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2001 2001 - Odyssee im Weltraum (GB/USA 1968)
DVD - Regionalcode 2, Warner Home Video
FSK: 12
Laufzeit: ca. 143 Minuten

Extras:
Trailer

Regie:
Stanley Kubrick

Hauptdarsteller:
Keir Dullea (David Bowman)
Gary Lockwood (Frank Poole)
William Sylvester (Dr. Heywood Floyd)
Douglas Rain (Stimme von HAL 9000 im engl. Original)




Inhalt:

Irgendwann in ferner Vergangenheit: Eine Gruppe von affenähnlichen Urzeitwesen lebt in der Nähe einer Wasserstelle und hat es deshalb trotz ständiger Bedrohung durch wilde Tiere recht gut. Eines Tages jedoch werden die Wesen - frühe Vorfahren der Menschheit - durch eine andere Gruppe aus ihrem Lebensraum vertrieben. Sie lagern in der Nähe eines nachtschwarzen Monolithen, der wie ein riesiger Dominostein aufrecht in den steinigen Hügeln steht. Wenig später erlernt einer der Vertriebenen (möglicherweise unter dem Einfluß des Monolithen) den Umgang mit Werkzeug: Er verwendet einen Tierknochen als Waffe und kann so die Wasserstelle für seine Gruppe zurückerobern. Der erste Schritt auf dem Weg zum Homo Sapiens ist getan.

Jahrtausende (Jahrmillionen?) später: Auf dem Mond wird eine seltsame Unregelmäßigkeit des Magnetfelds festgestellt. Ausgrabungen fördern einen perfekten schwarzen Monolithen zutage, der sich allen Versuchen der Wissenschaftler, ihn zu analysieren oder auch nur zu begreifen, woher er kommen könnte, beharrlich widersetzt. Fest steht, daß er schon immer da war (er ist mindestens 4 Millionen Jahre alt) und daß er gezielt von jemandem aufgestellt worden sein muß, der wollte, daß nur Wesen mit einer relativ weit entwickelten Technologie ihn entdecken können. Dieser Monolith sendet unverständliche Signale in Richtung Jupiter. Ein Raumschiff wird auf die Reise zum 5. Planeten geschickt, denn die Menschen wollen natürlich wissen, was die Hintergründe für diese kosmische Schnitzeljagd sind.

Das Schiff, die Discovery, hat eine lange Reise vor sich. Deshalb sind immer nur wenige Astronauten wach, die anderen liegen im Kälteschlaf. Alle Vorgänge im Schiff werden von einem neu entwickelten Supercomputer überwacht, welcher den Namen HAL 9000 trägt und fast über so etwas wie ein eigenes Bewußtsein zu verfügen scheint. Nur HAL kennt alle Informationen über die Mission, die Astronauten werden nur häppchenweise darüber in Kenntnis gesetzt. Als dem Computer, der sich selbst für unfehlbar und die menschliche Besatzung für überflüssig hält, ein geringfügiger Fehler unterläuft, gerät er allmählich außer Kontrolle. Er glaubt, daß die Menschen das Missionsziel gefährden und tötet einen nach dem anderen. Nur David Bowman überlebt, und um HAL auszuschalten, muß er die Gedächtnisspeicher des Supercomputers löschen.

Schließlich erreicht die Discovery mit Bowman an Bord den Orbit des Planeten Jupiter. Überraschung: auch dort befindet sich ein schwarzer Monolith, allerdings ist dieser viel größer als sein Pendant auf dem Mond. Als Bowman sich ihm in einer kleinen Raumkapsel nähert, sind dies die letzten Worte, die man von ihm hört: Mein Gott, es ist voller Sterne. Was dann geschieht, habe ich nie richtig begriffen. Bowman fliegt mit seiner Kapsel durch Raum und Zeit, dann findet er sich in einem seltsamen Zimmer wieder, wo er ständig älter werdenden Versionen seiner Selbst begegnet. Als er schließlich stirbt, wird er als neue Lebensform wiedergeboren und schwebt als Weltraumembryo im All über der Erde.

Der Film:

Der Film wurde nach einer Kurzgeschichte von Arthur C. Clarke gedreht und ist ein absoluter Klassiker des Science Fiction - Genres. Obwohl er eigentlich kein SF-Film für den Geschmack der Masse ist. Zu Anfang des Films sieht man erst einmal... gar nichts. Man wird durch Musik auf das Kommende eingestimmt. Dann folgen die Affenmensch-Sequenzen, in denen natürlich kein Wort gesprochen wird, und nach einem der legendärsten Schnitte der Filmgeschichte schweben Raumschiffe zu Walzermusik von Johann Strauß durchs All. In sehr langen Einstellungen mit wenig Dialog entwickelt sich die Geschichte langsam und behäbig, um am Ende in einem psychedelischen Farbflash zu kulminieren: Bei diesem Film stehen eindeutig die wunderbaren Bilder und die Musik im Vordergrund. Aber gerade das macht für mich den Reiz des Filmes aus. Es passiert zwar die meiste Zeit über sehr wenig und es wird kaum etwas erklärt, aber man ist dennoch fasziniert. Dazu tragen auch die für die damalige Zeit spektakulären und auch heute noch sehenswerten Spezialeffekte bei. Die Schwerelosigkeit in den Raumschiffen wird hervorragend dargestellt, die Raumschiffe selbst sind so perfekt gestaltet, wie man es erwarten darf, wenn jemand wie Douglas Trumbull daran gearbeitet hat. Und solche Szenen wie HALs Abschaltung, während der er nach und nach wie ein Alzheimerpatient immer mehr Wissen verliert und in seiner Hilflosigkeit - als Argumente nichts mehr nützen - Bowman anfleht, ihn doch zu verschonen... die bleiben einfach in Erinnerung.

Letztlich bleibt jedem die Deutung dessen, was Bowman am Ende des Films erlebt, selbst überlassen, die Lektüre des gleichnamigen Romans macht einiges klarer.

Die DVD:

Tja, dazu gibt es kaum was zu sagen. Bild und Ton wurden restauriert, das sieht gut aus und klingt gut. Nur ein Trailer als Bonus, schade - ein Making of hätte es schon sein dürfen...

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