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Atlan Centauri 4: Die Ruinen von Acharr

Autor: Rainer Hanczuk

Inhalt

Die TOSOMA erreicht den Planeten Acharr, eine erdähnliche Welt, auf der es vor langer Zeit einmal eine lemurische Kolonie gegeben hat. Es wird vermutet, daß dieser Planet auf technischem Wege in die Ökosphäre seiner Sonne gebracht worden ist. Auf Acharr steht eine Anlage, wie wir sie noch aus der Zeit des MdI-Zyklus kennen: Fünf riesige Pyramiden aus Lemur-Metall bilden die Form eines Fünfecks und stellen höchstwahrscheinlich eine ehemalige Steueranlage für den Sonnentransmitter dar, der sich in Omega Centauri befindet. Atlan geht davon aus, daß es sich bei Acharr um den Planeten Samakh handelt, den Epetran einst besucht haben soll und von wo jener den Krish'un eines Tamrats mitgebracht hat, welcher neulich aus dem Epetran-Archiv entwendet worden ist.

Da energetische Aktivitäten auf Acharr angemessen werden, will Atlan eine offene Landung der TOSOMA vermeiden. Mit einem kleinen Einsatzteam (dem u.a. Li, Altra und Akanara angehören) und dem Stealth-Shift schmuggelt Atlan sich mit Hilfe eines vorbeiziehenden Meteoritenschwarms auf den geheimnisvollen Planeten. Unterwegs wird es aber trotz aller Vorsichtsmaßnahmen angepeilt. Wieder einmal müssen Atlan und seine Begleiter sich durch einen Dschungel kämpfen, wieder einmal werden sie dabei von einem riesigen fleischfressenden Pflanzenwesen angegriffen. Dieses hat es besonders auf Akanara abgesehen, der die Gefahr kurz zuvor mit Hilfe seiner Paragabe erkennt. Akanara wird von Daguray gerettet, einem Zaliter aus Atlans Team, der eine besondere Affinität zu Pflanzen (insbesondere zu Rosen) zu haben scheint und sich mit unglaublicher Sicherheit im Dschungel bewegen kann.

Die kleine Truppe untersucht zunächst eine Ruinenstadt in der Nähe des Pyramidenfünfecks. Die Gruft des Tamrats, die schon von Epetran besucht worden war, scheint erst in jüngster Zeit erneut untersucht worden zu sein. Anzeichen dafür, daß irgend jemand sich erst kürzlich in dieser Anlage zu schaffen gemacht hat, finden sich auch in einer der fünf Pyramiden. Es scheint so, als wären die Aggregate ausgebaut oder ausgeschlachtet worden. Will etwa jemand eine Sonnentransmitter-Steueranlage nachbauen? Das Alter der Anlage kann ungefähr bestimmt werden - sie muß noch aus der Zeit stammen, in der der Planet Zeut noch nicht vernichtet war, also wurde sie vermutlich kurz vor Beginn des Haluter-Kriegs errichtet. Plötzlich hat Li da Zoltral eine eigenartige Vision, in der sie ein blaues Walzenschiff sieht. Hatte sie Kontakt zu dem Wesen aus dem ersten Band des Minizyklus, bei dem es sich vermutlich um einen Kosmokratenroboter handelt (wovon Atlan natürlich noch nichts weiß)?

Was Atlan nicht ahnen kann: Seine Ankunft auf Acharr wurde von Anfang an beobachtet. Gleich zwei Gruppen von Auftragskillern hat sich auf seine Fährte gesetzt. Einer davon ist Igusen Kanarek, ein äußerst unsympathischer Zeitgenosse, dem Atlan schon bei Crest-Tharo da Zoltral kurz begegnet war. Er will seine körperlichen Unzulänglichkeiten durch politische Macht übertünchen, und sein Lohn für den Mord an Atlan soll eine Adelsheirat sein, die ihm von Crest-Tharo versprochen worden ist. Kanarek versteckt sich mit vier arkonidischen Kampfschiffen in Hangars unterhalb der Pyramiden und muß nur noch darauf warten, daß Atlan nahe genug herankommt. Die zweite Gruppe besteht (ausgerechnet!) aus drei Swoon, die sich Acharr mit überlegener Mikrotechnik vom Raum aus nähern. Diese drei waren auch beim Überfall auf das Epetran-Archiv und bei der anschließenden Beseitigung des einzigen Gefangenen mit von der Partie. Den ersten Angriff auf Atlans Gruppe führt Kanarek an. Er stürmt die Pyramide mit einer Naat-Kampftruppe. Atlan und seine Begleiter können sich mit knapper Not ins Freie retten. Während der Kämpfe erkennt der unsterbliche Arkonide das Gesicht seines Widersachers. Er zieht daraus den Schluß, daß die da Zoltrals diejenigen sind, die in der lemurischen Anlage herumgewerkelt haben.

Die vier arkonidischen Schiffe starten und greifen die TOSOMA an. Auf dem Weg zum Stealth-Shift geraten Atlan und Begleitung in einen Hinterhalt der Swoon-Attentäter. Die gut getarnten Gurkenleute bringen unsere Freunde in arge Bedrängnis und erneut wird des schwächste Glied der Kette - Akanara - zuerst angegriffen. Nochmals wird der Yarn von Daguray gerettet. Der Zaliter wirft sich in die Schußbahn der Swoon und opfert sich. Daraufhin gelingt es unseren Helden, den Triple-Jet der Gürkchen abzuschießen. Als ob man alle Zeit der Welt hätte, bestattet man danach den gefallenen Freund, bevor man sich mit dem Shift von Acharr absetzt. Nur durch einige gewagte Manöver gelingt es Atlan bzw. Altra, den Shift sicher zurück zur TOSOMA zu bringen und dann mit dem Kreuzer den wütenden Angriffen der vier Arkonraumer zu entgehen.

Die große Frage, die sich jetzt für Atlan stellt: Was wollen die da Zoltrals mit den Hinterlassenschaften der Lemurer anfangen? Es ist bekannt, daß es in Omega Centauri drei Tamanien der Lemurer gegeben hat bzw. noch gibt. Atlan beschließt, mit seinen weiteren Nachforschungen im kleinsten dieser Tamanien zu beginnen. Auf dem Weg dorthin schließt er Frieden mit Li, die sich ja im letzten Roman hemmungslos mit Altra vergnügt hat, wenn auch unter hypnotischer Beeinflussung.

Ein letzter Blick auf die Swoon-Attentäter: Diese sind dem fleischfressenden Pflanzenwesen zum Opfer gefallen. Dieses hält seine Opfer über lange Zeit hinweg künstlich am Leben, um ihnen das Blut auszusaugen...

Nebenbei bemerkt

Vielleicht merkt man es an meiner Zusammenfassung dieses Romans: Er hat mir nicht besonders gut gefallen. Eine Dschungelwelt nach der anderen. Fällt den Autoren nichts anderes mehr ein? Immerhin erhält man nach den letzten beiden Romanen, die ja wohl eher Lückenfüller-Charakter hatten, ein paar mehr Informationen. Nur: Daß ausgerechnet drei Wesen aus dem sonst so friedfertigen Volk der Swoon sich als Auftragskiller betätigen - das kam mir doch ein wenig mißglückt vor.

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