Batman v Superman: Dawn of Justice


Batman v Superman: Dawn of Justice - Ultimate Edition (USA, 2016)

Blu-ray, Warner Home Video
Altersfreigabe: FSK 12
Laufzeit: ca. 151 Min. (Kinofassung) / 182 Min. (Ultimate Edition)

Extras:
- Die Vereinigung der Superhelden (15:05 Min.)
- Götter und Menschen: Ein Treffen der Giganten (12:28 Min.)
- Kriegerin & Mythos (21:16 Min.)
- Beschleunigtes Design: Das neue Batmobil (22:46 Min.)
- Superman: Komplexität & Wahrheit (7:08 Min.)
- Batman: Entbehrung & Wut (8:15 Min.)
- Wonder Woman: Anmut & Stärke (6:48 Min.)
- Batcave: Das Vermächtnis der Höhle (7:12 Min.)
- Die Macht eines Schlages (5:15 Min.)
- Das Imperium von Luthor (12:33 Min.)
- Rettet die Fledermäuse (4:37 Min.)

Regie:
Zack Snyder

Hauptdarsteller:
Henry Cavill (Clark Kent / Superman)
Ben Affleck (Bruce Wayne / Batman)
Gal Gadot (Diana Prince / Wonder Woman)
Amy Adams (Lois Lane)
Jesse Eisenberg (Lex Luthor)
Diane Lane (Martha Kent)
Callan Mulvey (Anatoli Knyazev)




Story

Zur Vorgeschichte siehe Man of Steel.

Bruce Wayne, der als Kind den Mord an seinen Eltern Thomas und Martha mit ansehen musste, tritt tagsüber als Chef eines milliardenschweren Firmenimperiums auf. Niemand außer seinem väterlichen Freund Alfred Pennyworth weiß, dass er sein ganzes Leben der Verbrecherjagd verschrieben hat. Nachts kämpft er als gefürchteter maskierter Racher namens Batman in den Straßen Gotham Citys gegen das Böse. Er kann auf ein umfangreiches High-Tech-Arsenal zurückgreifen und geht alles andere als zimperlich vor. Eines Tages erfährt die Menschheit von der Existenz eines unverwundbaren, mit verschiedenen übermenschlichen Kräften ausgestatteten Außerirdischen vom untergegangenen Planeten Krypton. Die Menschen nennen ihn "Superman". Superman kämpft in Gotham Citys Nachbarstadt Metropolis gegen seine ebenso starken Artgenossen, die dabei sind, die ganze Welt zu zerstören. Nicht nur die von General Zod angeführten Kryptonier richten schreckliche Verwüstungen in Metropolis an (unter anderem stürzt eines ihrer Raumschiffe in der Stadt ab), sondern auch Superman. Unzählige Menschen sterben, die Überlebenden werden schwer traumatisiert. So auch Wayne, der sich an diesem Tag in Metropolis aufhält. Das Hochhaus seiner dortigen Niederlassung wird beim Zweikampf der beiden letzten Kryptonier vernichtet. Wayne steht den Menschen bei und rettet seinem unter den Trümmern liegenden Angestellten Wallace Keefe das Leben. Wayne macht Superman für die Katastrophe verantwortlich und verfolgt ihn von Stund an mit unversöhnlichem Hass.

In den folgenden Jahren führt Superman eine Doppelexistenz. In der Identität des Reporters Clark Kent arbeitet er bei der Zeitung Daily Planet und lebt mit seiner Kollegin Lois Lane zusammen, die er über alles liebt. Nur Lois und Clark Kents Adoptivmutter Martha kennen seine wahre Identität. Als Superman setzt er seine Kräfte ein, um Gutes zu tun. Er bekämpft das Verbrechen und hilft bei Naturkatastrophen. Für viele Menschen ist er eine Art Erlöser, doch andere sehen es so wie Wayne. Für sie ist Superman ein falscher Gott, dessen Allmacht irgendwann zur Bedrohung werden wird. Wenn die Menschheit überleben soll, so glaubt Wayne, muss Superman sterben. Ähnlich radikal eingestellt ist der geniale, aber nicht ganz zurechnungsfähige Unternehmer Lex Luthor. Die US-Senatorin June Finch dagegen möchte lediglich, dass Superman nicht mehr eigenmächtig handelt, sondern unter staatlicher Aufsicht. Luthor schlägt den Bau von Waffen vor, mit denen Superman im Notfall aufgehalten werden könnte. Ihm wird Zugang zu dem abgestürzten kryptonischen Raumschiff gewährt. Zods Leiche wird ihm zu Forschungszwecken überstellt. Finch verweigert Luthor jedoch die Erlaubnis zur Einführung eines großen Kryptonitbrockens, welcher im Indischen Ozean gefunden worden ist. Dieses Mineral ist für alle von Krypton stammenden Lebewesen tödlich. Luthor bereitet die Einfuhr des Kryptonits dennoch vor. Wayne bekommt Wind davon und setzt alles daran, das Mineral in seinen Besitz zu bringen.

Luthor trifft insgeheim Vorbereitungen, um Superman und Batman öffentlich in Misskredit zu bringen und gegeneinander aufzuhetzen. Die beiden Helden sollen sich gegenseitig umbringen. In Luthors Diensten stehende Söldner unter dem Kommando von Anatoli Knyazev inszenieren ein Massaker in Afrika, welches Superman zur Last gelegt wird. Lois Lane wird hierbei als Lockvogel missbraucht. Eine Frau, deren Eltern bei dem Massaker angeblich von Superman getötet wurden (in Wahrheit wird die Frau von Luthor bezahlt und später beseitigt), fordert ihn auf, sich einer Anhörung vor dem von Finch geleiteten Untersuchungsausschuss zu stellen. Keefe, der beide Beine verloren hat ebenfalls auf Luthors Lohnliste steht, schlägt in dieselbe Kerbe. Gleichzeitig veranlasst Luthor, dass mehrere Gefängnisinsassen, die von Batman hinter Gitter gebracht und gebrandmarkt wurden, von Mitgefangenen ermordet werden. Als Superman hierauf aufmerksam wird, beginnt er gegen Batman zu ermitteln. Bei einer Party in der Zentrale von Luthors Firma LexCorp zapft Wayne die dortigen Server an, um mehr über das Kryptonit herauszufinden, doch der hierfür eingesetzte Minicomputer wird von einer Unbekannten gestohlen. Wayne stellt die junge Frau, eine Antiquitätenhändlerin namens Diana Price, wenig später zur Rede. Sie gibt ihm den Computer zurück, weil sie die Daten nicht entschlüsseln konnte. Es geht ihr nur um ein einziges Bild, das auf dem Server gespeichert war. Wayne entschlüsselt die Daten. Auf dem Bild ist Price zu sehen - im Ersten Weltkrieg! Das Bild ist Bestandteil einer Datenbank, die Luthor über so genannte Metawesen angelegt hat. Außer Price sind dies ein junger Mann, der sich schnell wie der Blitz bewegen kann, ein unter Wasser lebender Mann und ein Mensch-Maschine-Mischwesen. Wayne spielt Price diese Daten zu.

Schließlich treffen Superman und Batman erstmals aufeinander. Superman beendet eine Verfolgungsjagd, bei der Batman die Waffen seines Batmobils rücksichtslos einsetzt. Damit verhindert er unwissentlich, dass Batman das Kryptonit erbeutet. Superman fordert Batman auf, mit der Selbstjustiz aufzuhören. Währenddessen verfolgt Lane die Spur eines Projektils zurück, das ihr bei dem Massaker in Afrika in die Hände gefallen ist. Das Metall, aus dem das Projektil besteht, stammt von LexCorp. Superman erscheint vor dem Untersuchungsausschuss. Eine Bombe explodiert. Alle Anwesenden außer Superman sterben. Superman macht sich Vorwürfe, weil er die Bombe nicht gesehen hat, und geht ins Exil. In den Medien wird über eine Beteiligung Supermans an dem Anschlag spekuliert. Lane findet heraus, dass Superman die Bombe nicht sehen konnte - sie war im bleiverkleideten Inneren von Keefes Rollstuhl versteckt. Batman stiehlt das Kryptonit und verwendet es zur Konstruktion von Gasgranaten, mit denen Kryptonier geschwächt werden können, und eines Speers mit einer Spitze aus reinem Kryptonit. Luthor erlangt die Kontrolle über das noch teilweise funktionsfähige Raumschiff. Er verwendet Zods Leiche und sein eigenes Blut, um eine riesige Kreatur namens Doomsday zu klonen. Knyazev entführt Martha Kent und Lois Lane. Luthor missbraucht die Frauen, um Superman zu zwingen, gegen Batman zu kämpfen. Der wartet nur auf diese Gelegenheit. Die beiden Superhelden schenken sich nichts und mit seinen Kryptonitwaffen bringt Batman Superman in schwere Bedrängnis. Als er sich anschickt, Superman den Speer in die Brust zu stoßen, bittet dieser ihn, Martha zu retten. Batman stutzt, denn das ist der Name seiner toten Mutter. Lane kommt rechtzeitig hinzu, um die Situation zu klären. Batman erkennt, dass er nur Luthors Werkzeug war.

Batman verbündet sich mit Superman und spürt den Ort auf, an dem Martha Kent gefangen gehalten wird. Im Alleingang schaltet er Knyazev sowie dessen Schergen aus und rettet die Frau. Superman stellt Luthor. Dessen neues Projekt ist vollendet. Doomsday erwacht und geht sofort zum Angriff über. Batman steht Superman bei, doch das tobende Ungeheuer übersteht sogar den vom Präsidenten angeordneten Beschuss durch Atomwaffen unbeschadet, denn es kann Energie absorbieren und wieder abstoßen. Superman und Batman erhalten unerwartete Hilfe von Price. Sie ist eine unsterbliche Amazone mit übermenschlicher Körperkraft, der es sogar gelingt, die von Doomsday abgefeuerten Energiestrahlen abzuwehren. Superman erkennt, dass Doomsday nur mit Kryptonit getötet werden kann. Er nimmt den Speer und rammt ihn Doomsday in die Brust, wird durch die Ausstrahlung des Minerals aber so sehr geschwächt, dass das sterbende Monster ihm eine tödliche Wunde beibringen kann. Luthor landet im Gefängnis. Batman stattet ihm einen Besuch ab und kündigt an, er werde ihn ins Arkham Asylum verlegen lassen. Luthor zeigt sich unbeeindruckt. Er spricht von einer "Glocke" die geläutet worden sei. Es spielt auf Bedrohungen aus den Tiefen des Alls an, denen die Erde ohne Superman schutzlos ausgeliefert ist.

Superman wird mit großem Pomp beerdigt, doch der Sarg ist leer. Clark Kents weit bescheidenere Bestattungszeremonie findet in seiner Heimatstadt Smallville statt. Wayne spricht mit Price über seinen Plan, ein Team aus allen verfügbaren Metawesen der Erde zu bilden. Die von Lane auf Clark Kents Sarg gestreute Erde wird erschüttert ...


Kringels Meinung

... vom Schlag eines Superherzens? Man weiß es nicht, aber ich verrate wohl kein Geheimnis, wenn ich sage, dass Superman nach derzeitiger Planung in "Justice League" (soll 2019 in die Kinos kommen) wieder mit von der Partie sein wird.

Obige Handlungszusammenfassung und dieser Kommentar beziehen sich auf die Ultimate Edition. Diese Fassung des Films ist eine halbe Stunde länger als die Kinoversion. Ich war seinerzeit nicht im Kino, denn die schlechten Kritiken haben mich abgeschreckt. Es wurde vor allem bemängelt, dass der Konflikt zwischen den Superhelden nicht glaubwürdig sei, dass man insbesondere Batmans Hass auf Superman nicht nachvollziehen könne, dass es zu lage dauere, bis die beiden Recken endlich den titelgebenden Kampf austragen und dass dieser Auseinandersetzung sowie der Klopperei mit Doomsday trotz großmaßstäblicher Zerstörungen das Alleinstellungsmerkmal fehle. Schwache Figurenzeichnung, Längen in der Handlungsentwicklung, Beliebigkeit bei Action und Spezialeffekten sind also die Hauptkritikpunkte. Ich habe wie gesagt nur die verlängerte Fassung des Films gesehen. Offenbar wurde dabei einiges besser gemacht, denn zumindest was Figurenzeichnung und Story angeht teile ich die Kritik nicht. Es stimmt natürlich, dass es über zwei Stunden dauert, bis Superman und Batman aufeinander losgehen. Aber das ist nicht der Beginn des Konflikts, vielmehr wird der ganze Film davon geprägt. Er findet lediglich zunächst auf einer anderen Ebene statt, das heißt, Superman/Clark Kent und Batman/Bruce Wayne arbeiten schon gegeneinander, bevor sie sich zum ersten Mal begegnen. Im Gegensatz zum Zuschauer merken sie gar nicht, dass sie an Lex Luthors Gängelband hängen und sich für dessen Intrige instrumentalisieren lassen. Dabei spielt die Berichterstattung in TV und Zeitungen eine nicht unerhebliche Rolle. Supermans Bild von Batman (und umgekehrt) wird nicht unerheblich durch die Medien geprägt. Das kommt uns nur zu bekannt vor, nicht wahr? Diesen Teil finde ich sogar interessanter als die finale Klopperei. Der diesbezüglichen Kritik stimme ich zu. Natürlich wird beim Showdown viel Bombast geboten, es geht einiges zu Bruch, Batman setzt ein interessantes Waffenarsenal ein. Doch ich finde das Effektgewitter inzwischen a) ermüdend und b) kaum noch steigerungsfähig. Wenn sich die Filmemacher immer nur selbst übertreffen wollen, führt das nicht selten zu Langeweile.

Für mich ist Batmans Hass zumindest nicht unverständlich. Man muss sich die Backstory dieser Figur vor Augen führen, die in vielen kleinen Szenen und Nebensätzen vermittelt wird. Damit meine ich nicht (nur) sein Kindheitstrauma. Es wird klar, dass er schon seit 20 Jahren in Gotham City gegen das Verbrechen kämpft und dabei nicht nur schwere Rückschläge eingesteckt hat (in einer Szene wird auf die Ermordung von Batmans Sidekick Robin durch den Joker angespielt), sondern auch erkennen musste, dass sein Kampf der des Herakles gegen die Hydra ähnelt: Sobald es dem Helden gelingt, dem Monster einen Kopf abzuschlagen, wachsen zwei neue nach. Voller Verbitterung hat Batman zu immer drastischeren Mitteln gegriffen und ist somit selbst zum Verbrecher geworden. Außerdem ist Batman ein mehr oder weniger normaler Mensch ohne Superfähigkeiten. Nun muss dieser Mensch, der sich in einem endlosen Krieg gegen das Böse aufgerieben hat, mit ansehen, wie ein gottähnliches Wesen einen ganzen Stadtteil in Schutt und Asche legt, um einen Kontrahenten zu besiegen. Für Bruce Wayne muss es so aussehen, als seien Superman die Menschen, die dabei ums Leben kommen, völlig egal. Hier wird übrigens der Vorgängerfilm Man of Steel nahtlos fortgesetzt. Bei diesem Film hatte ich ja die von Superman in Kauf genommenen "Kollateralschäden" kritisiert. Wir erleben das noch einmal mit, diesmal aber nicht aus Supermans Blickwinkel, sondern aus der "Ameisenperspektive" normaler Menschen, zu denen ja auch Wayne gehört. Gute Idee! Plötzlich ist da also ein Superman, dem alles mit Leichtigkeit gelingt, wofür Batman hart arbeiten muss. Er wird von den Menschen geliebt, während Batman nicht nur von Kriminellen gefürchtet und gehasst wird, sondern auch von denjenigen, die er beschützen will. Da ist es kein Wunder, dass Batsy sauer wird. Die Reaktion ist für diese Figur nur konsequent. Superman muss unschädlich gemacht werden, bevor er zur Bedrohung werden kann. Allerdings spielt Neid ebenfalls eine Rolle. Ben Affleck verkörpert diesen grimmigen, desillusionierten Batman sehr gut. Batmans Sinneswandel geht nur zu schnell vonstatten. Superman muss lediglich "Martha" sagen und schon sind die beiden beste Freunde? Das passt nicht.

Während Batman von dem Wahn getrieben wird, jede erdenkliche Bedrohung auszumerzen, wobei der Zweck die Mittel heiligt, möchte Superman immer "das Richtige" tun. Somit verkörpert er ein anderes Extrem menschlicher Denkweisen, macht aber irgendwann dieselbe Feststellung wie eine andere uns bekannte Erlösergestalt: Man kann es nicht allen recht machen. Mir gefäll der "realistische" Ansatz der neuen DC-Comicverfilmungen. Supermans Existenz wird nicht als gegeben hingenommen, vielmehr werden die verschiedenen Reaktionen gezeigt, die das Auftauchen eines solchen Wesens wahrscheinlich wirklich hätte. Viele Menschen halten Superman für einen Messias, vor dem sie niederknien. Für andere ist er eine nicht einzuschätzende Gefahr. Er soll unter Kontrolle gebracht werden - ein nachvollziehbarer Wunsch, schließlich verübt er Selbstjustiz und glaubt, er habe sich niemandem gegenüber zu verantworten. Ich halte Henry Cavill für eine gute Besetzung dieser Rolle. Er mag nicht dieselbe Aura unerschütterlicher Rechtschaffenheit ausstrahlen wie Chris Evans als Captain America, aber er macht im blauen Dress eine gute Figur und bringt Supermans Selbstzweifel gut rüber. Irgendwie ist er immer noch nicht ganz in der Welt der Menschen angekommen. Ich verstehe nur nicht, warum er sich auf den Kampf mit Batman einlässt. Superman hätte seinen Gegner einfach an den Armen packen und kurz durchschütteln müssen, dann hätte er ihm in Ruhe erklären können, was es mit Lex Luthors finsterem Plan auf sich hat. Jesse Eisenberg ist als leicht durchgeknallter Superschurke nicht schlecht und mir gefällt, dass er keine Welteroberungspläne verfolgt, sondern im Grunde dasselbe Ziel hat wie Batman. Aber warum hat er dieses Ziel? Das wird meiner Meinung nach nicht richtig herausgearbeitet.

Kommen zum absoluten Hightlight des Films: Wonder Woman! Beziehungsweise Diana Price, denn der andere Name wird nicht verwendet. Selbst wenn der ganze Rest von "Batman v Superman" totaler Schrott wäre, so würde Wonder Woman den Film dennoch sehenswert machen! Zunächst einmal sieht Gal Gadot einfach umwerfend aus, egal ob im Abendkleid oder in modernisierten Wonder Woman - Kostüm. Ihre klassischen Gesichtszüge und ihr Habitus entsprechen genau dem, was man als Fan von der ersten Superheldin erwartet. Ich kann mir jedenfalls keine perfektere Wonder Woman vorstellen! In den Comics ist Diana die Tochter der Amazonenkönigin Hippolyte und Enkelin des Kriegsgottes Ares. Sie ist eine unsterbliche Kriegerin und besitzt kaum weniger Fähigkeiten als Superman. Bei ihren ersten Auftritten in "Batman v Superman" ist Diana Price überaus selbstbewusst (sie bietet Bruce Wayne Paroli) und bleibt zunächst geheimnisvoll, bis sie sich endlich in voller Superheldinnenmontur komplett mit Schwert, Schild und magischem Lasso ins dickste Getümmel stürzt. Der Kampf gegen Doomsday scheint ihr richtig Spaß zu machen und sie setzt dem Ungeheuer stärker zu als ihre männlichen Kollegen! Gal Gadot stiehlt Cavill und Affleck problemlos die Show. Das tolle Wonder-Woman-Leitmotiv trägt hierzu nicht unerheblich bei. Noch in diesem Jahr wird Wonder Woman in einem eigenen Film zu sehen sein. Darauf freue ich mich ganz besonders! Sie wird natürlich auch in "Justice League" mitwirken, genau wie Aquaman, Flash und Cyborg - drei "Metawesen", die wir in "Batman v Superman" schon kurz zu sehen bekommen.

Lange Rede kurzer Sinn: "Batman v Superman" hat mir gefallen. Berücksichtigt man die "Dark Knight"-Trilogie, kann man wohl sagen, dass die Verfilmungen des DC-Comicuniversums viel düsterer ausfallen als die Filme aus dem Marvel Cinematic Universe. Bei Marvel schwingt immer eine gewisse Leichtigkeit mit, DC-Filme sind dagegen geradezu humorlos. Beides ist OK.


Blu-ray-Features

Die Blu-ray enthält sowohl die Kinofassung als auch die verlängerte Version des Films.

Die Featurettes lassen sich grob in zwei Gruppen aufteilen. In "Die Vereinigung der Superhelden", "Götter und Menschen: Ein Treffen der Giganten", "Kriegerin & Mythos" und "Das Imperium von Luthor" wird die Entwicklung der Figuren Superman, Batman, Wonder Woman und Lex Luthor erklärt. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf den Comics im Wandel der Zeit, nicht so sehr auf dem Film. Aquaman, Flash und Cyborg werden ebenfalls vorgestellt und man kann diese Helden, die im Film nur ganz kurz gezeigt werden, genauer in Augenschein nehmen. Neben thematisch passenden Ausschnitten aus "Batman v Superman" und Hinter-den-Szenen-Material sind viele Comicseiten zu sehen, außerdem werden auch Ausschnitte aus dem kommenden Wonder-Woman-Film sowie aus "Suicide Squad" sowie älteren Fernsehserien geboten. Schauspieler, Mitglieder des Produktionsteams, Comiczeichner und Historiker kommen zu Wort. Ich wusste gar nicht, dass Wonder Woman schon mal eine eigene TV-Serie hatte! Außerdem war mir nicht klar, welch große Bedeutung Wonder Woman für den Feminismus (zumindest in den USA) hatte und immer noch hat.

Die Featurettes "Beschleunigtes Design: Das neue Batmobil", "Superman: Komplexität & Wahrheit", "Batman: Entbehrung & Wut", "Wonder Woman: Anmut & Stärke" und "Batcave: Das Vermächtnis der Höhle" sind typische Making-of-Beiträge. So besucht Sal Masekela, ein in den USA wohlbekannter Sportmoderator, die Werkstatt des Teams, von dem das neue Batmobil gebaut wurde. Dieses 550 PS starke Ungeheuer ist nicht etwa eine Requisite, sondern ein voll funktionsfähiges Rennfahrzeug! Masekela unternimmt selbst eine Testfahrt und freut sich dabei wie ein kleines Kind. Henry Cavill, Ben Affleck und Gal Gadot stehen im Mittelpunkt je eines Beitrags. Man sieht sie beim Training und bei den Dreharbeiten.

Die beiden übrigen Featurettes fallen aus diesem Rahmen heraus. In "Die Macht eines Schlages" werden die physikalischen Auswirkungen des Duells zwischen Batman und Superman analysiert. "Rettet die Fledermäuse" ist ein Plädoyer für die vom Aussterben bedrohten Flattermänner. Kleine Fledermäuse und niedliche große Flughunde sind zu sehen. Man erfährt, dass das "White-Nose-Syndrom", eine Pilzerkrankung, in den USA zu einem Massensterben bei verschiedenen Arten von Fledermäusen geführt hat. Klar, dass Ben Affleck alias Bruce Wayne alias Batman für den Schutz dieser Tiere wirbt! Mitglieder des Filmteams und deren Kinder haben die Sache selbst in die Hand genommen: Brutkästen für Fledermäuse wurden gebastelt. Nett!


J. Kreis, 20.03.2017




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