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elefanttigerundco_bestof3 Elefant, Tiger und Co.: Best of Teil 3 (D 2004)
DVD - Regionalcode 2, UAP-Film
FSK: Keine Altersbeschränkung (Infomaterial)
Laufzeit: ca. 125 Minuten

Extras
Safari mit dem Lama–Flüsterer - Pfleger Michael Ernst auf spannender Abenteuertour in Afrika, Nachtrag zu Luzie Teil 2 (Texttafeln)




"Elefant, Tiger und Co." ist eine der wenigen Fernsehserien, die ich regelmäßig gezielt anschaue. Sie läuft immer Freitags auf dem MDR um 19:50 Uhr. Eigentlich ist es sogar meine Lieblingssendung. Darin werden Geschichten aus dem Leipziger Zoo erzählt. Und die sind nicht nur sehr interessant, sondern auch sehr unterhaltsam - nicht zuletzt wegen den trockenen Kommentaren des Off-Sprechers und der kultigen Musik. Hauptdarsteller sind natürlich einerseits die Tiere, wobei meine Favoriten das Löwenbaby Malik, das Lama Horst und die frechen Erdmännchen sind. Andererseits haben aber selbstverständlich auch die Pfleger Hauptrollen. Jörg Gräser, Michael Tempelhoff, Michael Ernst, Freddy Kuschel und Prof. Dr. Klaus Eulenberger "kenne" ich inzwischen so gut, daß ich sie überall erkennen würde. Ich muß zwar zugeben, daß ich mit der Sprechweise der Leipziger manchmal so meine Schwierigkeiten habe - ich verstehe sie einfach nicht! - aber man kann sich mit der Zeit dran gewöhnen ;-)

Die Serie wird immer als "Doku-Soap" bezeichnet, wahrscheinlich deshalb, weil sie zu unterhaltsam und vielleicht (aber auch nur vielleicht) etwas zu oberflächlich gemacht ist, um als "richtige" Reportage oder Dokumentation durchzugehen. Ich mag diesen Begriff eigentlich überhaupt nicht, weil er auch für eine ganz andere Art von Sendungen verwendet wird, die den Namen "Reportage" nun wirklich nicht verdienen und teilweise fast schon in die Schmuddel-Ecke gehören. Auf "Elefant, Tiger und Co." trifft er meiner Meinung nach sowieso nicht zu, denn diese Sendung fällt in eine ganz andere Kategorie. Da ist nichts gestellt, die Pfleger werden ganz einfach mit der Kamera begleitet, während sie ihrer Arbeit nachgehen, und fertig. Wenn die Tiere manchmal etwas zu sehr "vermenschlicht" werden, dann sollte man darüber gnädig hinwegsehen.

Für diese DVD sind 4 der jeweils ca. 25 Minuten langen Original-Episoden ausgewählt worden. Ob es sich wirklich um die "besten" Episoden handelt, kann ich nicht beurteilen, weil ich Freitags leider nicht immer rechtzeitig am Fernseher bin und somit nicht sämtliche Folgen gesehen habe. Jedenfalls bieten die Episoden dieser DVD einen schönen und repräsentativen Überblick zum täglichen Leben von Mensch und Tier im Leipziger Zoo. Hinzu kommt eine gut halbstündige Reportage, die im Rahmen der TV-Serie nicht zu sehen war.

Inhalt der DVD:

Sendung vom 09.04.2004 (Folge 49) - "FANG DEN KLEINEN PANDA"
Unter anderem: Ein Mini-Panda (auch "Katzenbär" genannt) leidet unter Milbenbefall und soll behandelt werden. Dazu müßte man ihn aber erstmal einfangen können - der pfiffige Bursche versteckt sich nämlich in seiner Hütte und will nicht rauskommen! Bei den Elefanten steht eine Familienzusammenführung an: Bulle Mekong darf erstmals zur Herde, wo er die Damen beglücken soll. Mekongs Sprößling Voi Nam ist von dem Besuch gar nicht so sehr begeistert...

Sendung vom 23.04.2004 (Folge 51) - "LOCKRUF DER WILDNIS"
Unter anderem: Sollte sich der Titel dieser Folge auf das Hupkonzert beziehen, das einer der Pfleger veranstaltet, um die Strauße ins Gehege zu locken? Jedenfalls folgen die Viecher diesem Ruf prompt! Auch andere Vögel spielen diesmal eine Rolle, bzw. ihr Nachwuchs: Das Gelege eines Emus wird teilweise im Brutkasten versorgt und das von seiner Mutter verstoßene Geierküken Felix wird von Hand aufgezogen. Zwei Erdmännchen, die mal wieder widerrechtlich außerhalb ihres Geheges unterwegs sind, sorgen für Aufregung im Zoo. Außerdem muß ein Zebra behandelt werden, das an einem großen Bluterguß leidet. Das Problem: Es ist ein Fohlen und dessen Mutter will sich nicht von ihm trennen lassen.

Sendung vom 14.05.2004 (Folge 54) - "WENN SCHLANGEN SCHLINGEN"
Abgesehen von der titelgebenden, nicht ganz ungefährlichen Aktion (wegen der Reinigung von Terrarien müssen die ganzen Schlangen erstmal eingefangen werden) gibt es eine Familienzusammenführung bei den Giraffen und die Ankunft einer neuen Schneeleopardin zu sehen. Tierpfleger Schmuck wird ins Regierungspräsidium gerufen: Dort hat eine Ente ihre Eier auf einer Dachterrasse ausgebrütet und wenn die Kleinen nicht weggebracht werden, laufen sie Gefahr, eines Tages in die Tiefe zu stürzen! Wieder einmal sorgt im Zoo der tierische Nachwuchs für Probleme: Ein kleiner Nasenbär, der von Hand aufgezogen werden soll, hat Durchfall. Leider hat er, wie man inzwischen weiß, nicht überlebt...

Sendung vom 27.08.2004 (Folge 68) - "ZAHNARZT DR. TEMPELHOFF"
Beim Toben mit Muttern hat Elefantenjunge Voi Nam sich einen Stoßzahn abgebrochen. Jetzt muß jemand die Bruchstelle versorgen, und wer wäre besser dafür geeignet als Tierpfleger Tempelhoff, der Elefantenversteher? Weitere Themen dieser Folge: Multi-Kulti-Raubkatzenkinderspielplatz: Der kleine Löwe Malik wird, weil seine Mutter ihm die kalte Schulter zeigt, zum Spielen mit den kleinen Tigern zusammengebracht. Lama Horst hat seinen großen Tag: Er besucht ein Altenheim, wo er von den Senioren begeistert begrüßt wird.

Extra: "SAFARI MIT DEM LAMA-FLÜSTERER"
In dieser Reportage begleiten wir Tierpfleger Michael Ernst auf einer Afrikareise. Er arbeitet bei einem deutschstämmigen Tierarzt mit, der von verschiedenen Großfarmern beauftragt wird, Giraffen vom Gelände zu schaffen - eine wichtige Aufgabe, denn würde man die Tiere nicht wegbringen, würden sie vermutlich abgeschossen werden. Michael Ernst macht nicht nur Bekanntschaft mit den frei lebenden afrikanischen Tieren, sondern auch mit den gar nicht so ungefährlichen Fangmethoden (nicht ungefährlich für Tier und Mensch) und mit diversen teilweise nicht ganz zahmen Hauskatzen - Leoparden und Geparden!

Extra: "NACHTRAG ZU LUZIE"
Textinformationen von Zoodirektor Dr. Jörg Junhold zu der schwer kranken Mähnenwölfin Luzie, die von den Pflegern in Handaufzucht hochgepäppelt worden ist und im Jahre 2004 nach langem Leiden verstorben war.

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