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Atlan Centauri 9: Die Masken der Kopfjäger

Autor: Hans Kneifel

Inhalt

Crest-Tharo da Zoltral beschäftigt Kopfjäger, die ihm regelmäßig Sklaven-Nachschub aus dem Volk der amphibisch lebenden Tarik besorgen. Eine besonders erfolgreiche arkonidische Sklavenjägergruppe erhält zur Belohnung eine Reise zum Urlaubsplaneten Theka, wo sie es sich an einem paradiesischen Strand, der für die Zeit des Urlaubs allein ihnen gehören soll, gutgehen lassen dürfen. Das machen die vier Arkoniden schon auf dem Flug dorthin an Bord der luxuriösen Raumjacht, die eigens für ihren Transport abgestellt wurde. Der Spaß findet allerdings ein jähes Ende, als die Jacht von Unbekannten gekapert wird. Das letzte was die überraschten Kopfjäger zu sehen bekommen, bevor sie betäubt werden, sind ihre eigenen Doppelgänger!

Hierbei handelt es sich natürlich um Atlan und seine Leute. Es wird zwar nicht ganz klar, woher die eigentlich wissen konnten, daß ausgerechnet an Bord dieser Jacht Leute sein würden, die genau dorthin unterwegs sind, wo Atlan mit seinen Nachforschungen weitermachen will, aber das wollen wir jetzt nicht weiter hinterfragen. Jedenfalls legen Atlan, Li da Zoltral - ja, eine weibliche Kopfjägerin war passenderweise bei der Vierergruppe auch dabei - und zwei weitere Begleiter Masken an, sie sehen fortan den gekidnappten Arkoniden zum Verwechseln ähnlich. Die Gefährten nehmen deren Plätze an Bord der Jacht (deren Besatzung ebenfalls ausgetauscht wird) und nach dem Flug durch den Situationstransmitter auch im Südsee-Urlaubsparadies auf Theka ein. Die echten Kopfjäger werden derweil auf der TOSOMA gefangengehalten, wo es ihnen zwar nicht gerade schlecht ergeht, aber bei weitem nicht so gut wie Atlan und seinen Begleitern. Die erhalten nämlich in ihrer Privatbucht und in ihrem Spitzenklassehotel den erstklassigsten Service, den man sich nur vorstellen kann. Atlan und Li nutzen die Zeit für ausgiebiges... ähm... Ausdauertraining. Zwischendurch wird die Gegend erkundet. In der Stadt, deren Baustil arkonidisch ist, findet Atlan ein großes Mosaik, dessen Muster die bereits im Zentrum von Omega Centauri gefundene Leuchtfeuerkonstellation aus 20 blauen Riesensonnen darstellt. Das Servicepersonal in den von zahlreichen Gästen bevölkerten Ferienanlagen besteht vorwiegend aus Lemurerabkömmlingen aus dem Volk der Tariks. Bei den Gästen scheint es sich ausschließlich um Arkoniden zu handeln. Eine der Attraktionen auf Theka ist eine im Entstehen begriffene Karaketta-Bahn - Atlan fragt sich zu Recht, wie Crest-Tharo, dem die gesamte Anlage ja gehört, eigentlich das entsprechende Publikum nach Omega Centauri schaffen will. Es gibt auch Bereiche, die dem normalen Gast verschlossen sind, unter anderem auch einen noch luxuriöseren Freizeitpark auf der Halbinsel Valiruu, zu der auch eine teilweise unterseeische Hotelanlage gehört. In der Nähe dieser Anlage befindet sich ein riesiges Bauwerk, das zum größten Teil unter dem Meeresboden liegt. Nach den frei zugänglichen Datenbänken wird das Bauwerk als DAS TARVIAN bezeichnet und hat einen dreieckigen Grundriß mit einer Kantenlänge von 10 x 7,8 x 7,8 Kilometern.

Nach einem weiteren Anfall von akuter Persönlichkeitsstörung, bei dem Li da Zoltral beinahe ertrunken wäre und der Atlan große Sorgen bereitet (diese unvorhersehbar auftretenden Anfälle häufen sich und Li wird auch im normalen Zustand immer aggressiver) versucht Atlan mit ihr auf die Halbinsel Valiruu vorzudringen, wird aber von Wächtern abgewiesen: Dieser Bereich ist persönlichen Gästen von Crest-Tharo vorbehalten. Daß auf der scheinbar perfekten All-Inclusive-Urlaubswelt nicht alles Gold ist, was glänzt, merken die Arkoniden aber erst so richtig, als sie feststellen müssen, daß ihre Zimmerfluchten durchsucht worden sind: Fast alle Ausrüstungsgegenstände wurden gestohlen, Altra Atlan da Orbanaschol wurde entführt. Bei einer abendlichen Feier mit Feuerwerk werden die drei verbliebenen Gefährten von zahlreichen Tariks überwältigt. Es sind alles Bedienstete der Hotelanlagen und die glauben in Atlan und seinen Begleitern einige der Kopfjäger erkannt zu haben, denen sie ihr Sklavendasein verdanken. Unter den Sklaven regt sich schon seit einiger Zeit verborgener Widerstand, zu offener Rebellion sind sie aber noch nicht imstande. Atlan verrät dem Anführer der Tariks einiges über seine wirklichen Absichten und gewinnt die Unterstützung der Rebellen, da Crest-Tharos Sturz auch Atlans Ziel ist. Mit Hilfe der Rebellen bereitet Atlan dann einen Tauchgang zum Tarvian vor. Zur Tarnung fährt man mit einem Hochseefischerboot los und geht auch tatsächlich auf die Jagd nach einem großen Meeresräuber. Das Tarvian erweist sich schließlich als uralte lemurische Fluchtstation und sie wird bereits fleißig von Crest-Tharos Leuten ausgeschlachtet. Auch das Mosaik, das Atlan in der Stadt gesehen hat, stammt von hier. Außerdem findet Atlan eine Sternenkarte von Omega Centauri, auf der ein lemurischer Sonnentransmitter dargestellt ist. Atlan prägt sich den Standort eines bestimmten Planeten ein, der besondere Bedeutung zu haben scheint. Er liegt im Zentrumsbereich des Sternhaufens und vermutlich handelt es sich dabei um die Hauptwelt der Lemurer.

Die Anwesenheit von Atlans Gruppe im Tarvian bleibt nicht lange unbemerkt und bald wird sie von Naats verfolgt. Man flieht durch einen im Hochseefischerboot versteckten Minitransmitter zur Urlaubsjacht und fliegt mit ihr zum Rand des Theka-Systems, wo schon die TOSOMA wartet. Die echten Kopfjäger, die von ihrer Gefangenschaft auf dem arkonidischen Kreuzer kaum etwas mitbekommen haben, werden wieder auf die Urlaubsjacht verfrachtet und freigelassen. Die TOSOMA macht sich auf den Weg ins Zentrum von Omega Centauri.

Kurz notiert:

Die leider nicht verwirklichte Idee, einen kleinen Klonelefanten als Köder für die Hochseefischerei zu verwenden, hat einen gewissen Reiz...

Ansonsten muß ich nach inzwischen 9 Romanen des Minizyklus sagen, daß er für meine Begriffe fast nur aus Lückenfüllern besteht und bis jetzt ziemlich wild zusammengeschustert wirkt. Atlan stolpert von einem Planeten zum anderen, wo er gar nichts oder kaum etwas von Bedeutung findet und eigentlich ist man jetzt immer noch so schlau wie am Anfang des Zyklus. Es wird zwar viel geschossen, gesucht, geflüchtet, geliebt und gelabert, aber es PASSIERT einfach nichts!

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