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Atlan Heftroman Nr. 15 - Lordrichter 3: Die fünf herrlichen Städte

Autor: Michael Marcus Thurner

Inhalt

Atlan und Kythara werden von den Naruks gefangen genommen und gezwungen, die jeweiligen Heerführer in der nächsten Schlacht militärisch zu beraten. Es gelingt den beiden nicht, das Gemetzel zu verhindern, sie können sich danach aber wenigstens befreien. Bevor sie sich aus dem Staub machen, beobachten sie, wie die Toten durch nebelhafte Erscheinungen wegteleportiert werden. Verfolgt von den noch lebenden - und später von den wiederbelebten - Naruks fliehen Atlan und Kythara zu der alten varganischen Station, die sie vor ihrem Aufbruch geortet haben. Als sie eine imaginäre Linie in der Nähe der Station erreichen, drehen die Verfolger wie ferngesteuert um. Die Naruks können die Station, die sie als die "Verborgenen Sektoren" kennen, nicht betreten. Atlan und Kythara haben damit keine Probleme, sie dringen in die Station ein, deren Tore offenstehen und die auch sonst nicht gesichert ist. Etarmagan-Murloth und seine ehemalige Frau Carnji finden jedoch einen Weg, die beiden weiter zu verfolgen: Sie gehen in den Tod, da sie wissen, dass sie in den Verborgenen Sektoren wieder auferstehen werden.

In der Station erkennt Kythara, die sich mit varganischer Technik bestens auskennt, dass Unbekannte einiges umgebaut haben. Dann stoßen sie und Atlan auf eine Anlage, wo Androiden in Massenfertigung hergestellt werden. In einem anderen Bereich erfolgt offenbar eine Bewusstseinsübertragung aus einer wolkigen Substanz, die eine Halle erfüllt, auf die Androidenkörper. Das ist das Geheimnis der endlosen Wiedergeburt der Naruks - sie sind Androiden. Als Atlan die Vermutung äußert, alle Varganen könnten auf diese Weise entstanden sein, zieht er sich Kytharas Zorn zu, aber in einem klärenden Gespräch wird der Ärger wieder beigelegt.

Weiter im Inneren der Station beginnt eine Zone mit üppigem Pflanzenwuchs, die vermutlich von den Fremden, die sich hier eingenistet haben, nach deren Vorlieben gestaltet worden ist. An vielen Stellen wurde eine klebrig-breiige Substanz als Baumaterial verwendet. Kythara verschafft sich Zugang zum Computersystem der Station, kommt aber nur an die Beobachtungsanlagen heran. So bekommen sie und Atlan die ersten Fremden zu Gesicht. Atlan erkennt sie: Es sind Orghs, dreibeinige Insektenwesen von der Art jenes Volkes, das im Jahre 2045 alter Zeitrechnung für die Vernichtung von Guckys Heimatwelt Tramp verantwortlich gewesen ist. Die hiesigen Orghs müssen einem anderen Zweig dieses Volkes angehören, denn sie sind deutlich größer. Die Orghs sind wohl auch verantwortlich für die geistige Versklavung der Naruks. Die Frage ist: Was stellen sie mit all den Informationen an, die die Naruks ihr Leben lang sammeln und über die "Reinigungsmaschinen" wieder abgeben? Die Orghs beobachten auch den schwebenden Eisberg, den sie "Murloths Berg" nennen. In ihm existiert eine Psi-Konzentration von unglaublicher Stärke.

Atlan und Kythara werden entdeckt (die Orghs haben buchstäblich ihre Witterung aufgenommen) und von einem Sicherheitstrupp gestellt. Die Orghs feuern, doch Etarmagan-Murloth und Carnji werfen sich in die Schussbahnen: Die beiden haben erkannt, dass sie von den Orghs missbraucht worden sind und wollen nur noch sterben - und zwar endgültig. Der Aufschub dauert nicht lange; die Orghs feuern ihre Waffen nach kurzer Verwirrung erneut ab. Da Atlans und Kytharas Ausrüstung immer noch nicht funktioniert, sind sie völlig ungeschützt. Seltsamerweise sterben sie dennoch nicht, sondern verschwinden in einer Art Transition…

Kommentar:

Der Roman ist zwar lesbar, er ist aber nicht besonders unterhaltsam - Massenware von der Stange, könnte man fast sagen. Das Schicksal von Etarmagan-Murloth, der im vergangenen Roman noch eine richtige Hauptrolle hatte, sorgt jetzt nicht für mehr als ein Schulterzucken. So allmählich nervt auch das endlose, fast schon teenagerhafte Geplänkel zwischen Atlan und Kythara. So benehmen sich also Unsterbliche, die mehrere Jahrzehntausende bzw. Jahrhunderttausende an Lebenserfahrung auf dem Buckel haben? Na, vielleicht ist es ja auch Alterssenilität.

Mit den Orghs taucht mal wieder ein lange vergessenes Volk aus der Versenkung auf. Jetzt kann man sich natürlich fragen, wie ausgerechnet diese Insektenwesen auf eine der Versunkenen Welten der Varganen geraten sind. Bestimmt sind sie aber nicht die eigentlichen Drahtzieher, sondern nur die Handlanger mächtigerer Hintermänner.

In der Varganenstation werden massenweise Androiden am Fließband hergestellt. Hm. Wird dabei ein solcher Aufwand betrieben, dass jeder einzelne Körper die individuellen Merkmale des verstorbenen Naruks erhält, der in ihm wiedergeboren werden soll? Wenn nicht: Wie schaffen es die Naruks dann, sich nach der Auferstehung wiederzuerkennen?


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