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Atlan Centauri 2: Akanaras Fluch

Autor: Claudia Kern

Inhalt

Die TOSOMA wird angegriffen, kaum daß sie im Kugelsternhaufen Omega Centauri angekommen ist. Die Angreifer, lemurisch sprechende Wesen, die an aufrechtgehende Frösche erinnern und sich als Angehörige des Reichs Mograk bezeichnen, lassen nicht erst groß mit sich reden, sie versuchen die Arkoniden zu vertreiben. Der arkonidische schwere Jagdkreuzer ist aufgrund der Störungen, die von den in Omega Centauri herrschenden starken Hyperschwallfronten verursacht werden, nicht hundertprozentig einsatzfähig. Die Angreifer können zwar mit den konventionellen MVH-Geschützen vertrieben werden, weiteren Attacken kann die TOSOMA sich aber nur durch die Flucht entziehen. Man steuert Yarn an, eine Handelswelt an der Grenze des Reichs Mograk, wo man vor Verfolgung zunächst einmal sicher ist, wenn man auch exorbitante Liegegebühren an die verantwortlichen Raffzähne des Raumhafens zahlen muß...

Die Lebensbedingungen für die Bevölkerung des Planeten sind alles andere als rosig. In der Stadt Randamilad, die von den Arkoniden erkundet wird, leben zwei Drittel der fünfzehn Millionen Einwohner unterhalb der Armutsgrenze. Die Stadt ist in verschiedene Bezirke unterteilt. Die wohlhabenden Bürger bewohnen die Oberstadt, während in der Unterstadt unbeschreibliche Zustände herrschen. Viele Yarn (Humanoide Wesen mit starker Körperbehaarung, dicken Stirnwülsten und großen Ohren, die durchschnittlich einen Meter sechzig groß werden und meist dünn, fast hager sind) sind zu arm, zu krank oder zu drogenabhängig, um jemals aus dem Teufelskreis zu entkommen, der sie immer tiefer in die Verelendung zieht. Manche werden als Sklaven verkauft, aber all diejenigen, die selbst dafür nicht mehr zu gebrauchen sind, müssen sich mit Diebstählen über Wasser halten oder sich von Abfällen ernähren. Um wenigstens etwas Schutz zu haben, schließen sie sich zu unterschiedlich großen Gruppen zusammen. Die Ausgestoßenen der Ausgestoßenen jedoch, die zu keiner Gruppe gehören, vegetieren auf Müllhalden dahin.

Ein solcher Paria ist Akanara, ein junger Mann, der wegen einer seltsamen Begabung - die für ihn eher ein Fluch ist - von seiner Familie verstoßen wurde. Er hat öfters Visionen, in denen er die nähere Zukunft sieht oder die Absichten anderer Wesen erkennen kann. Er beherrscht seine Fähigkeiten jedoch nicht und die Visionen sind unzuverlässig. Man hält ihn deshalb für einen Geistesgestörten. Der Sklavenhändler Gorduran jedoch hat ein spezielles Interesse an Akanara. Er möchte ihn als Kuriosität an gut zahlende Kunden verkaufen und läßt Akanara deshalb von seinen Häschern jagen. Nach einer eher kurzen Flucht wird der junge Yarn schließlich geschnappt und zu Gorduran gebracht.

Auf der Suche nach Informationen über die Lemurer gehen Atlan und Li da Zoltral, die in Begleitung von zwei weiteren Besatzungsmitgliedern der TOSOMA durch die Stadt ziehen, nach einigen Umwegen (in einer dunklen Gasse werden die Arkoniden z.B. von Schlägern angegriffen und hier zeigt Li da Zoltral wieder einmal, daß sie kämpferische Fähigkeiten hat, die für eine normale Historikerin eigentlich völlig untypisch sind) ausgerechnet Gorduran auf den Leim. Atlan feilscht mit dem gerissenen Fettsack um Informationen, für die er - natürlich nur zum Schein - sogar einen Stealth-Panzer herausrücken will. Gordurans Kenntnisse über die Lemurer sind aber äußerst dürftig. Er gibt lediglich Hinweise auf eine Tabuwelt namens Acharr, auf der es eine alte Stadt und Ruinen von riesigen roten Pyramiden geben soll. Die Koordinaten dieses Planeten will er aber zunächst nicht herausrücken. Die Ereignisse überschlagen sich, als Akanara hereingebracht wird. Er erkennt nämlich sofort, was Gorduran wirklich im Schilde führt: Dieser will die Arkoniden als Geiseln nehmen, um deren Raumschiff zu übernehmen! Akanara warnt die Arkoniden, die sich mit Hilfe ihrer Kombistrahler schnell aus der Falle befreien können. Atlan zwingt Gorduran, ihm die Koordinaten von Acharr zu verraten, dann fliegt die TOSOMA ab - und Akanara ist an Bord. Atlan hat dem jungen Mann angeboten, ihn mitzunehmen und ihm bei der Erkundung seiner PSI-Fähigkeiten zu helfen. Angesichts der elenden Lebensumstände auf Yarn war die Entscheidung, diese Welt zu verlassen, Akanara nicht schwergefallen.

Kaum ist die TOSOMA wieder im Raum, wird sie erneut von Mograks angegriffen wird. Die geplante Transition nach Acharr ist fehlgeschlagen und diesmal sind gleich zehn feindliche Walzenraumer hinter den Arkoniden her...

Nebenbei bemerkt

In Omega Centauri scheinen die Lemurer oder deren Abkömmlinge nicht die vorherrschende Spezies zu sein, in der Tat sind zunächst einmal überhaupt keine Lemurer anzutreffen. Die anderen Völker scheinen nicht viel über den Verbleib der Herren des ehemaligen großen Tamaniums zu wissen und offenbar sind sie auch nicht besonders gut auf Lemurer zu sprechen.

Weiter geht's nach Acharr, wo offensichtlich die Reste einer Sonnentransmitter-Kontrollstation stehen. Aber vermutlich werden die Arkoniden diesen Planeten nicht so ohne weiteres erreichen können...


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