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Batmans Rückkehr Batmans Rückkehr (USA, 1992)
- Batman returns -

DVD - Regionalcode 2, Warner Home Video
FSK: 12
Laufzeit: ca. 122 Minuten

Extras
Zusatzinformationen zum Film (Texttafeln)

Regie:
Tim Burton

Hauptdarsteller:
Michael Keaton (Bruce Wayne / Batman)
Danny DeVito (Oswald Cobblepot / Pinguin)
Michelle Pfeiffer (Selina Kyle / Catwoman)
Christopher Walken (Max Shreck)




Inhalt:

Max Shreck, Gotham Citys angeblicher Wohltäter, hat einige Leichen Keller - oder vielmehr in der Kanalisation. Dort haust der Pinguin, ein bizarr entstellter Schwerverbrecher, der als Kind von seinen Eltern in den Fluss geworfen wurde. Er wurde von den Pinguinen des Zoos gerettet und ist in einer Zirkus-Freakshow aufgewachsen. Der Pinguin hat eine Armee aus zirkusmäßig kostümierten Gangstern zusammengestellt und sammelt alles auf, was Shreck entsorgt zu haben glaubt. Er hat deshalb mehr als genug Material für eine Erpressung in der Hand. Sein Ziel: Er will in die Oberwelt zurückkehren, um sich an den Menschen zu rächen. Noch jemand weiß mehr über Shreck, als ihm lieb ist. Seine Sekretärin, das Mauerblümchen Selina Kyle, hat zufällig herausgefunden, dass Shrecks neuestes Projekt alles andere als von Vorteil für Gotham City sein wird. Shreck stößt die Frau aus dem Fenster und glaubt, sich einer lästigen Mitwisserin entledigt zu haben.

Doch Selina überlebt den Sturz, allerdings mit verwirrtem Geist. Selinas vermeintlicher Tod ist die Geburt von Catwoman, einer mysteriösen Gestalt im Latexanzug mit Maske und Peitsche. Auf ihren Streifzügen durch die Stadt, bei denen sie zum Spaß Zerstörungen anrichtet und den einen oder anderen wertvollen Gegenstand mitgehen lässt, kommt sie sehr bald Batman in die Quere. Batman - oder vielmehr Bruce Wayne - ist fasziniert von der Unbekannten, da sie eine verwandte Seele zu sein scheint. Derweil schließen Shreck und der Pinguin einen Handel ab. Der Pinguin verzichtet darauf, Shreck zu erpressen, dieser verhilft dem nach Anerkennung gierenden Verrückten zu öffentlichem Ansehen. Er plant sogar, den Pinguin zum Bürgermeister zu machen. Die Bande des Pinguins soll Chaos in der Stadt verbreiten, damit er selbst es beenden und danach wie ein Held dastehen kann. Bei diesem Plan ist ihm nur noch Batman im Weg...

Auch Catwoman will Batman loswerden und verbündet sich ebenfalls mit dem Pinguin. Sie fädelt eine ausgefuchste Intrige ein, die dazu führt, dass Batman wie ein Mörder und Verbrecher dasteht. Gleichzeitig verliebt Selina Kyle sich aber in Bruce Wayne. Pinguins Leute manipulieren das Batmobil, so dass der Pinguin es in Fernsteuerung übernehmen und noch mehr Terror verbreiten kann. Allerdings gelingt es Batman, die Hasstiraden aufzuzeichnen, die der Pinguin dabei gegen Gotham ausstößt. Diese Aufnahme schleust er in eine Wahlkampfrede des Pinguins ein, so dass dieser seine politischen Träume aufgeben muss. Jetzt reicht es dem Pinguin; er will die erstgeborenen Söhne der Gothamer High Society entführen und ermorden, um seine eigentlichen Rachepläne zu verwirklichen. Doch auch das wird von Batman durchkreuzt. Der Pinguin greift zum letzten Mittel und schickt eine mit Raketen bestückte Armee echter Pinguine aus, die die Stadt in Schutt und Asche legen sollen. Batman klinkt sich in die Frequenz ein, mit der die Tiere ferngesteuert werden, und lenkt sie gegen ihren Herren, der so sein verdientes Ende findet.

Im Versteck des Pinguins stehen Batman und Catwoman sich erneut gegenüber. Catwoman, die nicht mehr weiß, wer sie eigentlich ist, will Shreck töten. Batman demaskiert sich, um sie aufzuhalten. Doch die Rächerin lässt sich nicht einmal aufhalten, als Shreck auf sie schießt. Sie tötet Shreck mit einem wahrhaft energiegeladenen Kuss - und verschwindet...

Der Film:

Nicht jeder Batman-Fan wird etwas mit diesem Film anfangen können - und Tim Burtons Stil ist nicht jedermanns Sache. Kein Wunder also, dass viele Reviews kaum ein gutes Haar an Batmans Rückkehr lassen. Mir gefällt er, ich mag vor allem die düstere Atmosphäre. Batman selbst ist immer noch ein knallharter Einzelgänger, er hat wieder einige neue Gadgets und Fahrzeuge zur Verfügung und er verwendet außer seinen Fäusten auch noch detektivisches Gespür und High-Tech, um seine Gegner zur Strecke zu bringen. In Bezug auf die Figur des Batman selbst hat sich also seit dem ersten Film nicht viel geändert (gut so!). Bruce Wayne wird jedoch etwas differenzierter dargestellt. Als er sich mit der offensichtlich unter Persönlichkeitsspaltung leidenden Catwoman konfrontiert sieht, scheint er zu begreifen, dass sein eigener Geisteszustand gar nicht so weit von dem ihren entfernt ist. Michael Keatons erste Szene ist schon gleich sehr bezeichnend: Da sitzt ein grübelnder Bruce Wayne allein im Dunkel seines schlossähnlichen Hauses. Er scheint nichts zu tun zu haben, einsam zu sein und düsteren Gedanken nachzuhängen. Plötzlich erscheint das Batsignal am Himmel. Und prompt kehrt das Leben in Waynes Gesicht zurück, voller Elan springt er auf - denn jetzt kann er sich ja hinter Batmans Maske verstecken und dem folgen, was er für seine Bestimmung hält. Der Film enthält noch viele weitere ähnlich gut gelungene Szenen, Michael Keaton kann hier mehr Pluspunkte sammeln als im ersten Film.

Michelle Pfeiffer verkörpert die laszive Catwoman einfach perfekt. Ihr Kostüm ist aber auch einsame Spitze. Ich habe zwar weder eine Vorliebe für Latex noch für Peitschen und dergleichen, aber Catwoman geht mit beidem auf sehr... hm... interessante Art und Weise um. Als Selina macht sie eine wesentlich schwächere Figur, was auch am seltsamen, auf "krank" getrimmten Make-up liegen kann, das sie in den entsprechenden Szenen trägt. Danny DeVito bringt eine sehr bizarre, aber meiner Meinung nach genau richtige Version des Pinguin. Allerdings fehlt ihm das Format des Jokers - er wirkt trotz seiner Hässlichkeit nicht so bedrohlich wie die von Jack Nicholson so hervorragend gespielte Figur. Man ist eigentlich nur abgestoßen oder bemitleidet den Pinguin fast. Die Stadt wirkt noch künstlicher (eigentlich schon surreal), irgendwie auch kleiner, aber auch interessanter als das Gotham aus dem ersten Teil. Man hat - wohl auch wegen der eigenartigen, aus bösen Clowns bestehenden Truppe des Pinguins - immer den Eindruck, als ob man mitten in einen Freakshow-Halloween-Irrenanstalt-Alptraum hineingeraten wäre. Tim Burton konnte offensichtlich seiner Phantasie (die sich nicht sehr von meiner zu unterscheiden scheint) freien Lauf lassen, man erkennt seine unverwechselbare Handschrift praktisch in jeder Szene.

Wegen seiner skurrilen Ideen, der herrlich finsteren Atmosphäre, der wiederum fantastischen Musik und der epischen Inszenierung ist Batmans Rückkehr für mich immer wieder sehenswert.

Die DVD:

Einziges Extra: Textinformationen zu Schauspielern und Regisseur. Die sind zwar denkbar knapp geraten, aber immerhin werden sie vor schönen Hintergrundbildern, passend zu den Filmfiguren, angezeigt.

J. Kreis, 14.09.2006
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