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Atlan Centauri 10: Kampf um Kharba

Autor: Achim Mehnert

Inhalt

Im Zentrum von Omega Centauri finden die Leute der TOSOMA erwartungsgemäß einen lemurischen Sonnentransmitter, der aus 20 blauen Riesensonnen vom Spektraltyp A4V besteht und somit das größte Gebilde dieser Art ist, dem Terraner oder Arkoniden je begegnet sind. Die Sonnen sind räumlich in der Form eines Pentagondodekaeders angeordnet, bei dem zwölf regelmäßige Fünfecke die gedachten Außenflächen bilden. Auch dies ist einmalig, denn alle anderen bekannten Sonnentransmitter waren immer zweidimensional gestaltet gewesen, d.h. die Sonnen hatten sich in einer Ebene befunden. Der Durchmesser des Centauri-Transmitters beträgt 42 Lichtstunden. Fünf der Sonnen haben Planeten, deren Umlaufbahnen so gleichförmig sind, daß sie nur künstlich positioniert worden sein können Ihre Polachsen liegen so, daß die Welten quasi auf ihren Umlaufbahnen um die Sonnen "rollen". Ein weiterer Planet befindet sich im geometrischen Zentrum der Sonnenkonstellation. Welche dieser Welten mag nun der Steuerplanet des Sonnentransmitters sein? Drei Planeten sind mondlose Merkurähnliche, einer ist erd- bzw. lemurähnlich, der fünfte ist ein Wasserstoff-Methan-Ammoniak-Riese mit 143.284 Kilometern Durchmesser und einer Schwerkraft von 2,34 Gravos.

Kaum angekommen, wird die TOSOMA schon von einem lemurischen Kampfschiff angegriffen, zum Glück handelt es sich nur um einen 230-Meter-Kreuzer des Tamaniums Baylamor, der die TOSOMA kaum gefährden kann. In der Tat wird das Schiff nach kurzem Gefecht zerstört, was eigentlich gar nicht in der Absicht des Gunners der TOSOMA gelegen hatte. Er kann sich den Vorgang nicht ganz erklären, denn er hat lediglich mit einer einzigen Überladungs-Gravitrav-Bombe darauf geschossen. Weitere Wachschiffe scheint es in diesem Bereich nicht zu geben. So kann man sich in aller Ruhe mit den sechs Raumern des Tamaniums Shahan treffen, die inzwischen zur Unterstützung eingetroffen sind, und die Planeten näher untersuchen. Atlan hat den richtigen Riecher, denn er konzentriert sich auf die Methanwelt und tatsächlich findet man dort per Fernortung nicht nur lemurische Hinterlassenschaften - genauer gesagt ein Tarvian-Dreieck wie auf Theka - sondern auch schwere Abwehrforts und andere energiereiche Einrichtungen. Aus abgefangenen Funksprüchen geht hervor, daß der Planet (und/oder die Tarvian-Station) den Namen Kharba trägt. Atlan muß so schnell wie möglich auf den Planeten hinunter, um sich in der Steuerzentrale für den Sonnentransmitter mit Hilfe seines halborganischen Umhangs als Tamrat auszuweisen, was sein Widersacher Crest-Tharo da Zoltral mit Sicherheit schon längst hinter sich gebracht hat.

Also fliegen die sechs 600-Meter-Raumer aus Shahan zusammen mit der TOSOMA, die zudem noch ihren Virtuellbildner einsetzt, einen Angriff auf Kharba. Nach und nach werden scheinbar die virtuellen Abbilder von Atlans Schiff vernichtet und die Shahan-Raumer ziehen sich zurück. All das sollte nur der Ablenkung dienen und die natürlich noch völlig intakte TOSOMA landet inmitten des vorwiegend simulierten energetischen Chaos der Schlacht unbemerkt auf Kharba - leider fünfzig Kilometer entfernt von der alten Lemurer-Steuerstation, was bedeutet, daß Atlan zusammen mit einer kleinen Einsatzgruppe zu Fuß dort hinmarschieren muß. Auf Flugaggregate, Schutzschirme und andere technische Unterstützung muß aufgrund der Ortungsgefahr zunächst verzichtet werden. Schnell finden die Jungs und Mädels (ja, Li da Zoltral ist natürlich auch wieder dabei und hat auch prompt wieder den einen oder anderen Aussetzer) heraus, daß es auf Kharba noch andere Gefahren gibt als die Verteidiger in den lemurischen Einrichtungen: Erst werden sie von einem riesigen Amöbenwesen angegriffen, gegen das sie sich mit Vibratormessern wehren müssen, dann stoßen sie auf Wesen, die ganz offensichtlich degenerierte und auf eine primitive Entwicklungsstufe zurückgefallene Maahk-Abkömmlinge sind. Diese Wesen, die sich selbst Grosmaahs nennen, sind evtl. schon zur Zeit der großen Methankriege nach Omega Centauri gelangt, vielleicht wurden sie aber auch im Jahre 2408 A.D. von Andromeda-Maahks aus der Milchstraße vertrieben. Jedenfalls halten diese leicht bornierten Gesellen die große Kharba-Station für ein Heiligtum, das von Crest-Tharos Arkoniden entweiht worden ist. Und dieses Heiligtum wollen sie zurückerobern - natürlich haben sie keine Chance, denn die Besatzung der Station schickt ihnen arkonidische Kampfroboter entgegen, von denen sie reihenweise niedergemetzelt werden. Klar, daß Atlan da nicht tatenlos zusehen kann. Er pfeift auf die Ortungsgefahr und so kämpfen bald Grosmaahs und Atlans Gruppe Seite an Seite. Die Roboter können gerade noch zurückgeschlagen werden, doch ihnen folgen Naat-Kämpfer...

Es gelingt der Einsatzgruppe, Atlan einen Weg bis zur Wand des Kharba-Tarvians zu bahnen. Dort spricht er einige Worte in lemurischer Sprache und erhält problemlos Kontakt zum Tarvian-Rechner, der den Krish'un-Umhang offenbar durch den Kampfanzug hindurch wahrnehmen kann und Atlan als zugangsberechtigten Tamrat anerkennt. Der Arkonide befiehlt dem Zentralrechner, das Tarvian mit Schlafgas zu fluten, alle Roboter seiner Befehlsgewalt zu unterstellen und die Station gegen Eindringlinge von außen (also auch Naats) zu blockieren. Somit hat er das Tarvian unter Kontrolle, die Kämpfe draußen können beendet werden und die Grosmaahs ziehen wieder ab. Dann fordert Atlan, zu Crest-Tharo gebracht zu werden, doch der hält sich gar nicht auf Kharba auf. Als Atlan erweiterte Anerkennung als Hochrang-Bevollmächtigter über die Sonnentransmitteranlage verlangt, lehnt das Stationsgehirn ab - eine solche Entscheidung kann nur ein anderer Computer treffen, der sich auf der Kharag-Stahlwelt befindet. Atlans Einsatzgruppe versammelt sich in der Station und der Arkonide gibt seine Entscheidung bekannt: Er will sich zur Stahlwelt begeben - dies ist mit einiger Sicherheit der Planet, der sich im Zentrum des Sonnentransmitters befindet. Vermutlich würde keinem seiner Begleiter Zutritt auf der Stahlwelt gewährt werden, deshalb will er allein gehen. Zu diesem Zweck muß er einen streng abgesicherten Transmitter im Kharba-Tarvian benutzen.

Kurz notiert:

Über ein paar Schwächen muß man hier geflissentlich hinwegsehen: Atlan kann den üblen Geruch der Wasserstoff-Methan-Ammoniakatmosphäre von Kharba im Inneren seines geschlossenen Schutzanzugs riechen... Erst heißt es, die TOSOMA könne immer noch keine Paratronschirme aufbauen, dann wird seltsamerweise die "äußere Paratronschicht" beim Angriff auf den Planeten weggeblasen - wo die wohl so plötzlich hergekommen ist... Atlan befürchtet, daß sein Hightech-Kampfanzug, der bisher selbst der extremen Hochdruckatmosphäre des Riesenplaneten widerstanden hat, von einem Speer der Grosmaahs durchbohrt werden könnte... Nun ja.


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