Battleship


Battleship (USA, 2012)

Blu-ray, Universal
Altersfreigabe: FSK 16
Laufzeit: ca. 131 Minuten

Extras:
- Alternatives Ende Prävisualisierung (7:33 Min.)
- USS Missouri VIP-Tour (20:10 Min.)
- Vorbereitung auf das Gefecht (11:09 Min.)
- Alle Mann an Deck: Die Besetzung (11:40 Min.)
- Im Gefecht (6:58 Min.)
- Kommandant Pete (5:46 Min.)
- Die visuellen Effekte von "Battleship" (11:30 Min.)
- "Battleship: Das Videospiel" - Trailer (0:53 Min.)

Regie:
Peter Berg

Hauptdarsteller:
Taylor Kitsch (Alex Hopper)
Brooklyn Decker (Samantha Shane)
Gregory D. Gadson (Mick Canales)
Hamish Linklater (Cal Zapata)
Tadanobu Asano (Nagata)
Alexander Skarsgard (Stone Hopper)
Liam Neeson (Terrance Shane)




Story

Nach der Entdeckung eines erdähnlichen Planeten in einem anderen Sonnensystem baut die NASA eine Kommunikationsanlage auf Hawaii, die ein von einem Satelliten verstärktes Signal zu der fremden Welt schickt. Ungefähr zur selben Zeit sorgt Navy-Soldat Stone Hopper dafür, dass sich sein jüngerer Bruder Alex ebenfalls bei der US-Navy verpflichtet, damit dessen Lotterleben endlich ein Ende hat. Beim Versuch, der schönen Samantha Shane zu imponieren, ist Alex in ein Geschäft eingebrochen und wurde verhaftet. Dummerweise ist Sam die Tochter von Admiral Terrance Shane, Stones oberstem Vorgesetzten...

Jahre später nehmen die Brüder an einem internationalen Flottenmanöver im Pazifik teil, das von Admiral Shane geleitet wird. Stone ist Kommandant des Zerstörers USS SAMPSON, Alex dient als Waffenoffizier auf der USS JOHN PAUL JONES. Er hat Sams Herz gewonnen, bringt es aber nicht über sich, bei ihrem Vater um ihre Hand anzuhalten. Aufgrund seiner Eigensinnigkeit gerät Alex immer wieder in Schwierigkeiten. Kurz vor dem Beginn des Manövers prügelt er sich mit Captain Nagata, dem Kommandanten des japanischen Kampfschiffes MYOKO. Daraufhin soll er aus der Navy ausgeschlossen werden, sobald das Manöver beendet ist.

Das Satellitensignal wurde gehört. Fünf außerirdische Raumschiffe nähern sich der Erde. Eines wird durch den Zusammenprall mit einem Satelliten beschädigt und stürzt in Hongkong ab. Die anderen landen im Meer vor Hawaii. Die SAMPSON, die JOHN PAUL JONES und die MYOKO werden dorthin entsandt. Das vernichtete Raumschiff war die Kommunikationseinheit der Außerirdischen. Um in Funkverbindung mit ihrer Heimatwelt treten zu können, kapern sie die NASA-Satellitenanlage. Sie sichern das gesamte Gebiet, indem sie eine viele Seemeilen durchmessende undurchdringliche Energiekuppel errichten. Sie vernichten die Militäreinrichtungen an Land sowie alle Straßen, die zur Satellitenanlage führen. Admiral Shane ist machtlos - nur die drei Zerstörer befinden sich innerhalb der Kuppel. Die SAMPSON feuert einen Warnschuss ab und wird prompt von den Außerirdischen vernichtet. Alle Besatzungsmitglieder kommen ums Leben. Auch die MYOKO wird als feindlich eingestuft und versenkt. Die JOHN PAUL JONES wird ebenfalls getroffen. Dabei werden der Captain und der Erste Offizier getötet. Somit wird Alex als ranghöchster Offizier automatisch zum Kommandanten. Als er abdreht, um die Überlebenden der MYOKO zu retten, verzichten die Außerirdischen auf weitere Angriffe. Die Seeleute fischen einen Außerirdischen, dessen Fluggerät abgestürzt ist, aus dem Meer. Das menschenähnliche Wesen trägt einen mit Waffen bestückten Kampfanzug, dessen Helm insbesondere vor hellem Sonnenlicht schützt. Der Außerirdische wird von seinen Kameraden befreit. Kurz zuvor berührt er Alex, der eine Art telepathischen Kontakt erhält und so erfährt, dass die Fremden die Erde vernichten wollen.

Sam, die auf Hawaii als Physiotherapeutin arbeitet, ist zusammen mit dem kriegsversehrten Veteranen Mick Canales in der Nähe der Satellitenanlage, als die Außerirdischen angreifen. Sie begegnen dem aus der Anlage geflohenen Wissenschaftler Cal Zapata, der die Absichten der Außerirdischen durchschaut. Es gelingt ihnen, ihre Erkenntnisse zur JOHN PAUL JONES zu funken. Die außerirdischen Raumschiffe erscheinen zwar nicht auf dem Radar, bleiben aber stets im Wasser und können somit wegen der Wasserverdrängung mit dem Tsunami-Warnsystem NOAA grob geortet werden. Nach einigen Fehlschüssen gelingt die Vernichtung zweier gegnerischer Schiffe. Die JOHN PAUL JONES muss nun vor dem dritten Schiff fliehen, bis die Sonne aufgeht. Dann werden die Sonnenschutzfenster des außerirdischen Schiffes zerschossen, so dass die Besatzung geblendet ist. So gewinnen die Menschen etwas Zeit und können auch diesen Gegner eliminieren, dem es allerdings noch gelingt, die JOHN PAUL JONES zu versenken. Alex und seine Leute gelangen mit Rettungsbooten an Land, wo sie das Museumsschiff USS MISSOURI reaktivieren, denn die Satellitenanlage steht kurz vor der Inbetriebnahme und muss ausgeschaltet werden. Mit Hilfe einiger Veteranen wird das alte Schlachtschiff kampfbereit gemacht. Die MISSOURI muss sich jedoch zunächst dem letzten und größten außerirdischen Schiff stellen. Dieses Schiff hält die Energiekuppel aufrecht. Alex steuert direkt auf den Koloss zu, zielt aber nicht auf ihn. Im letzten Moment wird der Anker geworfen, so dass das Schlachtschiff herumgerissen wird und dem Gegner eine volle Breitseite verpassen kann. Die Außerirdischen werden schwer getroffen, können die MISSOURI aber selbst noch treffen. Mit dem letzten Schuss zerstört das Schlachtschiff die Satellitenanlage. Sam und ihre Begleiter haben sich bereits in Sicherheit gebracht. Nach dem Zusammenbruch der Energiekuppel kann Admiral Shane endlich eingreifen.

Alex und die anderen Soldaten werden für ihre Heldentaten geehrt. Endlich kann Alex mit dem Admiral über seinen Heiratswunsch sprechen. Shane ist bereit, mit Alex über die "Kapitulationsbedingungen" zu sprechen.

Kommentar

Ein Happy End! Oder doch nicht? Nach dem Abspann folgt noch eine längere Szene, die in Schottland spielt. Drei Kids finden eine außerirdische Rettungskapsel (oder so), die anschließend geöffnet wird. Mindestens ein Außerirdischer ist noch am Leben.

Was wurde nicht schon alles verfilmt - Romane, historische Ereignisse, Märchen, Musicals, antike Sagen, Comics, Computerspiele. Und natürlich schwappt nach jedem Film eine Merchandising-Welle in die Kaufhäuser, Actionfiguren und anderes Spielzeug nach Motiven aus den Filmen werden angeboten. Warum also sollte man nicht beides miteinander verbinden und Spielzeug verfilmen, das es schon gibt, und das nach der Verfilmung wieder ganz neu in die Regale der Spielwarenabteilungen gestellt werden kann? Der US-Spielwarenhersteller Hasbro hat da so einiges im Angebot. Nachdem mit Transformers und "G.I. Joe" zwei erfolgreiche Franchises gestartet wurden, gibt's nun ein weiteres Spiel als Film: "Schiffe versenken", auch bekannt als "Flottenmanöver". Ha! Das kenne ich. So manches Heft mit kariertem Papier musste dran glauben, als wir in der Schule heimlich unter der Bank unsere Schlachtpläne gezeichnet haben. Dann ging's los:

"H 4!" - "Wasser!"
"I 4!" - "Treffer!"
"J 4!" - "Wasser!"
"I 5!" - "Treffer!"
"I 6!" - "Treffer, versenkt!"

Das war dann einer der drei Zerstörer, die man neben einem Schlachtschiff, zwei Kreuzern und vier U-Booten auf dem 10 mal 10 Kästchen großen Spielfeld in der Hoffnung eingezeichnet hatte, dass der Mitspieler immer nur Fehlschüsse abgeben würde. Jeder Fehlschuss und jeder Treffer wurde sorgfältig markiert, und es wurde heftig überlegt, wo der Mitspieler seine Schiffe versteckt haben mochte. Genau dieses Feeling kommt im Film auf, als sich Menschen und Außerirdische in der Nacht belauern. Keiner der Kontrahenten kann den anderen sehen. Die Menschen schießen mehr oder weniger blind, nur angeleitet vom Raster der NOAA-Bojen, dessen schematische Darstellung an die von Hasbro bzw. MB herausgebrachten Spiele erinnert. Außerdem sehen die Alien-Geschosse so aus wie die Stifte aus besagten Spielen, die man bei Fehlschüssen ins Spielbrett und bei Treffern in die kleinen Plastikschiffe stecken konnte.

Wie setzt man das simple Spielprinzip in einen Film um? Ganz einfach: Man macht den Film genauso simpel. Das Spielfeld wird abgesteckt, dann wird abwechselnd geschossen. Der Film ist zu Ende, wenn alle Schiffe einer Seite vernichtet sind. Viel mehr wird nicht geboten, aber das ist nicht tragisch, denn die Action kann sich wirklich sehen lassen. Seeschiffe gegen Aliens - das hatten wir noch nicht, glaube ich! Die Außerirdischen, ihre Kampfanzüge und Raumschiffe sind toll designt, besonders gut haben mir diese kleinen kugelförmigen Robotfräsen gefallen, die sich gleich mehrfach durch Gebäude und Schiffe fressen. Langeweile kommt nicht auf, und wenn die MISSOURI nach vielen Jahren noch einmal in den Kampf zieht, dann bleibt erst recht kein Auge trocken. Damit der Zuschauer Anteil am Schicksal des Kanonenfutters nehmen kann, gibt es zu Beginn des Films ein wenig Figurenexposition. Allerdings ist mir nicht klar geworden, warum Alex ein solcher Nichtsnutz ist. Hatte er eine schwere Kindheit? Ach ja, Popstar Rihanna darf auch mitspielen. Sie macht ihre Sache ordentlich, aber der Sinn der von ihr verkörperten Figur hat sich mir nicht erschlossen. Aber das ist im Grunde alles unerheblich. Bei den drei "Transformers"-Filmen hatte ich ja jedes Mal bemängelt, dass die Action durch zuviel sinnloses, albernes Drumherum gestört wird. Das ist bei "Battleship" anders, auf Drumherum wird weitgehend verzichtet. Störend wirken nur die etwas zu penetrant über den Bildschirm flatternden US-Flaggen. Man kann ja nicht dauernd aufspringen und salutieren.

Nach Logik darf man übrigens nicht fragen. Was wollen die Außerirdischen wirklich? Warum stürzt eines ihrer Schiffe ab, kaum dass es mal mit einem lächerlichen Satelliten zusammenstößt - und warum wird es nicht durch Energiefelder geschützt? Warum gibt es überhaupt so ein Schiff, d.h. warum sind nicht alle Raumschiffe mit Kommunikationssystemen ausgestattet? Warum bleiben die außerirdischen Raumschiffe immer im Wasser? Warum ist das Funksignal ein sichtbarer Energiestrahl? Warum wird für die Frontscheibe eines Raumschiffes Glas verwendet, das mit einem normalen Gewehr zerschossen werden kann? Warum wird Cal Zapata laufen gelassen, als er in der Satellitenanlage plötzlich einem Außerirdischen gegenübersteht? Warum sind die bösen, bösen Aliens so nachsichtig gegenüber allem, was nicht unmittelbar als feindselig eingestuft wird, so dass sie nicht schießen, als die MISSOURI ihre Geschütztürme zur Seite schwenkt? Und so weiter und so weiter...

Blu-ray-Features

Mit einer Ausnahme ist das Bonusmaterial nicht weiter erwähnenswert, denn es handelt sich um mehrere kurze Featurettes, die neben einer hektisch zusammengeschnittenen Mixtur aus Filmszenen, Interviews und Hinter-den-Szenen-Material vor allem gegenseitige Lobhudeleien enthalten. Immerhin ist es interessant zu sehen, dass wirklich auf Schiffen der US-Marine und auf dem Museumsschiff MISSOURI gedreht wurde. Dabei hat das Filmteam mit Soldaten und Veteranen zusammengearbeitet. Außerdem kann man einen genaueren Blick auf die Außerirdischen und ihre Schiffe werfen. Die Dreharbeiten auf See sind wohl nicht jedem Mitarbeiter gut bekommen, so mancher ist seekrank geworden... Das alternative Ende wurde gar nicht gedreht, man bekommt nur grobe CGI-Szenen zu sehen. Die Unterschiede zum verwendeten Ende sind marginal. So hätten Alex und Nagata das Alien-Schlachtschiff mit zwei Schlauchbooten abgelenkt.

Wirklich sehenswert ist eigentlich nur die leider doch noch zu kurze Dokumentation über die MISSOURI. Michael Carr und Reginald H. Johnson von der Historic Naval Ships Memorial Association führen Peter Berg bzw. den Zuschauer durch verschiedene Abteilungen des riesigen Schiffes. Ehemalige Besatzungsmitglieder berichten von ihren damaligen Erlebnissen und ihrer Arbeit an Bord. Man bekommt ein Gefühl dafür, wie es gewesen sein muss, mit diesem Koloss zur See zu fahren.


J. Kreis, 24.06.2013




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