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Atlan Heftroman Nr. 20 - Lordrichter 8: Azaretes Weg

Autor: Nicole Rensmann

Inhalt

Atlan, Kythara und Gorgh-12 erreichen per Transmitter die Varganenwelt Parkasthon. Im Augenblick des Transmitterdurchgangs erhitzt sich das von Atlan gefundene Würfel-Artefakt, zerplatzt und gibt ein schlauchförmiges Wesen frei, das in kürzester Zeit zu einer Länge von zweieinhalb Metern bei einem Durchmesser von 30 Zentimetern anwächst. Offenbar war es in dem Würfel in miniaturisierter Form in einem Zeitstasisfeld gefangen, denn Atlan erkennt in ihm das Saqsurmaa Emion - und Emion war vor 546 Millionen Jahren der persönliche Adjutant des Urschwarm-Kommandanten Litrak! Emion kommt nur kurz zu Bewusstsein, bezeichnet Atlan als seinen Herrn (da er die Ritteraura des Arkoniden wahrnimmt), und fällt wieder ins Koma. Zum Glück gibt es auf Parkasthon keine Anzeichen dafür, dass das Schwert der Ordnung hier aktiv sein könnte. Gorgh-12 sagt, diese Welt sei ihm unbekannt.

Kytharas letzter Besuch auf Parkasthon liegt 25.000 Jahre zurück. Auch hier sind seinerzeit Androiden gezüchtet worden und die Varganen dieser Welt haben mit ihnen Nachkommen gezeugt. Diese sind jetzt offenbar infolge einer globalen Katastrophe degeneriert, denn auf Parkasthon existiert nur noch eine mittelalterliche, von Aberglauben geprägte Gesellschaft. Die varganischen Anlagen sind weitgehend verfallen oder zerstört. Mächtige Priester unterdrücken das Volk, wobei sie die Legende vom Denmogh benutzen, der vor langer Zeit das Chaos über die Welt gebracht haben soll und der angeblich nur von den Priestern besänftigt werden kann. Atlan und Kythara geraten mitten in eine Art Reformationskampf hinein, den der junge Priester Azarete gegen die Machthaber führt. Da der Arkonide und die Varganin aus dem Nichts in einem Tempel erschienen sind, hält man sie für Götter - was die Priester aber nicht davon abhält, die beiden für ihre Zwecke zu missbrauchen, oder, als das nicht gelingt, Mordanschläge auf sie zu verüben.

Eher unfreiwillig stellen Atlan und Kythara sich auf Azaretes Seite, indem sie die Familie des jungen Reformators aus der Gefangenschaft befreien. Sie werden vor ein Konzil gestellt und zum Denmogh, den man für die Inkarnation des Gottes Yracht hält, geführt. Als Atlan den Denmogh zu Gesicht bekommt, wird ihm klar, warum es so viele Zerstörungen auf Parkasthon gibt und warum die Leute hier in solch abergläubischer Furcht leben, denn der Denmogh ist nichts anderes als ein Kardenmogher, eine ultimate, aber schwer zu beherrschende Waffe. Vermutlich hat vor langer Zeit jemand versucht, den Kardenmogher einzusetzen und dieser ist dabei außer Kontrolle geraten. Und kaum stehen Atlan und Kythara vor der 60 Meter hohen Röhre aus bläulichem Metall, da fängt diese an zu leuchtenů

Kommentar:

Dies ist Nicole Rensmanns erster Beitrag zum Perryversum. Ich muss zugeben, dass ich weite Teile des Romans nur quergelesen habe. Ich habe mir die meiste Zeit gewünscht, die Geschichte würde endlich auf den Punkt kommen - was es mit dem Denmogh auf sich hat, ist praktisch schon vom ersten Augenblick an offensichtlich. Die Auflösung taugt dann nicht mehr für eine spannende Geschichte. Die etwas wirre Azarete-Story reicht dazu auch nicht, da ein richtiger Spannungsaufbau in dieser Handlungsebene nicht erkennbar ist - es folgt einfach nur ein Kapitel etwas willkürlich auf das andere. Sonst passiert eigentlich nichts von Bedeutung, wenn man mal von dem überraschenden Auftritt des Adjutanten Litraks absieht. Dadurch wird nun doch wieder eine Verknüpfung zum Obsidian-Zyklus hergestellt. Auf welchem Weg (und warum) Emion in die Varganenstation auf Maran'Thor geraten ist, bleibt zunächst offen.

Atlan und Kythara haben in diesem Roman eigentlich nur Statistenrollen. Sie agieren kaum, sondern reagieren nur und sind Spielball fremder Interessen (wobei diese Interessen nie ganz klar werden). Scheinbar haben sie keine Ahnung, was sie auf Parkasthon überhaupt anstellen sollen, jedenfalls lassen sie sich einfach solange treiben, bis sie endlich vor dem Kardenmogher stehen. Das passt nicht zu den beiden - ein etwas zielgerichteteres, aktiveres Auftreten hätten sie schon verdient.

Aber ich habe schon wieder zuviel gemeckert. Im Vergleich zu den letzten Romanen des aktuellen Zyklus schneidet dieser Roman eigentlich sogar gut ab.


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