Caprica


Caprica (USA, 2010)

DVD - Regionalcode 2, Universal
Altersfreigabe: FSK 16
Laufzeit: Siehe Einzelepisoden

Extras:
- Audiokommentare und Podcasts zu mehreren Episoden
- Deleted Scenes (85:20 Min.)
- Videoblogs (48:03 Min.)
- The Caprica Dynasty (13:40 Min.)
- Creating a Look (4:56 Min.)
- Creating a World (6:23 Min.)
- Re-Caprica (4:44 Min.)
- One True God? (3:32 Min.)
- The Sounds of Caprica (5:01 Min.)
- The Music of Caprica (4:57 Min.)
- The Next Generation (3:53 Min.)
- Caprican Evolution (4:00 Min.)
- Global Defense (3:20 Min.)
- Visual Effects (4:48 Min.)

Regie:
Siehe Einzelepisoden

Hauptdarsteller:
Eric Stoltz (Daniel Graystone)
Paula Malcomson (Amanda Graystone)
Alessandra Torresani (Zoe Graystone / Zoe II)
Esai Morales (Joseph Adama)
Sasha Roiz (Samuel Adama)
Genevieve Buechner (Tamara Adama / Tamara II)
Sina Najafi (William Adama)
Magda Apanowicz (Lacy Rand)
Polly Walker (Clarice Willow)
Brian Markinson (Jordan Duram)




Inhalt:

Die Box umfasst die komplette Fernsehserie "Caprica" auf sechs DVDs.

1: Pilotfilm - Regie: Jeffrey Reiner (84:54 Min.)

Die Menschen haben zwölf mehr oder weniger erdähnliche Welten besiedelt. Insbesondere auf dem Planeten Caprica leben sie aufgrund ihrer hoch entwickelten Technologie in Wohlstand und Luxus. Vor allem junge Leute verbringen viel Zeit in illegalen virtuellen Welten, in denen sie sich allen denkbaren Perversitäten und extremer Gewalt hingeben können, ohne befürchten zu müssen, je bestraft zu werden. Die Bewohner anderer Kolonien wie Tauron sind nicht so begünstigt. Manche Capricaner halten die Tauroner für primitive "Dreckfresser". Die meisten Menschen beten zu einem Pantheon von Göttern. Einige hängen einer monotheistischen Religion an, deren Kirche ihren Hauptsitz auf Gemenon hat. Die Monotheisten lehnen nicht nur die alten Götter ab, sondern auch den hemmungslosen Hedonismus und die Technikverliebtheit der meisten Menschen. Besonders radikale Vertreter des Monotheismus werden als "Soldaten des Einen" (STO) bezeichnet. Sie unterhalten mehrere Terrorzellen auf Caprica.

Zoe Graystone, Lacy Rand und Ben Stark glauben an den Einen Gott. Sie leben auf Caprica und wollen nach Gemenon auswandern. Zoe arbeitet an einem revolutionären Projekt, durch das sich alles ändern soll. Sie ist eine hochbegabte Hackerin und hat eine Möglichkeit gefunden, all ihre Erinnerungen, praktisch ihr eigenes Bewusstsein, auf eine Künstliche Intelligenz zu übertragen. In einem nur für die drei Freunde zugänglichen Raum innerhalb des virtuellen V-Clubs ist ein Avatar Zoes entstanden, der nicht nur optisch nicht vom Original zu unterscheiden ist. Der Zoe-Avatar ist sich dessen bewusst, dass er kein echter Mensch ist, aber er fühlt sich wie einer. Darüber hinaus steht Zoe II durch eine Art Bio-Feedback in ständigem Kontakt mit ihrer Erschafferin, so dass sie alles miterlebt, was Zoe widerfährt, und sich somit ständig weiterentwickelt. Zoes Eltern sind die Ärztin Dr. Amanda Graystone und Dr. Daniel Graystone, Besitzer von Graystone Industries, eines mächtigen Herstellers von Computer- und Robotertechnik. Die Firma produziert hauptsächlich Holobänder, die zur Nutzung der virtuellen Welt benötigt werden. Die Graystones haben einige Schwierigkeiten mit ihrer rebellischen Tochter, wissen aber nichts von Zoes Glauben und ihrem Projekt. Daniel hat ohnehin andere Sorgen. Im Auftrag des Verteidigungsministeriums soll er Kampfroboter konstruieren, doch die bisherigen Modelle sind nicht besonders effektiv. Es mangelt ihnen an Intelligenz und Eigenständigkeit.

Als der Tag der Ausreise nach Gemenon gekommen ist, macht Lacy einen Rückzieher und bleibt deshalb am Leben. Ben ist ein Selbstmordattentäter der STO. Er löst einen Sprengstoffgürtel mitten in einer zum Raumhafen fahrenden Magnetschwebebahn aus, in der sich auch Zoe befindet. Zoe und viele weitere Reisende sterben, darunter Shannon und Tamara Adams, Frau und Tochter des Rechtsanwalts Joseph Adams. Die Familie ist vor einigen Jahren nach einem Bürgerkrieg vom Planeten Tauron nach Caprica ausgewandert. Durch das schreckliche Ereignis kreuzen sich die Lebenswege von Daniel und Joseph. Joseph arbeitet insgeheim für den Guatrau des Ha'la'tha-Syndikats, einer Verbrecherorganisation seiner alten Heimatwelt. Er wird aufgefordert, den Verteidigungsminister Val Chambers aufgrund einer nicht näher erläuterten Verfehlung gegen das Syndikat einzuschüchtern. Joseph erbittet sich Bedenkzeit, denn eine solche Tat wäre für ihn eine Grenzüberschreitung. Daniel gerät unter Druck, weil sein größter Konkurrent Dr. Thomas Vergis von Tauron angeblich einen besonders leistungsfähigen metakognitiven Prozessor (MCP) erschaffen hat, der für Kampfroboter verwendet werden könnte. Amanda wird von Agent Jordan Duram vom Verteidigungsministerium aufgesucht, der den Terroranschlag untersucht. Er hat eine Mail abgefangen, die Zoe in der Bahn verfasst hat und die wie ein Abschiedsbrief klingt; Zoe wollte sich allerdings lediglich für einen Streit mit ihrer Mutter entschuldigen. Amanda kann nicht fassen, dass der Ermittler ihre Tochter mit den STO in Verbindung bringt.

Lacy macht sich Vorwürfe, weil sie Zoe nicht begleitet hat. Einer Anregung ihrer Lehrerin Clarice Willow folgend besucht sie den Avatar im V-Club. Zu diesem Zweck nutzt sie Zoes Equipment in deren Elternhaus, was dazu führt, dass Daniel vom Vorhaben seiner Tochter erfährt. Lacy arrangiert ein Treffen Daniels mit dem Avatar. Es fällt Daniel schwer zu akzeptieren, dass sich das virtuelle Wesen wirklich für seine Tochter hält und über Erinnerungen verfügt, die nur der echten Zoe bekannt sein dürften. Ist Zoe II nur eine Kopie oder ist sie ein denkendes, fühlendes Wesen? Daniel lädt den Quellcode der KI herunter. Später weiht er Joseph ein und stellt ihm die von ihm heruntergeladene Zoe II in einer eigenen Virtualität vor. Daniel bietet an, Josephs Frau und Tochter mit Zoes Programm zu neuem "Leben" zu erwecken. Er möchte die KI in einen echten Körper laden, benötigt hierfür aber den MCP. Ihm ist wohl bewusst, dass Joseph zur Ha'la'tha gehört. Joseph hat noch Zweifel, erklärt sich aber dazu bereit, den Prozessor zu beschaffen. Sein Bruder Samuel soll das erledigen. Im Gegenzug stattet Joseph dem Verteidigungsminister den vom Guatrau gewünschten Besuch ab. Da sich Chambers uneinsichtig zeigt, wird er kurz danach von Sam ermordet. Währenddessen wird Lacy von Agent Duram auf die STO angesprochen. Sie stellt sich dumm, vertraut sich später aber Clarice an. Erst jetzt erfährt sie, dass Clarice Monotheistin ist. Clarice behauptet, Ben habe eigenmächtig und voreilig gehandelt, aber nicht unbedingt falsch. Zoe, so erklärt die Lehrerin, sei für die Bewegung von unermesslicher Bedeutung gewesen.

Mit dem MCP kann Daniel seinen Plan vollenden. Zuvor zeigt er Joseph einen Avatar Tamaras. Doch Tamara II ist anders als Zoe II, sie kann ihre künstliche Existenz nicht akzeptieren. Joseph hält Daniels Vorhaben für Sünde und bricht den Kontakt ab. Daniel lädt Zoe II in den MCP, obwohl der Avatar nicht damit einverstanden ist, und setzt den Chip dem Kampfroboter-Prototypen U-87 ein. Zunächst scheint alles gut zu gehen. Der Roboter spricht Daniel sogar mit "Daddy" an. Doch dann wird ein Datenverlust angezeigt. Der Roboter bricht zusammen und in der Virtualität ist keine Spur von Zoe II mehr vorhanden. Dennoch hat Daniel zumindest teilweise Erfolg. Mit dem neuen Prozessor stellt der Roboter bei einer Präsentation für das Verteidigungsministerium beeindruckende Kampfkraft unter Beweis. Daniel bezeichnet seine Schöpfung als kybernetische Lebensform (Cybernetic Lifeform Node). Der Roboter ist ein Zylon (Cylon).

Joseph spricht mit seinem Sohn Willie und versichert ihm, die Familie werde überleben. Er will einen Neuanfang machen und sich auf seine tauronischen Wuzeln besinnen. Aus diesem Grund teilt Joseph seinem Sohn mit, ihr echter tauronischer Familienname laute nicht Adams, sondern Adama.

In einem unbeobachteten Moment erhebt sich der Zylon und knackt einen Computer, um Lacy anzurufen. Am Telefon hört Lacy die Stimme ihrer toten Freundin.


2: Rebirth - Regie: Jonas Pate (44:34 Min.)

Daniel ahnt nicht, dass Zoe II immer noch existiert. Sie ist der "Geist in der Maschine", der den Roboter U-87 beseelt und zu außerordentlichen Leistungen befähigt. Der Avatar hält sich trotz des furchteinflößenden Äußeren der zwei Meter großen gepanzerten Kampfmaschine immer noch für ein menschliches Wesen und möchte frei sein, muss seine Gefühle aber unterdrücken, um nicht aufzufliegen. Zoe II hat immer wieder Träume vom Leben der echten Zoe. Dass U-87 etwas ganz besonderes ist, steht aber auch für seine Schöpfer fest. Der Techniker Dr. Philomon interessiert sich besonders für den Roboter, er betrachtet ihn sogar als weiblich. Es stellt sich heraus, dass der MCP weder kopiert noch in andere Maschinen eingesetzt werden kann. Er funktioniert nur im Zusammenspiel mit U-87. Damit hat Daniel ein Riesenproblem, denn er muss 100.000 Zylonen liefern. Er verlegt den Roboter in sein Privatlabor im Graystone-Anwesen und arbeitet Tag und Nacht daran, kann das Rätsel aber nicht lösen.

Schwester Clarice von der Athena-Akademie hat einen zwielichtigen Hintergrund, sie ist drogensüchtig und gehört zu den STO. Davon hat Lacy allerdings keine Ahnung. Sie ist dankbar dafür, dass sie mit der Lehrerin über ihre Sorgen reden kann. Lacy wird von Clarice zum Essen eingeladen. Dabei lernt sie die Mitglieder von Clarices Mischfamilie kennen, unter anderem deren viel jüngeren Ehemann Nestor, der sich unverblümt an die junge Frau heranmacht. Nach dem Besuch wird Lacy erneut von Zoe II angerufen und ins Graystone-Anwesen gebeten. Nun kann Lacy sehen, was aus ihrer Freundin geworden ist. Der Avatar erklärt, Zoes Programm sei zerstört worden, so dass die Erschaffung weiterer Avatare unmöglich sei. Lacy meint, Zoe II sei eine Dreifaltigkeit, bestehend aus der echten Zoe, dem Avatar und dem Zylonen.

Zu Josephs Missvergnügen verbringt Willie viel Zeit mit seinem kriminellen Onkel Sam. Joseph hat eine Vision seiner toten Tochter und möchte ihren Avatar jetzt doch noch einmal sehen, wird aber nicht zu Daniel vorgelassen. Im Rahmen der Befragung durch Agent Duram und in Gesprächen mit Lacy stellt Amanda fest, dass sie praktisch nichts über ihre eigene Tochter weiß. Diese Erkenntnis macht ihr schwer zu schaffen. Vier Wochen nach dem Attentat findet eine große Gedenkfeier statt, an der auch die Graystones teilnehmen. Daniel wird von Joseph angesprochen. Er behauptet, Tamaras Avatar sei zerstört worden. Joseph glaubt jedoch, Tamara II sei jetzt ganz allein in der virtuellen Welt. Von Bens Mutter erhält Amanda einige Habseligkeiten Zoes, unter anderem eine Brosche mit dem von den STO verwendeten Unendlichkeitssymbol. Daraufhin tritt sie vor die Kameras und verkündet öffentlich, ihre Tochter sei für den Anschlag verantwortlich, sie sei eine Terroristin gewesen. Es kommt zu Tumulten. Daniel bringt seine Frau in Sicherheit.


3: Reins of a Waterfall - Regie: Ronald D. Moore (42:04 Min.)

Nach Amandas Rede geht es steil bergab mit Graystone Industries. Amanda verliert ihre Anstellung im Krankenhaus. Die gegenüber der Firma und der Familie ohnehin schon sehr negativ eingestellte Bevölkerung wird von den Medien, insbesondere vom Fernsehshowmoderator Baxter Sarno, weiter aufgestachelt. Sarno stellt Zoes Tat in seiner Sendung "Backtalk" als Folge des exzessiven Gebrauchs der von Graystone Industries hergestellten Holobänder dar. Daniel wird von seinen Beratern Cyrus Xander und Priyah Magnus gedrängt, sich der Öffentlichkeit in Sarnos Show zu stellen und zu behaupten, Zoe habe psychische Probleme gehabt und sei in etwas hineingezogen worden, mit dem sie eigentlich nichts zu tun haben wollte. Dazu ist Daniel zunächst nicht bereit, doch später ändert er seine Meinung. Zuvor wird er von den Gebrüdern Adama überfallen. Sam verprügelt ihn. Joseph verlangt, dass Daniel ihn mit Tamara II zusammenbringt und einen Avatar seiner Frau herstellt. Daniel willigt ein, muss Joseph aber zumindest eine Illusion rauben, denn die Erschaffung neuer Avatare ist seit der Löschung von Zoes Programm unmöglich. Willie verbringt immer mehr Zeit mit Sam. Joseph bemerkt nichts davon; zu sehr beschäftigt ihn die Frage, was aus Tamara II geworden ist. Aus demselben Grund wird er schlampig bei der Arbeit mit einem korrupten Richter, der daraufhin den doppelten Betrag an Bestechungsgeld verlangt. Joseph muss in die eigene Tasche greifen, damit der Guatrau nichts davon mitbekommt.

Da Lacy mit Zoe und Ben befreundet war, hat sie unter Schikanen zu leiden, die von ihren Mitschülern ausgehen. Sie findet Zuspruch durch Schwester Clarice, bemerkt aber bald, dass sie von der Lehrerin ausgehorcht wird, und geht auf Distanz. Zoe II stellt eine drahtlose Verbindung mit Daniels Computer her und kann somit nicht nur Mails verschicken, sondern wieder in die virtuelle Welt eintreten. Dort verabredet sie sich mit Lacy. Sie sprechen über Clarice. Zoe II weiß, dass die echte Zoe misstrauisch gegenüber der Lehrerin war und sie nicht in alles eingeweiht hat. Die beiden sind sehr überrascht, einen weiteren Avatar vorzufinden - es ist Tamara II. Sie verschaffen ihr Zugang zum V-Club. Tamara II meint, von hier aus könne sie allein nach Hause zurückfinden. Zoe II weiß nicht genau, welche Pläne ihre Schöpferin mit ihr hatte, aber sie glaubt, Gott habe einen Plan, der auf Gemenon verwirklicht werden müsse. Deshalb will sie (im Roboterkörper) dorthin reisen. Lacy soll ihr dabei helfen. Zu diesem Zweck nimmt Lacy Kontakt mit ihrem Mitschüler Keon Gatwick auf, der Zoe II zufolge zu den STO gehört. Währenddessen spricht Clarice mit einem gewissen Alvo, der seine wahre Identität geheim hält. Die beiden sprechen über die von Schwester Clarice angestrebte Apotheose.

Agent Duram und seine Kollegin Youngblood fangen sich einen Anschiss ein. Direktor Gara Singh hat die Videoaufzeichnung eines Verhörs gefunden, das Youngblood schon vor Monaten mit Ben gemacht, danach aber wegen eines Schreibfehlers falsch abgelegt hat. Der Junge ist damals während einer Sperrstunde aufgegriffen worden. Er hatte Material dabei, welches zum Bau einer Bombe hätte verwendet werden können. Youngblood hatte Ben damals nur verwarnt und laufen gelassen. Sollte das herauskommen, wäre der Skandal perfekt. Duram vernichtet das Band. Um die Öffentlichkeit abzulenken, lanciert er eine Meldung, der zufolge die Ermittlungen im Graystone-Anwesen durch Bürokraten behindert worden seien.

Daniel gewährt Joseph Zutritt zur Virtualität. Tamara II ist jedoch verschwunden. Um sich an Daniel zu rächen, gibt Joseph seinem Bruder einen Auftrag. Joseph hat zwei geliebte Menschen verloren, Daniel bis jetzt aber nur einen. Sam soll dieses Ungleichgewicht bereinigen ...


4: Gravedancing - Regie: Michael Watkins (42:09 Min.)

Auf Caprica kommt es zu einem weiteren Bombenanschlag. Man nimmt an, es habe sich nur um eine Warnung der STO gehandelt, denn in dem betroffenen Etablissement hat sich niemand aufgehalten. Daraufhin erhalten die Agenten des Verteidigungsministeriums die Erlaubnis, die Privaträume des Graystone-Anwesens sowie sämtliche Spinde in der Athena-Akademie zu durchsuchen. Sie finden jedoch nichts, denn Zoe hat nichts zu Hause zurückgelassen und Schwester Clarice war informiert, so dass sie Keon (der tatsächlich Sprengstoff in seinem Spind aufbewahrt hat) rechtzeitig warnen konnte. Singh erwirkt nun noch die Erlaubnis, auf die Kommunikationsprotokolle aller Schüler zugreifen zu dürfen, sucht jedoch vergeblich nach Hinweisen auf Verbindungen zu den STO. Sam hatte geplant, Amanda in deren Haus zu überfallen, muss dieses Vorhaben aber wegen der Hausdurchsuchung aufgeben. Lacy becirct Keon, bis er sich bereiterklärt, sie mit einem Mann namens Barnabas Greeley zusammenzubringen, der ihr helfen kann, nach Gemenon zu gelangen. Währenddessen nimmt Philomon einige Modifikationen am U-87 vor.

Daniel ist zu Gast bei "Backtalk". Mit seinem Versuch, Zoe als gestörtes Kind darzustellen, hat er keinen Erfolg. Sarno nutzt die Gelegenheit, um erneut über Holobänder und virtuelle Welten herzuziehen. Amanda kann das nicht lange mit ansehen und platzt mitten in die Livesendung hinein. Nach einer Werbepause wird das Interview mit ihr und Daniel weitergeführt. Daniel sagt, seine Tochter - ein typischer rebellischer Teenager - habe durch die Erlebnisse in der virtuellen Welt einen anderen moralischen Blickwinkel entwickelt. Als er gefragt wird, woher er das wisse, gibt er zu, einen Zoe-Avatar erschaffen zu haben. Er räumt ein, Holobänder seien möglicherweise wirklich ein Problem, oder vielmehr deren illegale Nutzung. Da diese sowieso nicht verhindert werden kann, entschließt sich Daniel spontan zu einer radikalen Kursänderung. Er verkündet öffentlich, Graystone Industries werde ab sofort keine Gewinne mehr aus der virtuellen Welt schlagen und die Einnahmen stattdessen einer Stiftung zur Verfügung zu stellen, die den Jugendlichen die richtigen Werte vermitteln soll. Das Publikum jubelt ihm zu - allerdings kommen mehr als die Hälfte der Einkünfte seines Unternehmens aus Holoband-Lizenzen ...

Sam fangt Amanda nach der Show ab. Er gibt sich als Fahrer aus, um sie irgendwo in aller Ruhe ermorden zu können. Doch bei Joseph regen sich Gewissensbisse. Er versucht Sam telefonisch und per SMS zu ereichen, dringt aber nicht zu seinem Bruder durch. Er muss sich keine Sorgen machen; für Sam war klar, dass Joseph die Sache nicht durchziehen würde, deshalb hat er sich damit begnügt, Amanda etwas Angst einzujagen.


5: There is another Sky - Regie: Michael Nankin (42:04 Min.)

Tamara II kann die virtuelle Welt nicht verlassen. Sie weiß nicht, dass sie ein Avatar ist und dass die echte Tamara nicht mehr lebt. Sie wendet sich an eine Frau namens Vesta, die ihr Gerüchten zufolge helfen kann. Vesta ist nicht interessiert und schießt Tamara II nieder. Anders als es bei allen menschlichen Besuchern der V-World in einem solchen Fall geschehen würde, löst sich der Avatar nicht auf. Die "Wunde" heilt in Sekundenschnelle. Jetzt hat Tamara II Vestas volle Aufmerksamkeit, denn einen unverwundbaren Avatar kann sie gut gebrauchen. Tamara II muss Vestas Gefolgsmann Heracles beim Diebstahl des Avatars des legendären Spielers Chiron helfen. Zu diesem Zweck führt Heracles Tamara II nach New Cap City. Diese Nachbildung Capricas ist eine Spielarena, in der jeder gegen jeden kämpft. Wem es gelingt, in Chirons Tresorraum vorzudringen, sammelt Unmengen Spielerpunkte. Wer "getötet" wird, kann New Cap City nie wieder betreten. Tamara II und Heracles haben Erfolg. Als im Tresorraum Alarm ausgelöst wird, fängt Tamara die auf Heracles gezielten Schüsse ab. Anschließend bringt sie die in Gestalt von Wachmännern auftretenden Sicherungsprogramme zum Verschwinden. Sie weiß selbst nicht genau, wie sie das angestellt hat. Zurück im V-Club erfährt Tamara II von Vesta die Wahrheit über ihr reales Vorbild. Tamara II muss für immer in der virtuellen Welt bleiben - als Vestas Sklavin. Doch inzwischen weiß sich Tamara II zu wehren. Sie schießt Vestas Leibwächter nieder und bittet Heracles, ihrem Vater in der realen Welt eine Nachricht zu überbringen.

Joseph kommt dahinter, dass Willie schon seit fast zwei Wochen nicht mehr in der Schule war, sondern mit Sam um die Häuser gezogen ist. Um seinem Sohn wieder näherzukommen, macht Joseph einen Angelausflug mit ihm. Willie ist alles andere als begeistert. Er wird von Jugendlichen verspottet und reagiert, indem er den Wortführer brutal zusammenschlägt. Joseph begreift, dass er auf dem besten Wege ist, seinen Sohn zu verlieren. Sam fordert zu x-ten Mal, dass sich Joseph endlich zu seinem tauronischen Erbe bekennt. Joseph leitet die zur Verabschiedung der Toten erforderlichen Riten ein, damit Willie mit der Vergangenheit abschließen kann. Da erscheint Heracles, dessen Realweltname Tad Thorean lautet. Als Joseph erfährt, dass sich Tamara II noch immer in der V-World befindet, will er unbedingt zu ihr gebracht werden, doch Heracles läuft weg.

Daniel erfährt, dass er aufgrund der jüngsten Vorfälle per Vorstandsbeschluss abgesetzt werden soll. Bei seiner Frau findet er den nötigen Rückhalt, um einen mutigen Coup zu landen. Bei der entscheidenden Vorstandssitzung verkündet er, Graysone Industries werde sich nicht mehr auf die Herstellung von Holobändern konzentrieren und stattdessen eine neue "Rasse" von Arbeitssklaven erschaffen, die das Leben der Menschen begleiten soll. Er präsentiert U-87 und kann beweisen, dass der Zylon keine stumpfsinnige Maschine ist, sondern intelligent und vielleicht sogar empfindungsfähig. Trotz seiner Individualität befolgt U-87 jeden Befehl. Der Vorstand ist beeindruckt. Die Abstimmung fällt zu Daniels Gunsten aus. Daniel hat verschwiegen, dass U-87 einzigartig ist und nicht kopiert werden kann.


6: Know thy Enemy - Regie: Michael Nankin (41:43 Min.)

Thomas Vergis, Chef der Vergis Corporation vom Planeten Tauron, kommt nach Caprica. Unter vier Augen beschuldigt er Daniel, den MCP gestohlen und zwei Mitarbeiter ermordet zu haben. Den Diebstahl kann Daniel nicht bestreiten, auch wenn er es nicht zugibt. Von den Morden wusste er bisher nichts. Jetzt macht er sich Selbstvorwürfe. Als Daniel mit Xander über die Angelegenheit spricht, hört Zoe II unbemerkt mit. Joseph kauft ein Holoband, kommt damit aber nicht in die illegalen Bereiche von V-World hinein. Daniel unterbricht Josephs Online-Sitzung und macht ihm Vorwürfe wegen der Morde. Später spricht Joseph Sam (der die Tat ausgeführt hat) darauf an. Es bleibt unklar, ob die Ha'la'tha Bescheid weiß und ob Vergis Beweise vorbringen kann. Wenn ja, wären alle Beteiligten in Gefahr, denn Vergis ist ein Freund des Guatrau. Bei einem weiteren Vieraugengespräch macht Vergis Daniel ein verlockendes Angebot. Er will die Caprica Buccaneers, ein Pyramid-Team in Daniels Besitz, für 300 Millionen Cubits kaufen. Daniel lehnt ab, obwohl er zur Erforschung des MCP dringend neue Geldmittel benötigt. Später wird bekannt, dass Vergis die Staatsbürgerschaft Capricas beantragen will. Daniel glaubt erkannt zu haben, dass Vergis beabsichtigt, den Auftrag zur Erschaffung von Kampfrobotern an sich zu reißen. In Wahrheit hat der Tauroner völlig andere Absichten, wie er Daniel unverblümt mitteilt. Vergis will alles zerstören, was für Daniel wichtig ist, angefangen mit den C-Bucs. Das soll Daniels Strafe für die Morde sein.

Von Nestor erhält Clarice ein als Swipe-Drive bezeichnetes Gerät, mit dem sie Daten per drahtlosem Fernzugriff kopieren kann. Clarices Fraktion der STO will Zoes Programm stehlen, um weitere Avatare herzustellen. Clarice glaubt, man könne auf diese Weise die Apotheose erreichen - ein Weiterleben nach dem Tod, mithin die Unsterblichkeit. Clarice schmeichelt sich bei Amanda ein, erhält Zugang zum Graystone-Anwesen und lädt Daten von Daniels Hauptcomputer herunter. Nur Zoe II bekommt etwas davon mit.

Innerhalb der STO gibt es eine besonders radikale Fraktion, die weitere Anschläge verübt. Der Fanatiker Barnabas Greely ist ihr Oberhaupt. Er wird vom Konklave der Monotheistenkirche unterstützt. Keon arrangiert ein Treffen zwischen Barnabas und Lacy. Da Lacy nicht sagt, was sie eigentlich auf Gemenon tun will, wird sie von Barnabas weggeschickt. Er gibt Keon den Auftrag, mehr über Lacys Absichten herauszufinden.

Mit Hilfe seiner Kollegin Evelyn ermittelt Joseph Hercules' wahre Identität. Evelyn zeigt eindeutiges Interesse an Joseph. Zoe II flirtet online mit Philomon. Sie gibt sich als "Rachel" aus und trifft sich mit Philomon im V-Club. Sie behauptet, sie habe das Erscheinungsbild der verhassten Terroristin gewählt, um Ruhe vor zudringlichen Verehrern zu haben.


7: The Imperfections of Memory - Regie: Wayne Rose (42:05 Min.)

Vor vielen Jahren hat Amanda ihren Bruder Darius bei einem Unfall verloren. Sie war danach längere Zeit in psychiatrischer Behandlung und nimmt immer noch Medikamente. Dennoch wird sie von Schuldgefühlen und Visionen geplagt, in denen sie Darius sieht. Traum und Realität vermischen sich. Als Amanda Darius in der Stadt sieht und ihm folgt, scheint er sie zu einem Plakat zu führen, auf dem die damalige Unfallstelle abgebildet ist. Dies ist ein weiterer Ansatzpunkt für Clarice. Die von ihr gestohlenen Daten lassen lediglich den Schluss zu, dass Zoes Programm auf ein anderes Gerät verschoben wurde. Clarice muss also weiter bei den Graystones spionieren. Amanda hält Clarice inzwischen für ihre beste Freundin, besucht eine Drogenkneipe mit ihr und erzählt ihr alles über Darius. Clarice versucht Amanda den Glauben an den einen wahren Gott schmackhaft zu machen.

Trotz der guten Publicity der letzten Zeit befinden sich die Aktien von Graystone Industries im freien Fall. Vergis lässt keine Gelegenheit aus, um Daniel zuzusetzen. Daniel ist einigermaßen erstaunt, als Vergis behauptet, der MCP habe nie richtig funktioniert. Während Lacy weiterhin vergeblich versucht, eine Passage für Zoe II nach Gemenon zu organisieren, trifft sich Zoe II in V-World mit Philomon. Die beiden kommen sich näher, und schließlich weiht Zoe II Philomon in Ideen ein, die sie bezüglich der generativen Programmierung virtueller Welten hatte. Damit bringt sie ihn auf den Gedanken, dass die Einzigartigkeit des Roboters U-87 infolge eines generativen Prozesses entstanden sein könnte. Der Geist des Zylonen ist analog wie der einer Person, nicht digital, und kann deshalb nicht kopiert werden. Diese Erkenntnis teilt Philomon wenig später Daniel mit. Dem schwant endlich, was es mit U-87 wirklich auf sich hat.

Joseph greift sich Tad/Heracles und lässt sich von ihm den Weg nach New Cap City zeigen. Joseph stellt sich in der gefährlichen Spielarena so dumm an, dass Tads Avatar "erschossen" wird. Somit ist Joseph auf sich allein gestellt. Bei einem weiteren Besuch in New Cap City wird Joseph von einer Frau namens Emmanuelle kontaktiert. Sie behauptet, Tad habe sie wegen Josephs Suche nach Tamara II angesprochen. Emmanuelle ist bereit, Joseph zu führen, wenn der Preis stimmt.


8: Ghosts in the Machine - Regie: Wayne Rose (42:03 Min.)

Nach einigen Schwierigkeiten erreichen Emmanuelle und Joseph den Mysteries-Club. Dort soll Tamara II gesehen worden sein. Joseph lässt sich nicht auf die tödlichen Spiele ein, die im Club gespielt werden, und wird hinausgeworfen. Im Eingangsbereich sieht er ein Symbol, das nur von Tamara II stammen kann. Er nimmt Amp - eine virtuelle Droge, die seinem Avatar verbesserte Sinneswahrnehmungen und schnellere Reflexe verleiht, aber auch den realen Körper beeinflusst - und stürmt den Club. Nachdem Joseph und Emmanuelle alle Anwesenden außer dem Conferencier erschossen oder vertrieben haben, erfahren sie, dass Tamara II wirklich im Club gewesen ist und für großes Aufsehen gesorgt hat, weil sie nicht getötet werden konnte. In der Nähe des Hintereingangs des Clubs sieht Joseph eine Wand, die mit Tamaras Symbol übersät ist.

Daniel versucht U-87 zu einer Reaktion zu bewegen. Er ist sich ziemlich sicher, dass der Roboter vom Zoe-Avatar "beseelt" wurde, braucht aber einen Beweis dafür. Zoe II bleibt stumm, denn sie geht davon aus, dass Daniel nur die Serienproduktion des Kampfroboters im Sinn hat. Daniels Verhalten scheint dies zu bestätigen, denn er treibt ein übles Psychospiel mit U-87. Er setzt den Roboter in Brand und befiehlt ihm, sich nicht zu bewegen. Die Flammen können der Maschine nichts anhaben, aber Daniel weiß, dass seine Tochter panische Angst vor Feuer hatte. Zoe II bleibt standhaft; sie überlässt dem Robotkörper die Kontrolle. Daraufhin drückt Daniel dem Roboter eine Pistole in die Hand und befiehlt ihm, den Familienhund zu erschießen. Zoe II drückt ab. Sie beziehungsweise der Robotkörper hat anhand des Gewichts der Waffe erkannt, dass sie mit Platzpatronen geladen ist. Später trifft sich Zoe II in V-World mit Lacy und gesteht, dass sie womöglich Daniel erschossen hätte, wenn die Pistole mit scharfer Munition geladen gewesen wäre.

Amanda hat immer noch Visionen von Darius. Sie bekommt Besuch von Vergis, der sie über seinen Verdacht bezüglich des Diebstahls des MCP und des Mordes an zwei Mitarbeitern in Kenntnis setzt.


9: End of Line - Regie: Roxann Dawson (41:58 Min.)

Lacy ist auf die brillante Idee gekommen, um Aufnahme in Barnabas Greeleys Terrorzelle zu bitten. Tatsächlich hält Barnabas eine bereits für den Transport nach Gemenon abgefertigte Frachtkiste für das bereit, was auch immer Lacy transportieren möchte. Sie muss jedoch einen Job für ihn erledigen und Clarices Schlüsselanhänger gegen ein identisch aussehendes Gerät austauschen, welches Lacy für einen Peilsender hält. In Wahrheit ist es der Fernzünder einer Bombe, die in Clarices Auto versteckt wurde. Barnabas und Clarice sind erbitterte Feinde.

Joseph ist ein körperliches Wrack, denn er verbringt fast seine gesamte Zeit in New Cap City mit der Suche nach Tamara II und putscht sich immer wieder mit Amp auf. Evelyn kümmert sich um ihn, während er auf Geistreise in der virtuellen Realität ist - und nicht nur das. Sie ist mit Emmanuelle identisch. Davon weiß Joseph allerdings nichts. "Emmanuelle" spricht unter vier Augen Tamara II und macht ihr klar, dass Joseph auf dem besten Wege ist, sich vollends zugrunde zu richten. Um das zu verhindern, trifft sich Tamara II mit Joseph. Sie schießt sich selbst in die Brust und erschießt Josephs Avatar. Joseph soll glauben, Tamaras Avatar sei vernichtet. Außerdem kann er nun nicht mehr nach New Cap City zurückkehren.

Mit dem in wenigen Wochen anstehenden Liefertermin für 100.000 Kampfroboter im Nacken erklärt sich Daniel doch noch bereit, die Caprica Buccaneers an Vergis zu verkaufen. Doch schon droht neues Ungemach. Colonel Patel lässt Daniel wissen, dass sie über den Diebstahl des MCP im Bilde ist, und dass Daniel nur noch eine Woche Zeit hat, um endlich zu liefern. Tatsächlich steht Patel Vergis näher als Daniel ahnt. Derweil verbringen Zoe II alias Rachel und Philomon in V-World Stunden trauter Zweisamkeit. Dann erhält Philomon von Daniel den Befehl, noch am selben Tag alle "Anomalien", also praktisch die Persönlichkeit von Zoe II, aus dem MCP herauszubrennen. Daniel hofft, den Prozessor danach kopieren zu können. Da Lacy ihr nicht helfen kann (die Kiste wird erst in einer Woche verladen), fleht Zoe II Philomon um Hilfe an, wobei sie sich als Geist in der Maschine outet. Philomon löst jedoch Alarm aus. Zoe II packt ihn etwas zu hart an, so dass er stirbt. Anschließend flieht sie mit einem Lieferwagen. Somit steht für das Militär fest, dass Daniel das Projekt nicht mehr unter Kontrolle hat. Vergis soll die Sache übernehmen.

Vergis hat es geschafft, bei Amanda Zweifel an der Integrität ihres Mannes zu wecken. Sie stellt Daniel zur Rede. Er erwidert lediglich, die Sache sei kompliziert. Damit ist für Amanda das Maß voll. Sie läuft davon und irrt durch die Nacht, bis sie eine Brücke erreicht, von der sie in den Fluss springt. Das wird von Clarice beobachtet, die zu diesem Zweck ihr Auto verlässt. Gut für sie, denn in diesen Minuten wird Lacy von Barnabas gezwungen, den Zünder auszulösen. Der Terrorist bedroht das Mädchen und ihren zur selben Zelle gehörenden Freund Keon mit einem Revolver. Clarice bleibt also am Leben.

Zoe II rast mit dem Lieferwagen in eine Straßensperre. Das Auto überschlägt sich und explodiert.


10: Unvanquished - Regie: Eric Stoltz (42:06 Min.)

Clarice reist nach Gemenon, um das Konklave von ihrer Vision der Apotheose zu überzeugen. Die Kirche soll den Anhängern anderer Glaubensrichtungen einen guten Grund zur Konvertierung geben, nämlich die von ihr angestrebte Unsterblichkeit in einem virtuellen Himmel. Ein Terroranschlag auf die Pyramid-Arena in Caprica City wäre ihrer Meinung nach zur Erreichung dieses Ziels notwendig. Obal Ferras, einer der Kirchenführer, die nur der Heiligen Mutter unterstehen, hält das für Blasphemie. Er glaubt, Clarice wolle Gott spielen und strebt ihre Beseitigung an, wofür er die Einwilligung der Mutter einholt. Doch Clarice hat gute Kontakte zu Diego, einem STO-Anführer auf Gemenon. Außerdem sind sowohl die anderen Mitglieder des Konklave als auch die Mutter selbst durchaus an Clarices Apotheose interessiert. Und so fällt nicht Clarice einem Mordanschlag zum Opfer, sondern Ferras. Alle Kirchenführer außer der Mutter, die nur beobachtet, beteiligen sich daran. Anschließend überträgt die Mutter Clarice den Oberbefehl über alle STO-Zellen auf Caprica.

Daniel vermisst seine Frau. Amanda ist allerdings nicht tot. Sie hat den Sprung von der Brücke überlebt und wohnt jetzt bei Clarice. Vergis hat Daniels Firma übernommen. U-87 wurde bei der Explosion des Lieferwagens schwer beschädigt. Dabei muss etwas mit dem MCP geschehen sein, denn jetzt kann er kopiert werden. Vergis produziert monatlich tausend neue Zylonen, die gut kämpfen können, aber keinerlei Anzeichen von Idividualität erkennen lassen. U-87 soll eingeschmolzen werden. Insgeheim verhindert Xander dies. Der schrottreife Roboter wird eingemottet. Um seine Firma zurückzugewinnen, nimmt Daniel Kontakt mit dem Guatrau der Ha'la'tha auf. Joseph ist inzwischen zu einem vollwertigen Mitglied dieser Organisation geworden und leitet die Verhandlungen. Daniel schlägt ein Geschäft mit der "Wiedererweckung" toter Angehöriger zahlungskräftiger Kunden in der V-World vor. Joseph traut Daniel nicht und versucht ihn von dem Handel abzubringen, indem er Daniel deutlich macht, dass mit der Ha'la'tha nicht zu spaßen ist. Davon lässt sich Daniel nicht beeindrucken.

Zoes Avatar befindet sich nicht mehr im MCP, sondern in V-World. Zoe II sucht dort nach Tamara II. Dabei muss sie sich gegen zahlreiche Spieler zur Wehr setzen, die Tamara II zu ihrem Idol erkoren haben. Ebenso wie Tamara II ist auch Zoe II in der Lage, die virtuelle Welt Kraft ihres Willens zu manipulieren.


11: Retribution - Regie: John Zinman (41:57 Min.)

Zur Rückgewinnung seiner Firma braucht Daniel die Unterstützung einer Mehrheit der Vorstandsmitglieder bei der nächsten Abstimmung. Mit Hilfe der Adama-Brüder sucht er nach schmutzigen Geheimnissen seiner ehemaligen Kollegen, um diese erpressen zu können. Damit treibt er eines der Opfer in den Selbstmord. Xander bringt die Überreste von U-87 zu Daniel.

Lacy gehört nun zu Greeleys Zelle. Zusammen mit den Terroristen Hippolyta und Pann soll sie ein Bombenattentat auf den Raumhafen von Caprica City verüben. Da sie zögert, weil sich entgegen Greeleys Angaben viele Menschen in dem Gebäude aufhalten, fliegt Lacy auf. Die Terroristen müssen fliehen, wobei Pann einen Wachmann erschießt. Die ungezündeten Bomben - und somit viele Spuren, denen die Polizei folgen kann - bleiben zurück. Lacy und Keon verstecken sich bei Greeley in einem vermeintlich sicheren Haus. Als Keon gehen will, weil er seinen Anführer für wahnsinnig hält, wird er von Greeley erschossen. Im nächsten Moment tauchen Clarice und einer ihrer Gefolgsmänner auf. Greeley wird angekettet, Lacy wird verschleppt. Clarice deponiert eine Bombe neben Greeley, die sie draußen fernzündet.

Amanda beobachtet Clarice, während diese ein Holoband benutzt. Sie hört, wie Clarice den Namen "Zoe" flüstert. Während Clarice einen Terroristen aus Greeleys Zelle nach dem anderen ermordet, wird Amanda von Agent Duram aufgesucht. Da er Polytheist und somit womöglich nicht objektiv ist, wurde er von seinem Vorgesetzten zurückgepfiffen. Er lässt jedoch nicht locker, denn die Verbindung der von Clarice geleiteten Athena-Akademie mit den STO ist offensichtlich. Er informiert Amanda über seine Erkenntnisse. Dazu gehört auch, dass Clarice während einer Versammlung der monotheistischen Kirche auf Gemenon war, und zwar nicht etwa wegen einer Lehrerkonferenz, wie sie Amanda erzählt hat. Eine solche Konferenz hat nie stattgefunden. Duram bittet Amanda, Clarice für ihn auszuhorchen. Aufgrund der Informationen, die sie selbst schon gesammelt hat, wachsen in Amanda Zweifel an der Echtheit von Clarices Freundschaft. Sie beschafft sich eine Waffe aus dem Graystone-Anwesen, verzichtet aber zunächst darauf, sich offen gegen Clarice zu wenden.


12: Things We Lock Away - Regie: Tim Hunter (41:10 Min.)

Auf der Suche nach Tamara II betritt Zoe II in New Cap City eine Kampfarena. Dort steht sie schließlich der anderen "Toten" gegenüber. Tamara II gibt Zoe II die Schuld für ihre jetzige Lage und greift an. Die Zuschauer berauschen sich am Kampf der beiden Avatare. Tamara II hetzt Angehörige der Opfer des vermeintlich von Zoe II verübten Terroranschlags auf ihre Widersacherin. Diese wehrt sich zunächst nicht, da sie sich noch zu sehr mit ihrem Original identifiziert und der Meinung ist, sie hätte die Prügel verdient, die sie jetzt einsteckt. Zoe II hat Visionen oder Erinnerungen, in denen sie sich selbst mit Original-Zoe in verschiedenen Altersstufen sieht. Als Kind hat Original-Zoe Bilder von Robotern gemalt, die U-87 sehr ähneln. Nachdem Zoe II endlich begriffen hat, dass sie eine völlig eigenständige Person ist, setzt sie sich zur Wehr. Während des Kampfes gelingt es ihr, in Tamara II dieselbe Erkenntnis zu wecken. Zoe II behauptet, sie habe eine Bestimmung. Tamara II scheint bereit zu sein, ihr zu helfen.

Amanda zieht bei Clarice ein, um dort weiter für Agent Duram spionieren zu können. Clarices Familienmitglieder sind hiervon alles andere als begeistert. Lacy wird von Clarices Terrorzelle gefangen gehalten und unter Drogen gesetzt. Clarice spielt die Verständnisvolle und holt alles aus Lacy heraus, was die junge Frau über Zoe II und U-87 weiß. Lacy meint, Zoes Auferstehungsprogramm sei zerstört, aber möglicherweise habe sie eine Sicherheitskopie in einer Brosche gespeichert. Das Schmuckstück wurde allerdings bei der Durchsuchung des Graystone-Anwesens asserviert und ist für Clarice unerreichbar. Lacy wird zu einem STO-Trainingslager auf Gemenon geschickt.

Daniels Zusammenarbeit mit der Ha'la'tha zahlt sich aus. Bei einer Notsitzung des Vorstandes wird er einstimmig zum Firmenchef gewählt. Vergis ist entmachtet, aber das ist für die Ha'la'tha nicht genug; der Tauroner muss sterben. Daniel, der das erledigen sollte, sucht stattdessen den Dialog mit seinem Feind. Vergis ist sich darüber im Klaren, dass die Ha'la'tha ihn erbarmungslos jagen wird. Um die Traditionen seines Volkes zu erfüllen, will Vergis Ort und Zeit seines Todes selbst bestimmen. Er geht zum Schein auf Daniels Vorschlag eines Pakts gegen die Ha'la'tha ein. Daniel soll auf einen Dolch schwören, den Vergis mitgebracht hat. Als Daniel den Griff der Waffe in die Hand nimmt, packt Vergis zu und stößt sich den Dolch in die Brust. Männer von der Ha'la'tha lassen die Leiche verschwinden.


13: False Labor - Regie: John Dahl (42:01 Min.)

Graystone Industries steht kurz vor der Veröffentlichung eines neuen Produkts namens "Grace", mit dem Verstorbene virtuell wiederbelebt werden können. Auf Anweisung des Guatrau muss sich Daniel persönlich an der Werbekampagne beteiligen. Daniel arbeitet parallel an der Erschaffung eines Amanda-Avatars. Doch im Gegensatz zur echten Amanda, die sich mit überzeugend vorgebrachten Lügen bei Mar-Beth einschmeichelt (einem Mitglied von Clarices Großfamilie), um nicht hinausgeworfen zu werden, gelingt es Amanda II nicht, Daniel von ihrer Echtheit zu überzeugen. Der Avatar plappert nur Informationen aus Zoes Tagebuch und Daniels privaten Aufzeichnungen nach. Xander informiert Daniel über Unregelmäßigkeiten in den Lieferlisten der Firma.

Auf Tauron tobt ein Bürgerkrieg. Sam, der so etwas schon in seiner Kindheit erlebt hat, stellt seinen Leuten in der alten Heimat Geld und Waffen zur Verfügung, letzteres ohne Wissen des Guatrau. Damit gerät er in Konflikt mit einer rivalisierenden tauronischen Verbrecherorganisation, die von Atreus angeführt wird. Atreus und seine Leute töten ein Ha'la'tha-Mitglied, mit dem Sam zusammengearbeitet hat. Er selbst kommt mit dem Leben davon, erhält jetzt aber vom Guatrau den Befehl, die Sache zu bereinigen. Auf sich allein gestellt hat Sam keine Chance gegen Atreus. Deshalb zweigt er einen Zylonen ab, den er so programmiert, dass er Atreus und dessen Gefolgsleute tötet. Begeistert von der Kampfkraft des Roboter schlägt Sam dem Guatrau vor, weitere Maschinen zu unterschlagen und diese im tauronischen Bürgerkrieg einzusetzen. Der Guatrau ist dagegen.

Joseph und Evelyn werden ein Liebespaar.


14: Blowback - Regie: Omar Madha (42:58 Min.)

Daniel findet heraus, dass der Guatrau Zylonen abzweigt und an die STO verkauft. Sam ist entsetzt, als er das erfährt, denn dem tauronischen Widerstand wurden die Roboter verweigert. Daniel hat allerdings mehr Grund zur Sorge, denn die Sache könnte auf ihn zurückfallen und dann wäre ihm die Todesstrafe wegen Hochverrats sicher. Mit der Behauptung, das Auferstehungsprogramm verspreche viel mehr Profit als der Verkauf der Roboter, bringt Daniel den Guatrau dazu, die illegalen Lieferungen vorerst einzustellen. Der Guatrau räumt Daniel eine Frist von zwei Wochen ein, beschließt aber, dass Daniel gleichwohl sterben muss. Die Frist ist ohnehin sehr knapp bemessen, denn mit dem Amanda-Avatar kommt Daniel nicht weiter. Er löscht das Programm.

Bei ihrer Ankunft auf Gemenon lernt Lacy einige weitere STO-Rekruten kennen, darunter Odin Sinclair, der von seinen Eltern gezwungen wurde, dieser Organisation beizutreten. Die jungen Leute werden von Diego in Empfang genommen und sollen mit einem Transportflugzeug zu ihrem Bestimmungsort gebracht werden. Unterwegs wird der Transporter von einem größeren Schiff aufgebracht. Feinde der Monotheisten töten Diego und nehmen die Rekruten als Geiseln, um einen Gefangenenaustausch zu erzwingen. Als die STO nicht auf die Forderungen eingehen, beginnen die Männer mit der Erschießung der Geiseln. Wer dem Einen Gott abschwört, wird verschont. Nicht alle Rekruten bleiben standhaft, doch Lacy, Odin und einige andere wehren sich und besiegen die Polytheisten. Da erscheinen Diego und die vermeintlich getöteten Rekruten. Das Ganze war nur ein Test, den Lacy und Odin mit Bravour bestanden haben. Alle anderen, die Gott abgeschworen oder sonstwie versagt haben, werden später von einem Zylonen erschossen. Lacy und Odin beobachten dies.

Clarice fordert Alvo auf, Zoes Brosche durch seinen Kontaktmann im Verteidigungsministerium beschaffen zu lassen. Amanda wird von Mar-Beth beim Spionieren erwischt. Sie kann sich herausreden, doch ein weiteres Mal darf so etwas nicht geschehen. Sie bittet Agent Duram um technisches Equipment, mit dem sie Clarice unbemerkt abhören könnte. Duram müsste einen offiziellen Antrag stellen und den Namen der Informantin offenlegen, doch er misstraut seinen Kollegen und verrät Amandas Namen nicht einmal seinem Chef Gara Singh. Daran tut er gut, denn Singh ist mit Alvo identisch und hat inzwischen die Brosche aus der Asservatenkammer entwendet, wie Duram später feststellt. Clarice erhält die Brosche und lädt das Auferstehungsprogramm herunter. Duram schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe, indem er Singh nun doch noch einen Namen gibt, den der prompt an Clarice weitergibt. Doch beide wurden getäuscht. Duram hat es so dargestellt, als sei Mar-Beth die Informantin. Clarice tötet Mar-Beth.


15: The Dirteaters - Regie: John Dahl (41:44 Min.)

Amanda hat eine Wanze im Haus von Clarices Familie versteckt, konnte bisher aber noch keine entscheidenden Informationen gewinnen. Dann erfährt sie, dass Duram nicht mehr für das Verteidigungsministerium arbeitet. Der Ex-Agent hat seinem Chef mehr oder weniger deutlich zu verstehen gegeben, dass er über dessen Verrat im Bilde ist. Singh hat zurückgeschlagen und die Tatsachen so verdreht, dass Duram vom Dienst suspendiert wurde.

Joseph wird offiziell in die Ha'la'tha aufgenommen. Sam wird auf eine Führungsposition befördert. Doch insgeheim arbeiten beide gegen den Guatrau, denn sie halten den geplanten Mord an Daniel für ebenso falsch wie die Weigerung des Guatrau, Zylonen an den tauronischen Widerstand zu liefern. Nachdem Daniel von Joseph durch einen kryptischen Hinweis gewarnt wurde, beginnt er über den Guatrau zu recherchieren. Ihm wird klar, was ihm bevorsteht. Er sichert Sam die Lieferung von Zylonen zu. Im Gegenzug soll Sam Daniels Überleben sicherstellen. Da Sam die Profitgier des Guatrau verabscheut, lässt er sich auf den Handel ein. Joseph bekommt Wind davon. Er bleibt seinem Bruder treu.

Zoe II und Tamara II kämpfen in New Cap City gegen jeden, der es wagt, sich mit ihnen anzulegen. Unter den VR-Gamern werden die beiden als "Die Racheengel" bekannt. In der realen Welt entsteht ein Hype um die beiden Kultfiguren. Als Daniel davon erfährt, macht er sich wieder einmal auf die Suche nach Zoe II. Er sieht sie, kann aber nicht mit ihr sprechen, da sie vor ihm flieht. Später nutzen Zoe II und Tamara II ihre besonderen Fähigkeiten, um New Cap City komplett umzugestalten. Sie verwandeln die virtuelle Stadt in eine Gebirgslandschaft mit einer Festung, in der sie vor allen Nachstellungen sicher sind. Daniel spricht mit Amanda über Zoe II. Amanda will den Avatar sehen, doch dazu müsste Daniel ihn erst einmal finden.


16: The Heavens Will Rise - Regie: John Zinman (42:01 Min.)

Bei der Programmierung der Holoband-Technologie hat Daniel seinerzeit eine Backdoor installiert. Diese nutzt er jetzt, um Zoe II und Tamara II in der neu gestalteten virtuellen Welt aufzuspüren. Aufgrund der Experimente, die er mit ihr durchgeführt hat, ist Zoe II nicht gut auf Daniel zu sprechen. Sie "tötet" seinen Avatar, so dass er aus dem Programm fliegt. Daniel informiert Sam darüber, dass Tamara II noch existiert. Er bittet Sam, ihm beim Wiedereintritt in die V-World beizustehen. Daniel beabsichtigt, die Avatare in neue, menschenähnliche Kunstkörper zu übertragen. Sam zögert. Evelyn überredet ihn, den Graystones zu helfen - aber nur, um den Tamara-Avatar zu vernichten.

Daniel hat Amanda all seine Taten gestanden. Deshalb weiht sie ihn in die Zusammenarbeit mit Duram ein. Im Auftrag des Ex-Agenten tauscht sie Clarices Holoband gegen eine täuschend echte Kopie aus. Auf dem Original befinden sich Daten über den geplanten großen Terroranschlag in Caprica City, der in 24 Stunden stattfinden soll. Bei der Übergabe wird Duram von einem unbekannten Heckenschützen niedergeschossen. Es gelingt Amanda, sein Leben zu retten, doch das Holoband geht verloren. Derweil findet Nestor heraus, dass man Clarice ein gefälschtes Holoband untergeschoben hat. Den Willows wird klar, dass nicht Mar-Beth die Spionin war, sondern Amanda. Clarice muss erkennen, dass sie ein unschuldiges Familienmitglied ermordet hat.

Während des harten Trainings auf Gemenon verhindert Lacy, dass ein Mann aus nichtigem Grund exekutiert wird, indem sie dem einem Zylonen erteilten Schießbefehl widerruft. Die Kampfmaschine gehorcht und ignoriert alle Anweisungen anderer Personen. Das sorgt bei der STO-Führung für Aufsehen. Die Heilige Mutter sucht Diego auf und gibt ihm die Anweisung, sich um das Problem zu kümmern. Zusammen mit Odin bricht Lacy unbemerkt in eine Halle ein, in der Dutzende Zylonen stehen. Die Roboter gehorchen ihren Befehlen, lassen aber nicht erkennen, ob noch etwas von Zoe II in ihnen steckt. Fidelia Fazekas, eine alte Freundin Sams und ehemalige Geliebte Josephs, wird aus dem Gefängnis entlassen und tritt in die Dienste des Guatrau. Sie nimmt Graystone Industries unter die Lupe und erkennt, dass manche Zylonen nie am Bestimmungsort ankommen. Fidelia spricht Joseph darauf an. Er behauptet, die Unregelmäßigkeiten seien auf Produktionsfehler zurückzuführen.


17: Here Be Dragons - Regie: Michael Nankin (42:05 Min.)

Fidelia informiert ihren Vater, den Guatrau, über ihre Erkenntnisse. Der Guatrau ordnet die Ermordung Josephs und Sams an. Wenig später wird Joseph in seiner Wohnung von einem Killer überfallen. Doch Josephs streitbare Schwiegermutter Ruth tötet den Angreifer mit einem Küchen-Hackbeil. Die Familie inklusive Evelyn bereitet die Flucht nach Tauron vor. Sam wird angerufen, meldet sich aber nicht, denn er ist mit Daniel und Amanda in der von Zoe II umgestalteten virtuellen Realität unterwegs. Zoe II setzt ihre Fähigkeiten ein, um das Trio aufzuhalten. So verwandelt sie die virtuellen Pferde in Drachen, die jedoch von Sam vernichtet werden. Als Sam zugibt, dass er nur mitgekommen ist, um Tamaras Avatar zu zerstören, "tötet" Amanda Sams Avatar, um jede mögliche Gefährdung für Zoe II auszuschalten. Währenddessen brechen Clarice, Nestor und ein weiteres Mitglied der Willow-Familie ins Graystone-Anwesen ein. Die Graystones sitzen in einem besonders gesicherten Kellerraum und bemerken zunächst nichts davon. Amanda erkennt, dass die Jagd auf Zoe II sinnlos ist. Der Avatar ist genauso aufsässig wie die echte Zoe und wird sich nicht in die Enge treiben lassen. Amanda und Daniel beschließen zu warten, bis Zoe II bereit ist, freiwillig zu ihnen zu kommen. Derweil hackt sich Nestor in die Steuerung der letzten Sicherheitstür.

Zurück in der realen Welt hört Sam seine Mailbox ab und erfährt vom Mordanschlag auf Joseph. Er trifft sich mit seinem Bruder, um Geld und Papiere aus einem Versteck zu holen. Dort werden die Brüder von drei weiteren Killern gestellt. Willie kommt hinzu. In der entstehenden Verwirrung können Sam und Joseph ihre Gegner ausschalten, doch beim Schusswechsel wird Willie getroffen und stirbt an einem Bauchschuss.

Zoe II sucht Daniel und Amanda auf und wirft ihnen zunächst eine Hasstirade an den Kopf, hat dann aber einen Sinneswandel. Sie hat dieselben Erinnerungen und Gefühle wie die echte Zoe und erkennt, dass deren Eltern sie nicht für eine billige Kopie halten. Daniel und Amanda behandeln den Avatar wie eine Tochter. Zoe II folgt den beiden in eine virtuelle Version des Graystone-Anwesens. Als Daniel und Amanda die Holobänder absetzen, wird ihnen klar, dass sie angegriffen werden. Sie können nicht verhindern, dass die Willows in den Raum eindringen. Diese suchen nach Clarices Holoband und bedrohen die Graystones mit dem Tod. Daniel bemerkt, dass sich der im selben Raum gelagerte und notdürftig reparierte U-87-Prototyp regt. Er lenkt die Willows ab, bis der von Zoe II "beseelte" Roboter sich erhebt. U-87 tötet Nestor und vertreibt die beiden anderen, dann bricht er zusammen. Man trifft sich erneut in der virtuellen Realität. Zoe II ist bereit, dort zu bleiben und mit Daniel zusammenzuarbeiten. Daniel spricht von der Erschaffung eines neuen Körpers für den Avatar - mit echter Haut und vollem sensorischem Input.

Für Odin steht fest, dass die STO-Führung Lacys Tod beschlossen hat. Um nicht mit in die Sache hineingezogen zu werden, sucht er Diego auf und sichert ihm seine Loyalität zu. Diego verlangt, dass er Lacy tötet. Odin richtet die Waffe zunächst auf Lacy, versucht dann aber auf Diego und ein weiteres anwesendes STO-Mitglied zu schießen. Die Pistole ist jedoch nicht geladen. Nun sollen Lacy und Odin sterben. Zwei Freunde Odins und Lacys halten sich in der Nähe versteckt und töten die beiden STO-Führer. Sie nehmen Diegos Codeschlüssel und wollen von Gemenon fliehen, doch Lacy ist dagegen. Sie aktiviert die Zylonen.


18: Apotheosis - Regie: Kevin Murphy (40:56 Min.)

Joseph trifft sich in der V-World mit dem Guatrau, angeblich um Verhandlungen einzuleiten. In Wahrheit haben sich alle Ha'la'tha-Mitglieder - auch Fidelia - vom Guatrau abgewandt, denn er tritt die traditionellen Werte der Tauroner schon seit längerer Zeit mit Füßen. Willies Tod war der Tropfen, der das Fass zum überlaufen gebracht hat. Das Treffen ist eine Falle. Joseph und Sam töten den Guatrau vor den Augen seiner Tochter, die das geschehen lässt. Sie tritt seine Nachfolge an.

Singh nimmt erstmals in der realen Welt Kontakt mit Clarice auf und gibt sich als Alvo zu erkennen. Er unterstützt die Pläne der STO, indem er die Graystones öffentlich als Hochverräter und Terroristen diffamiert. Er behauptet, die beiden hätten ihre Tochter zum Anschlag auf die Schwebebahn angestiftet. Singh leitet die erneute Durchsuchung des Graystone-Anwesens persönlich. Da greift Xander ein, dem aus unbekannten Gründen klar ist, dass Singh die Graystones verschwinden lassen will. So können Daniel und Amanda fliehen. Sie fliegen zu der Stelle, an der Duram niedergeschossen wurde. Daniel findet das Holoband, liest die Informationen aus und erfährt, dass in wenigen Stunden ein Attentat auf die Pyramid-Arena stattfinden wird. Amanda warnt die Polizei telefonisch, doch Singh sorgt dafür, dass der Sache nicht weiter nachgegangen wird. Mit Hilfe eines vertrauenswürdigen Mitarbeiters übernimmt Daniel per Laptop die Fernsteuerung über einen militärischen Zylonentrupp, allerdings muss er in der Nähe der Kampfmaschinen bleiben. Deshalb dringen Daniel und Amanda in die Medienzentrale der Arena ein. Mehrere mit Sprengstoffgürteln ausgerüstete Attentäter sind bereits vor Ort. Clarice nimmt nicht selbst an dem Anschlag teil, denn sie fühlt sich zu Höherem berufen und muss am Leben bleiben. Sie betritt den virtuellen "Himmel" via Holoband und ist sehr überrascht, dort Zoe II gegenüberzustehen. Der Avatar hat die Rufmordkampagne gegen die Graystones mitverfolgt und die richtigen Schlüsse gezogen.

Daniel lässt drei mit Zylonen bemannte Senkrechtstarter auf dem Pyramid-Spielfeld landen. Die Roboter schwärmen aus und identifizieren die Attentäter mittels ihrer auf den Sprengstoff kalibrierten Sensoren. Alle Terroristen bis auf einen werden mit gezielten Schüssen getötet, ihre Avatare materialisieren im "Himmel". In der Arena bricht Panik aus. Der letzte Attentäter zündet den Sprengstoffgürtel, doch inzwischen ist es Daniel gelungen, mehrere Roboter zum Standort des Terroristen zu dirigieren. Die Maschinen werfen sich auf den Mann und schirmen die Explosion ab, so dass niemand außer dem Attentäter zu Schaden kommt. Derweil zerstört Zoe II den "Himmel". Sie hat begriffen, dass sich die reale Welt in ein Abbild der dekadenten V-World verwandeln würde, wenn bekannt werden sollte, dass selbst die schlimmsten Sünder ins virtuelle Jenseits gelangen und dort Erlösung finden können. Clarice wird aus der virtuellen Welt geworfen, als die Computersysteme durchbrennen, auf denen der "Himmel" gehostet wird.

Die Zylonen haben nun den Status von Helden. In den folgenden Jahren werden sie in alle Bereiche des Alltagslebens integriert, bleiben aber rechtlose Arbeitssklaven. Clarice hält Predigten in V-World für die Zylonen ab, in denen sie verkündet, auch die Maschinen seien Kinder des Einen Gottes, könnten sich weiterentwickeln und müssten den Menschen gleichgestellt werden. Ein Befreier werde kommen, um das zu verwirklichen. Obwohl Daniel öffentlich kundtut, dass es töricht wäre, die Zylonen zu vermenschlichen, denkt er privat ganz anders, zumindest was Zoe II angeht. Der Avatar erhält einen neuen, menschlichen Körper.


Kringels Meinung

Kampfstern Galactica gehört immer noch zu meinen Lieblingsserien und auch das Remake sowie die sich daran anschließende Fernsehserie Battlestar Galactica (BSG) haben mir mit einzelnen Einschränkungen gut gefallen. Wirklich gestört hat mich eigentlich nur die endlose und nicht befriedigend aufgelöste Geheimniskrämerei um den Plan der Zylonen und deren penetrantes Gefasel von "Gott". Deshalb war ich seinerzeit zuerst sehr erfreut zu erfahren, dass es eine Prequel-Fernsehserie namens "Caprica" geben würde, in der gezeigt werden sollte, wie es zu dem Konflikt zwischen Menschen und Zylonen gekommen ist. Als dann aber gesagt wurde, das Thema "Gott" spiele in der Prequel-Serie eine womöglich noch größere Rolle als in BSG, war ich derart abgeschreckt, dass ich viele Jahre lang um "Caprica" herumgeschlichen bin. Dass die Serie nach vernichtenden Kritiken und schlechten Zuschauerquoten schon nach einer Staffel und somit unvollendet abgesetzt wurde, hat nicht dazu beigetragen, meine Skepsis zu verringern. Jetzt habe ich mich endlich dazu durchgerungen, mir die Serie doch noch anzuschauen. Und was soll ich sagen? Sie ist sogar noch schlechter als gedacht! Das liegt vor allem, aber nicht nur, an drei großen Schwächen:

1.: Die Serie ist viel zu lang. Würde man die 18 sich endlos im Kreis drehenden Episoden aufs Wesentliche reduzieren, bliebe vielleicht nur die Hälfte übrig - und dann wäre die Serie immer noch zu lang. Ich weiß nicht, ob man es den Handlungszusammenfassungen entnehmen kann, aber es passiert einfach über lange Zeiträume hinweg rein gar nichts. Stattdessen eiern alle Protagonisten mehr oder weniger sinnlos umeinander herum, schwafeln über den Einen Wahren Gott und machen dunkle Andeutungen. Daniel und Joseph halten ihre Töchter für tot und brauchen geraume Zeit, um über den Verlust hinwegzukommen. Dann glauben sie, die virtuellen Versionen der Mädels seien noch am Leben, und suchen nach ihnen. Dann halten sie die Avatare für gelöscht und trauern um sie. Dann stellen sie fest, dass die Avatare doch noch existieren, und suchen nach ihnen. Dasselbe Schema wird wieder und wieder durchgekaut. Amanda erleidet einen hysterischen Anfall nach dem anderen, die STO-Terroristen bekämpfen sich gegenseitig, Agent Duram pfuscht ab und zu dazwischen herum. Und das war's. 18 Episoden lang werden echte Fortschritte verweigert, und wenn man glaubt, es sei doch mal zu relativ spektakulären Ereignissen gekommen (Amandas Selbstmordversuch, Zerstörung des von Zoe II "bewohnten" Zylonen), dann stellt sich wenig später heraus, dass es doch nicht so schlimm war. Alle Nervensägen (siehe Punkt 3) überleben, das Ganze war nur ein Cliffhanger zur Staffel-Halbzeit. Zudem habe ich mich zumindest bei der Adama-Handlungsebene gefragt, welchen Sinn sie überhaupt haben, wohin sie führen soll. Die Berührungspunkte zwischen Joseph Adama und Daniel Graystone wirken viel zu bemüht. Zugegeben, die Handlungsebene macht interessante Einblicke in die Kultur der zwölf Kolonien möglich, aber im Gesamtkontext der Serie kommt sie mir ziemlich sinnlos vor. Das gilt unter anderem auch für die in der zweiten Staffelhälfte eingefügte Nebenhandlung um Amandas toten Bruder. Offensichtlich wurde hier versucht, sehr wenig Butter auf einer sehr großen Scheibe Brot zu verstreichen. Oder besser gesagt: Auf mindestens zwei Scheiben. Am Ende von Episode 18 folgt eine kurze Vorschau auf die nie gesendete zweite Staffel. Witzigerweise reicht diese Vorschau völlig aus! Man sieht, dass Lacy zur neuen Kirchenchefin wird, dass Clarice den Zylonen Selbstständigkeit predigt und dass Zoe II einen menschlichen Körper bekommt.

2.: Die Erwartungen von Fans wie mir wurden nicht erfüllt. Punkt 1 spielt hier mit hinein, denn ich hatte gehofft, nicht nur die Entstehung der Zylonen zu sehen zu bekommen, sondern auch den ersten Zylonenkrieg, der im BSG-Pilotfilm erwähnt wird und zu diesem Zeitpunkt 40 Jahre zurückliegt. Ich bin mir sicher, dass dieser Wunsch von vielen Fans geteilt worden ist. "Caprica" spielt 58 vor dem "Fall" (also vor der Vernichtung der Kolonien durch die Zylonen), das heißt, die Serie hätte 18 Jahre überbrücken müssen, um meinen Wunsch zu erfüllen. Tja, Pustekuchen! Nach dem Ende der ersten Staffel und dem Ausblick auf die nie gesendete zweite wissen wir lediglich, wie die Zylonen erschaffen wurden und warum diese Roboter an einen "Gott" glauben. Vermutlich steckt in jedem Zylonen ein bisschen was von Zoe ... Ich finde Themen wie Religion, Fundamentalismus, Extremismus und so weiter durchaus nicht uninteressant. Auch finde ich Zoes Erkenntnis gut, dass die Menschen durch die Hinwendung zu einer Scheinwelt, in der alles erlaubt ist, in die Gefahr geraten, alle moralischen Grundsätze über Bord zu werfen. Aber so oft in der Serie auch über diese Themen schwadroniert wird, so wenig findet eine echte Auseinandersetzung damit statt. Zumindest hätte man zeigen können, woher der Monotheismus eigentlich kommt und warum so viele Monotheisten zu Terroristen geworden sind. Was ist an dem VR-Himmel eigentlich so toll? Eine kitschige Landschaft für Avatare?!? Die hinter dem ganzen Unsterblichkeits-Humbug stehende Technik kommt mir nicht schlüssig vor. Angeblich trägt Zoes Programm einfach alle zu einer Person erhältlichen Daten, egal wie irrelevant sie erscheinen mögen, aus allen erdenklichen Quellen zusammen und erstellt daraus ein Abbild der Persönlichkeit. Wo ist hier der Schritt, in dem so eine künstliche Intelligenz zu einer echten Person wird, die eine Seele hat, welche eine Wiedergeburt möglich macht? Dass das nichts mit Unsterblichkeit zu tun hat, das heißt, dass das virtuelle Abbild einer Person nicht dasselbe ist wie die Person selbst, sollte doch jedem vernünftig denkenden Menschen klar sein. Welches Licht wird hierdurch übrigens auf den "Plan" der BSG-Zylonen geworfen? Ist ihr Gott nur ein VR-Gott? Ist das Ende von BSG (siehe hier) real oder nicht? Schließlich sind Baltar und Nummer 6 wirklich auf der neuen Erde. Ist das nur eine virtuelle Realität? Wie dem auch sei: Mein Urteil für "Caprica" lautet: Thema verfehlt. Welches Thema? Egal welches.

3.: Es ist keine einzige positive Figur vorhanden. Daniel ist ein arroganter Geschäftsmann und jener skrupellose Typ Wissenschaftler, der alles Denkbare umsetzt, ohne sich um die Implikationen zu scheren. Dennoch bleibt er irgendwie farblos. Joseph und Sam sind nichts anderes als Verbrecher. Ich habe nichts gegen ambivalente Figuren, die sich weiterentwickeln. Aber a) erschöpft sich die Ambivalenz der Figuren darin, dass so gut wie alle ständig Mist bauen, woraufhin es ihnen furchtbar Leid tut, was sie aber nicht daran hindert, gleich wieder Unsinn anzustellen. Nur weil alle irgendwelche Probleme haben, trauern usw., werden sie nicht automatisch zu Sympathieträgern oder gar Identifikationsfiguren. Und von einer Weiterentwicklung kann man in den meisten Fällen nicht sprechen. Es ist vermutlich Geschmackssache, aber vor allem die Frauen sind in dieser Serie echte Nervensägen. Allen voran Amanda Graystone. Ihre unfassbare Dämlichkeit, sich selbst als Mutter einer Terroristin hinzustellen (Ep. 2), obwohl nicht mal sicher ist, dass Zoe etwas mit dem Anschlag zu tun hat, habe ich als Tiefschlag empfunden, der diese Figur für immer zerstört hat. Was glaubte sie damit überhaupt erreichen zu können? Ihre permanente Hysterie ist kaum zu ertragen. Von den zickigen Teenies gar nicht zu reden. Doch nicht genug damit! Immer wieder kommt es zu Szenen, in denen zwei bis drei Leute gleichzeitig reden oder sich anschreien, so dass man überhaupt nichts versteht. Schrecklich!

Hinzu kommt der zumindest zum Teil fragwürdige Look. Ich zähle ihn nicht zu den großen Kritikpunkten, erwähnenswert erscheint er mir aber doch. Wir reden hier bitteschön über eine Science-Fiction-Serie und bei so etwas erwarte ich ein futuristisches Produktionsdesign, eine interessante Ausstattung und entsprechende Spezialeffekte - wenn schon keine Kampfsterne und Viper-Jäger vorkommen! Wir bekommen durchaus einige schöne Ansichten von Caprica City und Gemenon zu sehen, verschiedene Gadgets wie die Holobänder und die faltbaren Displays sind gut gemacht. Die virtuellen Welten können überzeugen, erst recht, wenn Tamara II wie Neo in der Matrix außergewöhnliche Fähigkeiten entwickelt und sich stilvoll durch ihre Widersacher metzelt. Der betont "künstliche" Look von New Cap City, hervogehoben durch eine verfremdete Farbpalette, hat mir gefallen. Doch nicht alle computergenerierten Effekte haben dieselbe Qualität, wobei man natürlich das Alter der Serie in Rechnung stellen muss. Ausgerechnet bei den computergenerierten Versionen von U-87 ist mir das negativ aufgefallen. Insgesamt sehen Caprica und die Menschen viel zu sehr wie eine Kopie unserer Welt aus, und zwar bis ins kleinste Detail. Es werden einfach nur Kostüme, Autos und Requisiten aus verschiedenen Jahrzehnten zusammengemixt. Ich finde es verwunderlich, dass selbst ganz alltägliche Gebrauchsgegenstände wie Zuckerstreuer in einem Cafe, Technik wie Telefone und PC-Bildschirme oder Deko-Objekte und Kunstgegenstände genausogut einem IKEA-Katalog, einem Mediamarktprospekt etc. entstammen könnten.

Mein sehr subjektives und enttäuschtes Fazit lautet: Viel Lärm um nichts. Schade um die verschwendete Zeit.

DVD-Features

Das Bonusmaterial enthält einen dicken Batzen nicht verwendeter Szenen. Sie sind in drei Menüpunkte unterteilt und haben insgesamt die Laufzeit eines Spielfilms! Leider erkennt man nicht, zu welchen Episoden die Szenen gehören, vor allem aber sind sie größtenteils vollkommen uninteressant. Ich hab's nicht im Einzelfall nachgeprüft, aber es kommt mir so vor, als handele es sich zum Gutteil nur um Erweiterungen vorhandener Szenen. Die fallen zum Teil aber ziemlich umfangreich aus. So wurde aus Episode 8 ziemlich viel vom Geschwafel des Conferenciers im Mysteries-Club herausgeschnitten. Das kann man im Bonusmaterial bewundern. Außerdem wurde eine komplette Nebenhandlung nicht verwendet, bei der Agent Duram Gesichtserkennungssoftware einsetzt, um einen STO-Terroristen ausfindig zu machen. Außerdem wird durch die nicht verwendeten Szenen klar, dass Evelyn gemeinsame Sache mit Sam gemacht hat, um Joseph von der Suche nach Tamara II abzubringen. Der Ablauf dieser Intrige ist etwas anders als in der endgültigen Fassung. Und zu guter Letzt gibt's noch eine Deleted Scene, in der zu sehen ist, wie sich Clarice in V-World mit einem Avatar des Schwebebahn-Bombers trifft. Zoe muss also irgendwann ihr Programm eingesetzt haben, um eine virtuelle Kopie des Knaben anzufertigen.

Die Videoblogs und die elf kurzen Featurettes sind teilweise redundant. Richtige Filmdokumentationen sehen anders aus! Immerhin werden abgesehen von den üblichen Handlungs-Nacherzählungen und Lobhudeleien ein paar Blicke hinter die Kulissen gewährt. So führt Alessandra Torresani den Zuschauer durchs V-Club-Bühnenbild und es wird gezeigt, dass ein "lebensgroßes" Modell von U-87 hergestellt wurde, mit dem die Schauspieler interagieren konnten. Ansonsten mussten sie sich mit leuchtenden Stäben zufriedengeben ...


J. Kreis, 03.10.2016




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