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Atlan Heftroman Nr. 55 - Flammenstaub 7: Entscheidung auf Extosch

Autor: Wim Vandemaan

Inhalt

Die Takerer werden von den Zaqoor, der Elitetruppe der Lordrichter, im Kampf um die Vorherrschaft innerhalb Gruelfins unterstützt. Aswrayn Komkosch, Kommandant der Drenktosch-Takerer, stellt jedoch fest, dass sein Status keineswegs der eines gleichberechtigten Bündnispartners ist, sondern eher der eines Befehlsempfängers. Außerdem verlangen die Lordrichter im Gegenzug für ihren militärischen Beistand eine ganz bestimmte Gefälligkeit von den Takerern. Offenbar glauben sie, auf dem Planeten Extosch sei eine für sie eminent wichtige Information zu finden. Die friedlichen Extoscher sammeln seit langer Zeit alle Sagen, Mythen und Legenden der Cappin-Völker - und an einer derartigen Überlieferung, die sie jedoch nicht näher bezeichnen, haben die Lordrichter (oder vielmehr das hinter ihnen stehende Schwert der Ordnung), ein besonderes Interesse. Komkoschs Flotte, die von einigen Zaqoor-Kriegsschiffen unter dem Befehl des Marquis Gymro Gabthran unterstützt wird, nähert sich deshalb dem Planeten Extosch. Komkosch verlangt die Herausgabe aller Informationen, die auf Extosch archiviert sind.

Schankonar, der Ganjo Extoschs, spielt auf Zeit. Seiner Meinung nach gehört Extosch allen Cappins; es wäre deshalb ein Verbrechen, den Takerern das dort gesammelte Wissen zu überlassen. Schankonar hat nur wenige Raumschiffe zur Verfügung und baut darauf, die Takerer würden es nicht wagen, den in ganz Gruelfin bekannten Planeten Extosch öffentlich anzugreifen - deshalb überträgt er die Ereignisse an alle Informationsnetze der Galaxis. Tatsächlich versuchen es die Takerer zunächst mit einer Politik der Einschüchterung und Erpressung. Der Zaqoor Gabthran hat jedoch keine solchen Skrupel. Seine Schiffe nehmen die Archive unter Beschuss, vernichten die schwache Verteidigungsflotte Extoschs und richten auch unter der Zivilbevölkerung ein Massaker an. In letzter Sekunde gelingt es den Takerern und Zaqoor sogar, bis in die so genannte Schatzkammer der Mythotek vorzudringen, in der die wertvollsten Funde lagern. Die Schatzkammer ist zwar nur durch einen Transmitter mit der Außenwelt verbunden, aber es gelingt Komkosch, die Oberste Mythokarin mittels Pedotransfer zu übernehmen und so zu verhindern, dass sie den Transmitter von innen deaktiviert.

Komkosch, Gabthran und einige Kämpfer erobern die Schatzkammer. Dabei kommt unter anderem auch die Tochter des Ganjos ums Leben, die sich aus der Mythothek in die Schatzkammer gerettet hatte. Bei den Kampfhandlungen wird auch Komkosch getötet, dem zuletzt aufgrund der Grausamkeiten der Zaqoor doch noch Zweifel gekommen sind. Gabthran stellt die begehrten Informationen sicher. Es handelt sich um uralte Dossiers, mit denen sich die Extoscher noch kaum beschäftigt haben und deren Inhalt sie deshalb nicht kennen. Nach diesem Erfolg ziehen die Lordrichtertruppen ab und lassen den in Trümmern liegenden Planeten hinter sich zurück.

Infos

In diesem Roman werden zwei Teilvölker der Cappins erwähnt: Die Moritatoren und die Wesakenos.

Die Moritatoren waren Weltraumnomaden, deren pyramidenförmige Raumschiffe fliegenden Archiven glichen. Die Moritatoren hatten es in der Zeit von Ovarons Abwesenheit und der Herrschaft der Takerer als ihre Aufgabe angesehen, die Erinnerung der Cappin-Völker an die vergangenen friedlichen Zeiten und an den Ganjo wachzuhalten. Sie waren deshalb von Planet zu Planet geflogen und hatten dort ihre Filme gezeigt, Geschichten erzählt und so weiter. Sie waren von den Takerern aus einem einfachen Grund nicht belangt worden: Die Takerer hatten die Archive der Moritatoren gefälscht und wollten auf diese Weise die Ankunft eines von ihnen künstlich hergestellten Ovaron vorbereiten, der ihnen als Marionette zur Ruhigstellung aller Cappins hätte dienen sollen. Nach der Rückkehr des echten Ovaron hatten die Moritatoren ihre Aufgabe erfüllt. Die Extoscher betrachten sich als ihre Nachfolger.

Die friedliebenden, von den Ganjasen abstammenden Wesakenos verstanden sich selbst als Volk von Wissenschaftlern und hatten den Ruf, technische Meisterleistungen zu vollbringen. Sie waren von den Takerern gnadenlos verfolgt worden und mussten sich auf lebensfeindlichen Planeten verstecken.

J. Kreis, 16.07.2006
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