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Atlan Heftroman Nr. 49 - Flammenstaub 1: Zwischen den Dimensionen

Autor: Bernhard Kempen

Inhalt

Atlan hat den Flammenstaub errungen und ist aus der Intrawelt entkommen. Er beabsichtigt jedoch zunächst nicht, Kontakt mit der Konterkraft aufzunehmen, denn er ist nicht davon überzeugt, dass diese angeblichen Widerständler nicht doch im Dienste der Lordrichter stehen. Sein Extrasinn schweigt - er muss sich erst vom Kampf gegen Peonu erholen. Wenige Tage nach Kytharas Tod kehrt Atlan zum Dunkelstern zurück, um nachzusehen, was aus der Anaksa-Station geworden ist. Er muss sich keine Sorgen mehr machen: Der Dunkelstern ist explodiert, unter den noch verbliebenen Flotten der Garbyor herrscht heillose Verwirrung. Dennoch wird Atlans Schiff, die kleine DYS-116, von den Lordrichter-Truppen angegriffen. Jetzt hat er erstmals die Gelegenheit, die Anwendungsmöglichkeiten des Flammenstaubs zu testen. Er stellt fest, dass er sich mit Hilfe der geheimnisvollen Substanz quasi Wünsche erfüllen kann. Allein mit einer gewissen Willensanstrengung kann er zwischen verschiedenen Wahrscheinlichkeiten wählen. Auf diese Weise vernichtet er nicht nur seine Verfolger, sondern überwältigt sogar den Zaqoor Garshwyn, den er aus einer Rettungskapsel birgt.

In den nächsten Tagen wendet Atlan den Flammenstaub immer wieder an, manchmal bewusst, oft aber auch unwillkürlich und ohne es selbst zu bemerken. Garshwyn wird fast so etwas wie ein Gefährte für Atlan - möglicherweise ist auch dies eine Folge des Einflusses, den Atlan jetzt auf die Realität ausüben kann. Garshwyn bemerkt, dass Atlan sich immer mehr zum Negativen hin verändert. Jedes Mal, wenn der Arkonide den Flammenstaub einsetzt, scheint er damit Raubbau am eigenen Körper zu betreiben. Dagegen kommt offensichtlich selbst der Zellaktivator allmählich nicht mehr an. Gleichzeitig wandelt sich auch Atlans Geist: Im Bestreben, die Grenzen seiner neuen Fähigkeiten auszutesten, vernichtet er mehrere feindliche Großraumer, der Tod von Tausenden intelligenter Wesen berührt ihn aber nicht im Geringsten. Garshwyn ist entsetzt über Gefühlskälte und Zynismus des Arkoniden. Der freut sich lediglich darüber, dass er alles erreichen kann, was er will. Er muss es sich nur wünschen, dann trifft er die einzige verwundbare Stelle seiner Gegner mit geschlossenen Augen oder lässt eine Wahrscheinlichkeit zur Wirklichkeit werden, in der die Gegner sich durch technische Defekte selbst zerstören.

Atlan treibt seine Experimente auf die Spitze und lässt sich von Marquis Tolgoruk gefangen nehmen, der eine Station der Lordrichter leitet. Dort will er Näheres über seine Gegner in Erfahrung bringen. Als er erkennt, dass er von Tolgoruk keine weiteren Informationen erlangen kann, lässt Atlan ihn einen tödlichen Herzinfarkt erleiden, flieht von der Station und bringt dann den Stern zur Explosion, in dessen Orbit sich die Raumstation befindet. Garshwyn sieht keinen anderen Ausweg mehr: Er richtet einen Energiestrahler auf sich selbst und drückt ab. Jetzt stößt Atlan wirklich an die Grenzen seiner Macht, denn es gibt keine Möglichkeit, Garshwyns Tod abzuwenden. Endlich kommt Atlan wieder zu sich und erkennt, dass er sich unter dem Einfluss des Flammenstaubs in ein mörderisches Ungeheuer und ein körperliches Wrack verwandelt hat. Zu guter Letzt meldet sich auch der Extrasinn mit einigen bissigen Bemerkungen wieder zu Wort…

Kommentar:

Ich musste nach dem Ende des Intrawelt-Zyklus erst etwas Zeit vergehen lassen. Jetzt bin ich wieder neugierig auf Atlans weitere Abenteuer geworden und habe mit der Lektüre des Flammenstaub-Zyklus begonnen. Zur Einleitung will ich deshalb ausnahmsweise mal einen Kommentar abgeben; in den folgenden Wochen möchte ich mich wieder darauf beschränken, (falls nötig) ergänzende Informationen zu geben - oder gar nichts zu den Heften zu schreiben.

Der erste Roman ist allerdings schon gleich wieder etwas ernüchternd, denn eigentlich geschieht so gut wie nichts. Die Geschichte ist nur dazu da, um die Möglichkeiten zu demonstrieren, die der Flammenstaub bietet, und um die Gefahren aufzuzeigen, die die Benutzung dieses Stoffs mit sich bringt. Ich will zugestehen, dass der Autor es ganz gut geschafft hat, mich hinters Licht zu führen, denn ich dachte zuerst, er sei nicht fähig, Atlans Charakter richtig darzustellen. Das Gegenteil ist natürlich der Fall, denn Atlan ist ja ab einem bestimmten Punkt nicht mehr er selbst. Allerdings stört es mich ein wenig, dass Atlan nur recht wenig Reue zeigt, als er erkennt, was er angerichtet hat. Hat er den Einfluss des Flammenstaubs etwa noch immer nicht ganz überwunden?

Der Flammenstaub, dieses "Wunscherfüllungs-Elixier", ist eigentlich viel zu mächtig. Atlan ist damit unbesiegbar. Das darf so auf keinen Fall bleiben, sonst geht jegliche Spannung flöten. Die Nutzung des Flammenstaubs muss also auf irgendeine Weise eingeschränkt werden. Mal sehen, ob die Autoren diesbezüglich noch die Kurve kriegen.

J. Kreis, 01.05.2006
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