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Ace Ventura 2 Ace Ventura - Jetzt wird's wild (USA, 1995)
DVD - Regionalcode 2, Warner Home Video
FSK: 12
Laufzeit: ca. 90 Minuten

Extras
Keine

Regie:
Steve Oedekerk

Hauptdarsteller:
Jim Carrey (Ace Ventura)
Ian McNeice (Fulton Greenwall)
Simon Callow (Vincent Cadby)
Bob Gunton (Burton Quinn)




Inhalt:

Ace Ventura, der sich wegen des Tods eines Waschbären, an dem er sich die Schuld gibt, in ein tibetanisches Kloster zurückgezogen hat, wird von Fulton Greenwall im Auftrag des Generalkonsuls von Nibia, Vincent Cadby, aus der Einsamkeit geholt und in den Dschungel gebracht. Dort soll der Tier-Detektiv einen verzwickten und gefährlichen Fall lösen. Die Mönche sind heilfroh, als sie Ace endlich los sind, er selbst ist von seinem neuen Auftrag gar nicht so begeistert, denn er soll die heilige weiße Fledermaus des Wachati-Stammes wiederfinden. Das legendäre Tier wurde gestohlen und wenn es nicht wieder aufgetrieben werden kann, wird es Krieg zwischen den friedlichen Wachati und den kriegerischen Wachootoo geben, denn dann würde die Hochzeit der beiden Häuptlingskinder, die den Frieden zwischen beiden Stämmen besiegeln sollte, ins Wasser fallen. Die Fledermaus wurde den Wachootoo nämlich als Mitgift versprochen. Warum Ace sich mit diesem Job nicht anfreunden kann? Er haßt Fledermäuse...

Nachdem Ace die Bekanntschaft Cadbys gemacht hat, dessen Hobby sehr zum Verdruß des tierlieben Detektivs die Großwildjagd ist, beginnt er mit seinen Nachforschungen im Dorf der Wachati, wo er auch die bildschöne Prinzessin trifft, die ihm ein verlockendes Angebot macht. Seine erste Spur - Rabenfedern - führt Ace zu Burton Quinn, dem Leiter eines Safariparks, denn der besitzt einen Raben. Doch das erweist sich als falsche Fährte. Quinn hatte zwar vorgehabt, die weiße Fledermaus zu stehlen, doch da war sie schon verschwunden gewesen. Ace mischt sich sogar unter die Wachootoo, wo er gegen den Häuptlingssohn antreten muß, als er erwischt wird. Immerhin findet er dort weitere Hinweise und kann zwei australische Wilderer aufstöbern, die die Fledermaus tatsächlich bei sich haben. Doch bevor er das Tier an sich nehmen kann, wird er durch einen Giftpfeil betäubt und von Unbekannten auf ein Floß geschnallt, das einen Wasserfall hinunterstürzt.

Ace bleibt unverletzt und gibt nach seinem Sturz sogar noch einem Krokodil Saures. Dann meditiert er ein wenig und begreift endlich, um was es wirklich geht: Guano! Tonnen dieses wertvollen Zeugs befinden sich nämlich in heiligen Höhlen auf dem Gebiet der beiden Stämme und da Cadby nicht an die Höhlen herankommt, solange sie von den Stämmen bewacht werden, will er diese einfach aufeinander hetzen, damit sie sich gegenseitig vernichten. Zu diesem Zweck hat Cadby die Australier angeheuert und die heilige Fledermaus stehlen lassen. Gerade noch rechtzeitig gelingt es Ace, Cadbys Landsitz mit Hilfe seiner tierischen Freunde aus dem Dschungel zu stürmen und die Fledermaus wieder an ihren angestammten Platz zurückzubringen. Nun kann die Hochzeit wie geplant stattfinden. Doch der Bräutigam behauptet, die Prinzessin sei keine Jungfrau mehr - und Ace scheint etwas damit zu tun zu haben...

Der Film:

Manche Filmemacher (besonders deutsche) denken, für einen witzigen Film wären ein bißchen Grimassenschneiderei und Witze unter der Gürtellinie ausreichend. Das stimmt leider nicht. Es fehlt nämlich noch ein entscheidendes Detail: Man muß beides so perfekt beherrschen wie Jim Carrey. Beherrscht man es nicht, kommt unerträglicher Schrott dabei heraus. Beherrscht man es jedoch, dann ist der Film natürlich immer noch Schrott. Aber dann ist es wenigstens witziger Schrott! Oder, um mal meine persönliche Meinung loszuwerden: Genial! Jim Carreys Talent, eine Figur so total übertrieben darzustellen, daß die Grenzen zwischen Schauspielerei und Clownerie aufgehoben sind, ist schon phänomenal. Man kommt kaum mit, wenn man versucht, alle Anspielungen zu verstehen. Alle möglichen Filme bekommen ihr Fett weg, unter anderem Cliffhanger, Jumanji, James Bond, Rambo... Perfekt ist zum Beispiel auch Carreys Imitation von William Shatner im Flugzeug (muß man in englischer Sprache sehen, sonst wirkt es nicht). Hinzu kommen Kalauer, die so platt sind, daß man sie fast schon als Körperverletzung bezeichnen müßte, wenn Carrey sie nicht so gut rüberbringen würde. Gut, manche Gags zünden trotzdem nicht, aber bei dem Feuerwerk, das auf den Zuschauer einprasselt, stört das nun wirklich nicht.

Ace Ventura ist purer, hoffnungslos überdrehter Klamauk, die Story ist völlig nebensächlich. Der ganze Film ist eine total auf den Hauptdarsteller zugeschnittene One-Man-Show, alles andere spielt praktisch keine Rolle. Darauf muß man sich einfach einlassen, dann wird man an diesem Film auch beim wiederholten Anschauen seinen Spaß haben. Er enthält übrigens eine der witzigsten Szenen, die ich jemals gesehen habe: Die "Nashorngeburt". Ace zwängt sich nämlich vor den staunenden Augen einer Fotosafari aus dem elastischen Hinterteil eines künstlichen Nashorns, das er zu Observationszwecken eingesetzt hat...

Die DVD:

Zur DVD gibt es nichts zu sagen - keinerlei Bonusmaterial, nicht mal ein Booklet...

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