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Atlan Heftroman Nr. 17 - Lordrichter 5: Aufruhr auf Narukku

Autor: Horst Hoffmann

Inhalt

Die von der VERGESSENEN POSITRONIK mitgebrachte Psi-Materie hat den Psi-Quellen-Ableger auf Narukku vollständig absorbiert. Die Gesamtheit der Psi-Energie wird jetzt zur eigentlichen Quelle im Zentrum des Murloth-Nebels abgestrahlt und verursacht dort ein unbeschreibliches Chaos, dem beinahe auch Erzherzog Garbhunar - ein insektoider Befehlshaber, der nur noch die Lordrichter von Garb über sich hat - zum Opfer fällt. Auf Narukku selbst sterben alle Insektoiden, die sich selbst übrigens TORGHAN nennen, durch einen ferngesteuerten Todesimpuls. Offenbar sind die Lordrichter der Meinung, daß die Torghan nicht mehr gebraucht werden, weil das Narukku-Projekt gescheitert ist. Nur ein einziger Torghan bleibt am Leben, dieser wiederum sorgt in der ursprünglichen varganischen Station unter dem ehemaligen Standort des Psi-Quellen-Ablegers dafür, daß auch die Naruk-Androiden durch einen Todesimpuls vernichtet werden. Dabei wird auch die Androidenfabrik vollständig zerstört.

Opalmagor ist der einzige Androide auf ganz Narukku, der nicht dem kollektiven, von den Lordrichtern verursachten Kriegswahn verfallen ist. Schwer verletzt flieht er nach einer der vielen Schlachten in die Wildnis und wird dort von Atlan vor einem saurierartigen Ungeheuer gerettet. Während er noch in einem Heiltank liegt, erzählt Opalmagor die Geschichte Narukkus. Ursprünglich hatten hier nur acht Varganen-"Rebellen" gelebt. Die Varganen hatten sich eine Art Paradies eingerichtet, in dem sie von humanoiden Androiden umsorgt wurden - den heutigen Naruks. Nach Jahrtausenden hatten die Varganen sich aus purem Lebensüberdruß selbst entleibt, die Androidenfabrik hatten Sie aber nicht abgeschaltet. So waren mit der Zeit insgesamt 15 Millionen Androiden produziert worden. Diese hatten offenbar einen wissenschaftlichen Auftrag und waren damit beschäftigt, ihr Wissen zur Speicherung und Aufarbeitung an die varganischen Großrechner weiterzugeben. Die Androidenproduktion war dann von den Torghan übernommen und umfunktioniert worden. Aus den Androiden sollten perfekte Krieger gezüchtet werden, denen Ableger der Psi-Quelle hätten eingepflanzt werden sollen. Dadurch hätten sie Parakräfte gewonnen und wären zu einer unüberwindlichen Streitmacht geworden. Kurz nachdem Opalmagor seine Geschichte beendet hat, stirbt er wie alle anderen Naruks durch den Todesimpuls.

Atlan und Kythara beschließen, daß den Unbekannten, die die Psi-Quelle im Zentrum des Emissionsnebels manipulieren, Einhalt geboten werden muß. Dazu müßte aber erst einmal eine Möglichkeit gefunden werden, Narukku zu verlassen, denn der Überlichtantrieb von Kytharas Schiff funktioniert noch immer nicht. Die Varganin hat jedoch in der Positronik der AMENSOON Hinweise auf das Versteck der Sternenstadt Varxodon entdeckt, welche einst das Herz des varganischen Reiches gewesen sein soll. Varxodon befindet sich demnach im Zentrum der Milchstraße. Dort soll sich ein Kardenmogher befinden, eine ultimate Waffe, mit der ganze Planeten entvölkert, aber auch Städte mit kompletter Infrastruktur aus dem Boden gestampft werden können. Ein Kardenmogher wäre also das perfekte Werkzeug für einen Feldzug gegen die Lordrichter. Atlan hat zwar noch Bedenken, weil er aus eigener Erfahrung weiß, daß ein Kardenmogher nur schwer unter Kontrolle gebracht werden kann. Als Kythara aber den Todesimpuls zurückverfolgt und so den Standort der ursprünglichen Varganenstation auf Narukku entdeckt, begleitet er die Varganin dorthin, schon um die genaue galaktische Position des Murloth-Nebels herauszufinden.

Der letzte Torghan versucht die AMENSOON zwar abzuwehren, aber damit hat er wenig Erfolg, denn varganische Waffentechnik kann nicht so ohne weiteres gegen ein varganisches Schiff eingesetzt werden. Mehr Probleme haben Atlan und Kythara mit den Fallensystemen innerhalb der Station. Nur knapp entgehen die beiden dort dem Tod. Als sie die Zentrale dann endlich erreichen, finden sie den letzten Torghan tot vor; er wurde doch noch vom Todesimpuls dahingerafft. Es sollte wohl verhindert werden, daß er Feinden in die Hände fällt. Kythara greift auf die Stationsrechner zu und erfährt endlich, daß Narukku in der galaktischen "Südseite" liegt, ca. 60.000 Lichtjahre von Terra entfernt. Praktischerweise gibt es in der Station einige Transmitter, mit denen der Planet verlassen werden kann. Leider kann man damit nicht direkt nach Varxodon gelangen, deshalb wählt Kythara als Zwischenziel die Varganenwelt Maran'Thor aus, auf der sowohl sie als auch Atlan schon einmal gewesen sind.

Dummerweise bleibt die Transmittertätigkeit dem Gegner nicht verborgen. Erzherzog Garbhunar ortet die Passage von Narukku nach Maran'Thor und übermittelt diese Information den Lordrichtern. Denen scheint das keine Sorgen zu bereiten - offenbar befinden sie sich schon längst in Varxodon…

Kommentar:

Eigentlich könnte ich mir jeglichen Kommentar sparen, denn dieses Heft gehört in die Kategorie jener Romane, die man liest und bis auf einige kleinere Informationen schnell wieder vergißt. Der ganze Rest besteht nur darin, daß auf Narukku sozusagen alle Uhren auf Null gestellt werden. Über die Beiläufigkeit, mit der wieder einmal Millionen von intelligenten Lebewesen einfach so abserviert werden, kann ich mich immer wieder nur wundern. Allmählich bin ich auch etwas genervt von den ständigen Anspielungen auf Ereignisse aus der alten Atlan-Heftromanserie im Zusammenhang mit den Varganen. Mit der alten Heftromanserie habe ich gerade erst angefangen und kann diese Querverweise somit nicht nachvollziehen. Für alte Fans ist sowas vielleicht interessant, für jemanden wie mich, der die Hintergründe nicht kennt, ist das nur ärgerlich. Letzten Endes war die ganze Narukku-Geschichte, mithin also die ersten 5 Hefte dieses Zyklus, nur eine unbedeutende Episode, die zum nächsten Handlungsschauplatz überleiten sollte. Warum also wurden gleich 5 Romane daran verschwendet?

So allmählich sollten Atlan und Kythara mal ihr Verhältnis klären. Das endlose Hickhack zwischen den beiden geht mir schon seit dem ersten Roman dieses Zyklus gehörig auf die Nerven. Entweder sie benehmen sich wie unreife Kinder oder sie zicken herum, weil jeder der Chef sein will - von Unsterblichen mit der Lebenserfahrung von vielen Jahrtausenden sollte man doch etwas mehr Abgeklärtheit und Professionalität erwarten können.

Das beste an diesem Heft ist noch das Titelbild, obwohl der Zeichner sich vielleicht eine andere Vorlage als die Popsängerin Anastacia hätte aussuchen sollen. Am Ende wird das Heft noch von begeisterten Kids gekauft, die eine coole Story mit ihrem Idol als Heldin oder sowas wie eine Biografie über dieselbe erwarten. Mir drängt sich gerade die Vision von Teenies auf, die das Titelbild als Anastacia-Starschnitt zweckentfremden…


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