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Eraser Eraser (USA, 1996)

DVD - Regionalcode 2, Warner Home Video
FSK: 16
Laufzeit: ca. 110 Minuten

Extras
Bio-/Filmografien der Hauptdarsteller, des Regisseurs und der Autoren, Kinotrailer

Regie:
Charles Russell

Hauptdarsteller:
Arnold Schwarzenegger (John Kruger)
Vanessa Williams (Lee Cullen)
James Caan (Robert Deguerin)
Robert Pastorelli (Johnny C.)




Inhalt:

John Kruger ist ein "Eraser". Er arbeitet für eine geheime Organisation, deren Aufgabe darin besteht, wichtige Zeugen zu beschützen oder alle Spuren ihrer bisherigen Existenz auszulöschen, um ihnen ein neues Leben in falscher Identität zu ermöglichen. Kruger ist ein brillanter Spezialist, ein Meister seines Fachs. Sein neuester Schützling ist Lee Cullen, eine Angestellte des Waffenforschungskonzerns Cyrez. Sie besorgt dem FBI eine Disc mit brisanten Informationen, fliegt dabei aber auf. Nun ist es Krugers Job, sie bis zu ihrer Aussage in der anstehenden Gerichtsverhandlung zu beschützen. Lee denkt jedoch zunächst gar nicht daran, ihr altes Leben hinter sich zu lassen. Das ändert sich, als man versucht, sie in ihrem Haus zu ermorden. Sie ist nämlich nicht nur eine unbequeme Zeugin, sondern hat sich auch eine Kopie der brisanten Daten gemacht. Und die wollen die Leute von Cyrez natürlich zurückhaben.

Kruger kommt gerade noch rechtzeitig, um Lee zu retten. Er bringt sie in einem sicheren Versteck unter und instruiert sie für den Notfall. Kruger ahnt nicht, dass seine eigenen Leute und sogar hochrangige Politiker in die Sache verwickelt sind. Robert Deguerin, Krugers einstiger Lehrmeister und aktueller Vorgesetzter beim Zeugenschutzprogramm, ist ein "Maulwurf", der eine wichtige Rolle in der Intrige spielt. Er lockt Kruger in eine Falle, um ihn dazu zu bringen, ihn zu Lee zu führen. Als es Kruger gerade noch rechtzeitig gelingt, Lee zu warnen, will Deguerin Kruger kaltstellen. Kruger gerät selbst in den Verdacht, ein Verräter zu sein. Er kann sich zwar befreien, aber seine Gegner sind schon auf dem Weg zu Lee. Wie zuvor vereinbart, versucht sie sich an einem öffentlichen Platz zu verstecken: Im Zoo von New York. Doch sie wird bereits verfolgt. Erneut wird sie in letzter Minute von Kruger gerettet.

Nun ist es an der Zeit, dass Kruger ein paar Gefallen einfordert, denn er steht allein da und muss beweisen, dass nicht er, sondern Deguerin der Verräter ist. Deshalb sucht er unter anderem Johnny C. auf, einen alten "Bekannten", dem er vor einiger Zeit zu einem neuen Leben verholfen hat. Gemeinsam dringen die drei ins Cyrez-Gebäude ein, denn nur dort können die Daten von Lees Disc ausgelesen weren. Ihr Inhalt ist explosiv: Noch in der gleichen Nacht sollen 1000 Railguns an Terroristen geliefert werden. Deguerin hat Kruger schon im Cyrez-Gebäude erwartet. Er kann es sich nicht leisten, den Waffenhandel platzen zu lassen, also geht er absolut rücksichtslos vor. Lee fällt ihm in die Hände und dient ihm fortan als Geisel gegen Kruger. Der schleicht sich mit Hilfe von Johnny C. und dessen italienischer Verwandtschaft, die die Docks kontrolliert, zum Ort der Übergabe. Gleichzeitig informiert er das FBI.

Es kommt zu einer wilden Schießerei, Lee kann sich selbst befreien. Nachdem Kruger Deguerin im Zweikampf besiegt hat, scheint die Sache klar zu sein: Kruger ist rehabilitiert, die bösen Jungs kommen vor Gericht. Doch da explodiert der Wagen, der nach dem ersten Anhörungstermin für Kruger und Lee bereitsteht. Deguerin und seine Spießgesellen können sich die Hände reiben. Doch wer hat diesen Coup veranlasst? Deguerin war es nicht - die anderen auch nicht. Da stoppt ihre Limousine auf einem Bahngleis, der Fahrer (Johnny C.) steigt aus. Das Autotelefon klingelt, Kruger ist dran! Er sagt nur "You have just been erased" - da wird die Limousine auch schon von einem Zug geschrottet...

Der Film:

"Eraser" bietet wieder einmal alles, was man von einem Schwarzenegger-Film erwartet: Ordentliche Action, viel Pyrotechnik, markante in breitestem Österenglisch vorgetragene Oneliner und spektakuläre Stunts. Arnie spielt erneut den knallharten, immer überlegenen, stoischen Einzelgänger mit goldenem Herzen. Diesmal allerdings besiegt er seine Gegner nicht nur mit Blei oder purer Muskelkraft, sondern auch mit Grips. Selbstironie fehlt auch nicht: Arnie betritt eine Gay-Bar und wird sogleich interessiert gemustert. Vielleicht war das schon ein Vorgriff auf eine ganz ähnliche Szene in Terminator 3? Auch so manch andere Szene ist wohl selbstironisch zu verstehen. Beispiele: Ein Fallschirm fällt aus einem Flugzeug, Arnie (bzw. der Stuntman) springt hinterher und fängt das Ding ein. Gut - dieser Stunt scheint so wirklich gemacht worden zu sein, aber sicherlich hatte der Cascadeur noch einen zweiten Fallschirm unter dem Anzug. Dann die Sache mit dem Lagerhaus, das völlig zusammengeschossen wird - mit Arnie drinnen. Nur leicht angekratzt bricht er dann aus dem Boden hervor, schnappt sich zwei Railguns und lässt buchstäblich das ganze Dock in Flammen aufgehen. Das ist derart übertrieben - das kann nicht ernst gemeint sein.

James Caan gibt einen prima Bösewicht ab. Mal ist er der sympathische Mentor, im nächsten Moment wird er zum eiskalten Killer. Als er selbst unter Druck gerät, verliert er allerdings doch die Contenance. Bruce Coburn hat zwar nur kurze Auftritte, macht aber auch eine gute Figur. Achtet mal auf seine Hände: Der Mann hat ganz übles Rheuma oder eine ähnliche Erkrankung. Vanessa Williams ist für die Rolle der zu beschützenden Zeugin eine ganz gute Besetzung. Sie geht ansonsten ein bisschen unter - allerdings darf sie am Schluß auch ein wenig Keile austeilen. Sie macht immerhin einen recht sympathischen Eindruck.

Wenn man nichts anderes als pausenlose Action erwartet, dann wird man bei "Eraser" nicht enttäuscht sein. Wegen der nicht von Anfang an durchschaubaren Intrige und des interessanten Finales bleibt der Film auch bis zuletzt spannend.

Die DVD:

Bio- und Filmografien, die leider nur in Form von Texttafeln vorliegen, dazu noch ein Trailer, das war's dann auch schon an Extras.

J. Kreis, 24.08.2006
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