Ich - Einfach unverbesserlich


Ich - Einfach unverbesserlich (USA, 2010)
- Despicable me -

DVD Regionalcode 2, Universal
Altersfreigabe: FSK 0
Laufzeit: ca. 89 Min.

Extras
- Audiokommentar von den Regisseuren zusammen mit den Minions
- Die Welt von "Ich - Einfach unverbesserlich" (15:18 Min.)
- Unverbesserliche Beats (2:50 Min.)
- Eine globale Initiative (3:25 Min.)
- "Ich - Einfach unverbesserlich" - Kurzfilme (12:12 Min.)
- Grus Raketenbau-Maschine
- "Ich - Einfach unverbesserlich" Games-Vorschau

Regie:
Pierre Coffin und Chris Renaud




Story

Superverbrecher Gru hat ein Problem. Seine Schurkenstreiche gelten nicht mehr als besonders super, seit der neueste Coup seines Konkurrenten Vector die ganze Welt in Staunen versetzt hat. Vector hat die Cheopspyramide mit einer aufblasbaren Attrappe vertauscht und das Original in seinem Hauptquartier aufgestellt. Um dieses Meisterstück in den Schatten zu stellen und gleichzeitig endlich die Anerkennung seiner Mutter zu gewinnen, will Gru einen Kindheitstraum verwirklichen und den Mond entführen. Zur Konstruktion einer Rakete benötigt er einen Kredit bei der Bank des Bösen, doch Bankdirektor Perkins verlangt Sicherheiten. Gru soll zuerst einen Schrumpfstrahler beschaffen, ohne den der Diebstahl eines Himmelskörpers sowieso unmöglich wäre. Umgehend entwendet Gru den Strahler aus einer asiatischen Forschungseinrichtung, wird aber selbst bestohlen. Vector reißt sich den Strahler unter den Nagel und verspottet Gru, dem es nicht gelingt, in Vectors Basis einzudringen.

Vector hat jedoch eine Schwäche. Er liebt Kekse, die er sich von den Waisenmädchen Margo, Edith und Agnes liefern lässt. Als Gru hiervon Wind bekommt, ersinnt er einen teuflischen Plan. Kurzerhand adoptiert er die drei kleinen Mädchen und ersetzt einige ihrer Kekse durch Mini-Roboter, die Vectors Festung von innen her für Gru öffnen. So gelingt es ihm doch noch, den Strahler in seinen Besitz zu bringen. Der Kredit wird ihm aber immer noch verweigert. Gru ahnt nicht, dass Perkins besondere Gründe hierfür hat: Vector ist der Sohn des Bankenchefs. Trotz dieses Rückschlags gibt Gru nicht auf. Die Kinder und Grus Helfer (die Minions) kratzen ihre Ersparnisse zusammen. Jetzt könnte sich Gru zusammen mit dem alten Wissenschaftler Dr. Nefario und dem Heer der Minions ganz dem Bau der Mondrakete widmen. Doch die Kinder, die er zunächst nur als Mittel zum Zweck betrachtet hat, wachsen ihm schnell ans Herz, so dass er mehr Zeit mit ihnen als mit der Verwirklichung seines Planes verbringt. Er möchte sogar den Raketenstart verschieben, um eine Ballettaufführung der Kinder besuchen zu können.

Nefario kann das nicht länger mit ansehen und stellt Gru vor vollendete Tatsachen, indem er in seinem Namen die Rückführung der Kinder ins Waisenhaus veranlasst. Schweren Herzens stürzt sich Gru in die Arbeit. Der Diebstahl des Mondes geht so schnell über die Bühne, dass Gru versuchen kann, die Aufführung noch rechtzeitig zu erreichen. Er kommt zu spät und muss zu allem Übel feststellen, dass Vector die Kinder entführt hat, um die Herausgabe des geschrumpften Mondes zu erpressen. Die Kinder sind für Gru wichtiger als sein Ruf als Superschurke. Er überlässt Vector den Mond, aber sein Rivale denkt gar nicht daran, die Kinder herauszugeben. Er flieht mit einem Raumschiff. Gru klammert sich daran fest, stürzt dann aber ab. Nefario ist Gru mit dessen Schiff gefolgt und fängt ihn auf. Er hat schlechte Neuigkeiten: Die Wirkung des Schrumpfstrahls ist nicht von Dauer. Tatsächlich nimmt der Mond allmählich wieder seine alte Größe an, wobei Vectors Schiff zerstört wird. Gru rettet die Mädchen in letzter Sekunde. Vector wird mit dem Mond in den Orbit katapultiert.

Die Ballettvorstellung wird nachgeholt. Grus Mutter ist stolz auf ihren Sohn, aber nicht wegen seiner Heldentat im Kampf gegen Vector, sondern weil er zu einem echten Vater für Margo, Edith und Agnes geworden ist.


Kringels Meinung

Abgesehen vom nicht wirklich geglückten deutschen Titel bin ich mit dieser leicht überdrehten Animationsfilm-Komödie rundum zufrieden, und das liegt sicher nicht nur daran, dass ich auf dem geistigen Entwicklungsstand eines Fünfzehnjährigen stecken geblieben bin! Denn abgesehen von der herzerwärmenden Handlung und der kunterbunten, ganz bewusst sehr cartoonartig gestalteten Fantasiewelt kann man sich über viel schwarzen Humor freuen.

Im Mittelpunkt steht "Superschurke" Gru, der sich - wenn er nicht gerade finstere Pläne globalen Ausmaßes ausheckt - diebisch darüber freut, einem kleinen Jungen einen Luftballon zu schenken, nur um diesen gleich wieder zerplatzen zu lassen. Vermutlich macht er das alles aufgrund seiner schweren Kindheit, die in kurzen Rückblenden gezeigt wird. Gru will wahrscheinlich nur seiner grantigen Mutter imponieren. Die Kinder sind ihm zunächst herzlich egal. Als eine der Kleinen vermeintlich von der Eisernen Jungfrau aufgespießt wird, meint er lakonisch, dass zwei Waisenkinder für seinen Plan ausreichen müssten. Dem geballten Charme der drei niedlichen Waisenmädchen ist er aber auf Dauer nicht gewachsen. Wer könnte Agnes' Augenaufschlag widerstehen? Gru jedenfalls nicht, und so zeigt sich bald, dass er das Herz doch auf dem rechten Fleck hat. Erzrivale Vector im Möchtegern-Gangsta-Look ist richtig schön doof-gemein und kann mit allerlei irrwitzigem Hightech-Spielzeug sowie (wie Gru natürlich auch) heillos übertriebenen Waffensystemen protzen. Selbst Nebenfiguren wie Dr. Nefario oder Heimleiterin Miss Hattie haben ihren eigenen, höchst skurrilen Charakter. Nefario konstruiert schonmal etwas völlig bescheuertes, nur weil er schwerhörig ist und Grus Anweisungen falsch versteht...

Meine heimlichen Helden sind aber die Minions. Mit diesen unverwüstlichen Helferlein schießt der Film wirklich den Vogel ab. Es gibt kaum eine Szene, in der nicht so ein kleines gelbes Männchen mit Schutzbrille und blauer Latzhose im Hintergrund herumwuselt, von einem Maschinenbauteil umgehauen wird, versehentlich eine Bombe zur Explosion bringt, wild auf einem Computerterminal herumhackt, für ein Experiment Dr. Nefarios missbraucht wird oder selbst an irgendwelchen bizarren Versuchsanordnungen herumfummelt. Die Minions sprechen teils unverständliches Kauderwelsch mit witzig verfremdeten Stimmen, sind einfach nur knuffig und sorgen für herrlich anarchischen Humor.


DVD-Features

Der größte Teil des Bonusmaterials ist nicht besonders interessant. "Die Welt von..." ist kaum mehr als Eigenwerbung. Regisseure und die Schauspieler, die den Figuren im englischen Original Stimmen verliehen haben, erzählen im Grunde nur die Handlung nach. Immerhin hat man das Vergnügen, u.a. Steve Carrell und Julie Andrews (sie spricht im Original Grus Mutter) im Synchronstudio zu sehen. "Unverbesserliche Beats" enthält Lobeshymnen auf Pharrell Williams, der am Soundtrack mitgearbeitet hat. "Grus Raketenbau-Maschine" ist ein kleines Spielchen. Anhand von Bildausschnitten muss man erkennen, welche Sehenswürdigkeit geklaut werden soll. Bei richtigen Antworten wird Grus Rakete allmählich fertig gestellt. Antwortet man falsch, holt Vector auf. "Eine globale Initiative" zeigt die Zusammenarbeit des über verschiedene Länder verteilten Filmteams.

Drei deutsch synchronisierte Kurzfilme mit den Minions reißen's wieder raus: In "Frühjahrsputz" müssen sie den Mädchen helfen, Grus finsteres Anwesen "kindgerecht" zu dekorieren, weil der Besuch eines Sozialarbeiters erwartet wird. Drei frisch geklonte Minions müssen sich in "Der 1. Tag" einen Lehrfilm über ihre Arbeit anschauen, machen danach aber trotzdem alles falsch. "Banane" zeigt, dass die Minions offenbar Obst lieben. Einer will sich heimlich eine Banane schälen, wird aber beobachtet und von immer mehr Minions durch die gesamte Fertigungsanlage von Grus Fabrik verfolgt. Köstlich!


Screenshots


Ich - Einfach unverbesserlich

Warum hinten anstellen, wenn man einen Gefrierstrahler hat?


Ich - Einfach unverbesserlich

Dr. Nefario


Ich - Einfach unverbesserlich

Minions bei der Arbeit


Ich - Einfach unverbesserlich

Vectors Festung, im Hintergrund die gemopste Pyramide


Ich - Einfach unverbesserlich

Vector hat die gesamte Festung per Fernbedienung im Griff


Ich - Einfach unverbesserlich

Die Mädels bekommen Gru erstmals zu Gesicht...


Ich - Einfach unverbesserlich

...ihr neues Zuhause ist sogar noch schöner!


Ich - Einfach unverbesserlich

Klein Gru versucht seine Mutter zu beeindrucken - vergeblich!


Ich - Einfach unverbesserlich

Dagegen sind selbst Superschurken machtlos!


Ich - Einfach unverbesserlich

Party!


J. Kreis, 30.07.2013




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