach klasse aus und wirken äußerst glaubwürdig - vor allem auch deshalb, weil man sich in dieser Serie endlich mal an den Grundsatz hält, daß man im Vakuum des Alls keine Geräusche hören kann. Die Kamera steht nicht immer still - wenn die Serenity z.B. durch einen Canyon donnert und von einem anderen Schiff verfolgt wird, dann scheint die Kamera am Verfolger montiert zu sein und wackelt dementsprechend. Auch wird oft gezoomt, gewollte Bildunschärfen verstärken dann den Eindruck, als habe man es mit realem Geschehen zu tun, das mit einer Handkamera gefilmt wurde. Die Kostüme sind sehr üppig gestaltet worden. Gut, meist sieht man nur die üblichen Western-Trachten, aber auf den Hauptwelten der Allianz trägt man offenbar recht ausgefallene Modelle. Nett anzuschauen ist auch der Mix aus Wildwest- und Fernost-Stil.

Der Schwerpunkt liegt bei dieser Serie aber nicht auf Tricks, Action und Ausstattung, sondern auf der Charakterzeichnung. Die Hauptpersonen sind nicht einfach nur austauschbare Figuren, die nur dazu da sind, in Gefahr gebracht zu werden oder ihren Gegnern ordentlich Zunder zu geben. Ihre Beziehungen untereinander bilden sozusagen das Salz in der Suppe. Die Personen selbst entwickeln sich allerdings kaum weiter. Ihre Charakterzüge sind von Anfang an festgelegt und verändern sich kaum. Aber das ist nicht als Kritik gemeint, zumal man ja nicht weiß, was in späteren, nicht realisierten Staffeln noch hätte geschehen sollen.

Die Serie hat ein völlig offenes "Ende". Keiner der vielen Handlungsstränge wird zum Abschluß gebracht, denn die Serie wurde praktisch in der Mitte gecancelt, was ich für geradezu tragisch halte, denn ich hätte gern noch viel, viel mehr über die Serenity, ihre Crew und die Welt der Zukunft erfahren. Aber da gibt es ja noch den Kinofilm Serenity...

Die DVD:

Die DVD-Extras können sich sehen bzw. hören lassen. Einzige Kritikpunkte: Es ist zu wenig davon vorhanden und es gibt keine deutschen Untertitel. Sieben Episoden sind mit Audiokommentaren unterlegt. Die sollte man sich nicht entgehen lassen, denn vor allem Joss Whedon erzählt sehr viel über die Hintergründe der Episoden, die er in der Serie nicht so ausführlich ausarbeiten konnte. Alle anderen Specials befinden sich auf der 4. Scheibe. Zunächst einmal wären einige entfallene Szenen zu erwähnen, die vor allem mit einem alternativen, möglicherweise noch düstereren Anfang des Pilotfilms zu tun haben. Da wird nämlich das Elend von Mals Kampfeinheit gezeigt, die sich selbst überlassen worden und von 2000 auf ca. 150 Personen zusammengeschmolzen war. In einer anderen entfallenen Szene, die zu Ep. 6 ("Mrs. Reynolds") gehört, will River ihren Bruder heiraten und bringt dadurch alle möglichen Leute in Verlegenheit.

Das "Making of" läuft knapp eine halbe Stunde lang und enthält vor allem Interviews mit Joss Whedon, den Schauspielern, den Regisseuren und anderen Personen aus dem Produktionsteam. Man erhält zwar kaum Informationen über die Entstehung der einzelnen Episoden, der Effekte und so weiter, aber man erfährt so einiges über die Probleme, die Whedon mit dem Studio hatte. Man sieht allerdings auch, wie viel Spaß alle Beteiligten offenbar bei den Dreharbeiten hatten. Eine weitere, nur ca. 10 Minuten lange Featurette beschäftigt sich mit dem Design der Serenity. Aufbau und Funktionsweise des Raumschiffs werden genauer erklärt.

Das restliche Bonusmaterial fällt eher in die Kategorie "Fun" und ist insgesamt nur wenige Minuten lang. Am interessantesten ist die kleine Zusammenstellung schiefgegangener Szenen ("Gag Reel"), die mit einer Aufnahme von Mals nacktem Hintern endet. Ob das als Seitenhieb auf diejenigen gedacht war, die die vorzeitige Einstellung der Serie zu verantworten haben?

Diese DVD-Box gehört meiner Meinung nach unbedingt in die Sammlung eines jeden SF-Fans.

J. Kreis, 31.03.2006

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