Zur Archiv-Startseite
Zur Atlan-Startseite
Zur Zyklusübersicht
Weiter zu Nr. 2


Atlan Centauri 1: Attentat auf Arkon

Autor: Uwe Anton

Inhalt

Seit seiner Rückkehr nach Arkon hat Atlan bei den Arkoniden nicht mehr viel zu melden. Allgemein ist die Stimmung in der Galaxis gegenüber den Unsterblichen nicht besonders gut, außerdem entwickeln sich erhebliche Spannungen zwischen der von politischen Falken regierten LFT und dem wiederbelebten Kristallimperium, in dem die Neu-Arkoniden die Phase der Dekadenz und Degeneration allmählich hinter sich lassen wollen. Atlan beschäftigt sich u.a. mit einem Forschungsprojekt, das die Erforschung des erst kürzlich auf Arkon I entdeckten Epetran-Archivs zum Inhalt hat. Als er das Archiv am 11. Februar 1225 NGZ mit der schönen Historikerin Li da Zoltral (für die der alte Schwerenöter mehr als nur berufliches Interesse aufbringt) besichtigt, wird ein Anschlag auf die uralten Einrichtungen ausgeübt, bei dem ein Krish`un geraubt wird. Hierbei handelt es sich um ein halb pflanzliches, halb tierisches Wesen, das vor Urzeiten von den lemurischen Tamräten als Zeichen der eindeutigen Identifikation genutzt worden ist. Diesen speziellen Krish`un hatte Epetran selbst im Rahmen seiner Forschung nach den legendären Stammvätern (den Lemurern) im Sternhaufen Omega Centauri gefunden. Atlan wird im Verlauf des Attentats beinahe getötet, er verdankt es nur dem schnellen, professionellen Eingreifen Lis, daß ein Desintegratorschuß ihn verfehlt. Seltsamerweise erinnert sich die Historikerin später nicht mehr an diesen Vorfall. Als die arkonidischen Sicherheitskräfte eingreifen, ist es schon zu spät. Zwei der vier Angreifer werden getötet, einer entkommt mit der Beute, einer wird so schwer verletzt, daß er sich nicht selbst in die Luft jagen kann. Der Überlebende wird in eine Klinik gebracht und notoperiert, aber die Mühe hätte man sich sparen können: Ein unsichtbares Killerkommando beseitigt den Verletzten, bevor dieser mehr als das einzige Wort Baylamor sagen kann - was immer dieses Wort auch bedeuten mag. Atlan drängt sich der Verdacht auf, daß sowohl die Diebe, die den Krish`un erbeutet haben, als auch die Killer Hilfe von innen, d.h. von hochrangigen Arkoniden gehabt haben müssen, um überhaupt so weit kommen zu können. Mehr noch beunruhigt ihn aber, daß Li da Zoltral auch bei dem Angriff der Killer in der Klinik wie eine geschulte Geheimdienstagentin reagiert hat, sich hinterher aber nicht mehr daran erinnern kann... Erschwerend kommt hinzu, daß der Dieb offenbar genmanipuliert worden ist und daß festgestellt werden kann, daß diese Manipulationen typisch für die Gentechnik einer bestimmten arkonidischen Firma sind - und diese Firma gehört ausgerechnet den da Zoltral!

Atlan erhält von der Imperatrice Theta Ariga I, die ihrem ehemaligen Geliebten Atlan recht kühl gegenübertritt, den offiziellen Auftrag, den geheimnisvollen Attentaten auf den Grund zu gehen. Seine Ermittlungen führen in Richtung Omega Centauri. Aufgrund der hohen Sterndichte und der schweren Hyperstürme, die in diesem Kugelsternhaufen herrschen, ist die überlichtschnelle Raumfahrt mit modernen Antriebssystemen dort kaum möglich. Deshalb ist diese eigentlich nicht weit von der Milchstraße entfernte Region noch weitestgehend unerforscht. Nach Epetrans Aufzeichnungen war es dem genialen Wissenschaftler damals gelungen, in den Sternhaufen vorzudringen - ausgerechnet mit Hilfe eines verbesserten Transitionstriebwerks, das er nur hatte entwickeln können, weil er Atlan und Perry Rhodan begegnet war, die mit einer Anlage der MdI in die Vergangenheit gereist waren! Epetran hatte in Omega Centauri nicht nur den Krish`un gefunden, sondern auch ein Pyramidenfünfeck in lemurischer Bauweise, also die Kontrollstation für einen Sonnentransmitter. Es gibt noch eine Spur, die die Familie der da Zoltral in ein schlechtes Licht rückt: Sie haben seit einiger Zeit ein großes Interesse an Omega Centauri entwickelt und bauen fleißig Transitionstriebwerke in ihre Schiffe ein...

Somit steht Atlans nächster Schritt fest, er begibt sich zum Stammsitz der da Zoltral und trifft sich dort mit einem wichtigen Vertreter dieser Familie. Li ist offenbar nur weitläufig mit der Familie verwandt, denn Crest-Tharo da Zoltral, so der Name des von Atlan befragten Repräsentanten, scheint sie nicht zu kennen. Crest-Tharo gibt bereitwillig Auskunft über die Gentechnik-Programme seiner Firma, wird aber umgehend wortkarg, als Atlan das Gespräch auf das Thema Transitionstriebwerke bringt. Neue Erkenntnisse bringt dieses Gespräch also nicht. Atlan beschließt, daß nur noch ein Flug nach Omega Centauri Aufklärung bringen kann, schließlich laufen dort letzten Endes alle Spuren zusammen. Zuallererst braucht er jetzt natürlich ein Schiff. Seine ATLANTIS liegt zur Generalüberholung in der Orbanaschol-Werft auf Arkon II. Als Atlan dort seinen alten Freund Kassian da Orbanaschol besucht und sich einen Überblick über die noch nicht ganz abgeschlossenen Reparatur- und Modernisierungsarbeiten verschafft, wird ein weiterer Anschlag verübt, der offensichtlich Atlan zum Ziel hat: Ein Techniker überlastet einen Hypertropzapfer derart, daß die ganze Werft vernichtet zu werden droht. Kassian kann das Unheil in letzter Sekunde nur noch dadurch abwenden, indem er eine Energiekopplung zerschießt. Dabei wird er lebensgefährlich verletzt, überlebt aber.

Auf dem Weg nach Omega Centauri läßt Atlan sich Zeit, denn aus ihm und Li da Zoltral ist - wie sollte es anders sein - ein Liebespaar geworden, und da braucht man natürlich ein bißchen Zeit für angenehme Dinge... Atlan legt auch einen Zwischenstopp auf Terra ein, wo er nicht gerade herzlich empfangen wird. Da Atlan aber immer noch Hansesprecher ist, kann ihm der Zutritt ins HQ-Hanse und in den STALHOF nicht verweigert werden. Atlan weiß, daß dort ein weiterer Krish`un lagert, der seinerzeit von einem Zeitagenten der MdI erbeutet worden war. Dieses Wesen, das auch nach Jahrhunderten noch lebendig ist und ihn als Wirt akzeptiert, will er mit nach Omega Centauri nehmen. Im HQ-Hanse trifft Atlan übrigens auch auf Gia de Moleon, die wir als TLD-Chefin kennengelernt haben. Im Jahre 1225 ist diese Geheimdienstorganisation gerade erst im Entstehen begriffen. Von NATHAN erfährt der Arkonide, daß Unbekannte vor wenigen Wochen versucht haben, den Krish`un zu stehlen. Daß dieser Versuch gescheitert ist, während er im wesentlich besser abgesicherten Epetran-Archiv jedoch erfolgreich war, bekräftigt Atlan in der Annahme, daß Arkoniden hinter der ganzen Angelegenheit stecken müssen. Wer immer den Arkon-Krish`un erbeutet hat, kann sich mit seiner Hilfe den Status eines Tamrats der Lemurer erschleichen, allerdings kann Atlan dies mit dem Terra-Krish`un ebenfalls tun.

Endlich dringt die ATLANTIS in den Kugelsternhaufen Omega Centauri ein. Prompt versagen die Metagrav-Triebwerke und die Hyperfunkverbindung nach außerhalb bricht ab. Erste Ortungen bringen seltsame Ergebnisse: Neben den durchschnittlich mehr als zehn Milliarden Jahren alten Sternen gibt es auch solche, die wesentlich jünger sind, was für einen Sternhaufen dieser Art ungewöhnlich ist. Als auch noch seltsame Hyperphänomene an Bord auftreten, befiehlt Atlan den Rückzug. Eine weitere Erkundung ist nur mit dem angedockten Kreuzer AT-TOSOMA möglich, der über ein Transitionstriebwerk verfügt. Mit diesem eigentlich veralteten Antriebssystem kann man innerhalb des hyperenergetischen Chaos von Omega Centauri bestimmte Sprungpunkte ansteuern, an denen Ent- und Rematerialisierungen von Raumschiffen einigermaßen ungefährlich möglich sind. Atlan bricht also mit einer kleinen Besatzung, die aus allen möglichen Völkern zusammengesetzt ist, erneut in den Sternhaufen auf. Alsbald fallen auch auf der TOSOMA Metagrav und Syntrons aus, so daß man auf Transitionstriebwerke und Positroniken umstellen muß. Schon bald können Funksprüche aufgefangen werden - vorwiegend in altlemurischer Sprache. Bald steht fest, daß sich hier, praktisch vor der Haustür der Milchstraßenvölker und von diesen unbemerkt, Reste der einst riesigen lemurischen Zivilisation gehalten haben. Kurz nachdem Atlan eine aus 20 blauen Riesensonnen bestehende künstliche Sternkonstellation entdeckt hat, wird die TOSOMA von zwei großen Walzenraumern angegriffen, die auf keinen Funkspruch reagieren.

Nebenbei bemerkt

Es gibt einen Pro- und Epilog zu diesem Roman, in dem ein humanoides Wesen auftaucht, das ganz aus bräunlichem Metall zu bestehen scheint. An den Gelenken wirft das Metall bei Bewegung Falten, d.h. man sieht keine Kugelgelenke, Scharniere oder ähnliches. Das linke Auge dieses Wesens schielt stark. Na, wer mag das wohl sein! Richtig: Samkar, ehemaliger Ritter der Tiefe Igsorian von Veylt, im Jahr 3587 A.D. mit Laire hinter den Materiequellen verschwunden!

Eines der Genprodukte der da Zoltral ist ein in Serie produzierter indischer Mini-Klonelefant, der nach Atlans Vorschlag unter der Sammelbezeichnung Norman auf den galaktischen Markt gebracht werden soll. Ich werde noch wahnsinnig. Ist man denn nirgendwo vor diesem lästigen Rüsselvieh sicher??


Zur Archiv-Startseite
Zur Atlan-Startseite
Zur Zyklusübersicht
Weiter zu Nr. 2