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Per Anhalter durch die Galaxis Box

Per Anhalter durch die Galaxis

Das Restaurant am Ende des Universums
Per Anhalter durch die Galaxis (GB 1981)
- The Hitch Hikers Guide to the Galaxy -

DVD - Regionalcode 2, BMG Video
FSK: 12
Laufzeit: ca. 28 Minuten pro Episode, insg. ca. 84 Minuten

Extras:
Making of, Entfernte Szene, Original BBC-Trailer

Das Restaurant am Ende des Universums (GB 1981)
- The Restaurant at the End of the Universe -

DVD - Regionalcode 2, BMG Video
FSK: 12
Laufzeit: ca. 28 Minuten pro Episode, insg. ca. 84 Minuten

Extras:
"Keine Panik" - Making of, Hinter den Radiokulissen, Special Effect Featurette, Pebble Mill at One (Talkshow), Hinter den Kulissen, Verpatzte Szenen

Regie:
Alan J. W. Bell

Hauptdarsteller:
Simon Jones (Arthur Dent)
David Dixon (Ford Prefect)
Mark Wing-Davey (Zaphod Beeblebrox)
Sandra Dickinson (Tricia McMillan - "Trillian")
Peter Jones (Stimme des "Anhalters")




Inhalt:

Die Box enthält alle 6 Folgen der TV-Serie auf zwei getrennten DVDs. Die Episoden im Einzelnen:

Folge 1: Arthur Dents Haus soll abgerissen werden, weil dort eine Umgehungsstraße gebaut werden soll. Empört legt er sich vor die Schaufel des anrückenden Baggers, um diesen aufzuhalten. Deshalb hält er recht wenig vom Vorschlag seines alten Freunds Ford Prefect, im Pub einige Biere zu trinken. Schließlich folgt er ihm doch, denn Ford hat den Bauleiter überredet, vorübergehend Arthurs Platz im Dreck vor dem Bagger einzunehmen. Im Pub eröffnet Ford seinem Freund, dass er kein Mensch ist, sondern von einem Planeten aus dem Gebiet der Beteigeuze stammt - und dass das Ende der Welt nahe ist. Tatsächlich erscheint umgehend eine Bauflotte der Vogonen, die die Erde zugunsten einer Hyperraum-Expreßroute sprengen. Ford und Arthur befinden sich zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr auf der Erde, sondern auf einem Vogonenschiff. Ford hat sich und seinen Freund mittels eines "elektronischen Daumens" auf das Schiff beamen lassen. Doch die Vogonen sind nicht erfreut, Anhalter an Bord zu haben...

Folge 2: Der Vogonencaptain foltert Arthur und Ford ein wenig, indem er ihnen grauenhafte selbst verfasste Gedichte vorliest, bevor er sie aus einer Luftschleuse werfen lässt. Die beiden sehen dem sicheren Tod im Vakuum des Alls ins Auge, werden aber in letzter Sekunde vom Raumschiff HERZ AUS GOLD gerettet, das ausgerechnet in diesem Moment vorbeifliegt. Das Schiff verfügt über den revolutionären neuen Unendlichen Unwahrscheinlichkeitsantrieb, der es ihm ermöglicht, an jedem Punkt des Universums gleichzeitig zu sein. Es ist im Besitz von Zaphod Beeblebrox, dem Erfinder des Pangalaktischen Donnergurglers und Ex-Präsidenten der Galaxis. Zaphod ist entfernt mit Ford verwandt und hat das Schiff geklaut, als es gerade vom Stapel laufen sollte. Mit an Bord sind Marvin, ein manisch depressiver Roboter, und Trillian, eine junge Frau, der Arthur vor einigen Monaten in London auf einer Party begegnet war. Er hatte sich sogleich in sie verknallt, aber sie war mit einem Typen verschwunden, der behauptet hatte, er komme von einem anderen Planeten. Dieser Jemand war natürlich Zaphod Beeblebrox. Die Wiedersehensfreude ist also etwas getrübt...

Folge 3: Die HERZ AUS GOLD ist auf dem Weg zum legendären Planeten Magrathea. Zaphod hat zwar keine Ahnung, was es dort zu holen gibt, aber da der Planet heftig verteidigt wird, ist er umso versessener, es herauszufinden. Die Verteidigungssysteme werden automatisch gesteuert, denn die Magratheaner haben sich vor langer Zeit in Tiefschlaf legen lassen, um erst dann wieder aufgeweckt zu werden, sobald die Galaxis sich ihre Dienste wieder leisten kann: Die Herstellung maßgeschneiderter Planeten. Mit Hilfe des Unwahrscheinlichkeitsantriebs entgeht die HERZ AUS GOLD der Vernichtung und landet auf Magrathea. Während Zaphod, Ford und Trillian die subplanetaren Anlagen erkunden, bleiben Arthur und Marvin draußen zurück. Arthur begegnet dem Planetenbaumeister Slartibartfaß. Von ihm erfährt Arthur, dass die Erde im Auftrag pandimensionaler Wesen erbaut worden ist, die in der Gestalt von weißen Mäusen aufgetreten sind. Da der Planet vernichtet wurde, bevor er seinen Zweck erfüllen konnte, haben die Magratheaner inzwischen mit dem Bau von Erde II begonnen.

Folge 4: Slartibartfaß spielt Arthur Dent die Geschichte des Supercomputers Deep Thought vor, der im Auftrag jener pandimensionalen Wesen, die später die Form weißer Mäuse angenommen haben, nach der Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest gesucht hat. Die Antwort lautet "42". Damit kann niemand etwas anfangen - weil niemand den eigentlichen Wortlaut der Frage kennt. Deep Thought kann diese Frage nicht selbst berechnen. Aber er kann einen Computer konstruieren, der diese Aufgabe erfüllen könnte. Dieser Computer hat die Größe eines Planeten, wird von den Magratheanern erbaut, und trägt den Planeten "Erde"! Dummerweise wird die Erde nur fünf Minuten vor Vervollständigung des Programms von den Vogonen gesprengt. Aber da ist ja noch Arthur Dent, der letzte Überlebende der Katastrope (Trillian zählt nicht, da sie schon zu lange von der Erde weg ist). In seinem Gehirn könnte die Antwort gespeichert sein. Doch bevor die weißen Mäuse ihm das Hirn entnehmen können, greifen galaktische Polizisten Magrathea an. Arthur und seine Freunde geraten unter Beschuss und scheinen in einer gewaltigen Explosion umzukommen.

Folge 5: Arthur und seine Freunde wurden nicht getötet, sondern in die ferne Zukunft geschleudert. Sie finden sich in Milliways wieder, dem Restaurant am Ende des Universums. Dort kann man die exquisitesten Speisen und Getränke zu sich nehmen (zum Beispiel ein Tier, das sich selbst anpreist), während man darauf wartet, dass das Universum untergeht. Danach kehrt man in einer Zeitschleife nach Hause zurück. In Milliways treffen Arthur und seine Freunde auch den depressiven Roboter Marvin wieder, der die letzten Jahrmillionen damit verbracht hat, Raumschiffe einzuparken und sich mit einer Kaffeemaschine zu unterhalten. Er hilft ihnen dabei, das Raumschiff von "Disaster Area", der lautesten Rockband aller Zeiten, zu stehlen. Dummerweise ist der Autopilot darauf programmiert, das Schiff in die nächste Sonne zu steuern.

Folge 6: Marvin opfert sich, um Arthur und seine Freunde zu retten. Er bedient die Schaltung eines Teleporter-Geräts, mit dem sich die Lebewesen in Sicherheit bringen können, bevor das Disaster Area - Stuntschiff in die Sonne stürzt. Beim Teleportvorgang werden die Freunde getrennt. Arthur und Ford materialisieren in einem Archenschiff des Planeten Golgafrincham, in dem sich das nutzlose Drittel dieses Planeten befindet: Telefondesinfizierer, Friseure, Unternehmensberater, Filmproduzenten und Versicherungsvertreter. Diese Typen sollen angeblich einen fernen Planeten besiedeln, aber in Wirklichkeit wurde die Arche so programmiert, dass sie darauf abstürzt. Es ist die prähistorische Erde - Arthur und Ford sind also auch in die Vergangenheit teleportiert worden. Die "Siedler" von Golgafrincham gehen sofort daran, die auf der Erde lebenden Höhlenmenschen auszurotten und das Programm zu verfälschen, dessen Ergebnis die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest hätte sein sollen. Somit muss auch die in Arthurs Gehirn gespeicherte Frage falsch sein, denn er ist vermutlich kein Nachkomme der Höhlenmenschen, sondern stammt von den Golgafrinchamern ab - und die waren nie Bestandteil des Programms...

Die Episoden:

Diese BBC-Fernsehserie hat zwar schon so manches Jahrzehnt auf dem Buckel (was man ihr natürlich auch überdeutlich ansieht), aber sie ist immer noch tausendmal besser, lustiger und näher an der Roman- bzw. Hörspielvorlage als die Neuverfilmung aus dem Jahre 2005. Das kann daran liegen, dass Douglas Adams selbst das Drehbuch geschrieben und sich permanent bei den Dreharbeiten herumgetrieben hat. Er hatte also einen vermutlich nicht unmaßgeblichen Einfluss auf die Verfilmung. Er taucht sogar in einer kleinen Rolle persönlich auf: Er ist der Nackte, der beschließt, dass das Leben nie aus dem Meer hätte heraussteigen sollen - und der dorthin zurückkehrt. Außerdem ist der Look der TV-Serie sehr viel "britischer" als jener der glattgeleckten, identitätslosen Neuverfilmung. Die Serie gibt recht genau das "Feeling" wieder, das man bei der Lektüre des Romans hat. Der Wortwitz passt, die Charaktere sehen genau so aus und verhalten sich so, wie man es sich vorgestellt hat (okay, Trillian hätte ich mir weniger... kieksig vorgestellt), und die trockenen Erklärungen der Off-Stimme des "Anhalters" (eine Art elektronischer Reiseführer) enthalten all die verrückten, völlig übertriebenen und doch irgendwie logischen Ideen, die die Romane von Douglas Adams so unterhaltsam machen. Die Serie trifft also genau den richtigen Nerv. Natürlich wird auch in der TV-Serie mit slapstick-artigen Albernheiten nicht gegeizt, aber die stehen - im Gegensatz zur Neuverfilmung, die den Schwerpunkt viel zu sehr auf platte Witze und Action legt - nicht im Mittelpunkt.

Natürlich hat die Serie auch gravierende Schwächen, vor allem die Spezialeffekte. Damit meine ich aber nur solche Sachen wie den mechanischen zweiten Kopf Zaphods, der nicht mehr ist als ein lebloses Anhängsel (obwohl er sogar eine Mimik hat) und den man besser weggelassen hätte. Die animierten Einträge des "Anhalters" dagegen sehen auch heute noch klasse aus. Und wenn man bedenkt, dass das keine Computergrafiken sind, sondern Trickzeichnungen, die mühsam von Hand gefertigt werden mussten, dann wirken sie noch einmal so gut. Man sollte übrigens öfters mal die Pause-Taste betätigen und sich diese "Anhalter"-Einträge genauer durchlesen, denn sie enthalten immer wieder viele witzige Details (bzw. Text), die man sonst übersieht.

Es kann übrigens sein, dass die Episoden fürs deutsche Fernsehen gekürzt worden sind - das habe ich irgendwo gelesen. Die DVD scheint genau diese Version zu enthalten. Ich kann es nicht beurteilen, weil ich nur die deutsche Version kenne.

Die DVD:

DVD 1: Das "Making of" ist fast eine Stunde lang und stammt aus dem Jahr 1993. Es ist richtig gut gemacht: Es besteht aus neuerem (1992 / 93) und zeitgenössischem (1980 / 81) Material und ist in eine kleine Handlung eingebettet. Arthur kommt nach Hause zurück und sieht sich die Infos auf dem kleinen "Anhalter"-Bildschirm an. Die Entstehung der grafischen Effekte dieses Reiseführers wird ihm vom Babelfisch erklärt, den er sich aus dem Ohr zieht. Dann erscheint Ford (auch Marvin ist zu sehen) und erklärt Arthur, dass er keineswegs zu Hause ist, sondern in einer Art Holodeck der HERZ AUS GOLD. Das "Making of" selbst besteht aus einigen Interviews, Ausschnitten aus zeitgenössischen Dokumentationen und Aufnahmen von den Dreharbeiten sowie schiefgegangenen Szenen. Außerdem sieht man kurze Ausschnitte aus der Entstehung des Hörspiels, auf dem Roman und TV-Serie basieren, sowie Ausschnitte aus anderen Produktionen, an denen Douglas Adams beteiligt war. Zusätzlich werden immer wieder biografische Textinfos eingeblendet, die extrem schnell ablaufen. Pause-Taste drücken! Weiteres Extra neben einem Trailer: Eine kurze entfallene Szene, die erklärt, warum Zaphod Beeblebrox in Folge 2 einmal plötzlich (Kunst-)Schnee im Haar hat.

DVD 2: Das "Keine Panik" - Making of ist ca. 25 Minuten lang und besteht aus verschiedenen Interviews aus den Jahren 1981 und 1992. Unter anderem ist ein Amateurvideo vom "Slartibartday" (einer Fan-Convention) aus 1981 vorhanden, in dem Simon Jones, David Dixon und Mark Wing-Davey zu sehen sind. Die Interviews aus 1992 sind teilweise schon auf der 1. DVD vorhanden, überwiegend liegt aber neues Material vor. Außerdem enthält dieser Beitrag wiederum Filmausschnitte, darunter auch eine nicht verwendete Szene. Die anderen Featurettes sind jeweils 3 bis 10 Minuten lang. "Hinter den Radiokulissen" zeigt Proben für die Hörspielserie. Die Special Effects - Featurette findet man schon im Making of von DVD Nr. 1 (es geht um Zaphods zweiten Kopf). "Pebble Mill at One" muss eine britische Talkshow sein. Interviewt wurden Producer Alan Bell und Rod Lord, der u.a. für die grafischen Effekte des "Reiseführers" verantwortlich war. Dann gibt es neben den üblichen schiefgegangenen Szenen noch eine unkommentierte Aufnahme von der Entstehung einer Szene. Schon interessant, wie lange es dauert und wie viele neue Anläufe nötig sind, bis so ein paar Sekunden Dialog im Kasten sind...

J. Kreis, 13.10.2006
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