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Dellamorte Dellamore Dellamorte Dellamore (I 1994)
DVD - Regionalcode 2, VCL/Laser Paradise
FSK: 18
Laufzeit: ca. 99 Minuten

Extras
Filmtrailer

Regie:
Michele Soavi

Hauptdarsteller:
Rupert Everett (Francesco Dellamorte)
Francois Hadji Lazaro (Gnaghi)
Anna Falchi





Inhalt:

Der Friedhof des kleinen Ortes, in dem Francesco Dellamorte Totengräber ist, hat eine Besonderheit: Nach 7 Tagen steigen manche Tote aus ihren Gräbern, um über die Lebenden herzufallen. Zum Job Dellamortes und seines fettleibigen, schwachsinnigen Gehilfen Gnaghi gehört es, diese "Wiederkehrer" erneut zur (diesmal ewigen) Ruhe zu betten, indem sie ihnen einen gezielten Kopfschuß verpassen oder ihnen auf andere Weise den Schädel zertrümmern. Natürlich glaubt dem ohnehin sehr menschenscheuen Totengräber kein Mensch, als er von dieser Epidemie berichtet. Man hält ihn für einen impotenten Idioten. Tatsächlich hat er in seinem ganzen Leben nur zwei Bücher gelesen - das eine hat er nie beendet, das andere ist das Telefonbuch... Er ist ein Einzelgänger und nicht in der Lage, normale Kontakte zu knüpfen.

Eines Tages verliebt er sich auf den ersten Blick in die junge Witwe eines jüngst Verstorbenen, die er bei der Beerdigung sieht. Der Rest des Films ist so angelegt, daß man nicht weiß, ob sich alles tatsächlich oder nur in Dellamortes Phantasie abspielt. Die junge Witwe fühlt sich plötzlich sehr zu Dellamorte und zum Friedhof hingezogen. Sie ist fasziniert von dem Gebeinhaus der Anlage und gibt sich schließlich Dellamorte hin - ausgerechnet auf dem Grab ihres verstorbenen Ehemanns, der sich keinen besseren Augenblick aussuchen konnte, um sich aus seinem Sarg ins Freie zu kratzen. Dellamorte erledigt den Zombie zwar, aber leider zu spät: Das Biest hat die junge Witwe bereits gebissen und bald darauf erliegt sie, wie Dellamorte glaubt, ihren Verletzungen. Er behält die Tote bei sich und als sie sich kurze Zeit wieder erhebt, schießt er sie nieder, trifft dabei aber nicht ihren Kopf. Als sie nach einigen Tagen erneut aufersteht (und diesmal nicht mehr so frisch aussieht) begreift Dellamorte, daß sie gar nicht an den Folgen des Bisses gestorben war, und daß in Wirklichkeit er sie getötet hat!

Dellamorte und Gnaghi haben alle Hände voll zu tun, als ein Bus voller Pfadfinder von der Straße abkommt. Ebenfalls unter den Toten ist die Tochter des Bürgermeisters, in die Gnaghi sich verliebt hatte. Der Dicke birgt ihren abgetrennten, wieder lebendigen Kopf aus dem Sarg und hat fortan Gesellschaft - ganz im Gegensatz zu Dellamorte, der Schwierigkeiten hat, zwischen den Lebenden und den Toten zu unterscheiden. Er findet es praktischer, gleich die Lebenden per Kopfschuß zu erledigen, als darauf zu warten, daß sie irgendwann als Zombies über seinen Friedhof torkeln. Als er eine junge Frau trifft, die seiner toten Geliebten wie aus dem Gesicht geschnitten gleicht und die ihm spontan ihre Liebe gesteht, da sie nur impotente Männer lieben kann, läßt er sich seine Männlichkeit durch eine Spritze lahmlegen. Wenig später findet seine neue Liebe aber doch Gefallen am GV und gesteht Dellamorte, daß sie einen anderen heiraten will. Wenig später begegnet er erneut einer Frau mit dem Gesicht seiner Geliebten. Als sich herausstellt, daß sie eine Prostituierte ist, legt er in ihrem Haus Feuer und tötet sie dadurch.

Irgendwann versuchen Dellamorte und Gnaghi, dem Friedhof und dem isolierten Ort, in dem sie leben, zu entkommen. Sie durchfahren einen Tunnel und erwarten, an dessen Ende den "Rest der Welt" zu erblicken. Aber diese Welt existiert nicht - die Straße endet im Nichts.


Der Film:

Am besten sieht man diesen Film wirklich als Traum, denn die Story ist einfach zu verrückt und verworren. Ich habe ausnahmsweise auch nicht alles wiedergegeben, denn es ist schwer, die ganzen abstrusen Ereignisse so darzustellen, daß nicht der Eindruck entsteht, der Film bestehe nur aus Gewaltszenen. Gut: Es wird nicht mit Splatter-Effekten gegeizt und die Beiläufigkeit, mit der Dellamorte irgendwann nicht nur die Zombies zurück zu den Toten schickt, sondern auch die Lebenden ins Jenseits schickt, ist schon starker Tobak. Ganz zu schweigen von der Idee, daß eine Frau, die eine Phobie vor der körperlichen Liebe habe, ausgerechnet durch eine Vergewaltigung davon geheilt werden könne! Darüber muß man wohl kein Wort mehr verlieren. Trotzdem macht der Film Spaß, denn er nimmt sich selbst nicht allzu ernst. Er fasziniert vor allem durch eine surrealistische Bildersprache und schwarzen Humor.

Die DVD:

Ein paar Trailer für andere Horrorfilme auf DVD und Laserdisc - mehr hat dieser Silberling nicht zu bieten. Daß man ihn nicht im "normalen" Handel kaufen kann, dürfte nach obiger Beschreibung wohl klar sein...

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