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Atlan Centauri 3: Gefangen im Hypersturm

Autor: Michael Marcus Thurner

Inhalt

Auf der Flucht vor den zehn Mograk-Walzen materialisiert die TOSOMA in einem Bereich, der abseits der sicheren Eintrittspunkte liegt. Auf diese Weise kommt sie vom Regen in die Traufe: Sie entkommt zwar vorerst den Verfolgern, wird aber von den Hyperschwallfronten stark beeinträchtigt. Akanara, der in der Medostation auf Vordermann gebracht wird, beweist bald darauf die Nützlichkeit seiner Paragabe. Er wird intensiv behandelt, denn durch sein Leben als Obdachloser ist er nicht nur völlig verwahrlost, er hat auch schwere Organschäden davongetragen, die jetzt nach und nach behoben werden. Akanara erwacht, während er noch im Regenerationstank liegt, und warnt Atlan vor einer Gefahr, die er in einer Vision gesehen hat. Die Vision bewahrheitet sich: Erneut greifen Mograks an und zwingen die TOSOMA zu einer Flucht, die mitten in einem Hypersturm endet.

Nach einer Nottransition tritt die TOSOMA in der Nähe eines Sonnensystems mit acht Planeten wieder in den Normalraum ein, allerdings schwer angeschlagen, denn die wichtigsten Anlagen wie Paratronkonverter, Hyperantrieb usw. fallen aus und selbst kleinere syntronisch betriebene Geräte zeigen mehr oder weniger schwere Funktionsstörungen. Atlan befiehlt die Notlandung auf dem innersten der acht Planeten, einer Dschungelwelt mit dünner Sauerstoffatmosphäre. Das Schiff landet glücklich und versinkt prompt zum Teil in einem endlosen Sumpf, der die ganze Planetenoberfläche zu bedecken scheint. Umgehend werden die Reparaturen in Angriff genommen, die ganze Besatzung arbeitet mit Hochdruck an den beschädigten Systemen. Atlan macht sich derweil mit zwei Begleitern an die Erkundung des Sumpfs. Einer der beiden ist ein Dryhane, der mit seinem empfindlichen Dryhanensinn zu spüren glaubt, daß es auf dem unbekannten Planeten eine namenlose Bedrohung gibt, vermutlich ein Lebewesen, das die Strahlung der Hyperstürme bündeln kann. Kurz darauf verliert der Dryhane das Bewußtsein.

An Bord der TOSOMA geraten die Dinge zur gleichen Zeit außer Kontrolle. Alle nicht mentalstabilisierten oder PSI-begabten Besatzungsmitglieder werden zunehmend aggressiv und fangen an, ihre verborgensten Triebe auszuleben. So kommt es nicht nur zu Schlägereien, sondern auch zu unkontrollierten Sexorgien zwischen Leuten, die sich sonst kaum etwas zu sagen haben - z.B. auch zwischen Li da Zoltral und Altra da Orbanaschol, was Atlan schwer zu schaffen macht, als er es später herausfindet... Zunächst einmal muß der unsterbliche Arkonide sich jedoch gegen ein monströses, annähernd kugelförmiges Lebewesen behaupten, das sich aus dem Sumpf erhebt und die Dreiergruppe angreift. Mit Müh und Not erreicht man den rettenden Kreuzer, nur um dort auf die Probleme zu stoßen, die von der Amok laufenden Besatzung verursacht werden. Kurzerhand paralysiert man die schlimmsten Fälle. Dann scheint der gesamte Sumpf mit allen darin lebenden Tieren sich auf die TOSOMA stürzen zu wollen, eine gewaltige Sturzwelle schlägt über dem Schiff zusammen.

Des Rätsels Lösung: Der komplette Sumpf ist ein einziges Plasmawesen, das sich im Laufe der Zeit alles einverleibt hat, was einmal an Leben auf dem Planeten vorhanden gewesen ist. Alle scheinbar eigenständigen Tiere und Pflanzen sind nur Bestandteile dieses Wesens. Das Plasmawesen, das über ein rudimentäres Bewußtsein verfügt und sich selbst Kerke nennt, will sich jetzt auch noch das Leben an Bord der TOSOMA zu Gemüte führen. Mit Hilfe von gebündelter Hyperstrahlung hat es die Besatzungsmitglieder beeinflußt und zu triebgesteuerten Handlungen veranlaßt. Einer der Leute hätte in seinem Wahn sogar beinahe das ganze Schiff zerstört. Atlan bekommt die Situation in den Griff, die Maschinen werden repariert und die TOSOMA verläßt den Planeten. Akanaras Behandlung ist abgeschlossen und scheinbar beginnt er sich in der fremden Umgebung zu akklimatisieren: Zu einer Bordkombi trägt er selbstbewußt einen Turban, wie er auf seiner Heimatwelt üblich ist.

Nebenbei bemerkt

Na gut, es ist der Erstlingsroman von M.M. Thurner. Aber mußte es denn so ein belangloser Lückenfüller sein? Kann man sich sowas in einem Minizyklus, der nur 12 Hefte umfaßt, denn überhaupt leisten?


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