Dumm und Dümmehr


Dumm und Dümmehr (USA, 2014)
- Dumb and Dumber To -

DVD Regionalcode 2, Universal
Altersfreigabe: FSK 12
Laufzeit: ca. 105 Minuten

Extras:
Keine

Regie:
Peter und Bobby Farrelly

Hauptdarsteller:
Jim Carrey (Lloyd Christmas)
Jeff Daniels (Harry Dunne)
Laurie Holden (Adele Pinchelow)
Steve Tom (Dr. Bernard Pinchelow)
Kathleen Turner (Fraida Felcher)
Rachel Melvin (Penny Pinchelow)
Rob Riggle (Travis Lippincott / Captain Lippincott)




Story

Zur Vorgeschichte siehe Dumm und Dümmer.

Aus Trauer darüber, bei seiner großen Liebe Mary Swanson abgeblitzt zu sein, fällt Lloyd Christmas ins Wachkoma. Er vegetiert in einer Nervenklinik vor sich hin und reagiert auf nichts mehr. Harry Dunne besucht Lloyd täglich, um ihm Gesellschaft zu leisten und seine Windeln zu wechseln. Nach zwanzig Jahren sagt Harry seinem teilnahmslos im Rollstuhl sitzenden Freund, dass er demnächst nicht mehr vorbeikommen könne. Da springt Lloyd plötzlich auf und freut sich über seinen gelungenen Scherz: Er hat das Wachkoma nur vorgetäuscht, um Harry einen Streich zu spielen. Harry erklärt, er sei schwer nierenkrank und müsse bald sterben, da kein geeignetes Spenderorgan vorhanden sei. Lloyd meint, Harrys Eltern wären die idealen Spender, doch es stellt sich heraus, dass Harry adoptiert wurde. Es gibt also keine genetische Kompatibilität. Von seiner Adoptivmutter erhält Harry einen Karton mit alten Briefen, die an seine alte Adresse geschickt wurden. Darunter ist eine Postkarte von Fraida Felcher, einer ehemaligen Freundin Harrys. Darin steht, Fraida sei schwanger und Harry solle sich bei ihr melden. Die Karte wurde schon 1991 abgeschickt. Harry hat also eine erwachsene Tochter / potentielle Organspenderin.



Dumm und Dümmehr

(Harry (links) und der scheinkomatöse Lloyd)


Harry und Lloyd besuchen Fraida. Sie erklärt, sie habe das Kind seinerzeit zur Adoption freigegeben, was sie immer bereut habe. Nach neunzehn Jahren wollte Fraida Kontakt mit ihrer Tochter aufnehmen. Es ist ihr gelungen, sie aufzuspüren. Das Kind wurde vom Nobelpreisträger Dr. Bernard Pinchelow und dessen Frau Adele adoptiert. Fraida hat ihrer Tochter, die nun den Namen Penny trägt, einen Brief geschrieben, doch der wurde ungeöffnet zurückgeschickt. Auf dem Umschlag ist handschriftlich vermerkt, dass Fraida nie wieder schreiben soll. Den Brief und ein online gefundenes Bild der erwachsenen Penny überlässt Fraida Harry und Lloyd, weil sie hofft, dass die beiden den Kontakt doch noch herstellen können. Beim Anblick des Bildes verliebt sich Lloyd in die hübsche junge Frau und ist nun erst recht Feuer und Flamme, sie zu finden. Die Freunde fahren nach Maryland zu den Pinchelows, verpassen Penny aber knapp. Sie soll ihren kranken Adoptivvater bei der KEN-Convention in El Paso vertreten und eine Rede halten. Außerdem soll sie der Veranstalterin ein Päckchen überbringen. Dr. Pinchelow ist erfreut, Pennys leiblichen Vater kennenzulernen. Adele betrachtet den Besuch als Störung, denn sie und ihr Geliebter, der Hausmeister Travis Lippincott, wollen Dr. Pinchelow vergiften, um an seine Millionen heranzukommen.

Penny hat das Päckchen und ihr Handy zu Hause liegen gelassen. Dr. Pinchelow ist geknickt, denn das Päckchen enthält eine Erfindung, die er anlässlich des Kongresses zum Wohle der Menschheit frei zugänglich machen wollte, obwohl sie Milliarden wert ist. Harry und Lloyd bieten sich an, Handy und Päckchen nach El Paso zu bringen. Adele stimmt zu, denn diese Gelegenheit kann sie sich nicht entgehen lassen. Travis wird den Freunden als Aufpasser zur Seite gestellt. Unterwegs versucht er die beiden zu ermorden, befördert sich dabei aber nur selbst ins Jenseits. Travis' Bruder, Mitglied einer militärischen Spezialeinheit, überbringt Adele diese Nachricht persönlich. Er will ihr helfen, Harry und Lloyd zu beseitigen. Die haben es inzwischen geschafft, die KEN-Convention zu infiltrieren. Dort hält man Harry für Dr. Bernard. Er darf als Ehrengast bleiben, aber Lloyd muss die Konferenzhalle verlassen. Harry hilft ihm nicht, denn ihm ist klar geworden, dass sich Lloyd an Penny heranmachen will und er wünscht sich eine bessere Partie für seine Tochter. Trotz aller Widrigkeiten gelingt es Lloyd, Penny zu treffen. Er erklärt ihr alles und gibt ihr Fraidas Brief. Dessen Inhalt lässt allerdings darauf schließen, dass nicht Harry Pennys Vater ist, sondern Lloyd - auch er hatte damals was mit Fraida. Entsetzt erkennt Lloyd, dass somit auch Penny als Nierenspenderin ausscheidet.

Penny eilt zurück zur Konferenzhalle, wird aber nicht eingelassen, weil sie ihre Einladung verlegt hat. Adele und Captain Lippincott treffen ein und entlarven Harry als Betrüger. Auch Fraida ist nach El Paso gereist. Als sie Penny begegnet, erkennt sie ihre Tochter. Sie löst Feueralarm aus, um es Penny zu ermöglichen, sich in die Halle zu schleichen. Als Adele und Lippincott mit Waffen herumfuchteln, bricht Panik aus. Harry, Fraida und Penny versuchen sich zu verstecken, werden aber von Adele und Lippincott gestellt. Lloyd kommt hinzu; er hat sich von einem zwielichtigen Arzt die rechte Niere entfernen lassen, um sie Harry zu spenden. Lippincott verrät Adele und will nun alle fünf erschießen, doch da taucht Dr. Pinchelow mit drei Undercover-FBI-Agenten auf, die Penny die ganze Zeit beobachtet haben. Pinchelow hat schon vor geraumer Zeit begriffen, warum es ihm nach jeder von Adele zubereiteten Mahlzeit immer schlechter geht. Der von Harry und Lloyd mitgebrachte Brief war das letzte fehlende Puzzlestück, denn der handschriftliche Vermerk stammt eindeutig von Adele. Die Geschichte mit der milliardenschweren Erfindung war nur ein Trick, um Adele in die Falle zu locken. In der Schachtel befinden sich Cupcakes, die Pinchelow der Veranstalterin schenken wollte.




(Erkennt ihr den getarnten Cpt. Lippincott? Tipp: Es ist nicht der Typ mit der Colaflasche!)


Adele versucht Penny zu erschießen. Harry wirft sich in die Schussbahn und wird an der Schulter getroffen. Fraida macht Adele unschädlich. Nachdem die beiden Übeltäter verhaftet sind, wird Harry ins Krankenhaus gebracht. Dort soll ihm auch Lloyds Niere implantiert werden, doch in der Kühlbox ist nur ein gebratenes Rippchen. Da offenbart Harry seinem Freund, dass er sich einen ähnlichen Scherz erlaubt hat wie Lloyd. Seine Nieren sind völlig in Ordnung! Zu guter Letzt eröffnet Fraida Harry und Lloyd, dass keiner von ihnen Pennys Vater ist (tatsächlich hatten sie nie Sex mit Fraida - sie wissen gar nicht, was das ist), sondern einer ihrer Freunde von der Highschool, der schon vor langer Zeit gestorben ist, woran Lloyd nicht ganz unschuldig war. Zwischen Fraida und Dr. Pinchelow hat es gewaltig gefunkt, sie bleiben zusammen. Penny wird ihren Großeltern vorgestellt. Harry und Lloyd stehen wieder einmal als Verlierer da ...


Kringels Meinung

Zu Ace Ventura - Jetzt wird's wild, ebenfalls ein Film mit Jim Carrey in der Hauptrolle, habe ich vor vielen Jahren geschrieben: "Manche Filmemacher (...) denken, für einen witzigen Film wären ein bißchen Grimassenschneiderei und Witze unter der Gürtellinie ausreichend. Das stimmt leider nicht. Es fehlt nämlich noch ein entscheidendes Detail: Man muß beides so perfekt beherrschen wie Jim Carrey. Beherrscht man es nicht, kommt unerträglicher Schrott dabei heraus." Tja, und im Grunde reicht das als Kommentar für "Dumm und Dümmehr" auch schon, denn fast alles, was die Ace-Ventura-Filme und Dumm und Dümmer zu zwar sehr platten, klamaukigen und zotigen, aber trotzdem irrsinnig witzigen Komödien macht, fehlt diesmal fast völlig. Die Gagdichte ist viel zu gering, als dass die zahlreichen Rohrkrepierer nicht störend auffallen würden. Die Witze zielen zu oft zu weit unter die Gürtellinie. Das Timing stimmt nur selten, so dass die entsprechenden Szenen zu lahm, zu bemüht wirken. In der deutschen Sprachfassung geht zudem noch fast der gesamte Wortwitz verloren.

Bleibt nur noch Carreys unnachahmliche Performance, unterstützt durch den ebenso hemmungslos chargierenden Jeff Daniels. Ich muss sagen: Die beiden haben es immer noch drauf! Sie haben problemlos in ihre alten Rollen zurückgefunden. Aber irgendwie fand ich die schiere Blödheit der von ihnen verkörperten Figuren diesmal nicht annähernd so unterhaltsam wie im ersten Film. Zugegeben, ab und zu konnte ich durchaus mal grinsen, aber meistens hat's nur für eine hochgezogene Augenbraue gereicht. Ich werde auf meine alten Tage doch wohl nicht meinen schlechten Geschmack verloren haben? Es ist kaum eine erinnerungswürdige Szene vorhanden, wenn man mal von der gelungenen Tarnung Captain Lippincotts absieht. Der verschmilzt durch aufwändige Ganzkörperbemalung nämlich in mehreren Szenen so perfekt mit dem Hintergrund, dass ich jedes Mal zurückgespult habe, um nochmal nachzuschauen. Siehe Bild oben!

Im Grunde ist der Film nur genießbar, wenn man "Dumm und dümmer" kennt und liebt. Dann greift nämlich ein gewisser Nostalgiefaktor, der zumindest mich über die größten Schwächen hinwegsehen lässt.


J. Kreis, 01.10.2015




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