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Coneheads Coneheads (USA, 1993)
DVD - Regionalcode 2, Paramount
FSK: 6
Laufzeit: ca. 83 Minuten

Extras
Kinotrailer

Regie:
Steve Barron

Hauptdarsteller:
Dan Aykroyd (Beldar)
Jane Curtin (Prymaat)
Michelle Burke (Connie Conehead)
Michael McKean (Gorman Seedling)
Chris Farley (Ronnie)




Inhalt:

Das Ehepaar Beldar und Prymatt vom Planeten Remulak wird zur Erde entsandt, um die Eroberung dieses Planeten vorzubereiten. Ihr Raumschiff wird beim Landeanflug jedoch entdeckt und von Düsenjägern beschossen. Es wird so schwer beschädigt, daß die beiden Aliens notlanden müssen und nicht wieder nach Remulak zurückkehren können. Notgedrungen versuchen sie sich bei den Menschen häuslich einzurichten, was trotz ihrer 50 Zentimeter hohen, kegelförmigen Köpfe auch recht gut gelingt. Sie schlagen sich zunächst mit Gelegenheitsjobs durch und hausen in einem Wohnwagen. Beldar verdient mit seinen überlegenen technischen Kenntnissen, die er in der Werkstatt eines Elektronikbastlers einsetzt, schnell gutes Geld. Es gelingt ihm auch, ein Hyperfunkgerät zusammenzusetzen und Verbindung mit Remulak aufzunehmen. Dummerweise wird es 18 Jahre dauern, bis ein Evakuierungsschiff eintreffen kann - die Coneheads müssen auf Dauer unter den Menschen leben und sich der für sie völlig fremden Lebensweise der Erdlinge anpassen. Dummerweise haben sie aber keine Sozialversicherungsnummer. Man beschafft ihnen daher eine neue Identität, aber leider ist die bereits in den Datenbänken der Einwanderungsbehörde gespeichert und so haben die Coneheads alsbald einige übereifrige Beamte am Hals und müssen fliehen. Zu allem Überfluß ist Prymaat auch noch schwanger...

Nach der Geburt des kleinen Kegelköpfchens Connie beziehen die Coneheads ein schönes neues Haus und leben als geschätzte Nachbarn völlig unauffällig in einem ruhigen Vorort von New Jersey. Die Nachbarschaft sieht großzügig über die Eigenheiten der Coneheads hinweg, denn die haben zur Tarnung die Information verbreitet, sie würden aus Frankreich stammen. Beldar gibt Fahrstunden und feiert große Erfolge in einem Golfclub, Prymaat kümmert sich um den Haushalt, Connie, inzwischen im Teenie-Alter, besucht die Schule und verliebt sich in Ronnie, einen Automechaniker, der von ihrem außergewöhnlichen Kopf und ihrem für Remulakianer typischen unglaublichen Appetit auf alle möglichen ungesunden Sachen fasziniert ist. Beldar ist als sorgender Vater von den zarten Liebesbanden, die seine Tochter mit einem primitiven Erdling knüpft, alles andere als begeistert. Er muß aber schnell feststellen, daß das nicht sein größtes Problem ist: Die Einwanderungsbehörde hat die Spur der Coneheads wieder aufgenommen. Gerade als endlich die Nachricht von Remulak kommt, das Rettungsschiff sei unterwegs, wird das Haus der Coneheads umstellt. Ronnie lenkt die Beamten ab, doch auch die Coneheads kommen nicht weit, ihre Flucht endet vor einer Straßensperre.

Da erscheint das Raumschiff und holt die Coneheads an Bord. Auch Agent Seedling von der Einwanderungsbehörde und dessen Assistent werden - mehr aus Zufall - mitgenommen. Connie Conehead ist gar nicht begeistert, die Erde und Ronnie verlassen zu müssen. Auf Remulak muß Beldar sich vor dem Oberhaupt seines Volkes dafür verantworten, daß die Erde noch nicht erobert ist und - viel schlimmer - daß er sich die Haifischzähne hat begradigen lassen. Wegen dieses verräterischen Akts wird Beldar dazu verurteilt, in einem rituellen Kampf gegen ein grausiges Monster anzutreten. Daß er die Erdlinge dem Ober-Conehead als Geschenk überläßt, kann daran auch nichts mehr ändern. Mit Hilfe seiner Golfkünste gelingt es Beldar aber, das Biest zu besiegen. Somit ist er rehabilitiert und darf die remulakianische Angriffsflotte gegen die Erde führen. Inzwischen ist Beldar natürlich gar nicht mehr daran interessiert, den Planeten Erde, auf dem er heimisch geworden ist, zu verwüsten. Er täuscht deshalb die Vernichtung seines Schiffes durch gar nicht existierende irdische Superwaffen vor, woraufhin die Eroberungspläne fallen gelassen werden. Auch Agent Seedling, den Beldar zur Erde mitgenommen hat, verpflichtet sich, die Aliens künftig nicht mehr zu behelligen. Somit können die Coneheads wieder in Ruhe und Frieden in ihrer alten Nachbarschaft leben. Zu Connies großer Freude schließt Beldar sogar Frieden mit Ronnie...

Der Film:

Es gibt Filme, die kann man sich einfach immer wieder anschauen. So auch die Coneheads. Dabei ist die Handlung dieses Films eigentlich vernachlässigbar, wenn sie auch einige Seitenhiebe auf den Umgang mit illegalen Einwanderern und die kleinbürgerlichen Verhältnisse in den USA enthält. Im Vordergrund stehen dem gegenüber eindeutig die seltsamen Eigenheiten der Coneheads, ihre Schwierigkeiten mit menschlichen Verhaltensweisen und ihre untypischen Reaktionen auf diverse für uns eigentlich völlig normale Situationen. Wie ich gelesen habe, basiert der Film auf Sketchen der Show "Saturday Night Live" der Jahre 1976 und 1977, bei denen auch schon Dan Aykroyd und Jane Curtin die Hauptrollen gespielt haben. Viele andere Schauspieler der Show sollen ebenfalls Auftritte im Film haben - diese Details sind mir natürlich entgangen, weil ich die Show nicht kenne. Man kann aber recht gut erkennen, daß der Film eigentlich nur aus einer Aneinanderreihung einzelner Gags besteht - daß das Ganze trotzdem hervorragend funktioniert, ist der Art und Weise zu verdanken, wie vor allem Aykroyd und Curtin ihre Rollen spielen. Man kauft ihnen einfach ab, daß sie von einem völlig fremden Planeten kommen und zunächst überhaupt keine Ahnung haben, was die menschlichen Verhaltensweisen, die sie imitieren, eigentlich bedeuten. Ihre Sprechweise, d.h. ihre Art, hoch komplizierte Begriffe für völlig banale Gegenstände und Situationen zu verwenden und selbst in den absurdesten Momenten keine Miene zu verziehen, darf schon als genial bezeichnet werden.

Bei weniger begabten Schauspielern oder bei einer zu starken Betonung auf die Komik der Situationen hätte das auch böse in die Hose gehen können - und in der deutschen Synchronisation wird die Grenze zwischen Humor und dummer Blödelei manchmal überschritten. So haben es die Verantwortlichen offenbar für eine prima Idee gehalten, den Ober-Conehead auf Remulak mit der Stimme eines Helmut-Kohl-Imitators auszustatten. Wie witzig... (gähn). Also wieder mal ein Film, den man sich im Original anschauen sollte, was allerdings gar nicht so einfach ist, weil die Coneheads unheimlich schnell sprechen und daher nicht leicht zu verstehen sind.

Auch für den SF-Fan wird hier übrigens einiges geboten - erwähnt seien nur die Szenen beim Zahnarzt, als Beldar den Mund wirklich weit aufmacht, die Planetenansichten Remulaks und der Angriff der Raumflotte. Die Tricktechnik kann sich mehr als sehen lassen - nur das Stop-Motion-Monster, gegen das Beldar kämpfen muß, wirkt nicht so ganz überzeugend.

Die DVD:

Einziges Extra ist der Kinotrailer zum Film. Der enthält interessanterweise eine ganz kurze Szene, die im Film nicht vorkommt.

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