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Atlan Heftroman Nr. 51 - Flammenstaub 3: Todeszone Schimayn

Autor: Christian Montillon

Inhalt

25. September 1225 NGZ: Atlan - oder jedenfalls die vom Flammenstaub erzeugte "Kopie" des Arkoniden - ist schwer verletzt. Er hat einen offenen Unterarmbruch und kann sich in seinem Zaqoor-Beiboot nur notdürftig versorgen. Den Varganen-Kampfanzug hat er verloren. Der "echte" Atlan ist in einer Erdspalte versunken, zusammen mit seinem Körper wurde der größte Teil des Flammenstaubs offenbar vernichtet. Nur ein kleiner Teil dieser ultimaten Substanz ist im Körper der Atlan-"Kopie" verblieben und scheint vorerst keine akute Gefahr mehr darzustellen. Die letzte Aktion des "echten" Atlan hat darin bestanden, mit Hilfe des Flammenstaubs eine Wahrscheinlichkeit zu erzeugen, die dazu führt, dass ein Raumschiff der Cappins beim Planeten Ende erscheint. Es ist der Pedopeiler CAVALDASCH, der Atlans Schiff an Bord nimmt. Kommandant ist der Ganjase Aruma Cuyt. Nachdem Atlans Verletzung versorgt ist, werden Informationen ausgetauscht. Kommandant Cuyt vertraut Atlan, der bei den Ganjasen einen geradezu legendären Ruf genießt, da es ihm zu verdanken ist, dass die Macht der Lordrichter in Dwingeloo praktisch gebrochen wurde.

Es ist Atlans Wunsch, so schnell wie möglich in die Milchstraße zu gelangen, denn er geht davon aus, dass die Lordrichter ihre Aktivitäten jetzt dort und in Gruelfin, der Heimatgalaxie der Cappins, verstärkt entfalten werden. Kommandant Cuyt ist einverstanden. Er stellt Atlan die mit zehn Personen bemannte AVYCYN zur Verfügung, ein schlagkräftiges 70-Meter-Beiboot unter dem Kommando der Ganjasin Carmyn Oshmosh. Weitere Besatzungsmitglieder sind die etwas aufdringliche Pilotin Myreilune und die durch Brandverletzungen entstellte, mit Cyborg-Implantaten versorgte Takererin Kaystale, die auf der AVYCYN als Offizierin zur besonderen Verwendung dient. Atlan soll mit diesem Schiff per Pedotransport in die Milchstraße versetzt werden.

Die AVYCYN materialisiert jedoch im Sektor Schimayn am Rand der Galaxie Gruelfin beim Pedopeiler MARKASCH. Das Ganze war ein abgekartetes Spiel: Es war von Anfang an Cuyts Absicht, Atlan nach Gruelfin zu bringen. Dort soll der Arkonide den Cappin-Völkern gegen die Lordrichter beistehen, die bekanntermaßen heftige Bruderkriege unter den Cappin-Völkern angezettelt haben und auch den Geist Ovarons bedrohen. Der Ganjase hatte offenbar keine Lust, sich auf eine Diskussion mit Atlan einzulassen. Jetzt steht der Arkonide vor vollendeten Tatsachen, umso mehr, als die MARKASCH fast sofort von einer starken Flotte der Takerer angegriffen und vernichtet wird - somit hat Atlan vorerst keine Möglichkeit, in seine Heimatgalaxie zurückzukehren.

Unerwartete Hilfe erhalten die Ganjasen durch eine Flotte der Juclas. Der Ercourra-Clan der Juclas musste vor einiger Zeit nach einem fehlgeschlagenen Raubzug aus Gruelfin in den Kugelsternhaufen Schimayn flüchten. Ihr Anführer ist Abenwosch-Pecayl 966, ein Jucla, der die starren Verhaltensweisen seines Volkes durchbrechen will. Sein Clan greift die Takerer mit unbeschreiblicher Wildheit an, denn die Juclas haben den genetischen Manipulationen dieses Teilvolks der Cappins ihre Lebenserwartung von nur ca. 30 Jahren zu "verdanken" und hassen die Takerer deshalb aus tiefstem Herzen. Die Juclas verlieren zwar die Hälfte ihrer Schiffe, aber die Takerer werden völlig aufgerieben. Die letzten verbliebenen Begleitschiffe der MARKASCH ergreifen die Flucht. Nur die AVYCYN bleibt zurück - Atlan nimmt Kontakt mit den Juclas auf.

Infos:

Die Atlan-"Kopie" hält sich, wie zu erwarten war, für den echten Atlan. Wahrscheinlich gibt es zwischen den beiden Ausgaben ohnehin keine Unterschiede.

Die Galaxie Gruelfin, in der Atlan sich wieder findet, gibt es wirklich. Sie ist ca. 36 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt, trägt aber nur im Perryversum den genannten Namen. Sie ist die Heimat der menschenähnlichen Cappins. Im Grunde ist das Wort "menschenähnlich" fehl am Platz, denn die Menschheit - d.h. die Lemurer und alle von ihnen abstammenden Völker - hat ihre Existenz den verbrecherischen Experimenten der Takerer zu verdanken, die diese auf der frühzeitlichen Erde durchgeführt haben. Es gibt zahlreiche Cappin-Völker in Gruelfin. Die mächtigsten Gruppen sind die Takerer und die Ganjasen, die sich schon seit mindestens 200.000 Jahren immer wieder Kämpfe um die Vorherrschaft in Gruelfin liefern. Die Cappins haben eine besondere Fähigkeit: Sie können ihren Geist in andere Lebewesen versetzen. Auf diese Weise können sie die Kontrolle über die Körper intelligenter Wesen übernehmen, als ob es ihre eigenen wären. Man nennt diese Fähigkeit Pedotransferierung, und mit technischen Hilfsmitteln kann sie sogar zur Versetzung ganzer Raumschiffe genutzt werden.

Ovaron war der legendäre Herrscher der Ganjasen mit dem Titel Ganjo. Nur mit Perry Rhodans Hilfe war es ihm seinerzeit (PR-Romane ab Heft Nr. 400) gelungen, die Macht in Gruelfin wieder zu übernehmen. Er hatte zwar einen Zellaktivator erhalten, aber dieses Gerät hatte seinen Tod nicht verhindern können, wie auch im vorliegenden Roman geschildert wird. Sein Geist blieb jedoch lebendig, übernahm immer wieder verschiedene Cappins, die ihm als so genannte Interpretatoren dienten, und lenkte so weiterhin die Geschicke seines Volkes.

J. Kreis, 14.05.2006
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