Boy eats Girl


Boy eats Girl (Irland, 2005)

DVD Regionalcode 2, e-m-s
Altersfreigabe: FSK 18
Laufzeit: ca. 77 Minuten

Extras
- "Eating out - The Making of Boy eats Girl" (8:53 Min.)
- Cast & Crew - Interviews (18:45 Min.)
- Trailer
- Bildergalerie

Regie:
Stephen Bradley

Hauptdarsteller:
David Leon (Nathan)
Samantha Mumba (Jessica)
Tadgh Murphy (Diggs)
Laurence Kinlan (Henry)
Sara James (Cheryl)
Mark Huberman (Samson)
Deirdre O'Kane (Nathans Mutter Grace)




Inhalt:

Nathan liebt seine Mitschülerin Jessica, hat bisher aber noch nicht den Mut gefunden, ihr dies zu gestehen. Natürlich weiß sie es längst und erwidert seine Gefühle, wartet aber darauf, dass er den ersten Schritt macht. Als sich Nathan eines Tages endlich dazu durchringt, Jessica die alles entscheidende Frage zu stellen, kommt es durch eine Verkettung unglücklicher Umstände dazu, dass Nathan glauben muss, Jessica habe etwas mit einem bekannten Casanova der Schule. Frustriert betrinkt er sich und tut so, als wolle er sich in seinem Zimmer erhängen. Seine Mutter Grace kommt herein, als er bereits auf einem Stuhl steht, die Schlinge aber wieder abnehmen will. Der Stuhl kippt um, Nathan stirbt am Strick. Zum Glück hat Grace bei Restaurationsarbeiten in der Kirche eine geheime Krypta und ein Buch entdeckt, in dem ein Ritual zur Erweckung der Toten beschrieben wird. Sie führt dieses Ritual durch, und schon am nächsten Tag ist Nathan wieder quicklebendig - mehr oder weniger jedenfalls, denn er hat keinen Puls, verspürt keinerlei Schmerzen und hat einen Mordshunger, verträgt aber keine normale Nahrung. Außerdem sieht er schon nach wenigen Stunden nicht mehr besonders frisch aus. Der Pfarrer ahnt, was Grace getan hat. Er warnt sie, denn eine Seite des Buchs fehlt und das Ritual ist unvollständig. Grace muss erkennen, dass sie einen Zombie mit unstillbarem Hunger auf lebendiges Menschenfleisch erschaffen hat.

Während einer abendlichen Schulfeier wird Nathan von seinem eifersüchtigen Mitschüler Samson angegriffen, weil dessen Freundin Cheryl Nathan verführen wollte. Jetzt kann sich Nathan nicht mehr zurückhalten. Er beißt Samson, der sich umgehend in einen Zombie verwandelt. Samson besitzt nicht Nathans Selbstbeherrschung. Er fällt über mehrere Opfer her, die sich ebenfalls verwandeln, so dass ganz Huntstown bald von Zombies überrannt wird. Am nächsten Tag erfährt Nathan von Grace die Wahrheit. Sie sperrt ihn in der Garage ein und fährt zur Kirche, aber der Pfarrer ist bereits zum Untoten geworden. Als er Grace verspeisen will, wird er zufällig von einer Schlange gebissen, woraufhin er sich in einen normalen Menschen zurückverwandelt. Somit ist klar: Schlangengift ist die letzte fehlende Zutat für eine korrekte Wiederbelebung von Toten. Nathan ist inzwischen von seinen Kumpels Diggs und Henry befreit worden, die erkannt haben, was die Stunde geschlagen hat. Die drei Jungs eilen zu Jessica, um sie vor den Zombies zu schützen. Unterwegs schließt sich ihnen Cheryl an. Als die Zombies angreifen, zerschnetzelt Jessica den größten Teil der Meute mit einem Mähdrescher.

Cheryl wird gebissen und verwandelt sich. Nathan und seine drei überlebenden Freunde versuchen, die Zombies in Brand zu stecken. Grace trifft ein und wirft Nathan die Schlange zu, doch Nathan scheint die Beherrschung zu verlieren. Grace flieht. Jessica redet Nathan gut zu. Der wendet sich daraufhin gegen die anderen Zombies und wird doch noch von der Schlange gebissen. Jessica, Diggs und Henry fliehen ebenfalls. Sie halten Nathan für endgültig tot, doch er verwandelt sich in einen Menschen zurück und entkommt dem Brand. Als er Jessica endlich wegen seiner Gefühle für sie ansprechen will, sagt sie "die Antwort ist JA", bevor er die entsprechende Frage überhaupt stellen kann.

Der Film:

Ich hätte da andere Fragen: Woher kommt das Ritualbuch und warum ist es unvollständig? Warum kann sich Nathan beherrschen, alle anderen Zombies aber nicht? Sind am Ende alle Zombies vernichtet bzw. geheilt? Oder schwärmen immer noch einige in der Stadt herum, die für eine weitere Ausbreitung der Seuche sorgen? Warum gibt es in Huntstown eine Schlange? Schließlich spielt der Film in Irland, und dort gibt's ja bekanntlich keinerlei Schlangen, seit der heilige Patrick diese Viecher von der Insel vertrieben hat. Fragen über Fragen - aber bei einem Fun-Splatterfilm darf man wohl keine schlüssigen Antworten erwarten. Tu' ich auch gar nicht, trotzdem konnte mich der Film nicht restlos überzeugen, denn das, was man von einem Film dieser Art erwarten können müsste (lustiges Gemetzel) wird zwar teilweise geboten, aber das Ganze kommt so schwerfällig daher, dass man bald genervt und gelangweilt ist. Allzu oft wurden Szenen nach dem Motto "wo mag sich der Zombie verstecken?" eingesetzt, in denen jemand viel zu lange von A nach B pirscht und dann entweder tatsächlich von einem unerwartet aus einer unbeachteten Ecke hervorspringenden Zombie überfallen wird, oder sich nur vor einem aus einem Schrank fallenden Wischmop erschreckt. Das in-die-Länge-ziehen dieser Situationen zerstört jegliche Dynamik, die zuvor vielleicht mal aufgekommen sein mag.

Es dauert eine ganze Weile, bis die Zombiehatz so richtig beginnt. Bis dahin muss man viele verklemmt-zotige Anzüglichkeiten ertragen und sich durch Teenie-Beziehungskisten quälen. Ab und zu darf man sich über einzelne witzige Momente freuen wie z.B. Muttis tödlich endendes Eindringen in die Privatsphäre des Sohnes (so was gehört sich ja auch wirklich nicht!) sowie ihre hilflosen Versuche, Nathan über seinen neuen Zustand "aufzuklären". In der Mähdrescher-Szenen fliegen dann endlich mal so richtig die Fetzen, das ist purer Splatter-Slapstick nach Machart von Braindead. Diese Minuten entschädigen ein wenig für den restlichen Film, aber das war's dann im wesentlichen auch schon wieder. Was hätte man mit mehr schwarzem Humor nicht alles aus diesem Film machen können! Stattdessen erstickt er in der zähen Inszenierung, so dass zu keinem Zeitpunkt Spannung aufkommt, von Horror-Atmosphäre ganz zu schweigen. Während David Leon seine Sache richtig gut macht, halte ich Samantha Mumba für eine krasse Fehlbesetzung. Schade. Da wäre mehr drin gewesen!

DVD-Features:

Das Bonusmaterial ist leider nicht weiter erwähnenswert. Eine kurze Featurette, die die Bezeichnung "Making of" nicht wirklich verdient, weil sie hauptsächlich aus Filmszenen besteht, und einige Interviews mit Regisseur, Produzenten und Hauptdarstellern, die teilweise schon im "Making of" vorhanden sind - das war's. In den Interviews wird fast nur die Story des Films nacherzählt. Witzig immerhin: Die Schauspieler wurden am Rande der Dreharbeiten interviewt, und deshalb sieht man immer wieder, wie im Hintergrund "Zombies" herumlaufen, also Komparsen, die gerade geschminkt werden...


Screenshots


Boy eats Girl

Nathan, flankiert von seinen Kumpels Diggs und Henry.


Boy eats Girl

Jessica erwartet sehnsüchtig den Anruf ihres Verehrers, aber Nathan ist verhindert...


Boy eats Girl

Grundregel für Eltern: Kinderzimmer niemals betreten, ohne vorher anzuklopfen!


Boy eats Girl

Handbuch für Okkultisten. Kapitel II: Die Wiederauferstehung.


Boy eats Girl

Erstes Anzeichen der Zombiefizierung: Hautveränderungen.


Boy eats Girl

Zweites Anzeichen der Zombiefizierung: Normales Essen schmeckt nicht mehr.


Boy eats Girl

Drittes Anzeichen der Zombiefizierung: HUNGER!!!!


Boy eats Girl

Cheryl staunt: Keiner will sie retten!


Boy eats Girl

Mit dem richtigen Werkzeug sind auch Zombies kein Problem.


J. Kreis, 24.05.2011




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