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Stephen King's The Dead Zone (USA 1983)
DVD - Regionalcode 2, VCL/Laser Paradise
FSK: 18
Laufzeit: ca. 102 Minuten

Extras:

Original Kinotrailer

Regie:

David Cronenberg

Hauptdarsteller:

Christopher Walken (Johnny Smith)
Brooke Adams (Sarah Bracknell)
Martin Sheen (Greg Stillson)
Tom Skerritt (Sherriff Bannerman)
Herbert Lom (Dr. Sam Weizak)
Nicholas Campbell (Frank Dodd)




Inhalt:

Johnny Smith ist ein junger Englischlehrer an einer Highschool, er hat eine Freundin die er bald heiraten will und wird allseits als netter, wenn auch zurückhaltender, intelligenter und hilfsbereiter Mensch geschätzt. Eigentlich alles ganz normal, ein glückliches, vielleicht etwas langweiliger Lebenslauf bahnt sich an. Doch so soll es nicht kommen. Johnny und seine Freundin Sarah verbringen einen schönen Abend auf einem Jahrmarkt. Auf dem Rückweg von Sarahs Wohnung, wo er sie abgesetzt hat, wird Johnnys VW-Käfer von einem ins Schleudern geratenen Sattelschlepper gerammt. Johnny überlebt zwar den Unfall, fällt aber ins Koma - aus dem er erst fünf Jahre später wieder erwacht. Diese fünf Jahre haben ausgereicht, Johnny alles zu nehmen, was ihm einmal wichtig war. Zunächst einmal ist er schon rein körperlich nicht mehr der Mann, der er vorher war, außerdem hat er jetzt natürlich keine Arbeit mehr. Vor allem aber hat Sarah die Hoffnung darauf, daß Johnny irgendwann einmal wieder erwachen würde, bald aufgegeben und einen anderen Mann geheiratet, mit dem sie ein Kind hat. Durch das Koma hat Johnny also alles verloren, aber er hat auch eine außergewöhnliche Gabe gewonnen, was er noch während der Rehabilitation in der Klinik feststellt. Wenn er eine Person oder einen Gegenstand berührt, dann kann er "sehen", was mit dieser Person oder diesem Gegenstand geschehen war oder noch geschehen wird. Durch diese Fähigkeit kann er verhindern, daß die Tochter bei einem Wohnungsbrand ums Leben kommt und spürt die seit dem zweiten Weltkrieg verschollene Mutter seines Arztes auf. Johnny kann also vergangene und zukünftige Ereignisse "sehen", wobei die Zukunft nicht festgeschrieben zu sein scheint, denn Johnny kann durch Warnungen oder eigene Handlungen verhindern, daß es zu den von ihm vorhergesehenen Ereignissen kommt. Allerdings gehen diese Visionen mit einer massiven körperlich-geistigen Erschöpfung einher.

Nach Abschluß der Reha arbeitet Johnny als Privatlehrer. Seine Fähigkeit als "Hellseher" ist öffentlich bekanntgeworden, daher stürzt sich immer wieder die Presse auf ihn und wildfremde Menschen schicken ihm irgendwelche Gegenstände, mit deren Hilfe er z.B. vermißte Personen auffinden soll. Johnny zieht sich aber immer mehr zurück und will seine Gabe nicht mehr nutzen, denn die Visionen von Tod und Schrecken, die er immer wieder hat, machen ihm sehr zu schaffen. Außerdem war der ganze Presserummel für den Tod seiner Mutter verantwortlich. Johnny lebt mit seinem Vater zusammen und erhält auch noch einmal Besuch von Sarah... Eines Tages meldet sich der Sheriff von Castle Rock, Bannerman, bei Johnny. Er hat von Johnnys hellseherischen Fähigkeiten gehört und bittet ihn um Hilfe. Johnny ist seine letzte Hoffnung, doch noch einen brutalen Frauenmörder aufzuspüren, der seit längerer Zeit sein Unwesen treibt und niemals auch nur die geringsten Spuren hinterläßt. Der gutmütige Johnny willigt schließlich ein und entlarvt den Polizisten Frank Dodd als Täter. Dodd begeht Selbstmord, bevor er verhaftet werden kann. Noch einmal kommt Johnnys Gabe zum Einsatz, als er den Tod eines Privatschülers verhindert. Aber die Visionen haben ihren Preis: Johnny verliert dabei jedesmal Jahre seines Lebens, so als ob die Visionen ihm die Lebensenergie entziehen würden.

Aber Johnny soll auch weiterhin keine Ruhe finden. Der Vater des Schülers, dessen Tod Johnny verhindert hat, macht ihn mit dem aufstrebenden Politiker Greg Stillson bekannt, dessen Kampagne ausgerechnet von Sarah und deren Mann, die als Wahlkampfhelfer arbeiten, unterstützt wird. Als Johnny dem jovialen Stillson die Hand schüttelt, überkommt ihn die schrecklichste aller bisherigen Visionen: Stillson wird bald zum Präsidenten der Vereinigten Staaten werden und wird dafür verantwortlich sein, daß es zu einem nuklearen Holocaust kommt. Johnny ist zutiefst erschüttert, aber er weiß: Er kann verhindern, daß es zu dem Inferno kommt. Alle Visionen der Zukunft liegen in der "Dead Zone", d.h. sie werden mit Sicherheit eintreten - es sei denn, daß Johnny es verhindert. Die Zukunft ist also nicht fest vorherbestimmt. Da es trotz seiner Bekanntheit äußerst unwahrscheinlich ist, daß man ihm glauben würde, wenn er mit seiner Vision an die Öffentlichkeit treten würde, beschließt er, Stillson zu töten. Er legt sich mit einem Gewehr auf einer Empore in einem Raum auf die Lauer, wo Stillson am nächsten Tag eine Rede halten will. Johnny bleibt unbemerkt und legt auf Stillson an, im letzten Moment kann er aber doch nicht schießen. Stillson gerät in Panik, schnappt sich ein Kind und hält es als lebendigen Schutz vor sich - Johnny wird zwar von Stillsons Sicherheitsleuten erschossen, hat sein Ziel aber dennoch erreicht. Denn das von einem Reporter veröffentlichte Bild des Politikers, der bereit ist, ein Kind zu opfern, um sein eigenes Leben zu retten, bedeutet das Aus für Stillsons Karriere...

Der Film:

Die Verfilmungen von Stephen Kings Romanen und Kurzgeschichten haben den Ruf, in der Regel ziemlich schlecht zu sein. Es gibt wenige Ausnahmen, The Dead Zone ist eine davon, obwohl der Film bei weitem nicht an den zugrundeliegenden gleichnamigen Roman herankommt, weder was Spannung noch was emotionale Tiefe angeht. The Dead Zone liegt mir zwar in einer FSK 18 - Version vor, aber man sollte deshalb nicht den voreiligen Schluß ziehen, daß es sich um einen blutig-brutalen Horrorfilm handelt (eigentlich ist es überhaupt kein Horrorfilm). Es gibt Filme mit FSK 16 - Freigaben, die erheblich brutaler und bei weitem blutiger sind. Meines Wissens enthält meine 18er-Version nur eine einzige Szene, die in anderen Versionen nicht enthalten ist, nämlich die, in der Frank Dodd sich mit Hilfe einer Schere, die er sich durch den Mund in den Schädel rammt, selbst tötet - und selbst dabei sieht man kaum "etwas". Nein, der Schwerpunkt liegt bei diesem Film nicht auf der Gewalt, sondern in der Charakterzeichnung des von Christopher Walken sehr überzeugend dargestellten, durch seine Gabe gequälten Johnny Smith. Smith nutzt seine besonderen Fähigkeiten nicht wie ein Comic-Superheld, für ihn ist sie mehr Fluch als Segen und sie zehrt außerdem jedesmal, wenn er sie einsetzt, an seiner Gesundheit.

Verglichen mit dem Roman gibt es eine ganze Reihe von inhaltlichen Abweichungen, die wesentlichsten Aspekte sind aber vorhanden und vor allem wurde am Schluß nichts geändert, d.h. es wurde darauf verzichtet, ein unpassendes Happy-End hinzuzudichten. Insgesamt war ich dennoch etwas enttäuscht von dem Film (das Buch hatte ich vorher gelesen), wobei ich noch nicht einmal genau definieren kann, woran das gelegen hat. Vielleicht dauert es einfach zu lange, bis er in die Gänge kommt oder vielleicht hatte ich mehr Suspense erwartet. Irgendwie fehlt im letztlich das "gewisse Etwas", das mir den Roman unvergeßlich gemacht hat. Nichtsdestotrotz ist es ein solider Thriller, den man gesehen haben sollte.

Die DVD:

Die DVD hat einen ziemlich dumpfen Ton in englischer und deutscher Fassung. Wie bereits gesagt unterscheidet sich diese Version von allen anderen nur durch eine einzige, ziemlich kurze und nicht besonders spektakuläre Szene.

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