Zurück zu den Filmen

excalibur

Excalibur (USA 1981)
DVD - Regionalcode 2, Warner Home Video
FSK: 12
Laufzeit: ca. 135 Minuten

Extras:
Keine

Regie:
John Boorman

Hauptdarsteller:
Nigel Terry (König Arthur)
Nicol Williamson (Merlin)
Cherie Lunghi (Guinevere)
Nicholas Clay (Sir Lancelot)
Helen Mirren (Morgana)
Gabriel Byrne (König Uther Pendragon)




Inhalt:

England im dunklen Zeitalter: Das Ende der römischen Besatzung ist noch nicht lange her und die Menschen wurden gerade erst christianisiert. Das Land versinkt im Chaos, weil zahlreiche kleine Fürstentümer sich gegenseitig bekriegen. Ein starker Mann muß her, erkennt der Magier Merlin, ein König wird gebraucht, der die verfeindeten Ritter zusammenführen und vereinigen kann. In Uther Pendragon, einem geistig zwar nicht besonders gut belichteten, aber charismatischen und starken Kriegsherrn, glaubt Merlin einen geeigneten Kandidaten gefunden zu haben. Mit Hilfe des legendären Schwerts Excalibur, welches seit Alters her das Symbol der Herrscher gewesen ist, gelingt es Uther tatsächlich, die Kämpfe zu beenden und Frieden mit seinem letzten Gegener, dem Herzog von Cornwall, zu schließen. Bei den anschließenden Feierlichkeiten erblickt Uther die schöne Igraine, die Frau des Herzogs. Um sie zu gewinnen, bricht er den gerade erst geschlossenen Frieden und belagert Cornwalls Burg. Als der Herzog einen Ausfall macht, bei dem er getötet wird, läßt Uther sich von Merlin in das Ebenbild des Gefallenen verwandeln und kommt so zu der ersehnten Liebesnacht mit Igraine. Er muß dem Magier die Frucht dieser Verbindung als Preis versprechen.

Neun Monate später kommt Merlin zurück, um den versprochenen Preis einzufordern: Uthers Sohn Arthur. Das Kind wird in die Obhut des Ritters Sir Ector gegeben. Uther selbst, der Merlins Erwartungen enttäuscht hat, fällt einem Hinterhalt zum Opfer. Vor seinem Tod rammt er noch das Schert Excalibur in einen Stein - nur der rechtmäßige König wird in der Lage sein, die Waffe wieder aus dem Felsen herauszuziehen. Jahre vergehen, in denen immer wieder edle Ritter vergeblich ihr Glück mit dem Schwert versuchen. Arthur, der nichts von seiner wahren Abstammung ahnt und als Knappe von Sir Ectors Sohn dient, kommt eher zufällig zum Stein, in dem Excalibur steckt, und zieht es ohne Schwierigkeiten heraus. Sofort wird der harmlose junge Mann zum König erklärt, aber nicht alle Ritter sind damit einverstanden. Merlin hilft Arthur in seinen ersten Kämpfen und offenbart ihm seine Herkunft. Bald erkennen alle Ritter Arthurs Herrschaftsanspruch an, das Land wird geeint und gegen äußere Feinde verteidigt, Friede und Wohlstand kehren ein. Arthur nimmt Guinevere, die Tochter von Sir Leondegrance, zur Frau, errichtet das große Schloß Camelot und gründet die Tafelrunde mit den edelsten seiner Ritter und dem unbesiegbaren Sir Lancelot an der Spitze.

Das Glück ist nicht von langer Dauer. Zum einen verlieben sich Lancelot und Guinevere unsterblich ineinander. Zum anderen schmiedet Morgana, Arthurs Halbschwester und Schülerin Merlins, finstere Ränke. Während Lancelot und die Königin sich einander hingeben, verführt Morgana den König in Gestalt seiner Gattin. Guinevere wird verbannt, Lancelot verliert den Verstand und flieht in die Wildnis, und Morganas von Arthur empfangener Sohn Mordred bedroht das Königreich. Merlin dagegen wird von Morgana verhext und in einer Höhle gefangengesetzt. Da machen sich die Ritter der Tafelrunde auf, um den Heiligen Gral zu finden. Nur durch dieses geheimnisvolle Artefakt kann der in Krankheit und Depression verfallene Arthur geheilt werden. Viele Ritter verlieren das Leben auf dieser Queste, aber Parzival hat Erfolg. Er bringt den Gral zu Arthur, und als dieser daraus trinkt, wird nicht nur seine Kraft wiederhergestellt, auch das Land erblüht wieder, denn Land und König sind eins. Ein letztes Mal reitet Arthur mit seinen Männern aus, um Mordred entgegenzutreten. Mitten im Kampfgetümmelt stößt auch Lancelot zu ihm, um ihn zu unterstützen. Arthur besiegt zwar seinen Sohn, empfängt von ihm jedoch eine tödliche Wunde. Während Parzival das Schwert Excalibur in den See versenkt, aus dem es einst emporgestiegen ist, wird Arthur zur Insel Avalon gebracht, um eines Tages wiederzukehren, wenn sein Land ihn braucht.

Der Film:

Zu bombastischen Tönen von Carl Orff und Richard Wagner dreschen gepanzerte Ritter aufeinander ein, daß die Körperteile nur so davonfliegen (herrlich veralbert übrigens in Ritter der Kokosnuss). Ein paar unglückliche Gralssucher baumeln am Baum und dienen den Krähen als Futter. Gleich am Anfang des Films fällt Uther über Igraine her, wobei er sich nicht mal die Mühe macht, die Rüstung abzulegen. Und zu guter Letzt spießen Artus und Mordred sich gegenseitig auf... Für zart besaitete Gemüter ist das Werk also nicht zu empfehlen, erstaunlich genug, daß er schon frei ab 12 ist. Wegen seiner opernhaften Schwere könnte mancher, der nur auf Action steht, an manchen epischen Stellen gar von Langeweile gepackt werden. Es schadet auch nichts, vor Genuß des Films einen Blick in die Artus-Sage geworfen zu haben, idealerweise in "Morte d`Arthur" von Thomas Malory, denn sonst versteht man eventuell nur Bahnhof. Historisch korrekt ist die Verfilmung natürlich nicht, vor allem haben weder Artus und seine Mannen (falls sie überhaupt existiert haben) noch die Menschen des Mittelalters, in deren Zeit die Artusdichtung entstanden ist, jemals solche funkelnden Plattenpanzer getragen wie die Recken im Film. Zu dieser Zeit waren allenfalls Kettenpanzer in Gebrauch und Fußsoldaten hatten solche schweren Harnische schon gar nicht an - im Film kann man auch ganz gut sehen, warum das so war: Zu Fuß ist man mit den sperrigen Dingern einfach zu unbeweglich. Aber wenn man auf solche Kleinigkeiten keinen Wert legt, ist Excalibur ein schöner, wenn auch brutaler Fantasyfilm.

Witziges Detail am Rande: Die erst später zu Ruhm gekommenen Schauspieler Liam Neeson und Patrick Stewart haben kleine Rollen in diesem Film: Neeson spielt Sir Gawain, Stewart spielt Sir Leondegrance.

Die DVD:

Tja, außer daß man den Film in deutscher und englischer Sprache ansehen kann, ist zur DVD nichts zu sagen. Die englische Version ist wesentlich besser (klarer) als die deutsche, die mono zu sein scheint. Außerdem wirken die Personen - vor allem Merlin - ganz anders, wenn man sie im Original hört.

Seitenanfang